Die Zungenbrechergeschichten von Bodo Wartke wurden mit Bildern von Alexandra Junge wunderschönen in Szene gesetzt. Neben dem bekannten Lied „Barbaras Rhabarberbar“ finden sich hier viele neue Geschichten, ...
Die Zungenbrechergeschichten von Bodo Wartke wurden mit Bildern von Alexandra Junge wunderschönen in Szene gesetzt. Neben dem bekannten Lied „Barbaras Rhabarberbar“ finden sich hier viele neue Geschichten, die in ähnlicher Form aus Zungenbrechern entstanden sind und völlig neue Kreationen.
Das Vorlesen macht wirklich Spaß, da wo man an seine Grenzen kommt, kann man sich das Ganze aber auch anhören, bevor die Zunge völlig verknotet. Über einen QR-Code kommt man zu einer Seite, auf der alle Zungenbrecher von Bodo Wartke vertont wurden. Das ist eine schöne Zugabe. Wir haben das Buch schon mehrfach angesehen und gelesen.
Die Bilder passen super zum Text, sie weisen denselben Humor auf wie die Texte. Dabei sind sie nicht zu dominant und überlagern die Texte nicht.
Unsere Kinder können die Geschichte vom Tomatenmark Mark und vom Pappelwappenklapperritter fast schon auswendig. Toll, wie Begeisterung für Sprache, Aussprache und Wortwitz geweckt werden kann.
Eine neue Folge aus der Tiffany Reihe von Marc-Uwe Kling. Wir haben das Hörbuch, das der Autor wieder selbst eingelesen hat sehr genossen und herzhaft gelacht. Kling beobachtet sehr genau und setzt alltägliche ...
Eine neue Folge aus der Tiffany Reihe von Marc-Uwe Kling. Wir haben das Hörbuch, das der Autor wieder selbst eingelesen hat sehr genossen und herzhaft gelacht. Kling beobachtet sehr genau und setzt alltägliche Situationen, wie sie jede Familie kennt, in einem besonderen Kontext.
Diesmal möchte die Familie einen Ausflug zu einer Hochzeit machen. Lust hat irgendwie keiner, jeder möchte etwas anderes und jeder ist aus anderen Ursachen heraus leicht genervt. So entstehen kleine Reibereien und blöde Missgeschicke. Kling lässt Oma ewig ihr Handy suchen, die Mutter alles alleine packen, den Vater das Auto verschrammen, Tiffany fragen Fragen, Luisa ist eben Luisa, herrlich altklug und gebildet und Max erlebt seinen ersten Kater. Warum Opa den Titel Opa Marlene bekommt und wie der Autor seine anderen Werke gekonnt mit in Szene setzt, muss jeder selbst hören oder lesen.
Die Wortspielereien über Hormone, Alkoholkonsum und Familienverhältnisse sind wieder toll gemacht. Nicht nur für Fans der Reihe ein großes Lese- bzw. Hörvergnügen.
Die Schwestern, Steffi und Nelli sind 1939 im besetzten Wien nicht mehr sicher. Für die Juden ist das Leben gefährlich geworden, daher schicken die Eltern die Mädchen nach Schweden. Dort sollen sie warten, ...
Die Schwestern, Steffi und Nelli sind 1939 im besetzten Wien nicht mehr sicher. Für die Juden ist das Leben gefährlich geworden, daher schicken die Eltern die Mädchen nach Schweden. Dort sollen sie warten, bis die Familie eine Ausreisegenehmigung nach Amerika erhält, dort wollen sie sich dann wieder treffen. Die kleinen Mädchen werden auf einer schwedischen Insel in unterschiedlichen Familien untergebracht, das ist sehr schwer für die beiden, zumal sie kein Schwedisch beherrschen.
Annika Thor erzählt, wie es den Mädchen dort ergeht und was sie erleben. Der schulische Alltag ist leider von Mobbing geprägt und auch in Schweden gibt es Nazis, besonders Stephanie macht üble Erfahrungen. Sie erleben aber auch viel Schönes, zum Glück haben Sie liebevolle Pflegefamilien und finden auch echte Freunde.
