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Veröffentlicht am 27.09.2025

Deepfake

Seven Ways to Tell a Lie
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In der idyllischen Kleinstadt Wane sorgt ein verstörendes Video für Aufsehen: Ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, geht in Flammen auf – und alle Insassen sterben. Jonah ist fassungslos, denn er selbst ...

In der idyllischen Kleinstadt Wane sorgt ein verstörendes Video für Aufsehen: Ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, geht in Flammen auf – und alle Insassen sterben. Jonah ist fassungslos, denn er selbst ist im Video zu sehen, gemeinsam mit seinen früheren besten Freunden. Doch der Unfall hat nie stattgefunden! Schnell wird klar: Es handelt sich um ein Deepfake. Doch wer steckt dahinter – und warum? Schon bald zeigt sich, dass jemand es auf die dunkelsten Geheimnisse der Clique abgesehen hat. Um Schlimmeres zu verhindern, müssen sich Jonah und seine ehemaligen Freunde ihrer Vergangenheit stellen und das zerstörte Vertrauen wieder aufbauen. Doch kaum beginnen sie, der Wahrheit näherzukommen, taucht bereits das nächste Video auf …



Von Anfang an hat mich die Geschichte gepackt, und ich habe beim Lesen kaum bemerkt, wie die Zeit vergeht – so flüssig und spannend ist der Schreibstil. Besonders die Idee mit den Deepfake-Videos ist erschreckend realistisch und sorgt für ein dauerhaftes Gefühl von Bedrohung. Man fragt sich ständig: Was wird im nächsten Video passieren, und wen wird es treffen? Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass die Zahl der möglichen Verdächtigen und Motive recht überschaubar blieb. Dadurch fehlte mir beim Lesen ein wenig die Möglichkeit, intensiver mitzurätseln und mich noch mehr vom finalen Plot Twist überraschen zu lassen. Dennoch schmälert das den Lesespaß kaum, denn die Dynamik innerhalb der Clique, das Misstrauen und die Enthüllungen sorgen für stetige Spannung. Auch das Thema Freundschaft und Vergebung spielt eine große Rolle und verleiht der Geschichte Tiefe. Alles in allem ein packender Thriller, der zeigt, wie schnell Lügen und digitale Manipulation außer Kontrolle geraten können.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Määääh

Landluft, Mord und Eifelglück: Der tote Schäfer
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Sommer in der Eifel – eigentlich wollte Tilla nur ihre entlaufene Katze Miau Tse-tung wiederfinden. Doch statt Samtpfoten trifft sie im Dorf Elzbach auf eine herrenlose Schafherde, die für Chaos sorgt. ...

Sommer in der Eifel – eigentlich wollte Tilla nur ihre entlaufene Katze Miau Tse-tung wiederfinden. Doch statt Samtpfoten trifft sie im Dorf Elzbach auf eine herrenlose Schafherde, die für Chaos sorgt. Der Schäfer fehlt, und die Tiere haben ohne Aufsicht ihren eigenen Kopf. Als Tillas Freund Hölzi den Mann schließlich in einer Höhle entdeckt, ist klar: Er wurde ermordet.
Kurz darauf erschüttert ein weiterer Todesfall das Dorf: Rosel, eine lebensfrohe Seniorin, stirbt unerwartet – kurz nachdem sie in Tillas mobilem Krämerladen Interesse an einer Pistole gezeigt hat. Die Polizei sieht keinen Anlass für Ermittlungen, doch Tilla ist überzeugt: Rosels Tod war kein Zufall. Während die Beamten die Akte schließen, beginnt sie selbst zu ermitteln.
Zwischen Sommeridylle, Dorfklatsch und Schafen entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel. Tilla stößt auf Ungereimtheiten, vertraut ihrem Gespür mehr als den offiziellen Einschätzungen und gerät immer tiefer in ein Geflecht aus Geheimnissen und alten Wunden. Nebenbei sucht sie weiter nach ihrer Katze und schlägt sich mit ihrem eigenwilligen Hund herum.


