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Veröffentlicht am 03.06.2025

Was will mir die Autorin sagen?

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Gertie ist ein verhuschtes Mäuschen, das oft träumt und inmitten einer Gruppe strickender Frauen lebt. Doch Gerti ist bereits Mitte 20 und als sie die Chance bekommt, ihr Leben zu verändern, nutzt diese ...

Gertie ist ein verhuschtes Mäuschen, das oft träumt und inmitten einer Gruppe strickender Frauen lebt. Doch Gerti ist bereits Mitte 20 und als sie die Chance bekommt, ihr Leben zu verändern, nutzt diese und wird dabei doch wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Was will mir die Autorin mit diesem Roman sagen? Diese Frage habe ich mir mehrmals bei Jenny Colgans neuestem Roman „In unseren Träumen ist immer Sommer“ gestellt. Als Glück empfand ich dabei, dass ich mir den Roman als Hörbuch, gesprochen von Nina Reithmeier, zu Gemüte geführt habe, denn als Print hätte ich ihn vermutlich in die Ecke gelegt.
Die Bewohner in Jenny Colgans Romanen sind immer eine eingeschworene Gemeinschaft, die anders ist als andere, aber in diesem Roman hatte ich wirklich das Gefühl, ich habe es mit einem Haufen Hinterwäldlern zu tun.
Als Hörbuch konnte man dem gut folgen, weil auch die Sprecherin wirklich angenehm ist. Ich hab es einfach mehr als eine Art Komödie gesehen, die die Bewohner einer Region aufs Korn nimmt.
Auch die Geschichte war mir irgendwie zu wild. Gertie war ständig mit ihren Träumereien der Vergangenheit und der Zukunft beschäftigt, Struven war auch mehr ein Überlebenskünstler und die Strickfrauen waren die Lästerschwestern schlecht hin, die gern über alles und jeden urteilten.
Auch hätte das Buch sicher ein paar Seiten kürzer sein können und damit nicht so langatmig, wenn die Autorin gewusst hätte, was sie übermitteln will. Gerade der letzte Teil- der Schulausflug- war mir wirklich zu lang, dafür kenne ich meiner Meinung nach vermutlich alle Kinder Carsos.
Was mir gefallen hat, aber auch manchmal zu viel war, waren die Verbindungen zu den vorherigen Romanen der Autorin.

Mein Fazit: Wer Jenny Colgans Romane kennt, wird hier schwer enttäuscht sein, weil einfach kein Sinn erkennbar ist. Zu empfehlen ist aber die Sprecherin, denn sie ist wirklich sehr angenehm.
Von mir gibt es 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.02.2023

Die Suche nach einem Weg…

Eine Frage der Chemie
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„Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus handelt von Elizabeth Zott.
Jung, intelligent, selbstbewusst, eine Frau, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Alles Faktoren, die zum Erfolg führen ...

„Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus handelt von Elizabeth Zott.
Jung, intelligent, selbstbewusst, eine Frau, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Alles Faktoren, die zum Erfolg führen sollten - jedoch nicht in den 1950er und 60er Jahren. Als Wissenschaftlerin im Bereich Chemie, unverheiratete und damit alleinerziehende Mutter hat sie sich dem Leben und der Gesellschaft und vor allem all ihrer Vorurteile zu stellen. Eine Sache, die zur damaligen Zeit unmöglich war. - Die Geschichte einer besonderen Frau und ihr Umgang mit all den Hindernissen.

Das Cover des Buches passt wunderbar zum Klappentext und in die damalige Zeit.
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, war es doch sehr hoch angepriesen und viel diskutiert. Ich erwartete mir eine Geschichte einer erfolgreichen Frau, die ihren Weg geht. Das bekam ich auch, allerdings fragte ich mich zeitweise, wie ein menschlicher Charakter der damaligen Zeit so sein konnte und wäre ich nicht jemand, der Bücher bis zum Ende liest, ich hätte abgebrochen.
Der Charakter der Elizabeth Zott ist einfach nur anstrengend und weltfremd und für mich nicht authentisch. Sicher ist es interessant, wie sie ihren Weg geht, aber es wirkt mir dennoch sehr weltfremd. Auch die kleine Tochter mit ihren vier Jahren hatte mehr von einer Erwachsenen, denn von einem Kind. Sicher war mir der Hund sympathisch, denn er dachte wirklich manchmal an interessante Dinge oder über wichtige Fakten nach, dennoch war er zu vermenschlicht, um als Hund rüberzukommen.
Zum Ende hin war die Geschichte etwas runder und menschlicher und machte die Geschichte etwas angenehmer.

