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Veröffentlicht am 28.11.2025

Eine ruhige und tiefgründige Fortsetzung

Will You Heal My Heart
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„Will You Heal My Heart“ ist der zweite Band der Romance-Reihe rund um Sienna und Alick, die beide mit ihrer Vergangenheit und traumatischen Erlebnissen zu kämpfen haben. Für ein besseres Verständnis ihrer ...

„Will You Heal My Heart“ ist der zweite Band der Romance-Reihe rund um Sienna und Alick, die beide mit ihrer Vergangenheit und traumatischen Erlebnissen zu kämpfen haben. Für ein besseres Verständnis ihrer Reise ist es sinnvoll, vorher den ersten Teil zu lesen.

Nach dem Ende von Band 1 waren bei mir viele Fragen offen und auch die Charakterentwicklung der Protagonisten hatte gefühlt gerade erst begonnen – entsprechend habe ich mich gefreut, dass die Geschichte von Sienna und Alick in diesem Buch fortgeführt wird. Mehr noch als im ersten Band liegt der Fokus auf dem Thema soziale Ungleichheit – insbesondere dem Aufwachsen in prekären Verhältnissen. Diese Thematik hat die Autorin meiner Meinung nach sehr einfühlsam umgesetzt.

Da ich Band 1 nur wenige Wochen zuvor gelesen habe, habe ich schnell wieder in die Handlung gefunden, auch wenn ich mir bereits zu Beginn einen stärkeren roten Faden gewünscht hätte. Auf den ersten 100 Seiten ist die Handlung ziemlich ruhig und es geht vor allem um die glückliche Zweisamkeit der Protagonisten. Mit Fortschreiten der Geschichte wurde jedoch deutlich, worauf das Buch hinauswill.

Sowohl Sienna als auch Alick entwickeln sich im Verlauf der Handlung Schritt für Schritt weiter und stellen sich ihren Ängsten. Die Entwicklung habe ich dabei als sehr authentisch empfunden, da beide keine Wunderheilung durchmachen, sondern immer wieder Rückschläge erleben. Weil das Ende wie bei Band 1 ziemlich offen ist und die Protagonisten ihre Vergangenheit noch lange nicht aufgearbeitet haben, könnte ich mir gut vorstellen, dass noch ein weiterer Band folgt.

Alles in allem eine ruhige und tiefgründige Fortsetzung, die noch einiges offen lässt. Wen die Geschichte bereits im ersten Band berührt hat, der sollte sich Band 2 nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Temporeicher Auftakt mit einem faszinierenden Setting

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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In „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Sora, die als Kind von ihrem Vater verstoßen wurde. Jahre später will sie sich rächen und tritt in einem magischen Wettkampf gegen ihre Halbschwester Jia an. ...

In „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Sora, die als Kind von ihrem Vater verstoßen wurde. Jahre später will sie sich rächen und tritt in einem magischen Wettkampf gegen ihre Halbschwester Jia an. Unterstützt wird sie dabei vom Tigergott Ran, der selbst noch eine Rechnung mit der Familie offen hat …

Die Protagonistin Sora hat ein ziemlich loses Mundwerk, durch das sie sich immer wieder in für sie ungünstigen, für mich als Leser aber sehr unterhaltsamen Situationen wiederfindet. Im Großen und Ganzen war sie mir sympathisch, auch wenn ihre Reaktionen manchmal ziemlich trotzig waren.
Auch Ran mochte ich, wobei er im Vergleich zu Sora noch eher blass blieb. Durch seine kindliche Begeisterung war er trotzdem eine große Bereicherung, da er die sonst eher bedrohliche Atmosphäre des Romans merklich aufgelockert hat.

Das moderne Setting im südkoreanischen Busan hat mir sehr gut gefallen, auch wenn der Handlungsraum aufgrund der Prüfungen eher eingeschränkt war. Generell blieben einige Aspekte der Welt wie das Magiesystem noch eher vage und ich erhoffe mir, dass diese im zweiten Band noch weiter aufgeführt werden.

