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Veröffentlicht am 31.01.2026

Warum kompliziert, wenn es einfach geht

Obacht!
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Ein großes Tier liegt vor einer Stadt und versperrt den Weg hinein. Die Bewohner reagieren mit Vorsicht und haben zahlreiche Ideen, wie sie das Hindernis umgehen können. Alle Versuche scheitern.
Am Ende ...

Ein großes Tier liegt vor einer Stadt und versperrt den Weg hinein. Die Bewohner reagieren mit Vorsicht und haben zahlreiche Ideen, wie sie das Hindernis umgehen können. Alle Versuche scheitern.
Am Ende ist es Mienchen, die sich durchsetzt und einen anderen Weg wählt: Sie spricht das Tier direkt an. Es müssen nicht immer komplizierte Umwege sein, wenn es auch einfacher geht.
Unsere Vorschülerin hat die Geschichte im ersten Moment nicht besonders begeistert. Die Botschaft erschließt sich nicht von allein.
Mit zusätzlichen Erklärungen, gezielten Fragen und gemeinsamen Diskussion kann es funktionieren, ohne diese Begleitung bleibt vieles unklar. Als Gesprächsanlass ist das Buch gut geeignet, als reine Vorlesegeschichte eher weniger.
Die Illustrationen sind zweifarbig und entweder eher groß oder eher klein. Die Bevölkerung der Stadt ist vielfältig, genau wie ihre Namen. Da gibt es sicherlich auch Raum für Bedeutung und Botschaft…
Textlich ist es gut, verständlich und nicht zu lang. Wir kommen aus Norddeutschland und uns war das Wort „Obacht“ nicht vertraut (zunächst gingen wir von einem Fantasiewort aus), bis ich es nachgeschlagen habe. Das war im ersten Moment etwas irritierend. 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Quatsch ohne Ende

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer
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Willi, der Waschbär, wohnt gemütlich im Schuhkarton im Park, umgeben von Freunden, Ideen und jeder Menge Quatsch. Mit ihm wird es garantiert nie langweilig: Es gibt Wettkämpfe, Partys, geniale Erfindungen ...

Willi, der Waschbär, wohnt gemütlich im Schuhkarton im Park, umgeben von Freunden, Ideen und jeder Menge Quatsch. Mit ihm wird es garantiert nie langweilig: Es gibt Wettkämpfe, Partys, geniale Erfindungen und verrückte Einfälle am laufenden Band. Willi ist tollpatschig, spontan und ein bisschen verpeilt, aber immer liebenswert. Mangojoghurt ist bei ihm auf Vorrat in der Badewanne und Handstand gehört zum Alltag.
Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und eignen sich gut zum Vorlesen. Es wird viel gelacht, manches ist richtig schön schräg, manchmal aber auch schon ziemlich eklig (z. B. beim Popelmonster). Kaum hat man sich von einer verrückten Idee erholt, kommt schon die nächste um die Ecke. Das sorgt für jede Menge Spaß und Lachen, lässt aber kaum Zeit zum Durchatmen.
Inhaltlich steht der Quatsch ganz klar im Vordergrund: albern, fantasievoll und überdreht. Einen tieferen Mehrwert oder moralische Botschaft fehlt weitestgehend.
Für Kinder, die es verrückt und unsinnig mögen, passt es perfekt. Für ruhigere Zuhörer wird vielleicht Sinn und Struktur fehlen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Reiht sich passend ins Genre ein

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Als ein sprechender Bär Ava in Not rettet und sie zu einer magischen Schule (Forest Academy) begleiten möchte, ist sie zunächst misstrauisch. Doch ihre Neugier siegt, denn sie hofft, dort endlich mehr ...

