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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein fesselndes Zeitreiseabenteuer mit außergewöhnlichem Setting!

Jahrmarkt der Zeitreisenden - Der gestohlene Kristall
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Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandel, Karussell und Autoscooter fahren, stimmungsvolle Rummelmusik, bunter Kirmestrubel – für Liv ist das Alltag. Als Kind einer Schaustellerfamilie wächst ...

Der Geruch nach Zuckerwatte und gebrannten Mandel, Karussell und Autoscooter fahren, stimmungsvolle Rummelmusik, bunter Kirmestrubel – für Liv ist das Alltag. Als Kind einer Schaustellerfamilie wächst sie auf dem Jahrmarkt auf und kennt ihn wie ihre Westentasche. Täglich muss sie mithelfen, am Stand Zuckerwatte drehen oder im Kassenhäuschen des Turbo Dancers sitzen. Als ihr eines Tages ein merkwürdig gekleideter Junge auffällt, spürt sie, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und tatsächlich: Kurz darauf verschwindet der Kristall aus dem Karussell ihrer Eltern, der schon immer auf der Spitze gethront hat. Liv ist sich sicher, dass dieser seltsame Junge in der altertümlichen Kleidung dahintersteckt. Sie beginnt ihn zu verfolgen, aber immer wieder gelingt es ihm, vor ihrer Nase zu verschwinden. Doch schließlich schafft sie es, ihn zu überlisten und macht eine unglaubliche Entdeckung: Waggon 8 im „Tunnel of Love“ ist ein Zeitreiseportal! Sie folgt dem Jungen und landet in der Vergangenheit. Ein aufregendes Abenteuer beginnt voller Rätsel und Gefühlsachterbahn…

Zeitreise meets Jahrmarkt, gewürzt mit einer Prise Romantik? Das klang einfach richtig gut! Und wenn diese Mischung dann auch noch aus der Feder von Lena Hach stammt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch gut ist. Ich habe bisher jedes Werk von Lena Hach mit Begeisterung gelesen. Und mit dem ersten Band ihrer neuen Reihe ist ein weiteres dazugekommen.

Schon das geheimnisvoll anmutende Cover, das uns der Tobias Goldschalt gezaubert hat, zieht einen direkt in den Bann und dahinter geht es ganz genauso weiter. Lena Hach schreibt gewohnt mitreißend und humorvoll und so bildhaft und lebendig, sodass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man hört die laute Rummelmusik regelrecht, hat den Duft von Popcorn und gebrannten Mandeln in der Nase und kann das bunt-leuchtende Kirmestreiben richtig vor sich sehen. Die Autorin hat für ihr neues Buch einfach ein geniales Setting gewählt – erfrischend anders, faszinierend mit einem gewissen nostalgischen Flair. Gekonnt fängt sie die besondere Jahrmarktsatmosphäre ein und schildert das Schaustellerleben mit all seinen Facetten. Die Schattenseiten bleiben dabei nicht unerwähnt: Die ständigen Orts- und Schulwechsel, die Vorurteile gegenüber Schaustellern, jeden Tag am Stand stehen und Zuckerwatte verkaufen...Wie man es von Lena Hach kennt, gelingt es ihr mal wieder wunderbar, auch ernstere Themen locker-leicht zu verpacken. Ich-Erzählerin Liv besitzt eine angenehm sarkastische und selbstbewusste Art, mit der man sie schnell ins Herz schließt. Die weiteren vielfältigen Figuren sind jedoch nicht minder gut getroffen, vor allem Jaro ist ein sehr interessanter Charakter, der für ordentlich Spannung sorgt. Es macht einfach Spaß, in dieses Buch einzutauchen und Liv auf ihrem magisch-detektivischen Abenteuer zu begleiten. Dass die Zeitreisen etwas auf sich warten lassen, tut dem Ganzen dabei keinen Abbruch. Die Handlung vermag trotz allem von Beginn an zu fesseln, lädt zum Mitfiebern und Miträtseln ein und wird bisweilen auch ein bisschen romantisch. Letzteres hat für mich persönlich nicht ganz so ins Bild gepasst. Wie alt Liv oder Jaro sind, wird zwar (sofern ich nichts überlesen habe) an keiner Stelle erwähnt, aber da es sich hierbei um einen Roman für Kinder ab 11 Jahren handelt, ist ein Alter von etwa 12 Jahren wahrscheinlich. Dafür haben sich die Figuren für meinen Geschmack ein wenig zu reif verhalten...aber wer weiß, vielleicht empfindet das Zielgruppe ja auch ganz anders. Meine Lesefreude wurde dadurch jedenfalls nicht geschmälert. Ich habe das Buch verschlungen und hätte danach am liebsten sofort zum zweiten Band gegriffen. Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende kann man es wirklich kaum erwarten, weiterzulesen. Hoffentlich lässt die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten.

