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Veröffentlicht am 19.10.2025

Eine spannende Wichtelgeschichte für die Vorweihnachtszeit.

Wichtel-Adventskalender-Buch | Eine magische Wichtelgeschichte für Kinder von 4 bis 10 Jahren | Nico und Flocke im Land der Wichtel | Zum Vorlesen & Selbstlesen im Advent | Für Erstleser
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"Nico atmete tief ein und irgendwie freute er sich sogar richtig. Heute begann die Rettung der Wichtelwelt - und das mit einer riesigen Portion Schleim."

Seite 44

Nico findet im Keller einen Karton mit ...

"Nico atmete tief ein und irgendwie freute er sich sogar richtig. Heute begann die Rettung der Wichtelwelt - und das mit einer riesigen Portion Schleim."

Seite 44

Nico findet im Keller einen Karton mit einer Wichteltür und anderem Weihnachtswichtel-Zubehör. Für ihn ist klar: Sein Weihnachtswichtel Flocke ist nur ein Schwindel seiner Eltern! Zornig zerbricht er die Wichteltür. Doch kurz darauf schrumpft er selbst auf Wichtelgröße und Flocke holt ihn ins Land der Wichtel. Denn die Wichtel brauchen dringend Hilfe, und Flocke ist überzeugt: Nur Nico kann die Wichtel retten!

Taucht mit Nico ein in das fantastische Land der Wichtel! Flocke ist ein frecher junger Wichtel, der ihn um Hilfe bittet. Und da kann Nico doch nicht nein sagen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie wieder mehr Kinder an die Wichtel glauben können. Doch ein grummeliger Alt-Wichtel ist gar nicht überzeugt von den neuen Ideen.

Mir hat das Wichtel-Land sehr gut gefallen! Nico, Flocke und seine Schwester Astra sind mutig, frech und denken neue Wege. Sie halten zusammen und so bestehen sie dieses spannende Abenteuer und retten nicht nur die Wichtel - sondern auch den Glauben der Menschen an diese kleinen Wesen.

Die 24 Kapitel sind kurz genug für jeden Abend in der Adventszeit und verkürzen das Warten auf Weihnachten magisch, aufregend und lustig! Das Buch ist wunderbar illustriert und zum Vorlesen ebenso wie zum Selberlesen geeignet.

Fazit:

Eine spannende Wichtelgeschichte für die Vorweihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Ein Wohlfühlroman wie eine kleine Auszeit!

Auszeit | Wenn Loslassen neue Wege zeigt
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"Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben findet, das auf uns wartet."

Oscar Wilde, zitiert in der Einleitung

Lisa hat sich mit ihrem Freund Marcel ...

"Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben findet, das auf uns wartet."

Oscar Wilde, zitiert in der Einleitung

Lisa hat sich mit ihrem Freund Marcel eine Agentur aufgebaut und vermarktet erfolgreich Xseera, die Band ihrer besten Freundin Daniela. Doch Marcel verpflichtet einen Künstler nach dem anderen und das Arbeitspensum wird Lisa zu viel. Als sie dann auch noch herausfindet, dass Marcel sie betrügt, zieht sie sich aus der Agentur zurück und gönnt sich in Schottland eine Auszeit. Ausgerechnet Raffy, ein Bandmitglied von Xseera, mit dem Lisa immer wieder aneinandergerät, hilft ihr, zur Ruhe zu kommen.

Dies ist mein erstes Buch von Gabi Schmid und somit auch das erste Buch aus dieser Reihe, das ich lese. "Auszeit" (Band 5) ist auf einer Zeitebene mit dem vierten Band der Reihe, "Xseera" nur aus einer anderen Perspektive erzählt. Obwohl ich die vorhergehenden Bände nicht kannte, bin ich sehr schnell in die Geschichte reingekommen und habe mich sehr wohl gefühlt.

Lisa schließt man schnell in sein Herz, auch wenn sie sich viel zu sehr auf die Arbeit und ihre Rolle als strenge Agentin konzentriert. In Schottland lernt sie wieder locker zu lassen und findet ein Stück weit wieder zu sich selbst. Dort schließen nicht nur die Leser:innen sie in ihr Herz. Doch die Ereignisse rund um Marcel spitzen sich zu und sie muss schwere Entscheidungen treffen.

Ich verstehe, dass die Autorin nicht wollte, dass die zwei Bände zu sehr ineinander übergreifen. Aber ich als Quereinsteigerin hätte mir manchmal einen kurzen Erklärungssatz gewünscht. Daniela aka Xseera tritt inkognito auf. Eigentlich hat sie eine Karriere als Pianistin angestrebt, ein folgenschwerer Unfall hat sie nicht nur körperlich gezeichnet. Seither lebt sie getrennt und hat sich mit ihrer Tochter Vanessa überworfen.

Gerade hier hätte ich gerne etwas Info gehabt - ein kurzer Satz hätte oft schon gereicht.