Als ein sprechender Bär Ava in Not rettet und sie zu einer magischen Schule (Forest Academy) begleiten möchte, ist sie zunächst misstrauisch. Doch ihre Neugier siegt, denn sie hofft, dort endlich mehr über sich selbst und über ihre verschwundenen Eltern zu erfahren. Die Antworten lassen auf sich jedoch lange warten. Stattdessen gibt es nur Andeutungen und halbe Wahrheiten.
Während Ava nach und nach einige Fragen klären kann, bereitet sie sich gemeinsam mit ihren Mitschülern auf ihre magische Transformation vor und findet dabei ihr eigenes Seelentier. Es gibt treue Freundschaften (mit einem Hauch Romantik) und gemeine Mitschüler, die Ava das Leben schwer machen.
Die Handlung reiht sich in bekannte Muster des Fantasy-Academy-Genres ein: geheimnisvolle Schule, besondere Schülerin, verschollene Eltern. Es ist spannend und sympathisch erzählt, passend zur Zielgruppe. An manchen Stellen hat man jedoch das Gefühl, dass die Auflösungen bewusst hinausgezögert werden. Sobald Ava etwas wissen möchte, heißt es meist nur: „Warte ab, später.“
Der Schreibstil ist lebendig, flüssig und leicht zu lesen. Etwas störend wirkten allerdings einige jugendliche Ausdrücke wie „Digga“ oder „Alter“, die nicht ganz zur magischen Atmosphäre passen. 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine bizarre Zwischenwelt

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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Mika hat eigentlich überhaupt keine Lust auf die Ferien bei seiner Oma. Irgendwo im Nirgendwo. Doch eines Nachts, während eines Gewitters, liegt die Großmutter plötzlich bewusstlos auf dem Boden. Mika ...

Mika hat eigentlich überhaupt keine Lust auf die Ferien bei seiner Oma. Irgendwo im Nirgendwo. Doch eines Nachts, während eines Gewitters, liegt die Großmutter plötzlich bewusstlos auf dem Boden. Mika greift kurzerhand zum Autoschlüssel, und ab da wird alles überdreht und irreal.
Zusammen mit Oma landet er in einer völlig anderen Welt. Die Logik löst sich auf, und die Geschichte gleitet in einen skurrilen Fiebertraum ab. Mika schließt sich einem Team an und nimmt an Robolympiade teil, nach dem Sieg wird er sogar zum Professor ernannt. Doch so einfach der Zutritt war, so schwer ist es, wieder herauszukommen.
Die Reise ist chaotisch, bekannt und doch fremd. Es tauchen viele ungewöhnliche Persönlichkeiten und Wesen.
Die Geschichte sprüht vor Einfällen, verliert sich aber in zu vielen Richtungen. Mika wirkt nicht besonders auffällig, es fällt schwer sich emotional mitreißen zu lassen. Das Ende ergibt auf eine seltsame Weise Sinn und doch bleibt ein unvollständiges Gefühl zurück.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Gedanke um die Zukunft

Noch einmal ...
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Eine Reise durch die Geschichte der Menschheit, die mit wenig Text (z.B. Stichpunkte, einzelne Sätze oder Wörter) und zahlreichen Illustrationen arbeitet.
Beim ersten Lesen wirkt vieles durcheinander: ...

Eine Reise durch die Geschichte der Menschheit, die mit wenig Text (z.B. Stichpunkte, einzelne Sätze oder Wörter) und zahlreichen Illustrationen arbeitet.
Beim ersten Lesen wirkt vieles durcheinander: viele Ideen, Zeitabschnitte und Themen. Doch nach mehrmaligem Lesen kann man die Ereignisse besser einordnen und einen chronologischen Verlauf erkennen: von der Evolution über die Entdeckung des Feuers, die Entwicklung der Sprache und den Fortschritt bis hin zur modernen Technik.
Die Gegenwart ist z.B. von Grenzen, Besitzdenken, Machtstreben und Egoismus geprägt. Aber der Mensch ist eigentlich ein soziales Wesen und braucht Gemeinschaft.
Also, was wäre, wenn nicht jeder sich selbst zur Hauptrolle macht? Zusammen auf etwas Sinnvolleres abzielen und die Zukunft neu gestalten.
Es gibt positive, hoffnungsvolle Gedanken, die eigentlich nicht neu sind. Manchmal reicht schon ein Wort aus.
Die Texte bleiben offen und die Leser können daraus ihre Schlüsse und Botschaften ziehen. Es ist kein Buch zum Entspannen und nur bedingt für Kinder geeignet. Es regt zum Denken an und wirbelt gleichzeitig vieles auf, sodass es im Kopf irgendwie chaotisch bleibt.

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