Fazit: Ein weiteres Mal stellt Lena Hach unter Beweis, dass sie ein Garant für gute Kinder- und Jugendbücher ist. „Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall“ ist ein gelungener Dilogie-Auftakt ab 11 Jahren, der große Lust auf mehr macht (und Appetit auf Zuckerwatte). Ein spannendes und magisches Zeitreiseabenteuer vor atmosphärischer Jahrmarktskulisse, gepaart mit einer zarten Liebesgeschichte. Lena Hach hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Dem zweiten Band fiebere ich schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein bezauberndes Bilderbuch für Jung und Alt!

Ich kann Rad fahren
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Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann ...


Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann aber auch super gut aufpassen und zum Frühstück gibt es immer leckere Butterbrote mit Orangensaft. Als sie aber beschließt, dass ihre Enkelin das Radfahren lernen soll (richtig, ohne Stützräder!), kennt sie mal wieder keine Gnade. Immer wieder fällt das kleine Mädchen hin und möchte schon aufgeben, aber Omi drängt zum Weitermachen. Ihre Strenge zahlt sich schließlich aus. Endlich rollt das Fahrrad, ohne umzukippen und Omi klatscht begeistert Beifall. Doch gleichzeitig hat sie auch Tränen in den Augen, die sie hastig wegwischt. Das Mädchen wird nachdenklich. Und dann versteht sie endlich: Omi muss auch das Radfahren lernen! Denn davon hat sie schon ihr ganzes Leben lang geträumt. Und ihre kleine Enkelin glaubt fest daran, dass sie es schaffen wird!

Bei diesem Bilderbuch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das süße Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang nicht minder zauberhaft. Ich war voller Vorfreude und wurde nicht enttäuscht.

Das französische Autor-Illustratorin-Gespann Gilles Baum und Amandine Piu hat hier ein entzückendes Bilderbuch geschaffen, aus dem Jung und Alt gleichermaßen viel mitnehmen können. Mit viel Wärme und einer Prise Humor erzählt Gilles Baum von einer rührenden Oma-Enkelin-Beziehung, nie vergessenen Träumen, Frustration, Hilfsbereitschaft, den Glauben an sich selbst und dem Mut, über seinen Schatten zu springen – beziehungsweise: Kräftig in die Pedale zu treten. Anhand des Themas „Radfahren lernen“ wird gezeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen, dass es sich lohnt, durchzuhalten und Generationen eine Menge voneinander lernen können. Unsere kleine Ich-Erzählerin ist eine wundervolle Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art sofort ins Herz schließt. Kinder werden sich sehr gut mit ihr identifizieren können, besonders all diejenigen, die sich gerade selbst der kniffligen Herausforderung stellen, das Fahrradfahren zu lernen.
Oma Schwein hingegen wirkt zunächst wenig sympathisch, mit ihrer strengen Art und grimmigen Miene. Doch im Verlauf erkennt man schließlich, was wirklich hinter ihrem autoritären Verhalten steckt. Die Geschichte lehrt uns somit auch, dass sich hinter einer harten Schale oft ein weicher Kern verbirgt und wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen ermutigt und versteht.

Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Amandine Pius herzige, ausdrucksstarke und in gedeckten Farben gehaltene Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, laden zum Verweilen und Entdecken ein und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Vor allem das letzte Bild, dass das herzerwärmende Ende so gekonnt einfängt, zaubert einem ein breites Lächeln ins Gesicht.

Fazit: „Ich kann Rad fahren: meine Omi auch“ ist eine berührende und charmante Oma-Enkelin-Geschichte, die an die Kraft der Gemeinschaft erinnert und Mut macht, etwas Neues zu wagen und niemals aufzugeben. Ein bezauberndes Bilderbuch ab 4 Jahren – nicht nur für Radler und Schweine-Fans ein großes Vergnügen. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine gelungene Fortsetzung!

Princess Mysteries – Ein perfekt verfluchter Schulball
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Liara hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie ihr Zimmer im schottischen Elitinternat Kelpie Castle fortan mit einer echten Prinzessin teilen muss. Na ja, zumindest fast. Viola kann manchmal ganz ...

Liara hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass sie ihr Zimmer im schottischen Elitinternat Kelpie Castle fortan mit einer echten Prinzessin teilen muss. Na ja, zumindest fast. Viola kann manchmal ganz schön anstrengend sein, aber Liara ist trotz allem sehr froh, sie zur Mitbewohnerin zu haben. Die beiden Mädchen sind mittlerweile richtig gute Freundinnen geworden und haben schon ein großes Abenteuer zusammen gemeistert. Eigentlich hatten sie gedacht, dass sie den Fluch, der auf Violas Familie lastet, gebannt haben, doch zu früh gefreut. Als sie ein altes Notizbuch von Tante Rosamund finden und leichtsinnig damit herumspielen, leidet Viola plötzlich an Panik und Liara an Liebeswahn. Und das ausgerechnet jetzt, wo der Schulball auf Kelpie Castle immer näher rückt! Liara war sich bis vor kurzem sehr sicher, dass Tom ihre große Liebe ist, aber auf einmal kann sie nur noch an Liaras gutaussehenden Bodyguard Liam denken. Ob die beiden Freundinnen dieses große Chaos wohl noch in den Griff bekommen werden?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der „Princess Mysteries“ – Reihe, der dank kleiner Rückblicke sicherlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich jedoch, mit dem ersten Band zu starten.
Nach meiner großen Begeisterung für den Reihenauftakt, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Schon das Cover verspricht wieder jede Menge Royal Vibes und Freundschaft und genau das – und noch mehr – bekommt man hier auch.

Das Buch knüpft direkt an den Vorgänger an und wird erneut durchgehend aus der Ich-Perspektive von Liara erzählt. Liara wird sicherlich jeder Leserin in sein Herz schließen. Ihre loyale, freundliche und schüchterne Art machen sie zu einer absoluten Sympathieträgerin; ihre Gefühle und Gedanken wirken echt und greifbar. Viola hingegen benimmt sich bisweilen nach wie vor wie die typische verwöhnte Prinzessin, doch auch hier gilt: Je besser man sie kennt, desto mehr versteht man ihr Verhalten und erkennt, dass hinter ihrer hoheitsvollen Fassade ein doch sehr nettes Mädchen steckt.
Es wird erneut mehr als deutlich, dass das Berühmtsein auch viele Schattenseiten hat und dass das Prinzessinnenleben oft gar nicht so toll ist, wie die meisten von uns vermutlich denken. Aber auch Liara, die mit ihrem großen Gefühlschaos und ihren Unsicherheiten zu kämpfen hat, hat es nicht leicht. Die Handlung wird dabei aber zu keiner Zeit bedrückend, im Gegenteil. Marliese Arold schreibt gewohnt locker-flockig, humorvoll und authentisch und mit ganz viel Herz. Gekonnt verpackt sie die Themen Freundschaft, Angst, Eifersucht und das erste Verliebstein in einer mitreißenden und kurzweiligen Internatsgeschichte mit einem Schuss Magie. Vor allem die immer tiefer werdende Freundschaft zwischen Liara und Viola wird wunderschön und herzerwärmend beschrieben. Nicht nur für junge Leser*innen ist dieses Buch eine wunderbare Lektüre, auch als Erwachsene hat man seine helle Freude daran. Die Seiten fliegen wieder nur so dahin und das Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen. Soweit ich weiß, ist noch kein dritter Band angekündigt, ich hoffe aber sehr, dass es weitergehen wird!