Was die Handlung betrifft, jagt ein Ereignis das nächste und es passierte unheimlich viel in kurzer Zeit. Hierdurch war es durchgehend spannend, jedoch hätte ich mir zum Ausgleich ein paar ruhigere Momente zur Entschleunigung gewünscht, um die Szenen wirken zu lassen und den Emotionen mehr Raum zu geben. Dies hätte der Spannung sicher keinen Abbruch getan.

Alles in allem ein temporeicher Auftakt mit einem faszinierenden Setting, der trotz kleinerer Schwächen Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Sehr unterhaltsam, aber nicht ganz zufriedenstellend

Magisterium - Das 5. Jahr
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Mit Band 5 endet die Magisterium-Reihe rund um eine magische Schule, die vom Protagonisten Call und seinen Freunden besucht wird. Wie bereits in den vorangegangenen Bänden geht es vor allem um Freundschaft, ...

Mit Band 5 endet die Magisterium-Reihe rund um eine magische Schule, die vom Protagonisten Call und seinen Freunden besucht wird. Wie bereits in den vorangegangenen Bänden geht es vor allem um Freundschaft, Identität und den schmalen Grat zwischen Gut und Böse.

Anders als der vierte Teil spielt der finale Band wieder zu großen Teilen im Magisterium. Hierdurch kam es zur ersehnten Wiedervereinigung mit bekannten Figuren wie etwa Warren, worüber ich mich sehr gefreut habe. Trotzdem kehrt nicht alles zum Alten zurück, denn die Stimmung bleibt merklich angespannt und alles steuert auf den großen Showdown zu.

Abseits der Vorbereitungen für den letzten Kampf liegt der Fokus vor allem auf den Verschlungenen. Während diese für mich in den übrigen Bänden noch eher ein abstraktes Konzept blieben, wurde ihnen in diesem Band endlich ein aktiverer Part zugestanden. Auf diese Weise gelingt es den Autorinnen, die Welt und das Magiesystem noch etwas komplexer zu gestalten.

Die im letzten Teil eingeführte Liebesgeschichte zwischen Call und Tamara wurde auch in diesem Band mal mehr und mal weniger konsequent in die Handlung eingebunden. Auf mich wirkte sie stellenweise wie ein Lückenfüller, denn sie bot meinem Empfinden nach nicht viel Mehrwert für das Geschehen. Viel lieber hätte ich mehr über die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Alistair und Call gelesen, denn Calls Vater hat sich über die Reihe hinweg zu einer meiner Lieblingsfiguren entwickelt.

Etwas enttäuscht hat mich, dass im Vergleich zu Band 4 wenig Rücksicht auf ethische und moralische Fragen genommen wurde. Vor allem das Ende lässt mich aufgrund dessen mit gemischten Gefühlen zurück.
Generell hätte dieser Band gerne ein paar mehr Seiten haben dürfen, um nicht nur ethischen Fragen, sondern auch dem finalen Kampf mehr Raum zu geben. Letztendlich hat dieser Band bei mir nämlich mehr neue Fragen aufgeworfen als beantwortet.

Alles in allem hat mich der finale Band der Magisterium-Reihe wieder gut unterhalten, jedoch wird das Ende der Reihe insgesamt nicht ganz gerecht.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Eine süße Liebesgeschichte für gemütliche Lesestunden

Bookish Belles – Was zwischen den Zeilen steht
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In „Was zwischen den Zeilen steht“ geht es um die Kindheitsfreunde Scarlet und Aden. Jedoch ist Aden schon lange in Scarlet verliebt und auch diese beginnt sich zu fragen, ob ihr Traummann nicht bereits ...

In „Was zwischen den Zeilen steht“ geht es um die Kindheitsfreunde Scarlet und Aden. Jedoch ist Aden schon lange in Scarlet verliebt und auch diese beginnt sich zu fragen, ob ihr Traummann nicht bereits in ihrer Nähe ist …

Mit Band 2 der „Bookish Belles“-Reihe beweist Kelly Moran wieder einmal, dass sie die Queen der Cozy Romance ist. Der Roman bietet sympathische Protagonisten, eine tolle Freundesgruppe und ein gemütliches Kleinstadt-Setting.

