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Veröffentlicht am 12.11.2025

Märchen mit Tiefe - düster, gefühlvoll und fesselnd

Das Dreizehnte Kind
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Erin A. Craig hat mit Das dreizehnte Kind wieder eine eindrucksvolle Geschichte geschaffen. Sie verbindet bekannte Märchenmotive mit einer eigenen, dunklen Welt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Hazel, ...

Erin A. Craig hat mit Das dreizehnte Kind wieder eine eindrucksvolle Geschichte geschaffen. Sie verbindet bekannte Märchenmotive mit einer eigenen, dunklen Welt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Hazel, die dreizehnte Tochter einer armen Familie, wird dem Gott des Todes versprochen. Als sie älter wird, zeigt sich ihr außergewöhnliches Talent: Sie kann Krankheiten erkennen und heilen, doch jede Heilung fordert einen Preis. Die Beziehung zu ihrem unheimlichen Paten Merrick, dem Tod selbst, ist das Herzstück der Handlung. Sie ist von Spannung, Angst und unerwarteter Zuneigung geprägt.

Die Autorin beschreibt eine Welt, in der göttliche Macht, menschliche Schwäche und Schicksal untrennbar miteinander verbunden sind. Die Atmosphäre ist dicht, ja fast greifbar. Die Mischung aus Magie, Machtspielen und Emotionen zieht einen rasant in den Bann. Besonders gelungen fand ich, wie Hazel trotz Einsamkeit und Schmerz eine innere Stärke beweist.

Kleiner Kritikpunkt die Länge. Manche Passagen wirkten etwas gedehnt, was meine Lesefluss gehemmt hat. Trotzdem eine tolle Geschichte mit starken Bildern und einer Hauptfigur, die mich berührt hat.

Für alle, die düstere Märchen und moralische Fragen mögen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Spannung direkt nebenan

Der Nachbar
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Ich lese Fitzek schon seit Jahren, habe keines seiner Bücher ausgelassen. „Der Nachbar“ hat mich mal wieder positiv überrascht. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und wollte wissen, ...

Ich lese Fitzek schon seit Jahren, habe keines seiner Bücher ausgelassen. „Der Nachbar“ hat mich mal wieder positiv überrascht. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und wollte wissen, was wirklich hinter Sarahs Angst steckt.

Die Handlung beginnt ruhig, wird aber schnell intensiv. Die Idee, dass das Bedrohliche aus der direkten Umgebung kommt, trifft einen direkten Nerv. Fitzek schafft es, alltägliche Situationen so zu beschreiben, dass sie plötzlich beunruhigend wirken. Ich hatte beim Lesen mehrfach Gänsehaut.
Besonders gelungen finde ich die psychologische Ebene. Man spürt Sarahs Angst und Unsicherheit in jeder Szene. Gleichzeitig rätselt man ständig, wem man trauen kann. Diese Ungewissheit hält die Spannung bis weit ins letzte Drittel.
Ein kleiner Kritikpunkt ist das Ende. Es kam für meinen Geschmack zu abrupt, und einige Nebenhandlungen wirkten etwas angehängt. Auch hätte ich mir persönlich an manchen Stellen etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht.

Trotzdem bleibt „Der Nachbar“ ein starker Psychothriller, der zeigt, warum Fitzek einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands ist. Wer Spannung und Nervenkitzel sucht, wird hier fündig. Packend, temporeich und mit kleinen Schwächen im Schluss, aber insgesamt ein fesselndes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Magisch-gemütlich und einfach herzerwärmend

Werecat Café
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Ich liebe Lea Melchers Bücher. Werecat Café hat wieder genau den richtigen Cozy-Vibe für den Herbst. Das magische Katzencafé, die warmen Farben, der Duft von Zimt und Tee, fühlt man sich direkt in Snickerford ...

