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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Einfach zauberhaft...

Wunder einer Winternacht
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Jedes Jahr um diese Zeit suche ich ein Buch mit einer Weihnachtsgeschichte. Als ich das Cover von "Winter einer Winternacht" gesehen habe, war mir sofort klar: Das ist es dieses Jahr! Auch, wenn ich noch ...

Jedes Jahr um diese Zeit suche ich ein Buch mit einer Weihnachtsgeschichte. Als ich das Cover von "Winter einer Winternacht" gesehen habe, war mir sofort klar: Das ist es dieses Jahr! Auch, wenn ich noch nicht mal wusste, um was es überhaupt geht...

Die Geschichte von Nikolas hat mich sofort gefangen genommen. Der kleine Junge, der mit 5 Jahren auf tragische Weise seine Eltern und seine kleine Schwester verlor, hat sich sofort in mein Herz geschlichen und ich hab richtig mit ihm mitgelitten. Nun konnte er nicht mehr auf der Insel leben, auf die er mit seiner Familie lebte und die Dorfbewohner des nächsten Ortes auf dem Festland beschlossen, den kleinen Waisen aufzunehmen. Nachdem aber keine der Familien genug Essen hatte, den Kleinen ganz aufzunehmen, wechselte Nikolas jedes Jahr zu Weihnachten die Familie und als kleines Dankeschön schnitzte er Weihnachtsgeschenke für die Kinder der Familien. Als er in jeder Familie des Dorfes jeweils ein Jahr gelebt hatte, kam er zu dem grimmigen Tischlermeister, der außerhalb des Dorfes lebte und der Kinder überhaupt nicht ausstehen konnte. Dort begann Nikolas, inzwischen Jugendlicher, seine Lehre und ich konnte richtig nachempfinden, wie sehr es Nikolas vor der Zeit bei dem Tischlermeister graute... Ich konnte kaum erwarten, zu erfahren, wie es ihm bei dem grimmigen alten Mann erging, wie Nikolas' Jugend verlief und wie es als junger Erwachsener mit ihm weiter ging. Auch seine engsten Vertrauten sind mir richtig ans Herz gewachsen.

Fazit: Für mich ist dieses Buch etwas ganz besonderes. Der Schreibstil des Autors hat es geschafft, dass ich alles bildlich vor mir sehen kann und ich sehe nun den Weihnachtsmann mit ganz anderen Augen. Er ist nicht mehr "nur" der Mann, der jedes Jahr zu Weihnachten die Geschenke bringt, sondern eine ganz faszinierende Gestalt mit einer eigenen Geschichte. Ich habe noch nie ein Buch zweimal gelesen, aber dieses Buch wird nächsten Advent wieder auf meiner Liste stehen, zu bezaubernd ist diese Geschichte

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend bis zur letzten Seite!

Noah
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Wer bin ich? Woher komme ich? Was macht mich aus? Diese Fragen muss sich Noah stellen, als er total mittellos wieder zu Bewusstsein kommt und sich an nichts aus seinem Privatleben erinnern kann. Fitzeks ...

Wer bin ich? Woher komme ich? Was macht mich aus? Diese Fragen muss sich Noah stellen, als er total mittellos wieder zu Bewusstsein kommt und sich an nichts aus seinem Privatleben erinnern kann. Fitzeks flüssiger Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte das Buch gar nicht mehr weg legen. Es werden sehr viele Problematiken in dem Buch behandelt, Obdachlosigkeit, Überbevölkerung und Hungersnot sind nur drei davon. Fitzek versteht es meiner Meinung nach, den Leser so in seinen Bann zu schlagen, dass man alles bildlich vor Augen hat. Dieses Buch hat mich zudem sehr nachdenklich gestimmt und das wird auch noch längere Zeit anhalten... klare Leseempfehlung von meiner Seite aus

Veröffentlicht am 15.09.2016

Möchtest Du wirklich wissen, welches Blut in Deinen Adern fließt?

Never Knowing - Endlose Angst
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Sara erfährt früh, dass sie adoptiert wurde und leidet sehr darunter, dass sie sich immer von ihrem Adoptivvater zurückgesetzt fühlt. Sie liebt ihre Eltern und auch ihre beiden Schwestern, jedoch fragt ...