Fazit: Beste Freundinnen, die erste Liebe und ein magischer Fluch: Genauso spannend und unterhaltsam wie im ersten Band geht es mit „Princess Mysteries“ in die zweite Runde. „Princess Mysteries – Ein perfekt verfluchter Schulball“ ist ein mystisches Internatsabenteuer gepaart mit einem royalen Setting und einer Prise Romantik. Ein verflucht magischer und königlicher Lesespaß ab 10 Jahren. Mir hat auch dieser Band richtig gut gefallen, über ein weiteres Wiedersehen mit Liara und Viola würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Eine weitere gelungene Comic-Adaption!

David Eliot
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David Eliot besucht nun schon einem Jahr die Groosham Gange-Schule – ein Zauberinternat, die einsam gelegen auf der Schädelinsel thront. Er hat sich gut eingelebt, in Jill und Jeffrey tolle Freunde gefunden ...

David Eliot besucht nun schon einem Jahr die Groosham Gange-Schule – ein Zauberinternat, die einsam gelegen auf der Schädelinsel thront. Er hat sich gut eingelebt, in Jill und Jeffrey tolle Freunde gefunden und inzwischen gilt er sogar als der beste Schüler der Schule. Er ist sich sicher, dass er den großen Preis gewinnen wird: Den verfluchten Gral. Ganze 30 Punkte liegt er vor Vincent King. Dieser ist erst seit kurzem auf der Schule, doch ehe es sich David versieht, macht er ihm mächtig Konkurrenz. Sein Vorsprung wird immer kleiner, ständig werden ihm plötzlich Punkte abgezogen. Doch nicht nur das: Mit Vincent stimmt etwas nicht, davon ist David überzeugt. Zudem stellt sich heraus, dass der Gral weitaus mehr ist als nur ein gewöhnlicher Schulpokal...

Ein Internat für magisch begabte Kinder in einem riesigen alten Schlossgebäude; ein Außenseiter ohne ein liebevolles Elternhaus, ein starkes Freundestrio bestehend aus zwei Jungen und einem Mädchen, Punkte für gute Leistungen bzw. Abzug bei Fehlverhalten, Besen, sprechende Gemälde, ein gemeiner blonder Mitschüler – all das klingt ja schon sehr nach Harry Potter. Hierbei handelt es sich allerdings keineswegs um eine Kopie von J.K. Rowlings berühmter Zauberlehrling-Serie. Tatsächlich war David Eliot vor Harry Potter da, ganze neun Jahre. Wenn sich also jemand woanders bedient hat, war das nicht Anthony Horowitz…
Ich bin erst durch die Comic-Adaptionen auf David Eliot aufmerksam geworden und nachdem mich der erste Band sehr begeistert zurückgelassen hat, musste natürlich auch der zweite Teil bei mir Einzug halten. Schon das Cover ist wieder ein echter Hingucker und verspricht jede Menge Magie und Harry Potter-Vibes, was man auch bekommt.