Ich liebe Lea Melchers Bücher. Werecat Café hat wieder genau den richtigen Cozy-Vibe für den Herbst. Das magische Katzencafé, die warmen Farben, der Duft von Zimt und Tee, fühlt man sich direkt in Snickerford zuhause. Dorothy und Elliot sind sympathisch, ihre Entwicklung macht Spaß und auch die Nebenfiguren wirken lebendig.

Die Geschichte war stellenweise etwas sprunghaft, aber die liebevolle Gestaltung und die charmante Atmosphäre machen das mehr als wett. Besonders die Illustrationen und das Design sind wunderschön.

Ein herzerwärmendes Buch über Magie, Freundschaft und Selbstfindung. Perfekt für einen verregneten Herbstnachmittag mit einer Tasse Kaffee und einer Katze auf dem Schoß.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Sisi als Ermittlerin – Kaiserin auf Verbrecherjagd

Sisi ermittelt – Die Diamanten der Kaiserin
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Fritzi von Wahl zeigt in Sisi ermittelt – Die Diamanten der Kaiserin eine ungewohnte Seite der österreichischen Kaiserin. Statt Hofetikette steht diesmal ein Kriminalfall im Mittelpunkt: Sisi untersucht ...

Fritzi von Wahl zeigt in Sisi ermittelt – Die Diamanten der Kaiserin eine ungewohnte Seite der österreichischen Kaiserin. Statt Hofetikette steht diesmal ein Kriminalfall im Mittelpunkt: Sisi untersucht den Diebstahl eines Diamantsterns und einen Mord, die beide auf eine Verschwörung gegen sie hindeuten.

Die Autorin zeichnet Sisi als kluge, mutige und humorvolle Frau, die ihren eigenen Kopf hat und geschickt agiert. Das Setting zwischen Wien und Windsor Castle ist atmosphärisch, die Sprache passend zur Zeit.

Etwas störend wirkt, dass Sisis Verhalten teils zu feministisch ist. Auch die historische Genauigkeit leidet darunter. Trotzdem bleibt der Krimi spannend, mit gelungenen Figuren und glaubhaften Wendungen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Historienkrimi mit stimmungsvollem Setting und einer sympathischen, unkonventionellen Sisi.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Ambitioniertes Debüt mit Stärken und Schwächen

Crow Kingdom
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Tino Falkes „Crow Kingdom“ erzählt die Geschichte von Jessica, die nach Jahren im Vergnügungspark ihre Illusionen verliert. Zusammen mit Kollegen plant sie den großen Aufstand, doch vieles läuft anders ...

Tino Falkes „Crow Kingdom“ erzählt die Geschichte von Jessica, die nach Jahren im Vergnügungspark ihre Illusionen verliert. Zusammen mit Kollegen plant sie den großen Aufstand, doch vieles läuft anders als gedacht.

Der Roman punktet mit einem ungewöhnlichen Setting, detailreichen Beschreibungen und einem konsequenten Blick auf die Schattenseiten der Freizeitpark-Industrie. Auch die psychologische Tiefe von Jessica und die sozialkritischen Untertöne haben mich überzeugt. Stilistisch ist der Text dicht und konzentriert, manche Passagen entfalten eine starke Wirkung, ohne ausschweifend zu sein.

Allerdings hat mich nicht alles gleichermaßen gepackt. Der Einstieg wirkte stellenweise zäh, einige Szenen zu konstruiert. Die verschachtelten Rückblenden haben den Lesefluss manchmal gestört. Zudem nehmen die düsteren Themen und die suizidalen Motive viel Raum ein, was die Handlung schwerfälliger wirken lässt. Auch manche Nebenfiguren bleiben blass oder klischeehaft.

Unterm Strich ist „Crow Kingdom“ ein interessantes, mutiges Debüt, das viele Denkanstöße gibt und mit Atmosphäre überzeugt, mich aber nicht durchgehend fesseln konnte. Wer mit den harten Themen umgehen kann, wird dennoch ein besonderes Leseerlebnis haben.

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