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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Weihnachten erklärt

Meine zauberhafte Weihnachtsreise
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Aurelia ist im Stress. Nur zehn Sorten Kekse anstatt der erwarteten 12 hat sie geschafft zu backen. Als der Vorweihnachtsstress zu viel wird, macht sie einen Abendspaziergang und trifft … den Weihnachtsmann. ...

Aurelia ist im Stress. Nur zehn Sorten Kekse anstatt der erwarteten 12 hat sie geschafft zu backen. Als der Vorweihnachtsstress zu viel wird, macht sie einen Abendspaziergang und trifft … den Weihnachtsmann. Jeden Abend sucht sie ihn im Park auf. Zusammen reisen sie durch Zeit und Raum und Aurelia findet sich bei der Erfinderin des Adventskalenders, einem Diakon, der einen Adventskranz kreiert, bei Lucia, einem Pyramidenbauer und an mehreren Stationen, die alle mit Weihnachten zusammenhängen, wieder. Sehr plakativ vergleicht sie frühere Armut und heutigen Wohlstand. Bibelgeschichten werden einbezogen, der Weihnachtsmann predigt. Viele historische Fakten werden eingezwängt, für Geschichtsbegeisterte sicher interessant.
Eva Maria Bast hat ein ganz anderes als ihre bisherigen Bücher verfasst. Die Idee, 24 Stationen mit weihnachtlicher Geschichte zu verknüpfen ist hübsch, zieht sich allerdings und kommt moralinsauer daher. Ich kann der „Weihnachtsreise“ nur punktuell etwas abgewinnen.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein merkwürdiges Königreich

Star-Crossed Hearts
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Cath ist eine großartige Bäckerin. Die leckersten und schönsten Kuchen, Torten und Kekse stellt sie her. Sogar der König ist begeistert und verliebt.
Gern würde sie eine eigene Bäckerei eröffnen, nur würde ...

Cath ist eine großartige Bäckerin. Die leckersten und schönsten Kuchen, Torten und Kekse stellt sie her. Sogar der König ist begeistert und verliebt.
Gern würde sie eine eigene Bäckerei eröffnen, nur würde ihre Eltern das nie erlauben. Sie soll den lieben, aber einfältigen König heiraten. Das will die Mutter; sie reitet ständig und nervtötend darauf herum. Sehr unsympathisch.
Es gibt eine rote und eine weiße Königin, eine oft verschwindende Grinsekatze sowie ein weißes Kaninchen. Auch die Karo-, Pik-, Herz- und Kreuzfarben sind doch aus einer anderen Geschichte? Eine Teeparty beim Hutmacher? Woran erinnert mich das bloß?
Nun, die bekannte und faszinierende Geschichte von Lewis Carroll wird von Marissa Meyer weitergeführt bzw. neu gestaltet. Das jetzt erwachsene Mädchen begegnet weiteren alten Bekannten, neue Figuren kommen hinzu.
Die Geschichte wird zunächst phantasievoll fortgesetzt, vieles dreht sich um den charmanten Joker und den Hutmacher. Anfänglich originell, später zunehmend verwirrend, chaotisch, dramatisch, düster. Nur der erste Teil war poetisch, auch romantisch, der zweite aber bescherte mir keine Lesefreude.
Nach dem Klappentext hatte ich etwas ganz anderes erwartet.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Auf und neben dem Christkindlmarkt

Ein Weihnachtsmarkt der zauberhaften Wünsche
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Weihnachten? Nein, danke. Karolina flüchtet in dieser Zeit lieber nach Italien.
Dieses Jahr nicht. Friedas Großmutter braucht Hilfe in ihrem Stand auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. Überhaupt ist ...

Weihnachten? Nein, danke. Karolina flüchtet in dieser Zeit lieber nach Italien.
Dieses Jahr nicht. Friedas Großmutter braucht Hilfe in ihrem Stand auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. Überhaupt ist die alte Frau störrisch und vergesslich. Karo muss sie überreden, Pizza und Salat zu probieren. Klappt. Karo sagt also ihren Italien- Urlaub ab und will helfen.
Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es natürlich einen heißen Kerl. „Schön wie eine Statue.“ Und Karo „versetzt sein Herz in Aufruhr.“
Die Geschichte nimmt ihren Lauf, alles wird ausführlich erklärt. Schöne Menschen, schöne Kleidung, schönes Essen - Julia Wolkenstein bemüht so einige Klischees. Ein bisschen Drama gibt es auch, also insgesamt ein runder gefühlvoller Liebesroman, romantisch und beruhigend.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Extreme

Mit kalter Hand
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Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao verdeutlicht nicht nur ihrer Praktikantin, sondern auch dem Leser ziemlich genau, was medizinische Begriffe bedeuten und erklärt die Ursachen bestimmter Auffälligkeiten ...

Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao verdeutlicht nicht nur ihrer Praktikantin, sondern auch dem Leser ziemlich genau, was medizinische Begriffe bedeuten und erklärt die Ursachen bestimmter Auffälligkeiten an Leichen. Davon gibt es im neuen Thriller des bekannten Rechtsmediziners Michael Tsokos so einige. Extrem merkwürdige Todesursachen werden beschrieben, auch Details über den Ablauf einzelner Obduktionen und anderer Untersuchungen sind zu lesen. Aber es geht auch um einen psychopathischen Pferderipper, der das Potenzial zu weiteren Tötungen hat. Und um einen onlinesüchtigen und von bizarren Gewaltfantasien besessenen Mann.
Durch das breit und gut erklärte Fachwissen bleibt Spannung auf der Strecke. Für Interessierte sicherlich aufschlussreich, für mich leider weniger. Kurze Kapitel und häufige Perspektivwechsel bringen Tempo, aber keinen Nervenkitzel ins Geschehen, das hatte ich bei der Ankündigung „Thriller“ nicht so erwartet. Auch mehr Persönliches über Dr. Yao gut bekannt aus den Vorgängerbüchern, hätte ich mir gewünscht.
Perfekt für Leute, die tiefer in Forensik und medizinische Fakten hineinschnuppern möchten. Nicht ganz so prickelnd für Fans atemberaubender Spannung.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Süßes mit Sinn

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Eine ganz besondere Konditorei ist ausschließlich zwischen Vollmond und Neumond geöffnet. Sie ist ein Ort zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Nur wenn man große Probleme hat, kann man sie betreten. ...

Eine ganz besondere Konditorei ist ausschließlich zwischen Vollmond und Neumond geöffnet. Sie ist ein Ort zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Nur wenn man große Probleme hat, kann man sie betreten. Wie zum Beispiel Kana, eine Schülerin oder Koguma, ein Immobilienmakler. Die Probleme sind vielfältig, betreffen verschiedenste Aspekte des alltäglichen Zusammenlebens. Fuchsgeist-Verkäufer Kogetsu gibt seinen sechs Besuchern eine traditionelle japanische Süßigkeit, die ihre Probleme lösen können soll. Wirklich? Die Kümmernisse sind leider oft anzutreffen und glaubhaft, die anschließenden Verhaltensweisen mir aber zum Teil zu moralisierend.
Der Halbfuchs-Verkäufer beobachtet, wie sich das Leben seiner Gäste nach dem Verzehr gestaltet, möchte Wissen, was Menschen fühlen, was sie ausmacht.
Die Geschichte ist gut ersonnen, erinnert an traditionelle japanische Fabeln.
Den Erzählstil finde ich etwas hölzern, dennoch sanft und bedächtig.
Eine märchenhafte Idee, aber nicht wirklich meins.

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