Beide Protagonisten mochte ich auf Anhieb. Scarlet ist sehr fürsorglich und auf Harmonie bedacht, weshalb sie sich lange von ihrer Mutter kleinhalten lässt. Im Verlauf der Handlung lernt sie jedoch, dass sie nicht auf die Anerkennung anderer angewiesen ist. Es war berührend, zu lesen, wie sie beginnt, ihr Leben nach dem auszurichten, was sie glücklich macht.
Auch Aden habe ich sofort ins Herz geschlossen. Er ist eher ruhig und hat das Gefühl, nicht gut genug für Scarlet zu sein. Mithilfe seiner Freunde und Scarlet kann er diese Unsicherheit jedoch Stück für Stück ablegen.

Die Entwicklung von Freundschaft hin zu mehr war meiner Meinung nach sehr authentisch umgesetzt. Zu Beginn schleichen die beiden umeinander herum und liefern sich hitzige Wortgefechte. Hier wurde bereits deutlich, wie viel den beiden aneinander liegt. Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass die beiden nach ihrem ersten Kuss sofort erkennen, dass es keine Option ist, wieder zum „Davor“ zurückzukehren, da sich die Dynamik der Beziehung so oder so verändern wird.

Abgesehen von den Protagonisten gab es viele interessante Nebenfiguren, da sowohl Aden als auch Scarlet eine tolle Freundesgruppe haben. Umso mehr freue ich mich, dass es noch einen dritten Band geben wird, der sich Dorothy und Forest widmet.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt betrifft den Ablauf der Handlung abseits der Liebesgeschichte. Im Mittelteil hätte ich mir einen etwas stärkeren roten Faden gewünscht, da mir erst im letzten Drittel wirklich bewusst wurde, worauf die Handlung zusteuert. Die Auflösung der Problematik hat mir dann aber sehr gut gefallen.

Alles in allem eine süße Liebesgeschichte für gemütliche Lesestunden, bei der mich vor allem der liebevolle Umgang der Figuren miteinander überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Ein interessantes Debüt

Heir of Storms
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In „Heir of Storms“ geht es um Blaze, die bei ihrer Geburt eine Naturkatastrophe auslöste und seitdem von den meisten Bewohnern verachtet wird. Als sie für den Wettkampf um die Krone auserwählt wird, bekommt ...

In „Heir of Storms“ geht es um Blaze, die bei ihrer Geburt eine Naturkatastrophe auslöste und seitdem von den meisten Bewohnern verachtet wird. Als sie für den Wettkampf um die Krone auserwählt wird, bekommt sie endlich die Chance, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen…

Die Protagonistin Blaze war mir von Beginn an sympathisch. Seit ihrer Geburt wächst sie isoliert auf und hat die negativen Attribute verinnerlicht, die ihr von anderen Bewohnern zugeschrieben werden. Mich hat es sehr berührt, als Leser zu erleben, wie sie ihren Selbsthass im Verlauf der Handlung in Selbstvertrauen umwandelt. Zwar wirkte sie in manchen Situationen etwas naiv, jedoch macht sie eine positive Entwicklung durch und lässt sich nicht mehr kleinhalten.
Im Gegensatz zu Blaze konnten mich die beiden Love Interests als Figuren nicht ganz überzeugen. Während Hal relativ blass bleibt, ist Fox ziemlich undurchsichtig. Da der Fokus in diesem Band auf dem Weltaufbau und dem Wettkampf um die Krone liegt, hat mich die fehlende Tiefe in der Liebesgeschichte jedoch nicht so gestört. Ich denke, dass die Liebesgeschichte im zweiten Band durchaus Potenzial hat, da das Love-Triangle zum Ende dieses Bandes zum Glück bereits aufgelöst wurde.
In Bezug auf die restliche Handlung muss ich zugeben, dass ich viele Wendungen bereits vorhergesehen habe. Auch von den Prüfungen hatte ich etwas mehr erwartet. Trotzdem wurde die Handlung nie langweilig und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Meine Freude wurde jedoch etwas durch den eher ungünstigen Umgang mit Sklaverei bzw. durch die Tatsache, dass keine der Figuren sie zu hinterfragen scheint, gedämpft. Ich hoffe, dass mit diesem Thema im zweiten Band etwas sensibler umgegangen wird.

Alles in allem ein interessantes Debüt, das trotz kleinerer Schwächen Lust auf mehr macht.

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