Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Wunderbarer Halloween-Spaß mit Paddington Bär!

Paddington feiert Halloween
0

Paddington ist ganz aufgeregt, denn Halloween steht vor der Tür. Gemeinsam mit der Familie Brown wird der kleine Bär aus dem tiefsten Peru zum ersten Mal in seinem Leben den gruseligsten Tag des Jahres ...

Paddington ist ganz aufgeregt, denn Halloween steht vor der Tür. Gemeinsam mit der Familie Brown wird der kleine Bär aus dem tiefsten Peru zum ersten Mal in seinem Leben den gruseligsten Tag des Jahres feiern. Kürbnisschnitzen, Basteln, Dekorieren, abends verkleidet um die Häuser ziehen...und danach soll es noch eine kleine Familienfeier geben. Halloween-Muffel Mr Brown ist zwar anfangs nur wenig begeistert, wird von Jonathan und Judy aber zum Glück schnell überzeugt. Zunächst läuft auch alles wie am Schnürchen. Alle haben Spaß und bei ihrer „Süßes, sonst gibt’s Saures“ – Tour haben Padington und die Brown-Kinder ordentlich Süßigkeiten erbeutet. Doch dann möchte Paddington (kostümiert als schaurige Hexe mit Reißzähnen) auch bei ihrem grimmigen Nachbar Mr Curry klingeln. Wie zu erwarten keine gute Idee, denn dieser lädt sich kurzerhand einfach so selbst zu ihrer Party ein. Doch Paddington wäre nicht Paddington, wenn er nicht auch diesen Abend retten würde. Höflich wie er ist, bietet er Mr Curry selbst gebackene Kekse an, nichtsahnend, dass er ihren unwillkommenen Gast damit vergraulen wird. Am Ende sind sich alle einig, dass es das beste Halloweenfest seit langem war.

Seit über 60 Jahren begeistert der kleine liebenswerte Bär im blauen Dufflecoat und mit dem roten Hut Jung und Alt überall auf der Welt. Auch nach dem Tod von Paddington-Schöpfer Michael Bond werden – zu aller Freude – neue Bücher mit dem berühmten sprechenden Bären veröffentlicht. Passend zur kommenden Halloweenzeit ist vor kurzem im Knesebeck Verlag das hier vorliegende Bilderbuch erschienen, welches auf dem Kapitel „Paddington Takes the Biscuit“ aus Michael Bonds Roman „Paddington Here and Now“ basiert. Für mich, als großer Paddington-Fan seit Kindertagen, natürlich ein absolutes Muss!

Schon allein das Cover lässt direkt gute Herbstlaune aufkommen und dahinter geht es ganz genauso weiter. Eine weitere herrlich-unterhaltsame Paddington-Geschichte erwartet einen hier, welche Kinder und Erwachsenen gleichermaßen viel Vergnügen macht. Paddington ist aber auch einfach zum Verlieben. Neugierig und offenherzig geht er durch die Welt, bleibt stets höflich und gelassen und verzaubert uns immer wieder aufs Neue mit seiner unschuldigen und manchmal etwas tollpatschigen Art. Der kleine Bär aus dem tiefsten Peru ist eine wahre Frohnatur, mit den charmantesten kleinen Abenteuer im Gepäck. Und „Paddington feiert Halloween“ ist das perfekte Beispiel dafür. Ob die Vorbereitungen für das Halloweenfest, das Verkleiden und um die Häuser ziehen, die Party, auf der Paddington dem fiesen Mr Curry einen Streich spielt (typisch Paddington ganz unbewusst, versteht sich!) – Schmunzelspaß für die ganze Familie ist hier garantiert. Kinder werden es lieben, gemeinsam mit Paddington und den Browns den gruseligsten Tag des Jahres feiern. Vor allem von den vielen verschiedenen Kostümen werden sie entzückt sein. Man bekommt beim Lesen und Durchblättern richtig Lust, selbst kreativ zu werden, Kürbisse zu schnitzen, das Haus zu dekorieren, zu basteln und zu backen und sich zu verkleiden.

