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Veröffentlicht am 23.10.2025

Geschmiedete Pläne

Ein Schwur aus kaltem Zorn
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Obwohl der Zweite Weltkrieg vorbei ist, haben sich die Gemüter noch nicht beruhigt. Noch zu viel erinnert an den Überlebenskampf. Täglich müssen die Disselbacher Dorfbewohner mit den Endberungen ringen. ...

Obwohl der Zweite Weltkrieg vorbei ist, haben sich die Gemüter noch nicht beruhigt. Noch zu viel erinnert an den Überlebenskampf. Täglich müssen die Disselbacher Dorfbewohner mit den Endberungen ringen. Nun hat sich in der katholischen Gemeinde auch noch hoher Besuch angemeldet. Obrigkeitshörig begibt sich das gesamte Dorf in die Kirche, um dort dem päpstlicher Ehrenprälat die Ehre zu erweisen. Doch dies stellt sich schnell als Falle heraus. Denn so mancher der nach Geistlichem aussieht ist gar keiner und führt auch nicht ehrenrühriges im Schilde. Hier nutzen Ganoven ohne Gewissen die Gunst der Stunde und der Held des letzten Sommers, der Schmied Karl, rückt in den Fokus ihrer Rache.
Es war mir eine Freude auch in diesem dritten Band der Krimireihe Karl, Werner, den Kommissar Peters und vor allem Pauline und das Fräulein Schneebach wiederzutreffen. Und dieses Mal bestand mächtig Action von der ersten bis zur letzten Seite. Gleich ein ganzes Dorf wurde in Geiselhaft genommen und die einzelnen Akteure sorgten für viel Spannung. Besonders witzig fand ich den Dorfsignalgeber Martin. Eine Figur die wunderbar in jedes Dorf passt und die jedes Dorf braucht. Ich habe diesen liebenswerten Typ bildlich vor Augen gehabt. Auch die besondere Epoche, in der diese Reihe spielt, war wieder sehr gut getroffen. Die noch nicht wieder vollständig hergestellte Ordnung, das karge und entbehrungsreiche Leben und das Streben nach Besserem, konnte ich deutlich nachempfinden. Nun bin ich gespannt, wie es mit Karl und den restlichen Disselbachern weitergeht. Und besonders auch mit Karl und Pauline. Den zweien gönne ich endlich mal etwas Fröhlichkeit in ihrem Leben.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Von Hexen und Cowboys

Zauberhafte Ferien im Harz - Lilly, Nikolas und die Hexen
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Der Harz steckt voller Mythen und Zauber und deshalb ist meiner Meinung nach der Herbst, die beste Jahreszeit für einen Urlaub dort. Denn da kann man im Nebel die Hexen tanzen sehen. Das dachte sich auch ...

Der Harz steckt voller Mythen und Zauber und deshalb ist meiner Meinung nach der Herbst, die beste Jahreszeit für einen Urlaub dort. Denn da kann man im Nebel die Hexen tanzen sehen. Das dachte sich auch Familie Sonnenschein und machte sich von Berlin auf in den Harz. Es gab viel zu entdecken, wie den Brocken, den Hexentanzplatz, Quedlinburg und Wernigerode, aber auch die Glasmanufaktur in Derenburg und vieles mehr. Die Kinder Lilly und Nikolas fanden schnell zwei pferdebegeisterte Freunde. Und zufälligerweise sind die große Westernfans und mit ihren Eltern in Pullmann City aktiv. So lernen wir auch diesen wunderbaren Ort kennen. Die einzelnen Orte, die die Familie Sonnenschein besucht, sind wieder toll beschrieben und in eine sehr schöne Geschichte eingebettet. Da wir selbst als Familie schon im Harz waren, hatte ich viele der Orte bildlich vor Augen. Einige Sehenswürdigkeiten kannte ich noch nicht und freue mich schon sehr darauf diese auf unserer nächsten Reise entdecken zu können. Besonders mit Kindern sind solche Tipps wertvoll. Was mir in diesem Buch besonders gefallen hat, war diese verwunschene Stimmung, die man bemerkt, wenn man im Harz ist. Die kam auch in der Geschichte sehr gut rüber. Begeistert haben mich auch wieder die wunderschönen Illustrationen und die liebevolle Gestaltung des Buches. Am liebsten würde ich das Buch nehmen mir meine Familie schnappen und morgen losfahren, um genau die gleiche tolle Reise wie Lilly und Nikolas zu erleben. Ein richtig wertvoller Kinderreiseführer der in eurem nächsten Harzurlaub nicht fehlen darf.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Islandfeeling

Verschworen
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Kurz vor Weihnachten ereignet sich ein grausamer Mord. Ein Mann wird in seinem Sommerhaus tot aufgefunden, erstochen im Schlaf und an der Wand prangt ein Bibelvers. Die Polizisten Elma ist gerade aus ihrer ...