Der Reihenauftakt hat mich sofort gepackt. Die Mischung aus Cosy-Crime, Eifel-Setting und liebevoll gezeichneten Figuren erinnert zwar an Reihen wie Mord mit Aussicht, wirkt aber frisch und originell. Besonders Rosels Tod hat mich bewegt – sie hatte ein erfülltes Leben, konnte aber keinen friedlichen Lebensabend genießen. Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen, sodass man lange im Dunkeln tappt, bevor der Aha-Moment kommt. Die Figuren sind sympathisch und haben viel Potenzial für weitere Bände. Den Hund hätte ich persönlich nicht gebraucht – Tilla hat mit ihrer Katze schon genug Charakterstärke an der Seite. Aber vielleicht fügt sich das noch ein. Alles in allem ein spannender, unterhaltsamer Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Ferienjob

Death at Morning House
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Marlowe hat ein Händchen dafür, ins Chaos zu geraten – doch diesmal schießt sie über das Ziel hinaus. Als eine Kerze bei ihr explodiert und sie damit unabsichtlich das Haus der Nachbarn in Brand setzt, ...

Marlowe hat ein Händchen dafür, ins Chaos zu geraten – doch diesmal schießt sie über das Ziel hinaus. Als eine Kerze bei ihr explodiert und sie damit unabsichtlich das Haus der Nachbarn in Brand setzt, ist der Skandal perfekt. Von da an gilt sie in ihrer kleinen Stadt als tollpatschige Außenseiterin, über die alle tuscheln. Um Abstand zu gewinnen und vielleicht auch ein Stück Normalität zurückzuerlangen, nimmt sie einen Ferienjob an. Dieser führt sie auf eine abgelegene Insel, auf der sie zusammen mit einer Gruppe anderer Teenager Besucher durch eine alte Villa führen soll.
Die Villa ist nicht irgendein Haus, sondern ein halb verfallenes Anwesen, das schon von außen Geschichten atmet. Zwischen knarrenden Dielen, bröckelnden Mauern und verwunschenen Räumen soll Marlowe den Touristen die Vergangenheit näherbringen. Doch die Idylle der Insel trügt. Schon bald wird klar, dass die düstere Geschichte des Hauses weit mehr als ein nettes Aushängeschild für Führungen ist.
In den Dreißigerjahren lebte hier ein Arzt mit seinen Adoptivkindern. Was anfangs wie eine große Familie wirkte, endete in einer Tragödie: Eines Tages verließen alle gemeinsam das Anwesen – und niemand von ihnen kehrte je zurück. Dieses geheimnisvolle Verschwinden lastet noch immer wie ein Schatten über dem Ort. Je mehr Marlowe und ihre Mitstreiter über die Vergangenheit erfahren, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute. Unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, Verdächtigungen entstehen, und schnell wird klar: Die Gefahren, die von der Insel ausgehen, sind keineswegs vergangen.


Das Setting hat mir ausgesprochen gut gefallen – die Kombination aus alter Villa, abgeschiedener Insel und düsterer Familiengeschichte erzeugt eine dichte, atmosphärische Spannung. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, fand ich packend. Die damaligen Charaktere sind vielschichtig und haben mich von Anfang an gefesselt. Auch die Verbindung zwischen den beiden Zeitebenen ist geschickt konstruiert und sorgt dafür, dass man neugierig weiterliest. Die Figuren aus der Gegenwart wirkten zwar sympathisch, doch etwas weniger greifbar und charismatisch als die historischen Figuren. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend in ihren Bann gezogen. Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Werke der Autorin geben wird, denn ihr Schreibstil und die Art, Atmosphäre aufzubauen, haben mich überzeugt.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Schwimmverbot

Der Fund in der Tiefe
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Die Freundschaft der „Vier vom See“ wird auf eine harte Probe gestellt. Emma steht vor der schweren Entscheidung, den Starnberger See zu verlassen – ein Schritt, der nicht nur ihr eigenes Leben, sondern ...

Die Freundschaft der „Vier vom See“ wird auf eine harte Probe gestellt. Emma steht vor der schweren Entscheidung, den Starnberger See zu verlassen – ein Schritt, der nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Gleichgewicht innerhalb der Gruppe völlig durcheinanderbringen könnte. Antonia, Jaron und Franky fühlen sich machtlos. Sie müssen akzeptieren, dass es Dinge gibt, die sich ihrem Einfluss entziehen, und spüren zum ersten Mal, wie zerbrechlich selbst die stärksten Bande sein können. Gleichzeitig drängt die Zeit: Im See breitet sich das Gift immer weiter aus. Was zunächst wie ein lokales Problem wirkte, entwickelt sich zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung für die Umwelt und die Menschen in der Region. Für die Freunde wird klar: Die Aufklärung des Skandals ist nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Mission, die über ihre persönliche Zukunft hinausgeht.
Während die vier Jugendlichen zwischen Ängsten, Zweifeln und Hoffnungen schwanken, tritt eine weitere, geheimnisvolle Figur ins Spiel. Ein alter Mann hat sich zusammen mit seiner Familie im nahegelegenen Schlosshotel einquartiert. Er wirkt düster, abweisend und gleichzeitig voller unausgesprochener Geheimnisse. Welche Rolle spielt er in dem Netz aus Intrigen, Bedrohungen und ungeklärten Fragen? Ist er nur ein zufälliger Beobachter – oder besitzt er Informationen, die alles verändern könnten?