Illustriert wurde auch dieser Band von R. W. Alley und man hätte für die Paddington-Geschichten wirklich niemand passenderen finden können. Seine Bilder verströmen eine wunderbare britisch-nostalgische Gemütlichkeit, die einfach perfekt zu Paddingtons Charakter passt, ohne kitschig daherzukommen. Sie sind gewohnt farbenfroh und voller Details und laden zum Verweilen und immer wieder Angucken ein.

Fazit: „Paddington feiert Halloween“ ist ein schaurig-schöner, bäriger Vorlesespaß ab 4 Jahren für alle Paddingtons-Fans und die, die es noch werden wollen. Das perfekte Bilderbuch für die wohlig-gruselige Jahreszeit. Lustig, liebevoll und inspirierend. Ich habe meinen Lieblingsbären mit diesem Band nur noch mehr in mein Herz geschlossen, ich kann das Paddington-Halloween-Abenteuer nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein magisch schöner Reihenauftakt!

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
0

Die 12-jährige Ava ist entsetzt: Sie ist schon wieder mitten im Wald aufgewacht, hoch oben auf einem Baum! Und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist. Seit ihre Eltern spurlos verschwunden ...

Die 12-jährige Ava ist entsetzt: Sie ist schon wieder mitten im Wald aufgewacht, hoch oben auf einem Baum! Und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist. Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, passiert ihr das ständig. Ihre Verwirrung wächst, als eines Tages ein unheimlicher Fremder auftaucht, der behauptet, mehr über sie und ihre Eltern zu wissen. Ava traut ihm nicht – zu Recht, wie sich nur wenig später zeigt. Sie wird von diesem Unbekannten angegriffen, bekommt zum Glück aber rechtzeitig Hilfe von einem großen Bären – einem sprechenden und sehr verfressenen Bären! Er stellt sich der völlig verwirrten Ava mit dem Namen Urs vor und erzählt ihr von einer geheimnisvollen Akademie, zu der er sie bringen möchte. Dort wird sie endlich mehr über sich, ihre Kräfte und ihre Eltern erfahren. Ava spürt, dass sie Urs folgen muss. Sie begleitet ihn zu der Secret Forest Academy, wo sie magische Wesen erwarten und Kinder, die genauso sind wie sie. Ava findet schnell Freunde, doch nicht jeder auf der Akademie ist ihr freundlich gesinnt...

Nachdem mich Tina Stein alias Christina Stein bereits mit ihren Jugendthrillern begeistern konnte, war ich sehr gespannt und voller Vorfreude auf ihr erstes Buch für ein jüngeres Publikum. Schon das wunderschöne Cover, das uns die Bente Schlick gezaubert hat, ließ mein Herz direkt höher schlagen und die Story dahinter klang genau nach meinem Geschmack: Eine geheime Akademie, sprechende Tiergefährten, Magie, Abenteuer – so etwas liebe ich einfach. Ihr auch? Dann seid ihr hier genau richtig!

Mit dem Auftakt ihrer ersten Kinderbuchreihe stellt Tina Stein definitiv unter Beweis, dass sie nicht nur tolle Jugendbücher schreiben kann, sondern auch das Zeug zur Kinderbuchautorin hat. Bücher und Serien über magische Schulen und Gestaltwandler mögen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sein, aber ein Internat für Baum- bzw. Pilzwandler war bislang (soweit ich weiß) noch nicht darunter. Eine richtig coole Idee, die Tina Stein wirklich wunderbar umgesetzt hat. Gekonnt weicht sie vom Gewohnten ab und kreiert eine Welt, die sich vertraut und erfrischend neu zugleich anfühlt. Die Secret Forest Academy ist ein faszinierender Ort, voller Magie, Geheimnisse und Überraschungen Von Beginn an ist man ganz gebannt von der Geschichte. Tina Stein schreibt gewohnt mitreißend und atmosphärisch und so bildhaft, dass das Kopfkino direkt anspringt. Dazu die sehr kurzen Kapitel, die oft nur zwei bis drei Seiten umfassen, lassen die Lesezeit wie im Fluge vergehen. Es macht einfach Spaß, Ich-Erzählerin Ava zu begleiten und mitzuerleben, wie sie im Verlauf über sich hinauswächst. Mit ihrer sympathischen und mutigen Art schließt man sie sofort ins Herz und es fällt leicht, sich in sie hineinzuversetzen. Ihr Wunsch nach Zugehörigkeit, die Sorge um das rätselhafte Verschwinden ihrer Eltern, ihre Unsicherheiten, aber auch ihre Neugierde und Tapferkeit werden sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Neben Ava hat die Autorin noch viele weitere großartige Figuren erschaffen.Vor allem der sprechende Bär Urs ist ein Highlight, aber auch ein anderer flauschiger Gefährte (über den an dieser Stelle nicht mehr verraten wird), ist einfach zum Verlieben.

