Gut recherchierter Roman über eine jüdische Medica
Hiobs TochterCover: Das Cover des Romans ist schlicht aber dafür sehr edel und ich mag diesen dunklen Blauton sehr gerne. Er passt auch zu den eher düsteren Themen des Romans.
Inhalt: Deggenfeld im Jahre 1338. Die ...
Cover: Das Cover des Romans ist schlicht aber dafür sehr edel und ich mag diesen dunklen Blauton sehr gerne. Er passt auch zu den eher düsteren Themen des Romans.
Inhalt: Deggenfeld im Jahre 1338. Die junge Miriam, eine ausgebildete Medica und Jüdin, stürzt in ein Netz aus Intrigen und Gefahr, als sie zufällig eine Verschwörung belauscht. Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde, muss Miriam Mut, Klugheit und Tatkraft beweisen, um ihre Liebsten zu beschützen und Gerechtigkeit zu suchen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn Miriams eigenes Leben und dass ihrer Tochter Rebecca ist, eng mit der Verschwörung verknüpft. Und auch wenn Miriam als Ärztin einiges an Ansehen genießt und so an manche Information gelangt, bleiben ihr als Frau und Jüdin viele Privilegien verwehrt.
Meine Meinung: Ich lese zurzeit supergerne historische Romane, die mich mit interessanten Charakteren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch nachdem mich der Klappentext schon angesprochen hatte. Ich habe ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil ist wirklich angenehm, bildlich und es hat sich ein sehr schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten geradezu dahinfliegen lässt. Somit habe ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Der Schreibstil ist zwar eher langsam und gemächlich, aber Längen gab es im Buch dennoch nur sehr selten, da die Handlung immer spannend gewesen ist. Besonders sympathisch war mir in diesem Buch die Protagonistin Miriam, die ein sehr großes Medizinwissen mitbringt und mich damit immer wieder faszinieren konnte! Im Buch geht es einerseits um die Medizin einer jüdischen Media, aber auch um Intrigen, Plagen und Bedrohungen die sich vorallem gegen jüdische Menschen gerichtet haben. Es war spannend zu lesen, aber auch grausam und ich musste öfter schlucken. Der Roman endet mit einem kleinen Cliffhanger und ist, im Vergleich zum restlichen Buch, etwas schnell und abrupt erzählt, jedoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten und mich wieder etwas dazulernen lassen. Auch das Nachwort des Autors ist sehr lesenswert und ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Von mir erhält das Buch 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.