Sara erfährt früh, dass sie adoptiert wurde und leidet sehr darunter, dass sie sich immer von ihrem Adoptivvater zurückgesetzt fühlt. Sie liebt ihre Eltern und auch ihre beiden Schwestern, jedoch fragt sie sich immer häufiger, woher sie eigentlich kommt, besonders, als ihre Hochzeit mit Evan bevor steht. Und tatsächlich, sie findet heraus, wer ihre leibliche Mutter ist. Doch das erste Zusammentreffen verläuft so ganz und gar nicht, wie Sara es sich gewünscht hat. Ihre Mutter reagiert schockiert auf sie und macht klar, dass sie keinerlei Kontakt mit Sara haben möchte. Zutiefst verwirrt und traurig versteht Sara die Welt nicht mehr und engagiert einen Detektiv, der mehr über das Leben ihrer Mutter herausfinden soll... und plötzlich befindet sich Sara in ihrem eigenen Albtraum, denn es deutet alles darauf hin, dass der Campsite-Killer ihr Vater ist und ihre Mutter die einzige Person, die lebend von ihm davon kam. Und damit nicht genug: Durch den ganzen Rummel erfährt der Campsite-Killer von Sara und nimmt Kontakt auf...

Mein Eindruck zum Buch:
Sara habe ich sofort ins Herz geschlossen, mit ihr mitgelitten, mich für sie gefreut, da kamen so ziemlich alle Facetten vor. Chevy Stevens schafft es immer wieder, dass ich sofort in das Buch finde, vollkommen abtauche und nicht erwarten kann zu erfahren, wie es weitergeht. Zudem dringt sie tief in die menschliche Psyche ein, veranschaulicht meiner Meinung nach perfekt das Gefühlsleben der Protagonisten und ihr Schreibstil ist einfach absolut mitreißend. Besonders hab' ich mitgefühlt, als Sara sich gefragt hat, wieviele Gemeinsamkeiten sie mit ihrem Vater hat, vorallem in Anbetracht dessen, dass sie ebenso öfter unkontrollierte Reaktionen in ihrer Vergangenheit zeigte und gleiches Verhalten bei ihrer kleinen Tochter Ally beobachtet. Auch "John" fand ich super gezeichnet. Manchmal konnte man diesem Monster erschreckenderweise sogar ein bißchen Mitgefühl entgegen bringen. Ebenso fand ich die Familienverhältnisse von Sara interessant dargestellt... die liebende Adoptivmutter, die jedes Opfer für ihre Familie bringen würde, daneben ihr Mann, der wohl nur ihr zuliebe Sara adoptiert hat und Saras ungleiche Schwestern. Aufgebaut ist "Never Knowing" im Grunde wie der Vorgänger "Still Missing", Sara erzählt ihrer Therapeutin Nadine Lavoie von ihren Erlebnissen, jedes Kapitel entspricht einer Sitzung. Alles in allem: Für mich ist "Never Knowing" ein absolut packender Psychothriller.

Mein Fazit:
Mein dritter Thriller von Chevy Stevens und bisher mein Highligt von ihr! Deshalb mein Tip: UNBEDINGT lesen!!!

Veröffentlicht am 11.08.2025

Tolle Reihe mit Tiefgang!

Tief im Schatten
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Den Auftakt der Åre-Krimis „Kalt und still“ habe ich regelrecht verschlungen, und das, obwohl ich eigentlich nicht so auf skandinavische Krimis stehe. Der Leser lernte die Polizistin Hanna Ahlander kennen, ...

Den Auftakt der Åre-Krimis „Kalt und still“ habe ich regelrecht verschlungen, und das, obwohl ich eigentlich nicht so auf skandinavische Krimis stehe. Der Leser lernte die Polizistin Hanna Ahlander kennen, die ursprünglich aus Stockholm stammt und Zuflucht im Ferienhaus ihrer Schwester im hohen Norden Schwedens suchte. Jetzt, im zweiten Fall der Reihe, wird eine übel entstellte Männerleiche gefunden und schnell stellt sich raus, dass es sich um den Weltklasseskifahrer Johan Andersson handelt. Der Mord gibt nur Rätsel auf, den Johan war überall beliebt und niemand hatte auch nur den blassesten Schimmer, warum man ausgerechnet ihn töten sollte. Gleichzeitig verschwindet im Nachbardorf Rebecka, die sehr jung den Pastor Nordhammar geheiratet hat. Und hier zählt jede Sekunde, denn sie ist schwanger und benötigt schnellstens Medikamente. Man merkt, der zweite Teil steht an Spannung dem Auftakt in nichts nach!

Mein Eindruck:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es Leser gibt, denen die privaten Schilderungen und Hintergründe Hannas und manchmal auch Daniels zu viel sind. Für meinen Geschmack ist es jedoch genau richtig und ich liebe es, tiefer in die Gefühlswelt von Hanna eintauchen zu dürfen und viel an Hintergrundinfos zu erhalten. Das macht die Figur für mich viel nahbarer, emotionaler und es lässt viel leichter eine Verbindung zu ihr aufbauen. Ich hatte das Gefühl, wirklich jemanden durch seine Geschichte begleiten zu dürfen! Das hat mich schon beim ersten Teil fasziniert und auch in dieser Story ist die Nähe zu der Protagonistin geblieben. Aber dadurch kommt keinesfalls die Spannung zu kurz! Der Thrill ist unterschwellig in jedem einzelnen Buchstaben des Werkes spürbar, nicht nur in den Kapiteln, in denen die Ermittlung im Vordergrund steht. Besonders gelungen zum Aufbau der Spannung fand ich die Abschnitte, die Rebecka gewidmet waren. Ich konnte immer kaum erwarten, mehr über ihr Schicksal zu erfahren! Auch das Ende hat mich vollkommen überrascht und auch überzeugt.

