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Veröffentlicht am 08.11.2025

Briefe aus dem Jenseits

Love, Mom
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Wie würdest du reagieren, wenn du plötzlich Briefe von deiner kürzlich verstorbenen Mutter erhältst?

Genau davon handelt das Thrillerdebüt von Iliana Xander, das mit Buchschnitt und Farbgebung des Covers ...

Wie würdest du reagieren, wenn du plötzlich Briefe von deiner kürzlich verstorbenen Mutter erhältst?

Genau davon handelt das Thrillerdebüt von Iliana Xander, das mit Buchschnitt und Farbgebung des Covers sofort ins Auge sticht.

Mackenzie Casper ist die Tochter der Erfolgsautorin E. V. Renge, mit deren Trauerfeier die Geschichte beginnt. Als Mackenzie posthum Briefe ihrer Mutter erhält, zweifelt sie an den Todesumständen ihrer Mutter. Nichts deutet mehr auf einen tragischen Unfall hin und das Rätseln beginnt, denn schnell wird klar, dass Elizabeth Casper aka E. V. Renge viele Feinde hatte und nicht unbedingt eine Sympathieträgerin war.

Gemeinsam mit ihrem Freund EJ beginnt Mackenzie den Spuren ihrer Mutter zu folgen, die einen Weg aus Lügen und Intrigen aufdeckt, der weiter reicht, als sie gedacht hätte. Je näher sie der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es für sie.

Stilistisch erinnert die Geschichte stark an die Bücher von Freida McFadden: viele Perspektivwechsel, Wendungen und Plottwists mit stets steigender Spannungskurve und zugänglicher Sprache. Hier sind die abgedruckten Briefe eine Besonderheit, laden zum Miträtseln ein und sorgen neben den anderen Punkten für eine unglaubliche Sogwirkung, so dass es unmöglich ist, das Buch wegzulegen.

Wer McFaddens Housemaid-Reihe mochte, der sollte auch zu diesem Buch greifen! Ich bin auf den zweiten Thriller von Iliana Xander gespannt, der bereits im Januar unter dem Titel „Der Boss“ erscheint, und vergebe 4,5/5 Sternen für ihr starkes Debüt!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Maras zehnter Fall

Dunkler Sog
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Etwas überrascht habe ich festgestellt, dass ich nach meiner Rezension über die ersten drei Bände der Mara Billinsky-Reihe (Link: https://stillesen.de/blinde-rache-lautlose-schreie-und-brennende-narben) ...

Etwas überrascht habe ich festgestellt, dass ich nach meiner Rezension über die ersten drei Bände der Mara Billinsky-Reihe (Link: https://stillesen.de/blinde-rache-lautlose-schreie-und-brennende-narben) keine weitere habe folgen lassen — obwohl ich jedes einzelne Buch verschlungen habe. Zum Jubiläum, Mara Billinskys zehntem Fall, ist es wieder soweit — herzlichen Dank für das digitale Rezensionsexemplar an beTHRILLED bzw. Bastei Lübbe.

Wer die Reihe nicht kennt: Mara ist eine äußerst unkonventionelle Kommissarin, unangepasst, eine Einzelgängerin (meistens), die ihrem Instinkt folgt und oft mit dem Kopf durch die Wand will beim Kampf gegen ihre eigenen Dämonen und die der Frankfurter Unterwelt. Die meisten Fälle drehen sich um das organisierte Verbrechen und sind nichts für schwache Nerven. Wie bei Reihen üblich, sind nicht alle Fälle gleich spannend und ich habe mich dabei ertappt, dass mir der Ausgang des Kriminalfalls fast egal war. Die Entwicklung der Figuren war mir dabei nie egal und so hat mich Leo Born an die Reihe gefesselt. Und dass er nicht davor zurückschreckt, wichtige und liebgewonnene Charaktere sterben zu lassen, hält die Spannung diesbezüglich hoch.

Die Bücher bieten alle eine hohe Erzähldichte, wenige Längen, unkonventionelle Ansätze und abwechslungsreiche Kriminalfälle. Die Figuren haben Ecken und Kanten, entwickeln sich weiter und es macht Spaß, sie zu begleiten. Frankfurt bietet die ideale Kulisse für die Zerrissenheit der Protagonisten und die Vielfalt menschlicher Abgründe.

Der zehnte Fall ist insofern etwas besonders, als er nichts mit der organisierten Kriminalität zu tun hat und nicht nur in Frankfurt und Umland, sondern auch in Freiburg und im Schwarzwald spielt. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Cronberg (mit C) will Mara Billinsky einen mysteriösen Mordfall an einem ehemaligen Arzt aufklären. Da es um eine persönliche Geschichte geht und die Mafia außen vor ist, hat mich dieser Fall noch mehr berührt als einige zuvor, „Dunkler Sog“ ist einer der besten Thriller der Reihe.

Ich kann die gesamte Reihe wärmstens empfehlen und gebe dem zehnten Fall 4,5/5 Punkten. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, sollte aber chronologisch starten — in den späteren Bänden werden die Lösungen einiger Fälle und persönlicher Schicksale verraten und so nimmt man sich womöglich Spaß und Spannung beim Mitfiebern. Einsteigen kann man in die Reihe natürlich jederzeit, Kenntnis der früheren Bücher ist nicht erforderlich — nur vom „Durcheinanderlesen“ rate ich ab.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Fragen zur Selbstreflexion

50 Fragen, die das Leben leichter machen
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Nach „50 Sätzen“ kommen nun „50 Fragen, die das Leben leichter machen“, aus der Feder von Karin Kuschik auf den Markt und da das pastellige Cover auf den ersten Blick nur farblich abweicht (flieder statt ...