Mein Fazit jedoch ist, dass dies eine absolut nicht authentische Geschichte ist und der Charakter der Elizabeth Zott intelligent, selbstbewusst, weltfremd und ebenfalls nicht authentisch ist.
Für mich leider nicht das, was ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Langatmige Fortsetzung

Ein neuer Sommer in der kleinen Bäckerei
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Ein neuer Sommer in der kleinen Bäckerei ist ein Fortsetzungsroman rund um die kleine Bäckerei am Strandweg von Jenny Colgan.
Marisa befindet sich in einer tiefen Depression als sie unerwartet nach Mount ...

Ein neuer Sommer in der kleinen Bäckerei ist ein Fortsetzungsroman rund um die kleine Bäckerei am Strandweg von Jenny Colgan.
Marisa befindet sich in einer tiefen Depression als sie unerwartet nach Mount Polbearne ziehen muss. Die Abgeschiedenheit und Ruhe ihres neuen Miethäuschens bringen ihr nach und nach ihre Sicherheit wieder, wäre da nicht ihr Nachbar, der Klavierlehrer Alexei, der sie tagein, tagaus mit seinem und dem Klavierspiel seiner Schüler traktiert.
Bäckerin Polly ist verzweifelt. Huckle und sie haben berufliche und damit finanzielle Schwierigkeiten und keine Idee, wie sie diese Krise überbrücken sollen. Zu ihrer verzweifelten Lage kommt ein weiteres Unglück hinzu. Da springt ihnen Marisa zur Seite und gemeinsam suchen sie einen Ausweg.

Ich mag die Bücher von Jenny Colgan und so wurde ich schnell durch den Wiedererkennungswert des Covers auf das Buch aufmerksam.
Der Schreibstil ist flüssig, so wie man es von Jenny Colgan gewohnt ist und ich war auch schnell wieder in der Geschichte rund um Polly drin. So waren auch die Kapitel wieder in einer übersichtlichen Länge gestaltet. Ich mag es sogar, wenn die Kapitel recht kurz sind, dann lesen sich die Bücher für mich meist flüssiger.
Dennoch muss ich gestehen, ich wurde mit dieser Geschichte nicht warm. Marisa und ich sind einfach nicht auf einer Wellenlänge gewesen. Ja, sie ist psychisch krank und mit dem Nachwort zum Buch konnte ich auch Jenny Colgans Ansätze zu dieser Figur verstehen, dennoch hatte dies m.E. negativen Einfluss auf die Geschichte rund um Polly, ihre kleine Bäckerei und Mount Polbearne. Ich finde sogar, die Bäckerei kam in diesem Buch leider viel zu kurz und auch die Bewohner des Dörfchens.
Niedlich wiederum fand ich die Zwillinge Avery und Daisy. Sie bringen Leichtigkeit und Heiterkeit mit ihrer kindlichen Naivität in die Geschichte.
Auch die Geschichten um Kerensa und Reuben haben mich in ihrem Größenwahn eigentlich mehr genervt, als dass sie zum Buch passten.
Auch Alexei war mir manchmal doch etwas zu temperamentvoll und dann wieder zu sensibel. Die Mischung stimmte nicht richtig. Aber vielleicht haben das ja Künstler so an sich.
Was mir gefallen hat, war die Umgestaltung des Angebots der Bäckerei. Das kann ich mir für eine so kleine Bäckerei vorstellen, dass dies ein gutes zweites Standbein darstellen würde.

Ansonsten muss ich sagen, diese Fortsetzung hat mich leider enttäuscht. Ich denke, es ist auch kein Muss dieses Buch zu lesen, wenn man die Vorgängerromane schon kennt. Es ist doch mehr Geplänkel als eine mitreißende Geschichte.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Zähflüssig

Minnesota
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Bob Oz ist Ermittler des MPD. Als Mensch ist er eher eine schwierige Persönlichkeit, was sich auch auf seinen Dienstalltag auswirkt. Als er infolgedessen suspendiert wird, beginnt er eigenmächtig zu ermitteln.

„Minnesota“ ...

Bob Oz ist Ermittler des MPD. Als Mensch ist er eher eine schwierige Persönlichkeit, was sich auch auf seinen Dienstalltag auswirkt. Als er infolgedessen suspendiert wird, beginnt er eigenmächtig zu ermitteln.

