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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Ich fühlte dieses Buch sehr

Die Unendlichkeit eines Tages
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ich bin super schwer in dieses Buch reingekommen, der Schreibstil ist anders und für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich finde ihn kurz und knackig, aber an der ein oder anderen Stelle auch ziemlich kühl. ...

ich bin super schwer in dieses Buch reingekommen, der Schreibstil ist anders und für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich finde ihn kurz und knackig, aber an der ein oder anderen Stelle auch ziemlich kühl.
Aber worum gehts? Es geht um eine junge Frau, gerade Mutter geworden. Sie berichtet von ihrem alltäglichen Wahnsinn. Vom Leben (ist es eines? Oder ist es eher ein Überleben?) mit Säugling. Von Aufgaben und alltäglichem Rhythmus, vom stillen und kümmern. Es geht um den leisen Alltag, um immer wieder wiederholende Handlungen. Als der Postbote kommt und ein Buch bringt, ist dieses ein Highlight im sonst so grauen Alltag.
Ich konnte mich, aufgrund meiner erst vor kurzem stattfindenden Geburt, gut reinversetzen und zurückerinnern. An das Alleinsein, die Care Arbeit und den vielen Themen, die einem in dieser Phasen begleiten (oder eben auch nicht). Dieses Buch ist keines, welches man nebenbei lesen sollte; das Thema wichtiger denn je. Danke für das Aufmerksam machen!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine Liebeserklärung an die Lebensmittel

Essen
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ich weiß gar nicht so genau was ich von diesem Buch erwartet habe. Es ist so ganz anders als das was ich erwartet habe - und dennoch irgendwie amüsant und interessant. Jeder könnte ein Buch über das Essen ...

ich weiß gar nicht so genau was ich von diesem Buch erwartet habe. Es ist so ganz anders als das was ich erwartet habe - und dennoch irgendwie amüsant und interessant. Jeder könnte ein Buch über das Essen schreiben, und diese wären ganz unterschiedlich; der Aussage aus dem Buch stimme ich voll und ganz zu. Wir lesen in diesem von einer Frau mit russischen Wurzeln und unglaublich viel Liebe zum Essen (und Detail). Es geht um Familiäre Strukturen und Gewohnheiten, von Rezepten und von Nahrungsmitteln. Nicht nur vom Mittel zum Zweck, sondern vom leben und genießen. Ein ganz wundervolles kurzweiliges, interessantes Buch, welches mich an der einen oder anderen Stelle zum lachen brachte.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

keine nette, softe Geschichte

Alles ganz schlimm
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INHALT
Klappentext und Cover sind super! Zu Beginn eine spannende Einleitung - es geht um Susanne. Eine junge Frau, die immer wieder in schwierige Beziehungen gelangt, sowohl in Paarbeziehung als auch ...

INHALT
Klappentext und Cover sind super! Zu Beginn eine spannende Einleitung - es geht um Susanne. Eine junge Frau, die immer wieder in schwierige Beziehungen gelangt, sowohl in Paarbeziehung als auch Freundschaften. Sie schreibt einen Text zu ihrem Leben als Prostituierte, ihre Freundin Stella stibitzt ihn und gibt ihn als ihren eigenen aus. Als rauskommt, dass Stella ihn nicht geschrieben hat, beginnt ein Shitstorm; Stella suizidiert sich. Susanne fängt in der Psychiatrie an ihr Leben zu überdenken. Es geht um die Auswirkungen von Nachrichten und Hetzkampagnen in den sozialen Netzwerken, was richtigen sie kurz - und langfristig für die Opfer an.

EINDRUCK UND FAZIT
Inhalt und Text holen mich nach wie vor ab, allerdings fand ich das Buch ziemlich schwer zu lesen. An einigen Stellen blieben Dinge unklar, ich habe einige Kapitel fast gar nicht in den Zusammenhang bringen können. Man muss dran bleiben, es ist kein Buch für "nebenbei", wobei dieses Thema ohnehin kein Thema für nebenbei ist. Ich mochte Susanne als Protagonistin irgendwie, auch wenn ich sie an der einen oder anderen Stelle gern geschüttelt hätte. Die innerliche Zerrissenheit kann man spüren und lesen. Eine junge Frau die kaum Rückhalt und Trost findet, auf sich allein gestellt ist und bleibt. Ein gesellschaftlich relevantes Thema, schwierige Kost und dennoch lesenswert. Ein sehr intensives Erlebnis - bitte nicht vom Cover blenden lassen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

überlastete Frauen

Junge Frau mit Katze
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INHALT
Die Fortsetzung des ersten Buches „Lügen über meine Mutter“. Eine erfolgreiche junge Frau und Tochter - kurz vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit. Das ist aber noch nicht alles, denn: ...

INHALT
Die Fortsetzung des ersten Buches „Lügen über meine Mutter“. Eine erfolgreiche junge Frau und Tochter - kurz vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit. Das ist aber noch nicht alles, denn: Ela hat Schmerzen. Überall und ständig woanders. Bildet sie sich diese ein? Sind sie wirklich da? Und wie soll sie nur alles unter einen Hut bekommen? Dieser Stress, Druck und die gesellschaftliche Erwartung machen Ela zusätzlich krank.

EINDRUCK UND FAZIT
Puh, da war viel los in diesem Buch. Und dann auch wieder nicht, es plätscherte so vor sich hin - von einer Arztpraxis in die nächste. Das Gute: ich kenne das sehr gut. Nicht ernstgenommen zu werden - und dennoch chronisch krank zu sein. Hilfe zu wollen - und brauchen - aber auf taube Ohren und verschiedene Diagnosen zu stoßen.
Die zentralen Themen: als Frau nicht ernst genommen zu werden, falsche Verantwortungsgefühle gegenüber der Mutter und die berufliche Überlastung, hat Dröscher ganz wunderbar in Szene gesetzt. Es ist kein Buch mit Happy End - man wurschtelt sich so durch. Am Ende bin ich dennoch zufrieden. Mich hat der Roman abholen und begeistern können. Ich mag den unaufgeregten Schreibstil - eins lesenswerte Geschichte.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

sehr berührende Geschichte

Spät am Tag
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Dieses Buch kam zur richtigen Zeit, es passte für mich super in den Spätsommer und hat mich sehr berührt.
INHALT
Das Buch spielt heute und die Protagonistin blickt in die Vergangenheit zurück. ...

Dieses Buch kam zur richtigen Zeit, es passte für mich super in den Spätsommer und hat mich sehr berührt.
INHALT
Das Buch spielt heute und die Protagonistin blickt in die Vergangenheit zurück. Johanne erinnert sich und nimmt uns Leser*innen mit. Mit in das Haus, welches Mikael gehört und in dem er mit seiner Tochter lebt. Johanne sucht ein Zimmer zum schreiben, sie zieht in dieses Haus ein. Mikael und sie kommen sich näher, aber die Exfrau ist immer präsent. Auch wenn sie nicht im Haus wohnt, stört sie die Nähe der beiden ständig. Am Ende bleibt Johanne allein zurück.

EINDRUCK UND FAZIT
Dieses Buch ist so still und zart, und dennoch ganz tief bewegend. Das Kennenlernen der beiden zu begleiten, ist fast so, als schaue man durch eine Scheibe und beobachte sie. Man verliebt sich mit, man ist dabei. Eine Beziehung beschrieben in all ihren Einzelheiten. Ganz wunderbar. Wenn dann nicht die kleinen Störungen durch die Ex Frau wären. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, es hat mich sehr berührt und bewegt. Ein ganz wundervolles Buch, welches ich gern empfehle!

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