Besonders gelungen ist die Mischung aus Fantasie, wichtigen Themen und Naturwissen. Die Geschichte hält einige schöne Botschaften bereit über Freundschaft, Zusammenhalt, Akzeptanz und Toleranz und vermittelt gleichzeitig auch ganz nebenbei interessante Fakten über Bäume und Pflanzen, ohne irgendwie lehrbuchmäßig daherzukommen. Ich persönlich hätte mich noch über ein paar Illustrationen und eine Karte vorne im Buch gefreut, sozusagen als Sahnehäubchen obendrauf. Aber auch ohne Bilder konnte mich die Geschichte komplett verzaubern.
Das Ende hält einen fiesen Cliffhanger bereit, sodass man die Fortsetzung (die voraussichtlich im Frühjahr 2026 erscheinen wird) kaum erwarten kann.

Fazit: „Secret Forest Academy – Avas Bestimmung“ ist ein vielversprechender Auftakt einer außergewöhnlichen Fantasy-Reihe ab 10 Jahren. Ein zauberhafter Schmöker für alle, die gerne in magische und geheimnisvolle Welten eintauchen und Abenteuer und die Natur lieben. Spannend, unterhaltsam und mit viel Herz! Also ich bin begeistert, bei mir hat Tina Stein mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2025

Traumhaft schön!

Der Hüter des Mondes
0

Ein alter Mann namens Jean lebt einsam und allein auf dem Mond. Tag für Tag und Nacht für Nacht sitzt er hinter einem Schalter und verwaltet die Erinnerungen und Gedanken, die die Menschen auf dem Mond ...

Ein alter Mann namens Jean lebt einsam und allein auf dem Mond. Tag für Tag und Nacht für Nacht sitzt er hinter einem Schalter und verwaltet die Erinnerungen und Gedanken, die die Menschen auf dem Mond zurückgelassen haben. Liebevoll kümmert er sich um die verlorenen und vergessenen Träume, trägt sie sorgfältig in sein großes Verzeichnis ein und bringt sie anschließend in eine Lagerhalle, wo er seine Fundstücke sortiert, repariert und pflegt. Es ist wichtig, sich gut um die Dinge zu kümmern. Und manchmal holen sie die Leute auch wieder ab – allerdings immer seltener. Als eines Tages ein kleines Mädchen vor seinem Schalter steht, ist er ziemlich erstaunt. Auf seine Nachfragen gibt sie keine Antwort, drückt nur immer wieder – Ding-Ding – auf die Klingel an seinem Schalter. Das Mädchen muss unbedingt wieder zurück. Doch alle Versuche schlagen fehl. Jean ist inzwischen ziemlich wütend. Wie kann er seinen hartnäckigen Gast nur wieder loswerden? Er beschließt kurzerhand, sich nicht ärgern zu lassen, das Mädchen einfach zu ignorieren. Eines Tages greift das Mädchen zu Sack und Besen und beginnt es Jean gleichzutun. Mit der Zeit werden die beiden Freunde und kümmern sich gemeinsam um die Träume und Wünsche der Menschen. Doch diese werden immer weniger und weniger. Als der Mondhüter irgendwann krank wird, zeigt er seiner kleinen Nachfolgerin sein letztes großes Geheimnis...

Nachdem ich vor kurzem den Künstler Ian De Haes für mich entdeckt habe, musste ich unbedingt noch weitere von ihm illustrierte Werke bei mir einziehen lassen. Mit dabei war natürlich auch das hier vorliegende Bilderbuch, bei dem schon allein das Cover ein Fest für die Augen ist. Ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte dahinter einzutauchen und hach, was soll ich sagen, ich habe ein neues Herzensbuch gefunden.