Die Geschichte setzt ein Jahr nach dem ersten Band an und es empfiehlt es sich, diesen vorher gelesen zu haben.
Erneut taucht man in die geheimnisvolle Atmosphäre von Groosham Grange ein, begegnet lauter schrägen Gestalten und erlebt gemeinsam mit David Eliot und seinen Freunden ein weiteres aufregendes Schuljahr. Von den ersten Seiten an ist man ganz gebannt von den Ereignissen. Der Konkurrenzkampf zwischen David und Vincent um den verfluchten Gral sorgt für reichlich Spannung, genauso wie Davids Versuche hinter das Rätsel der Schultrophäe zu kommen. Es ist daher einfach wieder ein großer Spaß, den sympathischen Zauberschüler zu begleiten und mit ihm mitzufiebern. Stellenweise wird es auch noch etwas unheimlich – wer sich beim Lesen gerne ein klein wenig gruselt, ist hier genau richtig.
Auch Fans von schwarzem Humor werden in dieser Reihe auf ihre Kosten kommen, vor allem im ersten Band. Doch auch Davids zweites Abenteuer hält einige kuriose Wendungen bereit und macht definitiv Lust auf mehr. Leider hat Anthony Horowitz nur zwei Bände geschrieben; soweit ich weiß, hat er aufgrund des Erfolgs der Harry Potter-Bücher seine David Eliot-Reihe nicht fortgeführt. Vielleicht erledigen Maxe L'Hermenier und Clément Lefèvre ja aber nun diesen Job. Potenzial für weitere Bände wäre in jedem Fall vorhanden.

Clément Lefèvre hat das Ganze mit seinen wunderschönen, detailverliebten Zeichnungen mal wieder grandios in Szene gesetzt. Ein bisschen hat er sich dabei vermutlich von den HP-Filmen inspirieren lassen, Harry Potter-Fans werden seinen Stil garantiert besonders lieben. Mal düster, mal hell leuchtend erweckt der französische Künstler die Welt von David Eliot mit seinen Panels zum Leben, lädt zum Verweilen und Staunen ein und unterstreicht perfekt den skurrilen Ton der Geschichte. Ob Groosham Grange, London, die verschiedenen Charaktere mit ihren Eigenheiten – es ist einfach ein Genuss Clément Lefèvres Bilder zu betrachten.

Fazit: „David Eliot – Der verfluchte Gral“ ist eine weitere gelungene Comic-Adaption von Anthony Horowitz’ David Eliot-Reihe, die Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Magischer und wohlig gruseliger Comicgenuss vom Feinsten. Fesselnd, skurril, schaurig-schön. Ich kann auch diesen Band nur empfehlen, mir hat er genauso gut gefallen wie der Vorgänger. Wer Harry Potter liebt, wird auch David Eliot mögen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Eine gelungene Fortsetzung!

Maggie Blue - Das Geheimnis der weißen Krähe
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Nach Maggies erstem aufregenden Abenteuer in der Düsterwelt ist wieder etwas Ruhe in ihrem Leben eingekehrt. Sie lebt nach wie vor bei ihrer Tante Esme in dem kleinen Städtchen West Minchen, wo sie endlich ...