Auch wenn Kleinigkeiten nicht ganz stimmig waren, die Perspektive sprunghaft und manche Dialoge gestelzt wirkten, so war Auszeit für mich tatsächlich genau das, was der Titel verspricht. Eine Auszeit, die mich etwas zur Ruhe kommen ließ! Die schottische Landschaft, Lisa, die zu sich findet, Raffy und seine tollen Mütter, die wertvolle Impulse geben. Und Finley, mein eigentlicher Star der Geschichte. Ein Junge mit einer seltenen und wundervollen Begabung und besonderen Bedürfnissen. Nicht nur Raffy erkennt seine Gabe, auch Lisa und sie setzt sich für ihn ein, als er es braucht.

Fazit:

Ein Wohlfühlroman wie eine kleine Auszeit!

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Ein Buch wie eine kleine Therapie - absolutes Highlight!

Drei Tage im Schnee
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"Ich wollte wieder staunen können, wenn Schneeflocken vom Himmel fielen. Ich wollte laut lachen (...). Und vor allem wollte ich wieder aufwachen nicht denken Nö, sondern Yeah! Nur, wie ich das anstellen ...

"Ich wollte wieder staunen können, wenn Schneeflocken vom Himmel fielen. Ich wollte laut lachen (...). Und vor allem wollte ich wieder aufwachen nicht denken Nö, sondern Yeah! Nur, wie ich das anstellen sollte, das wusste ich noch nicht.
Kapitel "Einweckglas"
Drei Tage hat Hannah sich selbst verordnet. Drei Tage in einer kleinen Hütte an einem See, um ihre Tanks wieder aufzufüllen. Um wieder Energie zu haben, für ihr hektisches Leben in der Großstadt, für einen Job, der sie nicht erfüllt und Kontakte, die sie nicht bereichern.
Erst ist sie überfordert, von der Stille, die die Stimme in ihrem Kopf immer lauter werden lässt. Doch dann steht da auf einmal die kleine Sophie vor ihrer Tür, lockt sie nach draußen, in den Schnee. Mit ihr erlebt sie das Leben, die Natur zum ersten Mal seit langem wieder direkt. Lässt sich in Tätigkeiten fallen, einfach um des Tuns willen und nicht wegen des Ergebnisses.
Sophie stellt viele Fragen, die in ihrer Kindlichkeit wahnsinnig weise sind. Und so wird Hannah bewusst, dass sie an sich, ihrem Leben arbeiten will, um die kleine Hannah in ihr wieder zum Vorschein zu locken. Um wieder Spaß zu haben, glücklich zu sein, ihre Zeit mit den Dingen zu verbringen, die wirklich wichtig sind.
Ich konnte Hannah so gut verstehen! Wie oft verzettelt man sich in "wichtigen" Dingen, weil man weiterkommen will, anerkannt werden. Und verliert sich selbst darin. Verbraucht wertvolle Zeit und Energie für etwas, das keinen Wert hat.
In der Stille der Hütte und der Natur kommt sie zum ersten Mal seit langem wieder richtig zur Ruhe. Sophie erinnert sie an ihre eigene Kindheit, daran, wie man gedankenversunken an etwas arbeitet, den Schnee genießt, das Leben.
Ich habe das Buch in sehr kleinen Happen gelesen, um immer wieder selbst innezuhalten, mich zu sortieren. Auch ich habe einige große Brocken aus meinem Glas entfernt und will unbedingt weiter dranbleiben!
Ina Bhatter hat eine wundervolle Geschichte geschrieben, mit einer so wichtigen Botschaft, die leicht wie eine Schneeflocke auf deine Seele fällt. Unbedingt lesen, wenn dich die Hektik des Alltags zu fressen droht!
Fazit:
Ein Buch wie eine kleine Therapie - absolutes Highlight!

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Turbulente, unterhaltsame Geschichte über die (Vor-)Weihnachtszeit in einer neu zusammengewürfelten Familie.

Immer muss man selber feiern
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"Verdammte Axt, Nick! Was ist bloß mit uns passiert?
Knappe Antwort?
Weihnachten ist passiert."
Prolog
Dabei ist Weihnachten doch die schönste Zeit im Jahr für Nele! Alles wird stimmungsvoll geschmückt, ...