Das belgische Autorin-Illustrator-Duo Charlotte Bellière und Ian De Haes hat hier ein wundervolles Bilderbuch geschaffen, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Warmherzig und voller Poesie erzählt „Der Hüter des Mondes“ eine bewegende Geschichte über das Träumen und Nachdenken, das Abschiednehmen und Loslassen sowie eine außergewöhnliche Freundschaft. Die Erzählung rund um den alten Mann und das kleine Mädchen erinnert uns daran, sich mehr Zeit zum Wünschen und Träumen zu nehmen und den Moment zu genießen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, unsere Gedanken und Erinnerungen zu bewahren. Denn unsere Träume sind vom unschätzbaren Wert und machen uns dem, was wir sind. Darüber hinaus wird auch gezeigt, dass Veränderungen und das Älterwerden zum Leben dazugehören und in jedem Ende ein neuer Anfang liegt. Es ist eine faszinierende Reise, auf die uns dieses Buch mitnimmt. Die Idee, das verlorene und vergessene Träume auf dem Mond landen und dort von einem Hüter eingesammelt und beschützt werden, ist einfach zauberhaft, lädt zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken ein und beflügelt die eigene Vorstellungskraft.

Ian De Haes hat diese fantasievolle Geschichte mit weichen Linien und warm-leuchtenden Aquarellfarben zum Leben erweckt. Seine Illustrationen sind mal wieder traumhaft anzusehen! Magisch ziehen sie den Betrachtenden sofort in den Bann, laden zum Verweilen, Wohlfühlen und Träumen ein und machen dieses Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fazit: „Der Hüter des Mondes“ ist eine poetische und magische Geschichte ab 4 Jahren über die Kraft des Träumens und den Kreislauf des Lebens. Ein traumschönes Plädoyer fürs Träumen und Innehalten. Berührend, inspirierend und voller Fantasie und Wärme. Ich bin total verliebt in dieses Bilderbuch, mein Herz hat es im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Spannend, lustig, wohlig-gruselig und mit viel Herz! Ein weiterer toller Folgeband!

Die Geisterhelfer – Blut ist dicker als Friedhofsnebel
0

Leos Eltern wollen unbedingt in den Herbstferien nach Amerika reisen, um dort auf irgendeinen Berg zu steigen. Da Kinder dabei nur stören, kommt ihnen das Angebot von Antonias Großtante Lila gerade recht: ...

Leos Eltern wollen unbedingt in den Herbstferien nach Amerika reisen, um dort auf irgendeinen Berg zu steigen. Da Kinder dabei nur stören, kommt ihnen das Angebot von Antonias Großtante Lila gerade recht: Zusammen mit Antonia, Leos Klassenkameraden Dennis und Ziggy und natürlich Hund Bauhaus dürfen die beiden Brüder zehn Tage auf Lilas Gutshof verbringen, welches irgendwo im Nirgendwo liegt und sich als ein ziemlich unheimliches Schlösschen entpuppt – wie in einem Gruselfilm! Zum Glück handelt es sich bei Großtante Lila um keine böse Hexe oder blutdurstige Vampirin, im Gegenteil sie erweist sich als ziemlich cool und freundlich. Dennoch ist Leo äußerst mulmig zumute. Gut Krähenstein besitzt schließlich eine Familiengruft. Und wie soll es auch anders sein, natürlich dauert es nicht lange und Leo trifft auf einen Geist. Dieser weiß gar nichts von seinem Tod und ist genauso erschrocken wie Leo. Doch es bleibt nicht bei dem einen Geist. Zwei Untote, die dringend Hilfe benötigen; ein Halloweenfest und Fackelumzug; ein düsteres Schloss voller Geheimnisse und merkwürdiger Mitbewohner – entspannte Ferien sehen definitiv aus. Als dann auch noch Valentin spurlos verschwindet, stecken die Geisterhelfer bereits mittendrin im nächsten Abenteuer...