Nach Maggies erstem aufregenden Abenteuer in der Düsterwelt ist wieder etwas Ruhe in ihrem Leben eingekehrt. Sie lebt nach wie vor bei ihrer Tante Esme in dem kleinen Städtchen West Minchen, wo sie endlich Freunde gefunden hat. Neben ihrem treuen Begleiter Hoagy, ein sprechender, einäugiger Kater, hat sie sich auch mit ihren Mitschülerinnen Ida und Will angefreundet. Doch gerade als sie ihre Ferien genießt und versucht, die schrecklichen Ereignisse zu vergessen, taucht auf einmal eine weiße Krähe auf, die Maggie nicht mehr von der Seite weicht. Maggie ist sich sicher, das dieser merkwürdige Vogel aus der Düsterwelt stammt. Aber warum lässt er sie nicht in Ruhe? Es bleibt jedoch nicht bei diesem einen ungebetenen Gast: Ganz plötzlich steht auch ihre Mutter vor der Tür, die aus der Klinik abgehauen ist. Als sie von Gestaltwandlern verschleppt wird, bleibt Maggie nichts anderes übrig, als in die Düsterwelt zurückzukehren. Dort erwarten sie neben alten Feinden auch neue Geheimnisse und Gefahren. Ob es ihr wohl gelingen wird, ihre Mutter und ihr eigenes Leben rechtzeitig zu retten?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von „Maggie Blue“, der direkt an den Vorgänger anknüpft. Zum besseren Verständnis ist es daher durchaus sinnvoll, mit dem ersten Band zu starten.
Nachdem mich der Reihenauftakt sehr positiv überrascht hat, war ich voller Vorfreude auf Maggies nächstes Abenteuer. Schon das Cover, das uns Max Meinzold gezaubert hat, ist wieder ein echter Hingucker und lässt erahnen, dass es dahinter ziemlich abenteuerlich und bedrohlich werden wird.

Wer sich schon im ersten Band mit dem ernsten Grundton schwergetan hat, wird vermutlich auch an der Fortsetzung nicht allzu viel Freude haben. Da mir gerade dieser Aspekt so gut gefallen hat, hat das Buch wieder genau meinen Geschmack getroffen. Anna Goodall hat hier eine überaus kluge und außergewöhnliche Fantasy-Reihe geschaffen, in der einige schwere Themen angesprochen werden wie psychische Erkrankungen, Wut, Selbstmitleid und Identität. Die Stimmung ist daher erneut etwas bedrückend, fast schon melancholisch, zugleich aber auch voller Hoffnung. Maggie ist und bleibt eine sympathische und authentische Protagonistin, die einmal mehr an ihren inneren und äußeren Konflikten wächst und viel Mut und Stärke beweist. Insgesamt sind die Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten, die sie liebenswert und einzigartig machen. Vor allem Kater Hoagy ist nach wie vor der Star in dieser Reihe. Im Vorgänger kamen seine herrlichen Kommentare und sein unerschütterliches Selbstbewusstsein zwar etwas besser zur Gestaltung, aber auch in diesem Band sorgt er für einige Schmunzler. Eine weitere interessante Figur ist Jean, ein neues Gesicht, die man mit ihrer etwas schrägen Art einfach ins Herz schließen muss.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Die Handlung braucht zwar wieder ein bisschen, bis sie richtig Fahrt aufnimmt, zieht einen aber dennoch direkt in den Bann. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven bleibt es durchweg abwechslungsreich und die Szenen in der Düsterwelt halten einen ordentlich in Atem. Obwohl es bisweilen recht finster und emotional zugeht, kann man das Buch auch schon Kindern ab 11 Jahren zutrauen, wobei man das natürlich immer individuell entscheiden muss.

Mir persönlich hat wieder eine Karte des Schauplatzes gefehlt, aber abgesehen davon bin ich begeistert. Anna Goodall hat einfach wieder eine wunderbar fantasievolle Geschichte geschrieben, die kongenial von meinem liebsten Übersetzerinnen-Duo Jessika Komina und Sandra Knuffinke ins Deutsche übertragen wurde. Die Seiten fliegen nur so dahin und der Cliffhanger am Ende macht äußerst neugierig auf den dritten Band.

Fazit: „Maggie Blue – Das Geheimnis der weißen Krähe“ ist ein spannendes und magisches Abenteuer, das durch seine facettenreichen Charaktere, seine tiefgründigen Themen und seine düstere, aber dennoch hoffnungsvolle Atmosphäre überzeugt. Eine gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht und nicht nur junge Leser
innen ab 11 Jahren zu fesseln vermag. Mir hat auch dieser Band richtig gut gefallen, auf mein nächstes Wiedersehen mit Maggie und Co. freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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