„Minnesota“ von Jo Nesbø ist ein Thriller, der in der Hörbuchvariante von David Nathan gesprochen wird.
Ich bin kein dauerhafter Leser oder Hörer von Thrillern oder Krimis, aber versuche auch gerne mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Aber dieser Thriller konnte mich ganz und gar nicht überzeugen. 
Ermittler Bob Oz, tätig in der Geschichte im Jahr 2016, ist für mich eine gescheiterte Persönlichkeit, die aber nichts anderes mehr hat, als den Job. Seine Ausflüge in Kneipen, aber auch der Umgang mit verschiedenen Personen, speziell mit Frauen sind oftmals sehr fragwürdig. Einerseits ist er Polizist mit Leib und Seele, andererseits hatte ich das Gefühl, er ist einfach nur eine kaputte Persönlichkeit. Ich konnte ihn nie wirklich ernst nehmen.
Andererseits gibt es die Erzählperspektive aus dem Jahr 2022, die die Ereignisse aus 2016 aufarbeiten soll. Hier ist ein Autor auf der Suche nach der Wahrheit und grast dabei die unterschiedlichsten Stationen, die zur Aufklärung beitragen können, ab.
Für mich haben sich beide Perspektiven nicht nur wie ein Kaugummi gedehnt, sondern eher wie ein Gummiband.
Der Sprecher wiederum hat mir ganz gut gefallen, konnte aber die zähe Geschichte nicht wett machen.

Alles in allem muss ich sagen, dieser Thriller hat mir einiges an Geduld abverlangt, weil die Story sowas von zäh war. Ich kann hier leider nur zwei Sterne vergeben, aber das vor dem Hintergrund, dass Thriller und Krimis nicht die Genres sind, in denen ich sonst unterwegs bin. Für einen Blick über den Tellerrand empfiehlt sich dieses Buch meiner Meinung nach nicht.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Staubt beim Lesen

Der Krieger und die Königin
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Garibald, Bastard Clothards wird von letzterem in den Krieg geschickt. Auf dem Weg dorthin begegnet er der jungen Prinzessin Waltrada. Ihre Begegnung verläuft alles andere als freundschaftlich. Dennoch ...

Garibald, Bastard Clothards wird von letzterem in den Krieg geschickt. Auf dem Weg dorthin begegnet er der jungen Prinzessin Waltrada. Ihre Begegnung verläuft alles andere als freundschaftlich. Dennoch verlieren sich Garibalds Gedanken hin und wieder in ihre Richtung. 
An der Seite der Ostgoten kämpft er in Italien sehr erfolgreich und macht damit auf sich aufmerksam. So mancher Titel wird ihm daher angeboten.

„Der Krieger und die Königin“ aus der Feder von Ina Lorentz entführt den Leser ins frühe Mittelalter. Im Mittelpunkt steht ein junger, erfolgreicher Krieger, der in gewisser Weise auch auf der Spur seiner eigenen Vergangenheit ist, weil er der Bastard eines Königs ist.
Durch den Titel hatte ich die Erwartung, es sei eine Geschichte, bei der es hauptsächlich um die Annäherung Waltradas und Garibalds geht.
Dieses Buch ist jedoch eine Beschreibung verschiedener Feldzüge und von Machtkämpfen. Ganz nebenbei hauen die Autoren einem die Namen sämtlicher Herrscher und ihrer Verbindungen um die Ohren und finden dabei auch immer neue Personen und Gebiete, sodass man schon auf den ersten Seiten schnell den Überblick verliert. Die ganzen lateinischen Namen der Flüsse und Gebietskörperschaften machen das Ganze nicht besser und so quälte ich mich durch das Buch.
Die Geschichte Waltradas und Garibalds kam dabei völlig zu kurz und fand nur noch auf den letzten sechzig Seiten Erwähnung. Das wirkte, als hätten die Autoren noch schnell einen kurzen Handlungsstrang um die beiden schreiben müssen, damit sie dem Titel gerecht werden und so erlebt man kurz und bündig die Geschichte der beiden. Das wirkt mehr oder minder wie ein notwendiges Übel.

Alles in allem ist dieses Buch einfach nur enttäuschend und kann nicht annähernd mit vergangenen Werken der Autoren mithalten. Für mich hat es bildlich gesehen beim Lesen gestaubt, weil zu trocken und zu viel war und der Titel falsche Hoffnungen weckte.

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