Den Tag nicht vor dem Elternabend loben
Elternabend53 / 100
Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht, als ich als erstes Buch von Fitzek keinen Thriller, sondern sein zweites Kein-Thriller-Buch gelesen habe. Insofern fehlt mir der Vergleich zu seinem sonstigen ...
53 / 100
Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht, als ich als erstes Buch von Fitzek keinen Thriller, sondern sein zweites Kein-Thriller-Buch gelesen habe. Insofern fehlt mir der Vergleich zu seinem sonstigen Stil; ich hoffe jedoch, dass er bei seinen weniger humorigen Romanen mehr Bodenständigkeit an den Tag (oder Abend (!)) legt.
Das ist mein Hauptkritikpunkt: Die Figuren und der Rahmen, in dem sie sich während der Geschichte bewegen, ist derart überzogen, dass der Begriff „grotesk“ eigentlich gar nicht ausreicht. Jedes Mal, wenn man denkt, nun sei der Höhepunkt der Verrücktheit erreicht, konnte man sich eigentlich schon sicher sein, dass genau das nicht der Fall ist und zwingend noch einer draufgesetzt werden muss(te). Dadurch geht ungefähr jede Nahbarkeit und jedes Mitgefühl verloren. Da hilft es auch nicht, dass zumindest ein kleiner Teil der Story auf wahren Tatsachen beruht.
Ich bin Freund von schrägem Humor und subtil verpackten ehrenhaften Botschaften, doch diese hyperbolisch-komprimierte Aneinanderreihung von Einfällen hat es mir eher verleidet.