Dieses Staffelfinale hat mich gefesselt. Ich habe sowohl in den Szenen der Gegenwart als auch in jenen der Vergangenheit mit den Figuren mitgefiebert. Besonders spannend war, wie die verschiedenen Zeitebenen miteinander verwoben wurden. Manche Fragen blieben für mich offen – etwa, ob noch mehr der Geschwister am Leben sind oder ob sie ihr Schicksal bereits ereilt hat. Gerade diese offenen Punkte sorgen jedoch dafür, dass man neugierig bleibt und über mögliche Antworten spekuliert. Das Finale am Flughafen war für meinen Geschmack etwas zu überladen und nicht ganz realistisch, gleichzeitig aber so spannend inszeniert, dass ich es erst beim Nachdenken im Nachhinein wirklich kritisch gesehen habe. Insgesamt ein gelungener Abschluss, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Mobbing-Alarm

Der Schatten der Vergangenheit und das schleichende Gift
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Emma steht im Mittelpunkt eines Albtraums: In der Schule macht plötzlich ein Video die Runde, das sie schwer belastet. Es scheint den eindeutigen Beweis zu liefern, dass sie nicht nur mehrere Schultablets ...

Emma steht im Mittelpunkt eines Albtraums: In der Schule macht plötzlich ein Video die Runde, das sie schwer belastet. Es scheint den eindeutigen Beweis zu liefern, dass sie nicht nur mehrere Schultablets gestohlen, sondern auch das Geld aus der Klassenkasse entwendet hat. Für Emma, die bisher als zuverlässig und ehrlich galt, bricht eine Welt zusammen. Kann es wirklich stimmen, dass sie etwas Derartiges getan haben soll? Für ihre Mitschüler wirkt die Situation klar, doch ihre engsten Freunde kennen Emma besser. Sie sind überzeugt, dass ihre Freundin unschuldig ist – und setzen alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Hinweisen, die Emmas Namen reinwaschen und den wahren Täter entlarven könnten.
Parallel dazu öffnet sich eine zweite Erzählebene, die in die düstere Vergangenheit führt. Wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg. Kinder aus einem Heim versuchen zu fliehen, um sich ein besseres Leben zu erkämpfen. Doch was wie ein Schritt in die Freiheit wirkt, entpuppt sich als Weg voller Gefahren, Enttäuschungen und Verrat. Je mehr Details ans Licht kommen, desto deutlicher wird, dass in jener Zeit vieles von Angst, Zwang und Misstrauen geprägt war. Besonders bedrückend ist die Erkenntnis, wie grausam es sein kann, wenn Kinder für Taten verantwortlich gemacht werden, die sie gar nicht begangen haben – und wie zerstörerisch Verrat wirkt, wenn er von Menschen ausgeht, denen man vertraut hat.


Wie bereits in den anderen fünf Bänden dieser Reihe werden auch hier wieder zwei Geschichten erzählt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: eine im Heute, die andere in der Vergangenheit. Doch auf subtile Weise finden beide Ebenen zueinander und ergänzen sich thematisch, auch wenn sich die handelnden Personen nie begegnen. Besonders spannend und atmosphärisch dicht fand ich diesmal die Episoden aus der Vergangenheit. Sie sind bedrückend, emotional und laden dazu ein, lange darüber nachzudenken. Die Gegenwartsgeschichte rund um Emma ist ebenfalls interessant, doch für mich war sie etwas schwächer als der historische Teil.
Trotzdem: Die Mischung macht den Reiz der Reihe aus. Ich mag es sehr, dass man beim Lesen unweigerlich beginnt, eigene Theorien zu entwickeln, wie sich die beiden Handlungsstränge weiter miteinander verweben könnten. Genau das sorgt dafür, dass man sofort Lust bekommt, auch zum nächsten Band zu greifen.