Sachbuch und Erfahrungsbericht in einem
Heute nicht, ich hab MigräneWer unter Migräne leidet und das Gefühl hat, oftmals mit seiner Krankheit nicht ernst genommen zu werden, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Man fühlt sich nicht nur verstanden, sondern erhält auch ...
Wer unter Migräne leidet und das Gefühl hat, oftmals mit seiner Krankheit nicht ernst genommen zu werden, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Man fühlt sich nicht nur verstanden, sondern erhält auch endlich Hilfe. Die Erfahrungen der Autorin decken sich an vielen Stellen vielleicht auch mit denen der Lesenden, aber zeigen auch, wie vielseitig Migräne sein kann.
Am wichtigsten fand ich die Fakten zu unterschiedlichen Arten der Migräne, zum Beispiel altersbedingt oder aufgrund des Geschlechts. Das zeigt einfach, dass die Erkrankung nicht verallgemeinert werden kann, weil ihr Verlauf je nach betroffener Person sehr unterschiedlich sein kann.
Es gibt auch eine Liste an Medikamenten, welche häufig gegen Migräne verwendet werden, mitsamt Inhaltsstoff und kurzer Beschreibung. Allerdings folgt hier zum Glück der Hinweis, dass man diese Medikamente, welche natürlich mit Nebenwirkungen verbunden sind, nicht einfach auf eigene Faust einnehmen soll, sondern einen Termin mit einem Spezialisten vereinbaren soll.
Besonders hervorzuheben ist auch, dass die Autorin bekannte Mythen aufgreift und erklärt, weshalb diese nicht zu verallgemeinern sind und nicht fälschlicherweise als die Ursache der Migräne angesehen werden sollen. Das ist insbesondere wichtig, weil vielen PatientInnen nach wie vor vom Umfeld nicht geglaubt wird, wie schrecklich diese Krankheit ist und, dass man keine Schuld an seiner Migräne trägt.
Ich kann „Heute nicht, ich hab Migräne“ wirklich jedem ans Herz legen, weil es großartig für alle Menschen ist, die selbst unter Migräne leiden und sich oft nicht ernst genommen fühlen. Aber auch, wer nicht von Migräne betroffen ist, kann dieses Buch lesen, um mehr über die Krankheit zu erfahren und Betroffene besser zu verstehen.