Fazit:
Für mich gerade eine der besten Krimi-Reihen. Ich freu mich, dass insgesamt wohl sechs Bände erscheinen werden und freue mich jetzt aber erstmal auf Teil drei!

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Eine etwas andere Nachbarschaft...

Die Kolonie
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Nach „Das Gotteshaus“ (ich hab es verschlungen!) und „Der Kreidemann“ ist dies das 3. Werk, das ich von der Autorin C. J. Tudor gelesen habe. Gleich im Klappentext wird erkenntlich, dass es sich hierbei ...

Nach „Das Gotteshaus“ (ich hab es verschlungen!) und „Der Kreidemann“ ist dies das 3. Werk, das ich von der Autorin C. J. Tudor gelesen habe. Gleich im Klappentext wird erkenntlich, dass es sich hierbei um eine Story handelt, die auch mit Übernatürlichem wie Vampire zu tun hat und ich war sehr gespannt, ob mich die Geschichte genauso packen kann wie „Das Gotteshaus“. Aber um was geht es denn eigentlich genau in „Die Kolonie“?

Detective Barbara Atkins wird in eine Kleinstadt in Alaska gerufen: ein Jugendlicher starb mit Merkmalen, die ganz gezielt auf eine Gruppe hindeutet: Tod durch Vampire. In der Nähe des Städtchens befindet sich eine Vampirkolonie, die zurückgezogen in einer ehemaligen Bergbausiedlung wohnen und die menschlichen Einwohner Deadharts ist dies schon lange ein Dorn im Auge. Sie tun alles dafür, um zu beweisen, dass die Vampire hinter dem Mord stecken, was eine Keulung zur Folge hätte. Vor 25 Jahren wurde bereits ebenfalls ein Jugendlicher ermordet, was kurze Zeit später ein Vampir-Teenie gestanden hat. Ist es jetzt wieder soweit? Oder steckt hinter dem toten Jungen ein ganz anderes Geheimnis? Barbara bekommt Unterstützung von dem ehemaligen Sheriff Jensen Tucker, doch auch er wird leider in Deadhart nicht gerade mit offenen Armen entfangen.

Mein Eindruck vom Buch:
Die Grundidee fand ich mega spannend! Eine Vampirkolonie, die im Grunde Tür an Tür mit einer amerikanischen Kleinstadt lebt. Kann sowas funktionieren? Welche Regeln gelten? Wie kam es überhaupt dazu? Die Autorin hat ein tolles Setting erschaffen und ich musste schmunzeln, als zum ersten Mal vampirisch gesprochen wurde. Die Kapitel sind recht kurz, genauso, wie ich es liebe und es gelingt C. J. vollkommen, die Spannung kontinuierlich in allen Bereichen aufrecht zu erhalten. Ich hätte mir etwas mehr Hintergrundwissen von Barbara gewünscht, denn ich empfand sie als sehr facettenreichen Charakter und ebenso habe ich mich bei Tucker ständig gefragt, welches Geheimnis wohl er noch hütet. Auch der Zwischenstrang mit dem Mädchen (?), das gefangen gehalten wurde, hat mich vollkommen gefesselt und ich war extrem neugierig, wer oder was dahintersteckt. Ebenso fand ich Athelinda wirklich gut gezeichnet und auch da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Geschichte gewünscht. Große Themen, die immer wieder durchblitzen sind Rassismus, Religion und Diskriminierung und meiner Meinung nach wurde dies toll mit in die Geschichte eingeflochten. Auch das Ende hat nicht enttäuscht und bei den letzten Kapiteln konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, also alles genauso, wie es sein sollte!

Fazit:
Mein absolutes Lieblings-Genre ist der Thriller und diese Erzählung war mal was anderes und total erfrischend. Dieses Werk ist perfekt für spannende Stunden! Was ich mir auch gut vorstellen könnte: Eine Buch-Reihe mit Detective Barbara Atkins! Vielleicht sogar in Kombi mit Jensen Tucker! Mal sehen… das Buch ist Anfang 2025 erschienen und vielleicht treffen wir in einem der folgenden Storys von C. J. Tudor wieder auf bekannte Protagonisten. Ich würde mich auf jeden Fall freuen!

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