Nach „50 Sätzen“ kommen nun „50 Fragen, die das Leben leichter machen“, aus der Feder von Karin Kuschik auf den Markt und da das pastellige Cover auf den ersten Blick nur farblich abweicht (flieder statt grün), hat es durchaus einen Wiedererkennungseffekt.

Neben anderen Jobs hat die Autorin auch stets als erfolgreiche Coachin gearbeitet und das merkt man. Nach dem Beenden des Buches fühlte ich mich selbst wie gecoacht, fast schon beflügelt und um einige Erkenntnisse reicher.

Die 50 Fragen sind klug gewählt und müssen ausdrücklich nicht chronologisch gelesen werden. Alles wird ausführlich mit eigenen Erfahrungen und professionellem Wissen von der Autorin erörtert und das mit einem erfrischenden Humor.

Auch wenn einiges etwas konstruiert wirkt, so konnte ich doch viel in die Selbstreflexion gehen und viel aus dem Buch mitnehmen. Wieder mal zeigt sich, dass es so wichtig ist, wie ich selbst mit den Themen des Lebens umgehe. Dieses Buch bietet auf jeden Fall Klarheit zur inneren Einstellung.

Ich werde es bestimmt noch des öfteren zur Hand nehmen und mich Fragen wie „Bereichert dieser Mensch wirklich mein Leben?“, „Was davon ist jetzt wichtig für mich?“ und „Wäre heute ein guter Tag um zu sterben?“ stellen.

Alles in allem kann ich das Buch weiterempfehlen und werde es selbst noch das eine oder andere Mal verschenken, daher 4,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Ein wichtiger Roman

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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In „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ zeichnet Susanne Abel das Porträt der beiden Waisenkinder Margret und Hartmut, die in der Nachkriegszeit aufwachsen. Sie begegnen sich in einem katholischen ...

In „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ zeichnet Susanne Abel das Porträt der beiden Waisenkinder Margret und Hartmut, die in der Nachkriegszeit aufwachsen. Sie begegnen sich in einem katholischen Kinderheim, in dem sie unfassbar schreckliche Dinge erleben und sich gegenseitig stützen.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und erzählt einerseits die Geschichte von Margret und Hartmut und andererseits die der Urenkelin Emily. Diese versucht Jahrzehnte später das zu verstehen, was über Generationen hinweg verschwiegen, verdrängt und nie wirklich verarbeitet wurde.

Die Autorin hat einen wunderbaren und berührenden Schreibstil. Allerdings war das Gelesene für mich zeitweise schwer auszuhalten, denn sie schreibt schonungslos über die systematische Gewalt, die den beiden Waisenkindern widerfahren ist. Aber genau das ist nötig, um sich der Tragweite dieses wichtigen Themas zu stellen.

Trotz der düsteren Thematik gelingt es der Autorin Hoffnung durchscheinen zu lassen. Es ist ein Buch, das mich nicht nur absolut berührt hat, sondern auch nachhallt. Besonders spannend war zu sehen, wie ein Trauma auch noch Jahre später die nachfolgenden Generationen beeinflusst.

Fazit: Ein schonungsloser, emotionsstarker und wichtiger Roman über generationenübergreifende Traumata und über die Kraft der Zuneigung: 4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Band 2 kann auch überzeugen

Schlag auf Schlag - Myron Bolitar ermittelt
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„Schlag auf Schlag“ von Harlan Coben, erschienen bei Goldmann, Übersetzung von Gunnar Kwisinski ᵁⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ, ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ

Kaum hatte ich Band 1 der Myron Bolitar-Reihe aus der Hand gelegt, ...

„Schlag auf Schlag“ von Harlan Coben, erschienen bei Goldmann, Übersetzung von Gunnar Kwisinski ᵁⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ, ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ

Kaum hatte ich Band 1 der Myron Bolitar-Reihe aus der Hand gelegt, habe ich mit dem 29 Jahre alten zweiten Band „Schlag auf Schlag“ den nächsten Fall des Sportagenten-Detektivs verschlungen, ebenfalls in der Neuausstattung.

Diesmal spielt der Thriller im Tennis-Milieu und wieder wird ein Mandant von Myron Bolitar in einem Mordfall verdächtigt. Da auch das Opfer seine Klientin werden wollte, fühlt sich unser Protagonist besonders verpflichtet, in diesem Fall zu recherchieren und vor allem die Vergangenheit des Opfers näher zu untersuchen. Valerie Simpson war als Teenager ein Tennis-Star, stürzte dann ab und verschwand für Jahre von der Bildfläche. Ausgerechnet als sie auf der Suche nach Bolitar ist, wird sie während der US Open erschossen. Myron Bolitar trifft auf massive Widerstände bei seiner Recherche – weder Polizei, noch Politik und Mafia wollen, dass er in der Vergangenheit wühlt.

Der Plot ist wieder abwechslungsreich, bietet zahlreiche Wendungen und falsche Fährten. Wobei mich der Plottwist am Ende nicht überraschen konnte und ich ihn hatte kommen sehen, war es ein großer Lesespaß und ein echter Pageturner.

Wie schon in Band 1 haben mich Sprachstil und -witz bestens unterhalten und die Story hat mich in ihren Bann gezogen, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Leider wiederholt sich der Wermutstropfen aus Band 1 mit einigen Zeichensetzungsfehlern und wird sogar noch gesteigert durch die inkonsistente Schreibweise des Namens von Valeries Mutter (Helen/Hellen).

Auch Band 2 erhält 4,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung! Zehn Bände habe ich also noch vor mir…

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