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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2025

„Nein“ sagen will gelernt sein. Schön für Kinder, informativ für Eltern.

Ups, ich darf auch Nein sagen
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"Ups, ich darf auch Nein sagen“ von Inke Hummel ist eine Kombination aus einem Elternratgeber und einer Geschichte für Kinder, die ihnen näher bringen soll, dass sie ebenfalls eine Stimme haben die sie ...

"Ups, ich darf auch Nein sagen“ von Inke Hummel ist eine Kombination aus einem Elternratgeber und einer Geschichte für Kinder, die ihnen näher bringen soll, dass sie ebenfalls eine Stimme haben die sie für sich einsetzen können. Leonora ist sechs Jahre alt und wird im Alltag mit allerlei Situationen konfrontiert. Doch was ist, wenn sie etwas nicht möchte? Wenn sie heute nicht die engen Zöpfe tragen will, wenn ihr das Kleid nicht gefällt, wenn sie ihrer Großtante keinen schlabbrigen Kuss und keine Umarmung geben möchte? Darf sie dann auch „Nein“ sagen oder könnte das einfach nur unhöflich sein?

Fazit

Die Geschichte rund um Leonora ist sehr schön und für Kinder leicht verständlich. Sie können sich gut in sie hineinversetzen und verstehen die Probleme mit welchen sie sich auseinandersetzen muss. Für die Erwachsenen gibt es nach jeder kurzen Geschichte einen Denkanstoß, wie man mit verschiedenen Situationen umgehen kann. Man kann sich dadurch gut in die Kinder hineinversetzen und ihnen anschließend in einem gemeinsamen Gespräch vieles erklären und kindgerecht näher bringen. Einige Tipps waren mir dabei schon bekannt, ein oder zwei Dinge sah ich völlig anders aber alles in einem ist es ein gutes Buch um etwas über Grenzen und Kommunikation zu lernen.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Nette Geschichte, die mich leider nicht so ganz überzeugen konnte.

Nightblood Prince
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Eine gefallene Göttin, die das Zeichen des Phönix trägt, wird über ein geeintes An’Lu herrschen. So beginnt „Nightblood Prince“ von Molly X. Chang mit einer Prophezeiung und einer Frau um derentwillen ...

Eine gefallene Göttin, die das Zeichen des Phönix trägt, wird über ein geeintes An’Lu herrschen. So beginnt „Nightblood Prince“ von Molly X. Chang mit einer Prophezeiung und einer Frau um derentwillen Männer Kriege führen würden. Da Fei mit dem Zeichen des Phönix geboren worden ist, hat der amtierende Kaiser sie an seinen Hof holen lassen, denn sie soll seinen Sohn heiraten. Allerdings wird Fei von schrecklichen Visionen geplagt und hält es für das Beste die Verlobung aufzulösen. Wird es ihr gelingen oder lässt der Kaiser eher ihren Kopf rollen, statt die von allen begehrte Göttin einfach gehen zu lassen?

Fazit

Ich habe mir mehr erhofft. So viel mehr. Leider hat sich die ganze Geschichte für mich wie Kaugummi gezogen und ich habe für keinen der Charaktere irgendeine Art von Sympathie entwickeln können. Das Love Triangle konnte mich auch nicht von sich überzeugen, ich hab es weder nachvollziehen können, noch hat es irgendwelche Gefühle in mir ausgelöst. Der Kronprinz Siwang scheint laut Fei ein absoluter Traummann zu sein. Er liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab und stellt ihr Leben über sein eigenes. Wieso also will sie unbedingt weg von ihm? Prinz Yexue hingegen ist einfach der Bad Boy, der unbesiegbare Feind und hier war es mir zu viel. Ich habe nicht verstanden warum es diesen übermächtigen Charakter gebraucht hat, den man anscheinend nicht einmal töten kann. Und nach nur einem kurzen Treffen ist er Hals über Kopf in Fei verliebt. Also quasi Liebe auf den ersten Blick? Zudem ist das Ganze ab der Hälfte des Buches auch noch in Richtung Mulan abgedriftet. Feis‘ Vater wurde einberufen, sie konnte das nicht mitansehen und ist an seiner Stelle zum Heer gegangen. Ich hätte ja noch so etwas erwartet wie – sie hat sich die Haare kurz geschnitten, aber offensichtlich hat es überhaupt keiner Verkleidung oder Veränderung gebraucht, denn niemand hat erkannt, dass sie eigentlich eine Frau ist. Kurios. Ab da hatte mich das Buch dann endgültig verloren und ich konnte nicht einmal mehr die Begegnungen zwischen Fei und Siwang beziehungsweise Yexue genießen, die durchaus romantisches Potential gehabt hätten. Ich kann mir dennoch gut vorstellen, dass der ein oder andere Leser weitaus mehr begeistert sein wird als ich.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Der Bachelor in neuem Format – die Kandidatinnen müssen sich gegenseitig umbringen.