Kurz vor Weihnachten ereignet sich ein grausamer Mord. Ein Mann wird in seinem Sommerhaus tot aufgefunden, erstochen im Schlaf und an der Wand prangt ein Bibelvers. Die Polizisten Elma ist gerade aus ihrer Elternzeit zurück und wird gleich mit der harten Realität konfrontiert. Mit viel Gespür beginnt sie in der verschworenen Gemeinschaft des Ortes Akranes zu ermitteln. Dabei kommt so einiges ans Licht, was lieber unter dem Deckmäntelchen geblieben wäre. Ihr Partner Sǽvar, kümmert sich unterdessen liebevoll um ihre gemeinsame sieben Monate alte Tochter Adda. Doch als er auf dem Dachboden ihres neuen Hauses alte Tagebücher findet, gerät auch er in den Sog der Ermittlungen. Und das bleibt für die kleine Familie nicht ganz ungefährlich.
Dieser fünfte Teil der Island-Krimi Reihe war für mich eine wahre Islandexplosion. Das raue winterliche Klima, der vertraute Umgang, sich doch völlig fremder Personen und schon die Namen der Protagonisten, die so fremd und ungewohnt klangen, haben das Islandfeeling erstklassig transportiert. Auch der Fall selbst war sehr spannend und geprägt von Wendungen und Überraschungen. Das Buch hat mich so richtig in Beschlag genommen. Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und fasziniert von der doch gar nicht so fernen und doch so anderen Welt. Ich liebe diese Krimi-Reihe und das Ende lässt mich in freudiger Erwartung auf den nächsten Teil zurück.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Die Vergangenheit in unseren Strassen

Tempelhof-Schöneberg
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Die Industrialisierung führte auch in Berlin zu einem massiven Wachstum der Stadt. Um neunzehnhundert schossen die Start-up Unternehmen wie Pilze aus dem Grunewald. Den meisten von uns sind sie auch ohne ...

Die Industrialisierung führte auch in Berlin zu einem massiven Wachstum der Stadt. Um neunzehnhundert schossen die Start-up Unternehmen wie Pilze aus dem Grunewald. Den meisten von uns sind sie auch ohne Berlinbezug ein Begriff und viele spielen auch heute noch eine Marktwirtschaftliche Rolle wie Gillette oder Sarotti. Das heftartige Büchlein des L&H Verlags beschäftigt sich mit den Industriedenkmälern im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Kapitel „Verkehr und Mobilität“, „Produktion und Versorgung“ und „Medien und Kommunikation“ ordnen sie in die entsprechenden Kategorien ein. Ich wurde sehr überrascht, denn da ich den Berliner-Südwesten gut kenne, kannte ich die Gebäude, zumindest vom Sehen. Bei vielen kannte ich jedoch weder ihre Geschichte noch ihre derzeitige Nutzung. Und hier haben sich für mich ganz spannende Geschichten aufgetan. So dachte ich eigentlich die Bezeichnung „Tempelhofer Feld“ wäre nach der Schließung des Flughafens eine neumodische Benennung. Hier wurde ich jedoch durch dieses Buch eines Besseren belehrt, denn vor dem Flughafen war es bereits das Tempelhofer Feld. Hier bauten auf Äckern die Landwirte Nahrung für die Großstädter an. Viele Bilder sowohl aktuell als auch historisch, umrahmen die Texte zu dem jeweiligen Gebäude. Besonders finde ich im Anhang des Buches die Radtourkarte. So kann man sich auf sein Rad schwingen und die einzelnen Stationen live erleben. Für alle Berlininteressierten einfach eine super Sache. So wird Geschichte erlebbar. Für mich hat so manches Straßenbild nun neues Leben bekommen. Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Willkommen Miniurlaub

Auf ins Wochenende
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Viel Erholung nötig aber kaum noch Urlaub übrig? Dann muss das Wochenende herhalten, um die Reiselust zu stillen. In diesem sehr schön gestalteten Buch werden dem Reisewilligen 18 Städte vorgestellt die ...

Viel Erholung nötig aber kaum noch Urlaub übrig? Dann muss das Wochenende herhalten, um die Reiselust zu stillen. In diesem sehr schön gestalteten Buch werden dem Reisewilligen 18 Städte vorgestellt die nicht weiter als 3,5 Stunden von Berlin entfernt liegen und damit ideal für einen Wochenendtrip sind. Ich war wirklich überrascht, was für interessante Destinationen dabei waren, die ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Da ich jedoch an manchen Orten wie Quedlinburg, Hamburg oder Erfurt bereits war konnte ich die Beschreibungen kritisch beäugen. Und ich muss sagen, sehr gut aufbereitet! Die Kapitel sind pro Ort aufgeteilt in Anreise und Übernachtung, wir erhalten einen kurzen Abriss der Stadtgeschichte, dann werden uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nähergebracht. In weiteren Abschnitten werden uns Tipps zum Essen gehen, Kulturelles, Shoppen und Flanieren gegeben, aber auch Vorschläge für Spaziergänge durchs Grüne. Alles nicht überfrachtet, sodass man es gut an einem Wochenende schaffen kann ohne sich gestresst zu fühlen. Umrahmt werden die kurzen Texte von wunderschönen Bildern der Orte. Da kommt einfach richtig Lust zum Reisen auf. Sehr gut finde ich auch den Jahreskalender am Ende des Buches. Hier sieht man in welcher Stadt in welchem Monat besondere Ereignisse stattfinden. Dies kann ja vielleicht auch bei der Entscheidung helfen. Ich werde unseren nächsten Wochenendtrip auf jeden Fall mit diesem Buch planen und begleiten. Das Buch macht unglaublich Lust aufs Reisen und Erleben. Also liebe Berlin, vielleicht sehen wir uns ja in Dessau, Braunschweig oder Stettin?

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