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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Viel Luft nach oben

Das Dolce Vita Dilemma
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Als jemand, der viele YA-Buecher liest, mag ich die jugendlichen Gedanken sehr. Hier hatte ich anfangs allerdings ein paar Schwierigkeiten: die Sätze wirkten holprig und abgehackt, und richtig jugendlich ...

Als jemand, der viele YA-Buecher liest, mag ich die jugendlichen Gedanken sehr. Hier hatte ich anfangs allerdings ein paar Schwierigkeiten: die Sätze wirkten holprig und abgehackt, und richtig jugendlich hat es sich für mich nicht angefühlt. Die Geschichte an sich ist okay, aber die Gefühle kamen bei mir nicht richtig an – das Verständnis für die Figuren blieb etwas auf der Strecke. Ich glaube, das Buch hätte ruhig ein paar Seiten mehr vertragen können, um die Emotionen und Hintergründe stärker zu entfalten. Das italienische Setting kam gut zum tragen und auch alle Namen und Sätze waren korrekt, grosses Lob an dieser Stelle.

Das Ende mochte ich aber sehr: mutig, stimmig und wirklich gut. Es hat die Geschichte für mich abgerundet und einen positiven Nachhall hinterlassen. Wenn es mehr in diese Richtung gegangen wäre, hätte es mich echt überzeugt.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Kein Thriller, aber okay

Not Quite Dead Yet
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Im Rahmen der #pocketbook Leserunde im Juli haben wir diesen Thriller gelesen. Es war beim erstes Buch von Holly und ich bin bei der Geschichre ein wenig Zwiegespalten. Einerseits finde ich die Idee und ...

Im Rahmen der #pocketbook Leserunde im Juli haben wir diesen Thriller gelesen. Es war beim erstes Buch von Holly und ich bin bei der Geschichre ein wenig Zwiegespalten. Einerseits finde ich die Idee und die Ausgangsposition sehr gelungen. Andererseits hapert es dann bei einigen logischen Feinheiten. Aus Spoilergründen kann ich die nicht nennen, aber wir waren uns in der Leserunde recht einig, dass es hi und da nicht ganz korrekt bzw. so im wahren Leben sein kann.

Leider hat das bei mir auch den Leseflow gestoppt. Das Ende dann war mir auch too much und zuviel des Guten an Twist, Enthüllungen und wiedermal der Logik. Jet hingegen fand ich sarkastisch unterhaltsam als Protagonistin. Eine starke, junge Frau die ihren eigenen Mord auflösen will. Eine sehr gute Idee, dennoch für mich ein Okeybuch, welches ich sehr gerne gelesen habe aber nicht als Thriller einstufen würde

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Lange Geschichte mit nervigem Prota

Eternal Ending
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Der dritte Band – und damit das Ende der Reihe. Die Grundidee mit den Parfumherstellern, das Setting und die Familienkonstellationen fand ich nach wie vor stark. Aber auch hier: Wieder langatmig. Der Prota? ...

Der dritte Band – und damit das Ende der Reihe. Die Grundidee mit den Parfumherstellern, das Setting und die Familienkonstellationen fand ich nach wie vor stark. Aber auch hier: Wieder langatmig. Der Prota? Unsympathisch. Die Geschichte? Plätscherte so vor sich hin. Ich mag Merits Schreibstil total, aber diesmal war’s mir an vielen Stellen einfach zu langweilig, zu drüber. Keatons Konflikt hab ich auch null gefühlt. Einerseits will er die Familie nicht ins Unglück stürzen, andererseits wär’s ihm das dann doch wert für die eigene Freiheit? Hm. Dazu waren sie echt richkids, und wirkten auf mich wie so "arme Seelen, denen man übers Köpfchen streichen muss". Die haben praktisch nie gearbeitet und dafür sich einfach mit ihren Problemen beschäftigt.