Die Nacht der Königinnen
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In „Die Nacht der Königinnen“ von Christian Handel veranstaltet der sogenannte Schlangenkönig eine Brautschau. Die Protagonistin Alix hat das Pech eine der dreizehn Auserwählten zu sein, denn tatsächlich ...

In „Die Nacht der Königinnen“ von Christian Handel veranstaltet der sogenannte Schlangenkönig eine Brautschau. Die Protagonistin Alix hat das Pech eine der dreizehn Auserwählten zu sein, denn tatsächlich kann niemand den neuen König leiden. Als eine der Kandidatinnen plötzlich über Nacht verschwindet, beginnt die Gerüchteküche zu brodeln und einige der anderen potentiellen Bräute versuchen dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Schließlich eskaliert die ganze Situation am Tag des Kostümballs und für die Mädchen wird ein Albtraum wahr.

Fazit

Wunderschönes Cover und ein spannender Titel – da kann man doch nicht nein sagen?

Zuallererst etwas positives – der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Dieser ist sehr ausführlich, ausladend und dadurch kann man sich alles bildlich vorstellen. Und eigentlich war das auch schon alles. Ich habe mich sehr an den Namen der Charaktere gestört, die teilweise irgendwo in die Moderne passen, andererseits alte Namen mit ein paar ausgetauschten Buchstaben sind und wieder andere sind so fantasiereich, dass sie auch komplett fehl am Platz wirken. Auch mit der Protagonistin wurde ich bis zuletzt nicht warm und das Verhalten von König Gideon hat mich ebenfalls massiv genervt. Die erste Hälfte des Buches hat sich angefühlt, wie wenn ich gerade den Bachelor anschauen würde. Er entführt immer wieder eine der Kandidatinnen für ein Gespräch hier, ein Gespräch da, trifft sich mal hier und mal dort und führt belanglose Gespräche mit ihnen. Und er scheint einen Narren an Alix gefressen zu haben. Wieso eigentlich? Na vermutlich weil sie die Protagonistin ist, denn wirklich tiefergehende Gründe als ihre faszinierenden Eulenaugen gibt es nicht. Es wurden viele Sachen eingebaut, die nie eine zufriedenstellende Erklärung bekommen haben, wie die Porträts vom Schlangenkönig mit denen er die Mädchen nun beobachten oder nicht beobachten konnte? Der mysteriöse Eulenturm? Welche Art oder Arten von Magie gibt es nun in dieser Welt und wie ist diese so grundsätzlich aufgebaut? Es wirkt auf mich einfach alles zu viel. Als hätte der Autor alles mögliche mit einbauen wollen, was an sich nichts negatives ist, aber dann hätte ich mir tatsächlich mehr Informationen und Aufklärung gewünscht, denn so ist es einfach nur verschwendetes Potential. Und der schwache Versuch am Ende eine Verknüpfung zwischen Alix, den Eulenaugen und der letzten Königin zu schaffen – den konnte ich leider nur noch belächeln.
Wobei es doch noch etwas positives gab – die zweite Hälfte des Buches. Es wurde chaotisch, brutal und einigermaßen spannend bei den Spielen auf Leben und Tod. Und im Gegensatz zu Gideon hab ich einen Narren an Rebekka gefressen. Sie war eindeutig der coolste Charakter in dem gesamten Buch.

Obwohl das Buch nun für mich sehr schwach angefangen hat und mit der Zeit besser geworden ist, würde ich dennoch keine Empfehlung aussprechen. Dafür haben mich viel zu viele Sachen gestört.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Eine fantastische Idee, getrübt durch einen katastrophalen Schreibstil.

The Legend of Lady Byeoksa
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Die Autorin Esther Park entführt uns in ihrem Roman „The Legend of Lady Byeoksa“ in die Welt der koreanischen Mythologie. Bin Seomon – eine Seelenjägerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, 108 Seelenperlen ...

Die Autorin Esther Park entführt uns in ihrem Roman „The Legend of Lady Byeoksa“ in die Welt der koreanischen Mythologie. Bin Seomon – eine Seelenjägerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, 108 Seelenperlen zu finden, damit sie wieder ein normales Leben führen kann. Bei einer ihrer Austreibungen trifft sie auf einen anderen Seelenjäger – Eunho Hyeon. Von diesem Tag an kreuzen sich ihre Wege immer wieder und es stellt sich schnell heraus, dass sie sich bereits seit Kindheitstagen kennen, doch Eunhos Erinnerungen an diese Zeit sind wie ausgelöscht. Wird Eunho seine Erinnerungen wiedererlangen und Bin ihr Ziel erreichen?



