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Veröffentlicht am 18.09.2025

Sachbuch und Erfahrungsbericht in einem

Heute nicht, ich hab Migräne
0

Wer unter Migräne leidet und das Gefühl hat, oftmals mit seiner Krankheit nicht ernst genommen zu werden, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Man fühlt sich nicht nur verstanden, sondern erhält auch ...

Wer unter Migräne leidet und das Gefühl hat, oftmals mit seiner Krankheit nicht ernst genommen zu werden, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Man fühlt sich nicht nur verstanden, sondern erhält auch endlich Hilfe. Die Erfahrungen der Autorin decken sich an vielen Stellen vielleicht auch mit denen der Lesenden, aber zeigen auch, wie vielseitig Migräne sein kann.



Am wichtigsten fand ich die Fakten zu unterschiedlichen Arten der Migräne, zum Beispiel altersbedingt oder aufgrund des Geschlechts. Das zeigt einfach, dass die Erkrankung nicht verallgemeinert werden kann, weil ihr Verlauf je nach betroffener Person sehr unterschiedlich sein kann.



Es gibt auch eine Liste an Medikamenten, welche häufig gegen Migräne verwendet werden, mitsamt Inhaltsstoff und kurzer Beschreibung. Allerdings folgt hier zum Glück der Hinweis, dass man diese Medikamente, welche natürlich mit Nebenwirkungen verbunden sind, nicht einfach auf eigene Faust einnehmen soll, sondern einen Termin mit einem Spezialisten vereinbaren soll.



Besonders hervorzuheben ist auch, dass die Autorin bekannte Mythen aufgreift und erklärt, weshalb diese nicht zu verallgemeinern sind und nicht fälschlicherweise als die Ursache der Migräne angesehen werden sollen. Das ist insbesondere wichtig, weil vielen PatientInnen nach wie vor vom Umfeld nicht geglaubt wird, wie schrecklich diese Krankheit ist und, dass man keine Schuld an seiner Migräne trägt.



Ich kann „Heute nicht, ich hab Migräne“ wirklich jedem ans Herz legen, weil es großartig für alle Menschen ist, die selbst unter Migräne leiden und sich oft nicht ernst genommen fühlen. Aber auch, wer nicht von Migräne betroffen ist, kann dieses Buch lesen, um mehr über die Krankheit zu erfahren und Betroffene besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Erschreckend realistisch

Madwoman
3

Madwoman ist ein erschreckender Roman über häusliche Gewalt und die Konsequenzen, auch für die nachfolgenden Generationen. Im Buch begegnet uns Clove, welche in ihrer Kindheit miterleben musste, wie ihre ...

Madwoman ist ein erschreckender Roman über häusliche Gewalt und die Konsequenzen, auch für die nachfolgenden Generationen. Im Buch begegnet uns Clove, welche in ihrer Kindheit miterleben musste, wie ihre eigene Mutter durch Cloves Vater Gewalt erlebte. Mittlerweile ist Clove selbst Mutter und möchte alles richtig machen - auf keinen Fall möchte sie riskieren, dass ihre Kinder genauso aufwachsen, wie sie. Ein Brief ihrer Mutter bringt ihre Zukunft ins Wanken …

Mich hat der Roman vor allem aufgrund der Thematik der häuslichen Gewalt interessiert. Es ist nach wie vor ein Tabuthema, welches viel öfter behandelt werden sollte und Chelsea Bieker ist eine sehr realistische Umsetzung des Themas gelungen.

Was ich außerdem großartig fand, war dass man den Fortgang der Handlung nicht vorhersehen konnte. Es gab einige unerwartete Wendungen, welche den Roman noch fesselnder gemacht haben. Auch die Perspektive des Buches fand ich toll, weil mit Clove die Tochter des Gewaltopfers ihre Geschichte erzählen konnte. Man erfährt, wie sie ihre Kindheit wahrgenommen hat und vor allem, wie die traumatischen Erlebnisse sich auf ihr ganzes bevorstehendes Leben auswirken.

Einige spannende Wendungen, eine starke Protagonistin und die realitätsgetreue Behandlung des Themas häusliche Gewalt, Madwoman ist ein Roman, welchen ich jeder Person nur ans Herz legen kann.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Berührende Geschichte

Vergiss mich nicht
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An „Vergiss mich nicht“ hat mir vor allem gefallen, wie gut die Zeichnungen gelungen sind. Dadurch schafft man es, eine emotionale Verbindung zu den Personen des Buches aufzubauen. Das Thema Demenz wurde ...

An „Vergiss mich nicht“ hat mir vor allem gefallen, wie gut die Zeichnungen gelungen sind. Dadurch schafft man es, eine emotionale Verbindung zu den Personen des Buches aufzubauen. Das Thema Demenz wurde wirklich toll umgesetzt, sowohl mit Blick auf Angehörige als auch die Betroffenen selbst. Mich konnte das Buch sehr begeistern und vor allem berühren. Insbesondere das Ende hat mich nachdenklich gestimmt.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Wunderschöne Darstellung der Liebe

Blau ist eine warme Farbe
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„Blau ist eine warme Farbe“ ist vielen als Film ein Begriff. Dieses Buch ist allerdings noch viel empfehlenswerter, weil es eine viel authentischere Darstellung einer queeren Liebe innerhalb einer konservativen ...

„Blau ist eine warme Farbe“ ist vielen als Film ein Begriff. Dieses Buch ist allerdings noch viel empfehlenswerter, weil es eine viel authentischere Darstellung einer queeren Liebe innerhalb einer konservativen Umgebung darstellt. Es enthält einige potenziell triggernde Themen, mir hat das Buch aber dennoch gefallen. Insbesondere aufgrund der großartigen Zeichnungen und der realitätsnahen Darstellung der ersten großen Liebe, welche dann auch noch von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Rosenkrieg mit Showdown

Die Rosenschlacht
5

In „Die Rosenschlacht“ begegnet uns mit Jonathan und Barbara Rose ein Ehepaar, welches sich von Geliebten zu Erzfeinden wandelt. Was mir besonders gut an diesem außergewöhnlichen Rosenkrieg gefallen hat, ...

In „Die Rosenschlacht“ begegnet uns mit Jonathan und Barbara Rose ein Ehepaar, welches sich von Geliebten zu Erzfeinden wandelt. Was mir besonders gut an diesem außergewöhnlichen Rosenkrieg gefallen hat, ist die symbolische Erwähnung der Stadffordshire Figuren, insbesondere der gegensätzlichen Boxer Molineaux und Cribb. Diese lassen einigen Spielraum zur Interpretation, inwiefern sie die Protagonisten widerspiegeln.

Im Laufe des Buches werden die Racheakte von Barbara und Jonathan immer umfassender und unglaublicher, allerdings verbirgt sich dahinter zu keinem Zeitpunkt eine komplett überspitzte Handlung. Stattdessen wird lediglich klar, wie sehr man seine eigene Hemmschwelle überschreiten kann, wenn es nur noch um den eigenen Profit geht und darum, der anderen Person ja nichts zu überlassen. Deshalb ist auch das Ende ziemlich gelungen.

Wer den alten Film mit Michael Douglas und Kathleen Turner kennt oder den neuen Kinofilm mit Benedict Cumberbatch und Olivia Colman sehen möchte, sollte „Die Rosenschlacht“ auf alle Fälle lesen. Ich kann diesen Scheidungskampf mit den außergewöhnlichen Protagonisten wärmstens empfehlen.

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