"Verdammte Axt, Nick! Was ist bloß mit uns passiert?
Knappe Antwort?
Weihnachten ist passiert."
Prolog
Dabei ist Weihnachten doch die schönste Zeit im Jahr für Nele! Alles wird stimmungsvoll geschmückt, jede Menge Lichterketten verzieren die Räume ...
Doch vor Kurzem ist Nele mit ihrer großen Liebe Nick zusammengezogen, gemeinsam mit ihren beiden Kindern. Und jetzt stellt sich heraus, dass er mit all dem Weihnachtszeug nichts anfangen kann! Dabei lieben Nele, ihre Kinder und ihre Freundinnen ihre Rituale in der Vorweihnachtszeit. Mit jeder Lichterkette sinkt die Stimmung und als dann auch noch die Geschenke der Kinder verloren gehen und die Schwiegermutter vor der Tür steht, ist es endgültig vorbei mit der Freude.
Ellen Berg hat mich ab der ersten Seite einfach mitgerissen! Die Geschichte beginnt am 23. Dezember mit einem großen Knall, und dann erzählt uns Nele, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Was habe ich mich amüsiert! Nele ist so entzückend, mit ihrer Deko, ihrem Baumaussuchen, Treffen mit Freunden, dem Nikolaus, der ins Haus kommt! Doch Nick ist gar nicht begeistert von all dem, am liebsten würde er Weihnachten wohl aus dem Kalender streichen. Und so wird jedes ihrer geliebten Rituale zum Streitthema und obwohl die beiden sich lieben, scheinen sie immer weiter auseinanderzutreiben. Gut, dass Nele Rückhalt bei ihren ebenso liebenswerten wie lustigen Freundinnen hat! Gemeinsam kämpfen sie um die Geschenke und ihre geliebte Vorweihnachtszeit!
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und würde am liebsten sofort wieder auf der ersten Seite beginnen!
Denn jeder kennt das, obwohl man sich vornimmt, es ruhig angehen zu lassen, reißt einen der Weihnachtstrubel mit und irgendwann haben wohl die meisten von uns den Punkt erreicht, an dem sie sich nur noch wünschen, es wäre der 25. Dezember. Gerade weil einem das so bekannt vorkommt, hat mich Neles Drama so gut unterhalten.
Alle Jahre wieder, hoffe ich und freue mich jetzt schon auf den nächsten Weihnachtsroman von Ellen Berg!

Fazit:
Turbulente, unterhaltsame Geschichte über die (Vor-)Weihnachtszeit in einer neu zusammengewürfelten Familie.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Die Geschichte einer Band die scheinbar aus dem Nichts kam, um die Welt zu erobern, vom Hinfallen und Aufstehen - und Amore!

Dass es uns überhaupt gegeben hat
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"Es gab keinen Plan B. Meine Zukunft dachte ich mir als schwarze Fläche. Unsere Band war ein flackerndes Licht, das ich vor mir her durch diese Dunkelheit trug. Wanda oder der Tod."
VII. Kapitel
In einer ...

"Es gab keinen Plan B. Meine Zukunft dachte ich mir als schwarze Fläche. Unsere Band war ein flackerndes Licht, das ich vor mir her durch diese Dunkelheit trug. Wanda oder der Tod."
VII. Kapitel
In einer Zeit, in der die österreichische Musik praktisch tot ist, kam gefühlt aus dem Nichts auf einmal - Wanda! Sie steigen in eine Höhe, mit der niemand gerechnet hat und ebneten die Fläche für viele Bands, die danach kamen.
In diesem Buch erzählt Bandgründer Marco Wanda von seinem eigenen Leben, seinem Finden zur Musik, wie sich die Bandmitglieder zu dem formten, was wir auf der Bühne feiern. Vom Scheitern und wieder Aufstehen. Von den schönsten Momenten, aber auch den schrecklichsten.
Es ist eine Geschichte voller Exzesse. Jeder, der die Band kennt, weiß von Marcos Suchtproblemen, aber sie hier so erzählt zu bekommen war für mich als Fan heftig.
Marco Wanda schreibt nüchtern, auch wenn er uns an seinen Gefühlen teilhaben lässt, wirken die Worte manchmal emotionslos und distanziert. Etwas, das man wohl so machen muss, um nicht an den Erinnerungen zu ersticken.
Berührend erzählt er von der Freundschaft der Musiker, der tiefen Verbundenheit. Aber auch von Problemen, Krankheit, dem Tod. Sein Privatleben und Liebesbeziehungen lässt Marco außen vor, auch geht er manchmal nicht ins Detail, was ich verstehe und respektiere.
Besonders faszinierend fand ich die Entstehungsgeschichte ihrer erfolgreichsten Lieder und von einigen legendären Musikvideos. Teilweise habe ich das Buch zur Seite gelegt, um mir das jeweilige Video mit den neuen Infos im Kopf mit völlig anderen Augen anzusehen.
Ich habe Wanda mehrfach auf der Bühne erlebt, auch in Momenten, in denen Marco Wanda offensichtlich zu kämpfen hatte. Und doch haben sie jedes Mal ein Feuer entfacht im Publikum.
Dies ist die erste Musikerbiographie, die ich gelesen habe - und ich bin Fan, von daher vermutlich nicht sehr objektiv. Mir fehlen die Vergleichswerte, wie solche Bücher "normalerweise" formuliert sind. Doch Marco wäre nicht Marco, wenn er es normal machen würde - und wäre auch nie so erfolgreich geworden, wenn er sich an die erdachten Grenzen seiner Mitmenschen gehalten hätte.
Fazit:
Die Geschichte einer Band die scheinbar aus dem Nichts kam, um die Welt zu erobern, vom Hinfallen und Aufstehen - und Amore!

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