Dieses Buch ist eine Neuauflage, die liebevoll von Sabine Wilharm illustriert wurde. Es ist der Auftakt der vierbändigen Reihe über die Geschwister Steffi und Nelli. Die jungen Leser erhalten hier ein Einblick in das Leben in Schweden Ende 1939. Familien ziehen in den eigenen Keller, um das Haus an Sommergäste zu vermieten, das tägliche Leben war längst nicht so komfortabel, wie wir es heute haben. Es werden Feste vorgestellt und wie sie gefeiert werden. Die Schulzeit war viel kürzer, und ein höherer Bildungsabschluss war oft nur in weit entfernten Orten möglich, somit für viele Kinder unerschwinglich. Die Gräuel der Zeit werden über die Eindrücke und Erinnerungen der Geschwister eher vorsichtig geschildert. Die Angst der Mädchen vor einem Einmarsch der Deutschen wird gut dargestellt. Ich würde daher empfehlen, die Lektüre begleitet zu lesen, um Fragen zu beantworten und Gespräche anzubieten. Das Mitgefühl und die Nächstenliebe der aufnehmenden Familien wird oft auf besondere Weise spürbar. Das ist gut und altersgerecht gemacht.
Ein besonderes Kinderbuch, das den deutschen Jugendliteraturpreis zurecht gewonnen hat und nun neu aufgelegt wurde. Aufgrund des historischen Hintergrundes und der guten Jugendgeschichte ein Buch, das hoffentlich erneut viele Leser findet.
Parvin Razavi stellt in ihrem neuen Kochbuch vielfältige Gemüserezepte vor, die sie größtenteils gemäß ihren persischen Wurzeln zubereitet. Auf diese Ausrichtung wird auch im Untertitel "Orientalisch vegetarisch" ...
Parvin Razavi stellt in ihrem neuen Kochbuch vielfältige Gemüserezepte vor, die sie größtenteils gemäß ihren persischen Wurzeln zubereitet. Auf diese Ausrichtung wird auch im Untertitel "Orientalisch vegetarisch" ausdrücklich hingewiesen.
Die vielen unterschiedlichen Gemüsesorten werden kreativ und besonders zubereitet. (Tomaten, Auberginen, Zucchini, Kürbis, Gurken, diverse Rüben, Sellerie, Fenchel, div. Salate, Spinat, Mangold, unterschiedlichste Kohlsorten, Bohnen, Hülsenfrüchte, Okras, Paprika, Pilze, Spargel u.v.m. finden sich in den Anleitungen)
Ich habe hier viel Neues gefunden, das mich überrascht und überzeugt hat. Die Aufmachung des Buches ist sehr schön. Der Einband ist sehr hübsch und mit goldenen Elementen verziert. Zu jedem Rezepte gibt es ein Foto vom Endergebnis, diese sind auch sehr gut gemacht und regen zum Nachkochen an. Die fertigen Ergebnisse sind sehr aromatisch, duften lecker und sind farbenfroh. Tipps für Abwandlungen, zum Ersetzen von Zutaten, zur Resteverwertung u.a. ergänzen die Rezepte, die nachvollziehbar und einfach beschrieben werden. Abschließend finden sich im Buch eine Gewürzkunde, eine Übersicht über Säurespender und Öle, ergänzende Grundrezepte und Tipps zum Einlegen. Die Autorin fordert explizit auf, die Rezepte an die eigenen Vorlieben anzupassen, sich inspirieren zu lassen, um dann kulinarische Abenteuer zu erleben.
Was wir bisher nachgekocht haben, hat uns sehr gut geschmeckt, dabei kam uns zugute, das wir oft levantinisch kochen und einen Großteil der Gewürze bereits in der Schublade hatten, wobei viele Rezepte auch mit gängigen Gewürzen auskommen. Die Kürbisrezepte haben es uns besonders angetan, Kürbispüree gab es bei uns nun schön öfter, auch die gerösteten Kürbisspalten auf Labneh mit Granatapfelsalsa haben wir schon öfter nachgekocht. Blumenkohl-Tabouleh, Auberginentatar und gebackenen Wirsing haben wir ausprobiert und waren begeistert. Ich denke aus diesem Buch werde ich noch einiges nachmachen, es ist ja auch gut, die jeweilige Saison des Gemüses zu berücksichtigen.
Das empfindliche Papiercover leidet bei Gebrauch des Buches schnell, das ist schade. Bei Kochbüchern habe ich gerne ein etwas robusteres Cover. Bei den Rezepten haben wir durch Ausprobieren erfahren, dass die meisten Angaben für zwei Personen gedacht sind. Nährwertangaben, Angaben zu den Allergenen sowie Zeitangaben fehlen leider.
Ein Buch für alle die gerne "orientalisch vegetarisch" kochen, wie es im Untertitel steht und die auf die o.g. fehlenden Angaben verzichten mögen. Bei Kochbüchern ist ein Blick ins Buch ohnedies hilfreich, um abzuschätzen, ob man es viel nutzen möchte. Uns hat die Aufforderung zum kreativen Nachkochen eingefangen.
"Wir müssen uns mit der Natur arrangieren ... Denn wir haben nur diese eine Welt. Gerade weil unsere Wissenschaft so vieles zu erreichen vermag, stehen wir in der Verantwortung. Unsere Generation ist ...
"Wir müssen uns mit der Natur arrangieren ... Denn wir haben nur diese eine Welt. Gerade weil unsere Wissenschaft so vieles zu erreichen vermag, stehen wir in der Verantwortung. Unsere Generation ist herausgefordert wie keine andere zuvor: Es geht darum, Reife und Sorgfalt zu beweisen - und nicht unsere Überlegenheit!"
Die Autorin Theresia Graw schreibt in "In uns der Ozean" über die beeindruckende Rachel Carson. Diese wurde 1907 in einfachen Verhältnissen in den USA geboren und schaffte es gegen viele Widerstände über Stipendien und familiäre Unterstützung Biologie zu studieren. Zu einer Doktorarbeit kam es aufgrund finanzieller Probleme in der Familie nicht mehr und sie war gezwungen in anderen Bereichen zu arbeiten, um die Familie zu unterstützen. Ihre Liebe zur Natur und Wissenschaft, sowie ihre Gabe mitreißend zu schreiben, hat sie verbunden und darüber Großes erreicht. Mit ihr beginnt die amerikanische Umweltbewegung. Immer wieder stellte sie sich gegen angeblich überlegene Männer und die Lobby der Chemieindustrie. Ihre Bücher unterhielten und vermittelten Wissen. Nachdem sie gegen DDT vorging und dazu forschte, schrieb sie ihr bekanntes und wichtigstes Werk "Der stumme Frühling". Sie wies nach, wie gefährlich das Umweltgift ist und was es für Auswirkungen haben wird, wenn es weiterhin unbedacht in großen Mengen angewandt wird.
"Wenn der Mensch die Fähigkeit verliert, vorauszublicken und vorzusorgen, wird er am Ende die Erde zerstören."
Diese Romanbiografie hat mir ausgezeichnet gefallen. Bildgewaltig wird hier das Leben von Rachel Carson vorgestellt, ihrer Begeisterung für die Natur kann lebhaft nachgespürt werden. Ihre wichtigen Ziele hat diese Frau nie aufgegeben und dafür auf möglichen Komfort verzichtet. Sie wählte stets den Weg, den sie für richtig und wichtig hielt, in familiärer wie beruflicher Hinsicht. Eine beeindruckende Frau, mit der ich hier gerne mitgefiebert habe. Sie brachte die Welt zum Umdenken, eine beachtliche Leistung.