Hurra, endlich geht es mit den Geisterhelfern weiter! Hierbei handelt sich um den dritten Fall für die Geisterhelfer, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Für den vollen Lesegenuss empfiehlt sich jedoch, mit Band 1 zu starten.
Nach meiner großen Begeisterung für die ersten zwei Bände, konnte ich den nächsten Band kaum erwarten. Schon das Cover mit seinem coolen Glow-in-the-Dark-Effekt verspricht wieder gespenstisch gute Unterhaltung und genau das – und noch mehr – bekommt man hier auch.

Wer gerade auf der Suche nach der idealen Lektüre für Herbst- und Halloweenzeit ist, ist hier definitiv genau richtig. Tina Blase hat ein weiteres tolles, detektivisches Geisterabenteuer zu Papier gebracht, das zum Mitfiebern und wohligem Erschauern einlädt und einfach unheimlich viel Spaß macht. Doch auch dieses Mal gilt: Was auf den ersten Blick wie eine klassische Spukgeschichte daherkommen mag, entpuppt sich nur kurz darauf als weitaus mehr: Eine herzerwärmende Erzählung mit Tiefgang. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger erzählt Tina Blase von Freundschaft, Familie, Akzeptanz und Vorurteilen sowie vom Mut, sich seinen Ängsten zu stellen und über sich hinauszuwachsen. Und natürlich auch vom Tod. Zusammen mit ihren neuen Freunden Dennis und Ziggy zeigen uns Leo und Antonia einmal mehr, dass Zusammenhalt und Vertrauen stark macht und man auch trotz aller Unterschiede und gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten ein unschlagbares Team sein kann. Besonders schön jedoch ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Leo und seinem großen Teenie-Bruder Valentin. Anfangs ziemlich genervt voneinander, lernen sie im Verlauf, was Familie ausmacht und dass der jeweils andere eigentlich doch gar nicht so übel ist.

Die Charaktere sind allesamt mal wieder herrlich gezeichnet, jeder ist auf seine Art und Weise liebenswert und einzigartig. Ob der ängstliche Ich-Erzähler Leo, die meist etwas grummelige Antonia, ihr treuer vierbeiniger Begleiter Bauhaus, die verschiedenen Geister – man muss sie einfach alle lieben. Langweilig wird es mit dieser bunten Truppe zu keiner Zeit! Eine fabelhafte Mischung aus Spannung, Witz, Gefühl und Gänsehautmomenten erwartet einen hier und durch den Settingwechsel kommt zusätzlicher frischer Wind auf.
Die schaurig-schönen, stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Monika Parciak sind erneut das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis gelungen ab.

Fazit: Genauso spannend und unterhaltsam wie in den zwei Vorgängern geht es mit den Geisterhelfern in die dritte Runde. Auch „Die Geisterhelfer – Blut ist dicker als Friedhofsnebel“ ist ein wunderbares Geister-Detektiv-Abenteuer mit humorvollem Grusel, sympathischen Charakteren und ganz viel Herz und Freundschaft. Das perfekte Lesefutter für alle ab 8 Jahren, die sich gerne ein kleines bisschen gruseln. Ich bin auch von diesem Band absolut beGEISTERt! Über ein weiteres Wiedersehen mit Leo, Antonia und Co. würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2025

So süß und märchenhaft schön!

Hubert
0

In einem großen märchenhaften Wald lebt der kleine Frischling Hubert mit seiner Wildschweinfamilie. Eines Tages darf er zusammen mit seinen fünf Geschwistern zum allerersten Mal alleine den Wald erkunden. ...