Der Stil ist wie gewohnt poetisch, stellenweise aber echt zu kitschig und übertrieben. Und dann der große Twist? Eher nervig als emotional. Dass man es dann so stehen lässt, hat für mich null funktioniert. Insgesamt: Ein okayes Buch, aber die Reihe war einfach nicht meins. Ich hatte mir andere Figuren, eine andere Dynamik, mehr Tiefe vorgestellt. Stattdessen: zu lang, zu dramatisch, zu wenig greifbar.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Schöner Stil, zähe Story – und ein Cliffhanger später

Beneath Broken Skies
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Bin ich eigentlich die Einzige, die sich sehnlichst wünschen würde, dass bei Büchern schon auf den ersten Blick erkennbar ist: Achtung, Band 1!? Dass einem direkt klar wird – da kommt noch mehr, das hier ...

Bin ich eigentlich die Einzige, die sich sehnlichst wünschen würde, dass bei Büchern schon auf den ersten Blick erkennbar ist: Achtung, Band 1!? Dass einem direkt klar wird – da kommt noch mehr, das hier ist nur der Anfang einer Geschichte? Ich frage mich das wirklich, denn ich habe mich durch gefühlt tausend Seiten voller Missverständnisse gearbeitet – mitunter zäh, langatmig, und das große Geheimnis, das über all dem schwebte, hat mich irgendwann schlichtweg nicht mehr interessiert.

Was mir aber durchweg positiv aufgefallen ist , der wundervolle Schreibstil. Sprachlich hat mich das Buch auf einer sehr persönlichen Ebene abgeholt: die Liebe zu Büchern, zur Literaturwelt, zum Verlagswesen – all das war für mich spürbar und sehr atmosphärisch eingefangen. Es gab wirklich schöne Szenen, alte Freundschaften, emotionale Rückblicke, Geheimnisse aus der Vergangenheit, die angedeutet und dann doch nicht ganz aufgelöst wurden. Die Geschichte bekommt viel Raum zum Atmen – vielleicht manchmal sogar ein bisschen zu viel.

Denn da war er eben doch: der fehlende Spannungsbogen. Es plätscherte teilweise einfach dahin, und dann – zack – ein Cliffhanger, der mich ein wenig enttäuscht, weil er sich für mich nicht verdient anfühlte. Ich bin ganz ehrlich: Ich bin hin- und hergerissen. Es war vieles dabei, das ich mochte, und gleichzeitig genauso viel, das mich gestört hat. Ein Punkt, der mir persönlich sauer aufgestoßen ist: Wie realistisch ist es eigentlich, dass ein 24-Jähriger ohne jegliche Branchenerfahrung plötzlich Chef in einem Bereich wird, von dem er keinerlei Ahnung hat – und dann noch nicht einmal ein Onboarding bekommt? Stattdessen verbringt er Tage damit, sich nur auf eine einzige Abteilung zu konzentrieren – und stellt sich dabei wirklich nicht gerade brillant an.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Nicht wie erwartet, die Leichtigkeit fehlt

How To End A Love Story
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Ich hatte mit diesem Buch eine ganz andere Vorstellung. Das Cover versprach eine lockere RomCom, leichte Unterhaltung – stattdessen wurde ich mit einem richtig schweren Thema konfrontiert. Der ernste Vorfall ...

Ich hatte mit diesem Buch eine ganz andere Vorstellung. Das Cover versprach eine lockere RomCom, leichte Unterhaltung – stattdessen wurde ich mit einem richtig schweren Thema konfrontiert. Der ernste Vorfall gleich zu Beginn hat mich schockiert, aber auch beeindruckt, wie sensibel das Trauma der beiden Figuren verarbeitet wurde.

Und dann? Kam plötzlich Spice. Kapitelweise. Für mich völlig unpassend, weil es nicht zur Grundstimmung gepasst hat. Der Humor kam bei mir kaum an, ich habe vielleicht einmal halb geschmunzelt – eher frustrierend. Das Ende hingegen war wieder stark, emotional und hat viel aufgefangen. Trotzdem fiel es mir schwer, mit den Figuren wirklich mitzufühlen da es in der Erzählform geschrieben ist. Es war ein Auf und Ab zwischen „Wow“ und „Warum?“

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