Fazit

Koreanische Mythologie und eine Liebesgeschichte? Immer her damit. Allerdings wurde meine Freude bereits auf den ersten Seiten ordentlich gedämpft. Der Schreibstil ist die reinste Katastrophe und ich war mehrfach davor das Buch abzubrechen. Einzig und allein meine Sturheit und die Tatsache, dass ich Bücher eigentlich nie abbreche, haben mich davon abgehalten. Es finden sprunghafte Wechsel zwischen Charakteren und Handlungen statt, ich wusste teilweise überhaupt nicht mehr worum es geht, ob wir immer noch in der Gegenwart sind oder es sich um einen Rückblick handelt und vor allem auch nicht welchen Charakter wir gerade verfolgen. Klassische Kapitel gibt es auch nicht, nur insgesamt fünf lange Kapitel voller Wirrwarr. Der Schreibstil an sich würde von mir glatte null Punkte bekommen.
Wer jetzt allerdings immer noch drangeblieben ist, der kann sich freuen, denn irgendwann wird es minimal besser. Zumindest wusste ich irgendwann ab der Hälfte um welchen Charakter es geht, auch wenn wir immer noch wahllose Sprünge von einem zum anderen hatten.
Was die Charaktere angeht – die Protagonistin Bin Seomoon hat mir gut gefallen. Sie hatte kein leichtes Leben und war immer ein Außenseiter aufgrund der Tatsache, dass sie Geister sehen konnte. Zudem nehmen Geister liebend gern Besitz von Menschen und verleiten sie zu ungeheuerlichen Taten. Auch Bin wurde in ihrer Kindheit nicht vor solchen Gräueltaten verschont. Eunho Hyeon dagegen wollte ich mögen, aber seine ständigen Kommentare zwecks seinem ach so wunderschönen Gesicht gingen mir gehörig auf die Nerven. Im weiteren Verlauf konnte ich mich dennoch mit ihm anfreunden, auch wenn ich wegen ihm ganz schön oft die Augen verdrehen musste. Prinzipiell waren alle Charaktere interessant – die einen mehr, die anderen weniger.
Auch die Action kam nicht zu kurz, wobei ich sagen muss, dass mir das Ende nur bedingt gefallen hat. Es ist sehr viel auf einmal passiert, ein riesiger Showdown, Zerstörung pur, nur damit man anschließend mit lauter Fragezeichen auf die letzten Zeilen starrt.
Aufgrund des schrecklichen Schreibstils werde ich dieses Buch auf keinen Fall weiterempfehlen – auch wenn es Schade um die durchaus interessante Geschichte ist.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Verstrickt in die Machenschaften zweier Reiche hadert die Wortweberin Chiara mit ihrem Schicksal.

Die Wortweberin - Schall und Schein
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„Die Wortweberin - Schall und Schein“ von Elvira Zeissler handelt von zwei Reichen, die am Rande eines Krieges stehen. Doch es gibt eine ganz einfache Lösung um den Frieden zu wahren. Prinzessin Isida, ...

„Die Wortweberin - Schall und Schein“ von Elvira Zeissler handelt von zwei Reichen, die am Rande eines Krieges stehen. Doch es gibt eine ganz einfache Lösung um den Frieden zu wahren. Prinzessin Isida, Kronprinzessin von Arnawal, muss den Barbarenfürsten heiraten um ihr Volk zu beschützen. Doch der König ist nicht dazu bereit seine eigene Tochter auszuhändigen und versucht stattdessen die Barbaren zu täuschen indem er die Wortweberin Chiara als Isida ausgibt und ausliefert. Wird der Schwindel auffallen oder wird Chiara den erhofften Frieden bringen?

Fazit

Die Reise von Arnawal nach Laran zieht sich durch das gesamte Buch. Zuerst wird Chiara von königlichen Wächtern begleitet, nachher dann von Barbaren. Zum Glück wird nicht jeder Tag und jede noch so belanglose Information genauestens ausgeschrieben, denn sonst wäre es schnell langweilig geworden. Trotzdem hat mich die Protagonistin nicht gerade von sich selbst überzeugen können. Ihr strenger Glaube ist mir gehörig auf die Nerven gegangen, wobei sich dies im Verlauf der Geschichte geändert hat, doch die Sehnsucht danach ihre Jungfräulichkeit unbedingt vor der Ankunft in Laran verlieren zu wollen, ließ mich nicht nur einmal die Augen verdrehen. Diese Situationen waren nicht nur für Chiara peinlich sondern für mich als Leser ebenfalls. Einfach nur zum fremdschämen. Die männlichen Charaktere hatten immerhin genug Anstand und Respekt gegenüber ihren Frauen zu Hause um nichts mit ihr anzufangen. Die große Überraschung zum Schluss war für mich komplett vorhersehbar gewesen und ich bin mir noch nicht sicher ob ich den nächsten Band lesen werde oder nicht. Positiv hervorheben kann ich trotz allem die Magie, über die ich gern mehr erfahren würde, sowie die Frage nach den Geheimnissen des Königs und welche Ziele der Barbarenfürst denn nun genau verfolgt.

Im Großen und Ganzen ein nettes Buch für zwischendurch, wobei man jedoch keine allzu großen Ansprüche haben sollte um es genießen zu können.

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