In einem großen märchenhaften Wald lebt der kleine Frischling Hubert mit seiner Wildschweinfamilie. Eines Tages darf er zusammen mit seinen fünf Geschwistern zum allerersten Mal alleine den Wald erkunden. Natürlich lässt Mama Wildschwein ihre Kinder nicht ohne mahnende Worte ziehen. Sie sollen sich vor dem großen bösen Wolf in Acht nehmen, immer zusammenbleiben und laut grunzen, wenn sie in Gefahr sind. Es dauert nicht lange und Hubert erschnüffelt eine köstliche Fährte aus Kirschen, Beeren und Eicheln. Mampfend folgt er ihr und ehe er sich versieht, ist er plötzlich ganz alleine im Wald. Ängstlich lauscht er auf das Grunzen der anderen, doch da ist nur Geraschel. Und es kommt immer näher! Zum Glück entpuppt sich das Rascheln wenig später als ein freundliches rotes Eichhörnchen namens Rotpfötchen. Es möchte Hubert bei seiner Suche nach seiner Familie helfen und hat auch schon eine tolle Idee. Gemeinsam ziehen sie los und treffen dabei auf viele weitere Tierkinder, die Hilfe brauchen und sich ihnen anschließen. Nach jeder neuen Begegnung wird die Welt ein bisschen weniger beängstigend und Hubert erkennt, dass seine Spürnase ihr Retter in der Not sein kann...

Auf dieses Buch habe ich mich riesig gefreut! Ich bin ein großer Fan von Briony May Smith und lasse jedes neue Werk von ihr umgehend bei mir einziehen, sobald es erschienen ist. Die britische Künstlerin ist einfach immer ein Garant für herzerwärmend schöne Bilderbücher. Und „Hubert – Immer der Nase nach“ bildet da definitiv keine Ausnahme.

Briony May Smith hat uns mal wieder ein wundervolles Bilderbuch gezaubert, in welches man sich einfach verlieben muss. Dies fängt schon beim Cover an – sieht Frischling Hubert nicht zum Knuddeln aus? Dahinter geht es genauso weiter. Auf ihre gewohnt einfühlsame Weise erzählt Briony May Smith von der Kraft des Zusammenhalts, den ersten Schritten in die eigene Unabhängigkeit und dem Mut, seinem Bauchgefühl zu folgen – oder in diesem Fall: seiner super-duber Spürnase.

Hubert ist ein Protagonist, den man sofort ins Herz schließt. Aufgeweckt, mutig und immer seiner Nase nach führt er uns durch diese märchenhafte Geschichte, die im wahrsten Sinne des Wortes märchenhaft ist. Briony May Smith hat hier viele kleine Verweise auf bekannte Märchen versteckt, die zum Entdecken und Schmunzeln einladen und das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Schon allein die Namen der verschiedenen Tierkinder, denen Hubert auf seinem Weg begegnet, lassen einen ständig das Gefühl von „Kennst du das nicht?“ verspüren. Rotpfötchen zum Beispiel (ein rotes Eichhörnchen, das gerade auf dem Weg zu seiner kranken Großmutter ist) oder Hannes und Gretchen (zwei Hasenkinder, die den Weg nach Hause suchen). Einfach herrlich, wie Briony May Smith hier mit Grimms Märchen gespielt hat! Kinder, die mit den gängigsten Märchen schon vertraut sind, werden es lieben, über die kleinen Anspielungen zu stolpern. Aber auch wenn man die Erzählungen nicht kennt, lauscht man der Geschichte mit heller Begeisterung, fiebert und bibbert mit Hubert und seinen neuen Freunden mit und hat nach der Lektüre richtig Lust darauf, nach draußen zu gehen und den Wald zu erkunden.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die unverwechselbaren Illustrationen von Briony May Smith. Mal großformatig, mal in mehreren Einzelzeichnungen pro Seite und in ihren in gewohnt warmen, erdigen Farbtönen erwecken sie den Wald zum Leben (welcher übrigens vom Harzgebirge inspiriert ist, wie ich in einem Interview gelesen habe). Ihre Bilder sind einfach mal wieder zauberhaft anzuschauen! Ausdrucksstark, einladend und voller süßer Details. Vor allem an den knuffigen Tierkindern kann man sich gar nicht sattsehen.

Fazit: „Hubert – Immer der Nase nach“ ist ein wunderschönes Bilderbuch ab 4 Jahren, das auf ein märchenhaftes Waldabenteuer entführt und und Jung und Alt ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Eine spannende und warmherzige Tiergeschichte über Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen. Ich bin total verliebt in dieses Buch – wer die Bücher von Briony May Smith noch nicht kennt, hat eindeutig etwas verpasst! Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Hubert bekommt von mir sehr gerne 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere