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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2025

Roman balanciert gekonnt zwischen feel-good- (z. B. der Liebesgeschichte) und tragischen Elementen

Zwei Herzen auf Skye
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Lieben Dank für die Leseempfehlung! Gleich am Cover erkennt man die Autorin hinter dem Pseudonym: Coco Eberhardt, auch wenn Scherenschnitte seit einiger Zeit allgemein ein beliebtes Element auf Buchcovern ...

Lieben Dank für die Leseempfehlung! Gleich am Cover erkennt man die Autorin hinter dem Pseudonym: Coco Eberhardt, auch wenn Scherenschnitte seit einiger Zeit allgemein ein beliebtes Element auf Buchcovern sind. Zudem ist der Stil, durch die Geschichte zu führen, derselbe, was ich sehr schätze. Wieder einmal hatte ich jederzeit das Gefühl, im richtigen Moment innerhalb der Handlung zu sein und nirgendwo anders hinzuwollen. Es gibt keine Längen, keine Cliffhanger. Stattdessen entwickelt sich eine interessante Geschichte, in der man Menschen und die Insel Skye kennenlernt. Zwar war mir die Hauptfigur Elli leicht unsympathisch - trotzdem ich ihr Gereiztheit oder ähnliches zugestehe in dieser stressigen Situation, war sie mir etwas zu negativ, indem sie von den Menschen eher Schlechtes erwartet. Von Anfang an gibt es jedoch Figuren, die ein Gegengewicht dazu bilden. So bleibt die Stimmung trotz der Schwere manchen Themen bei aller Besinnlichkeit im gewissen Maße locker und der Roman balanciert gekonnt zwischen feel-good- (z. B. der Liebesgeschichte) und tragischen Elementen (z. B. Trauerverarbeitung). Auch Nebensächlichkeiten wie Sehenswürdigkeiten werden geschickt in die Handlung eingeflochten. Das Element Colin McLaughlin war mir zu mysteriös - das Ende habe ich in der Form zwar nicht kommen sehen, das Thema war mir allerdings insgesamt zuviel. Es hat mich jedoch gefreut, dass es ein Happy End gibt. Übrigens ist es trotz des warmen Covers ein Weihnachtsroman und darum gut im Advent zu lesen. Ich fand den Roman unterhaltsam und gebe ihm 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

3 Personen finden ihr Glück - zügig und ohne viel Drama erzählt

Sekt & Lederhose
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Inhalt: Es geht um eine Frau um die 30 (Bettina), die nach dem Tod des Ehemannes ihr Leben in Berlin abbricht und spontan nach München umzieht. Wie sich ihr Leben, aber auch das ihres Bruders (Markus) ...

Inhalt: Es geht um eine Frau um die 30 (Bettina), die nach dem Tod des Ehemannes ihr Leben in Berlin abbricht und spontan nach München umzieht. Wie sich ihr Leben, aber auch das ihres Bruders (Markus) und das eines Bekannten (John) innerhalb der nächsten anderthalb Jahre entwickelt, ist Gegenstand dieses Romans.

Bewertung: Es fiel mir leicht, an der Geschichte dranzubleiben. Die Autorin führt den Leser sehr gut hindurch. Die Handlung schreitet zügig voran. Jede Entwicklung wirkt plausibel und realistisch. Es gibt immer wieder Überraschungen, die jedoch wenig Drama erzeugen. Markus und John vermeiden es, über Probleme zu reden, und ihr Umfeld lässt sie meist damit davonkommen. Dialoge sind eher kurz. So sieht man als Leser meistens mit angenehmer Distanz zu, was passiert; das Innenleben der Figuren, bis auf die Protagonistin Bettina, bleibt weitgehend verschlossen. So 1-2 Dinge erfährt man am Schluß leider nicht. In dem Moment erscheint das jedoch unwesentlich und mich hat das Happy End gefreut. Sprachlich fielen mir keine Eigenheiten im Sinne eines unverwechselbaren Stils auf. Es gab andererseits jedoch kaum Negatives; gelegentlich fand ich die Wortwahl nicht ideal und es gab einige kleine Fehler. Von mir bekommt der Roman 4 Sterne, auch wenn mir die Figuren Vinzent und Konstantin aus Coco Eberhardts Krimis besser gefallen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Gelungener Reihen-Auftakt. Ich kann mir vorstellen, die Reihe weiterzuverfolgen.

Hummelstich - Ein Mord kommt selten allein
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Nach meiner Meinung liest sich der Roman recht flüssig. Der Schreibstil und die Art der Darstellung hatten mich schnell eingefangen. Das wurde alles lebendig und abwechslungsreich erzählt, so dass ich ...

Nach meiner Meinung liest sich der Roman recht flüssig. Der Schreibstil und die Art der Darstellung hatten mich schnell eingefangen. Das wurde alles lebendig und abwechslungsreich erzählt, so dass ich mich rasch für die Story zu interessieren begann und auch wissen wollte, wie sie ausgeht. Die Figur der Bea von Maarstein war für mich angenehm quirlig und unkonventionell und Sven Grüneis und Borwin Wandelohe waren mir sympathisch. Die zahlreichen Figuren konnte man sich aufgrund der passenden Namen gut merken (z.B. die Bestatter Ruhe und Erdmann). Spätestens beim "persönlichkeitsgestörten Papageien" bröckelte dann die Zuneigung etwas, weil der Ausdruck mehrmals wiederholt wurde und ich die Begeisterung für den Begriff oder für die Idee dahinter nicht teilen konnte. Es fiel dann das ein oder andere Klischee auf, Bea stellte ungeschickte Fragen und, als sie zum Apotheker kam, ging mir die künstlerische Freiheit zu weit. Ich finde, dass man sich in einer realistischen Geschichte an die Regeln unserer Wirklichkeit halten muss (auch auf dem Dorf darf ein Apotheker keine Medikamente verschreiben). Die Auflösung war durchaus nett, aber auch unrealistisch und sinnlos aufgebauscht. Das sind Abstriche, mit denen ich zu einer Bewertung von 4 Sternen komme. Der Roman spielt übrigens in einem fiktiven Dorf nahe dem thüringischen Bad Frankenberg mit dem Schiefen Turm.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Stimmung entwickelt sich erst mit der Zeit ins Positive, abwechslungsreiche Story

Tanz im Staudenbeet
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Vorne weg kann ich bereits sagen, dass mir die Cosy-Krimis von Coco Eberhardt besser gefallen. Der Einstieg in die Story war nicht amüsant. Trotz der Inhaltsangabe war das überraschend. Ich hatte erwartet, ...

Vorne weg kann ich bereits sagen, dass mir die Cosy-Krimis von Coco Eberhardt besser gefallen. Der Einstieg in die Story war nicht amüsant. Trotz der Inhaltsangabe war das überraschend. Ich hatte erwartet, dass der Burnout der Hauptfigur Cornelius Schindelbeck in der Liebesgeschichte eine Kleinigkeit darstellt, die die Handlung rasch hinter sich lässt. Doch Cornelius ist ernsthaft krank, zudem uneinsichtig und es gibt deswegen viel Streit mit seiner Lebensgefährtin. Seine Reizbarkeit und schlechte Stimmung kamen bei mir als Leserin unvermutet deutlich an. Cornelius wird allerdings recht bald bei seinen Eltern abgeliefert, wo er zwar derselbe Stinkstiefel ist. Dort gibt es aber mehrere Figuren, die bunt und lebenslustig sind und als positives Gegengewicht zum negativen Cornelius die Stimmung ins Gleichgewicht bringen. Man kann jedoch gut nachvollziehen, was Cornelius bewegt. Daher wurde er mir trotzdem bald sympathisch, so wie auch die übrige Familie. Die meisten Figuren hatten einen kleineren Part und blieben daher etwas blass. Cornelius Verlobte Ines kam allerdings nach meiner Meinung etwas schlecht weg. Anfangs fand ich ihr Verhalten gegen Cornelius nachvollziehbar, obwohl man im Roman dazu eine gegenteilige Haltung hatte und auf ihr herumhackte. Ich fand es positiv, dass immer etwas geschieht in dieser abwechslungsreichen Story und dass es nicht immer nur mit Cornelius und Paula oder Ines zu tun hat. Dabei ist es der Autorin sehr gut gelungen, alle Ereignisse zu einem Gesamtbild zu verknüpfen, und ich fand die Entwicklung der Geschichte um Cornelius realistisch und glaubwürdig. Desöfteren sind ihr die Sätze allerdings zu lang geraten. An einer Stelle fand ich einen Schlangensatz mit 7 "Anhängseln". Immer wieder gibt es in der Story kleine Hinweise auf die Landschaft, in der man sich befindet. Und wer aus der Gegend von Oberhausen, Weißenhorn, Neu-Ulm kommt, findet das vielleicht gut. Ich gebe diesem Roman 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Cosy Crime mit sympathischer Hauptfigur, abwechslungsreich dicht am Geschehen erzählt

Vinzent und die Tote in der Villa
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Mir hat dieser Cosy Crime-Roman sehr gut gefallen. Mit ihrer Art zu erzählen, hat die Autorin mich sofort gefangen. Es war mein erster Roman von ihr. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive und fast immer ...

Mir hat dieser Cosy Crime-Roman sehr gut gefallen. Mit ihrer Art zu erzählen, hat die Autorin mich sofort gefangen. Es war mein erster Roman von ihr. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive und fast immer ganz dicht am Geschehen. Es gab nur drei oder vier Stellen, an denen ich dachte, dass ich gerade nicht wissen muss oder will, was eine Person anhat oder wie die Landschaft aussieht. Solche Beschreibungen fügen sich bei Coco Eberhardt sonst sehr geschmeidig ein. Mir hat gefallen, dass sie nicht unbedingt sofort, wenn eine neue Figur auftaucht, mit dem Beschreiben beginnt. Sondern sie gibt solche Info meist dann, wenn es in die Story passt. Ein oder zweimal hat das dazu geführt, dass mich ein Detail überraschte, weil ich mir die Figur bis dahin anders vorgestellt hatte. Aber die Figuren und die Handlung wirkten auf mich trotzdem sehr harmonisch. Der Roman war flüssig zu lesen und ich verfolgte mit Interesse die Handlung, die für mich keine Längen und Redundanzen aufwies. Zu "bemängeln" in diesem Zusammenhang wäre lediglich die Vorliebe der Autorin für eng anliegende Kleidung (wenn es um Kleidung geht, dann trägt man körperbetont), während die verschiedenen Handlungsstränge (der Krimi und das Private) sehr gut aufeinander abgestimmt waren. Dass die Handlung eher einfach aufgebaut ist, bemerkt man erst im Rückblick, wenn der Mord aufgeklärt wird; das Ende habe ich nicht kommen sehen. Die Figuren mochte ich auch. Besonders die Hauptfigur Vinzent war mir sympathisch. Ein Anti-Held, der gar kein Ermittler sein will. Er wird mitgezogen. Ich fand es außerdem gut, dass Vinzent ein recht normaler Kerl ist und nichts Besonderes (noch 29 Jahre, gutaussehend, Fotograf, lebt wieder bei den Eltern, etwas unorganisiert). Diese Idee, wenn auch nicht vollkommen neu, fand ich eine angenehme Abwechslung zur üblichen Rollengestaltung in Krimis. Die Atmosphäre des Romans mochte ich. Etwas Spannung, ein bißchen Drama, aber kein Splatter. Das Konzept von Cosy Crime wurde sehr gut umgesetzt. Die schwäbische Note muss man allerdings fast suchen. An drei bis vier Stellen schwäbelt mal jemand. Aber sonst weiß man nur, wenn eine Ortsbezeichnung fallengelassen wird, dass man in Schwaben ist. Nicht gefallen hat mir an dem lektorierten Roman, dass dem Lektorat viel durchgegangen ist. Das waren einerseits Fehler (Rechtschreibung, mal ein fehlendes Komma oder ein fehlendes Wort). Andererseits fand ich die Wortwahl teils etwas ältlich (z.B. "entfleucht"), etwas unangemessen (es wird so viel "gehockt" beispielsweise) und sich wiederholend; die Bildsprache fand ich etwas arg konventionell (obwohl teils auch überraschend). Mit diesen Abstrichen komme ich insgesamt zu einer Bewertung von 4 Sternen.

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