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Veröffentlicht am 15.11.2025

Urban-Hexen-Geschichte

Witch of Fate and Poison
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„Witch of Fate and Poison“ ist ein toller Urban Romantasy Roman von der Autorin Alexandra Fuchs.

Die Erdhexe Arina lebt mit ihren zwei Hexenschwestern in London. Sie haben als Hexen die Aufgabe sich ...

„Witch of Fate and Poison“ ist ein toller Urban Romantasy Roman von der Autorin Alexandra Fuchs.

Die Erdhexe Arina lebt mit ihren zwei Hexenschwestern in London. Sie haben als Hexen die Aufgabe sich um Schattenwesen zu kümmern, mit denen sie verbunden worden sind. So sollen die Schattenwesen kontrolliert werden und die Menschen beschützt werden. Doch als Arinas Schwestern in Gefahr geraten, muss Arina ihre gesamte Welt auf den Kopfstellen und den Hexenrat und ihre Regeln hinterfragen. Ausgerechnet der arrogante Vampir Henry, mit dem sie verbunden ist, wird ihr helfen, die Gefahr von ihren Schwestern abzuwenden. Doch er hat auch seine eigene Beweggründe Arina zu helfen. Zusammen müssen sie sich dem System und Arians Kräften stellen, was sie tief in die Dunkelheit führen wird.

Arina ist eine interessante Protagonistin, die vielleicht zuerst etwas naiv durch ihre Welt läuft. Durch einen Zwischenfall in ihrer Kindheit, wird sie gemieden und aufgezogen, sodass sie nie mit anderen Hexen, außer ihren Schwestern, Zeit verbracht hat. Doch als ihre Schwestern in Gefahr geraten, erkennt sie, dass der Rat der Hexen schon sehr kritisch betrachtet wurde und ihre Schwestern auch einige Geheimnisse vor ihr hatten. Zudem lernt sie durch Henry auch die andere Seite der Schattenwesen kennen, die doch ganz anders ist, als sie es sich vorgestellt hat. Ihre Welt dreht sich einmal und sie erfährt auch einiges über sich selbst und ihre Kräfte, die alles verändern können.

Mir hat die moderne Hexenwelt sehr gefallen, da sie sich nicht von unserer Welt unterscheidet. Es ist eine Parallelwelt zu den Menschen und hat dabei doch sehr viele Regeln, an die sich die Hexen halten müssen. Der Schreibstil ist modern und flüssig, sodass es einen sehr leicht fällt der Handlung zu folgen. Die Printversion hat eine Seitenzahl von 416 Seiten und das Hörbuch eine Spieldauer von 12 Stunden und 5 Minuten. Die Sprecherin Saskia Haisch hat eine sehr angenehme Stimme und auch eine gute Betonung. Mir hat der Lesefluss von ihr richtig gut gefallen und ihre Stimmfarbe hat sehr gut zu Arina gepasst.

Dieses Hörbuch hat mir wirklich gut gefallen und es gab sehr viele spannende Höhepunkte und überraschenden Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Ein tolles Buch für den Herbst mit einer spannenden Handlung und einer kleinen romantischen Liebesgeschichte, die auch überzeugen konnte. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Kein Du- nur ein Wir!

Die Spur der Vertrauten
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Von der Autorin Christelle Dabos kannte ich bereits die „der Spiegelreisenden“-Reihe und auch bei „Die Spur der Vertrauten“ konnte sie mit einer spannenden und vielschichtigen Welt überzeugen.

Wir treffen ...

Von der Autorin Christelle Dabos kannte ich bereits die „der Spiegelreisenden“-Reihe und auch bei „Die Spur der Vertrauten“ konnte sie mit einer spannenden und vielschichtigen Welt überzeugen.

Wir treffen Goliath, einen Beschützer, der in einer Welt lebt in der das Wir zählt, dabei hat jeder einen Instinkt der dem Gemeinwohl dient. Es gibt keinen Individualismus, kein Du, nur ein Wir, das von den Erhabenen kontrolliert wird. Dabei gibt es auch ein Aufsteigungsprogram mit Privilegien, welches aber nur einige wenige durch ihre bestimmten Instinkte nutzen können.

Goliath trifft auf Claire, die eine Vertraute ist, eine Person, die anderen und ihren Problemen zuzuhören muss. Aus diesem Grund trägt sie im täglichen Leben Kopfhörer und einen Walkman, um Gespräche in ihrer Umgebung auszublenden. Goliath und Claire finden zusammen, da sie zusammen bemerkten, dass es einige merkwürde Vermissten Meldungen gibt, was aber niemanden zu interessieren scheint. Goliath und Claire haben beide unterschiedliche Beweggründe herauszufinden was mit den Vermissten passiert ist, also dringen sie tief in das System hervor und wagen neue Wege zu gehen. Auf eine zärtliche und langesame Art kommen die beiden sich näher und merken, dass sie viel mehr verbindet als nur die Suche.

Die Autorin erschafft eine unfassbar bedrohliche Welt, in der jeder seinen Instinkt nicht unterdrücken kann und diesen folgen muss, was auch sehr viele Probleme und Missbrauch in dieser Welt hervorbringt. Doch das Gemeinwohl steht immer an erste Stelle, das Wir. Dies macht nachdenklich und zeigt immer wieder wie schnell auch Machtverhältnisse sich ändern können und ausgenutzt werden. Gerade die 4 Erhabenen scheinen Allwissend und in die Zukunft schauen zu können und doch bleibt ihre wahre Macht verborgen. Auch ist jeder austauschbar und selbst nichts wert.

Ich fand das Buch wirklich beeindruckend und sehr interessant. Es gibt einiges was man zwischen den Zeilen lesen kann und es kommt immer wieder eine bedrohliche Atmosphäre rüber, die auch durch lockere Sprüche und Humor entschärft werden. Gerade auch der Feind, der Böse, der hinter Claire her ist und ihr Leben bedroht, scheint seinen eigenen Instinkt erliegen. Er hat einen eigenen interessanten Charakter, der schwer zu fassen ist und zwischen ernst, brutal, naiv und scheinbar zu völliger Unterwürfigkeit trainiert worden ist.

Mir haben leider immer wieder wichtige Antworten zu dieser Welt gefehlt, die das tiefere Verständnis für den Weltenaufbau gestört hat. Man wird in diese Welt geworfen, ohne erklärt zu bekommen, wie diese Welt mit den Instinkten überhaupt entstanden ist. Hier hätte ich mir dies klarer und ausführlicher gewünscht, wobei die 640 Seiten schon recht viel Handlung beinhaltet haben.

Insgesamt ein Buch das ich aber auf jeden Fall empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

toller Einstiegsband zur Dilogie

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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„But the Gods forgot to die“ ist der erste Band der Velvet-Dilogie von der Autorin Julia Dippel.

In dieser Welt sind die Götter zurück gekehrt auf die Welt und damit auch die Magie. Velvet hatte schon ...

„But the Gods forgot to die“ ist der erste Band der Velvet-Dilogie von der Autorin Julia Dippel.

In dieser Welt sind die Götter zurück gekehrt auf die Welt und damit auch die Magie. Velvet hatte schon immer den Traum eine Hexe zu werden, doch letztendlich ist sie eine Dämonenreiterin geworden, dies hat sie nicht zu guter Letzt ihrem Ex-Freund zu verdanken. Ihre dämonischen Kräfte lassen Velvet eine Vision sehen, in der ein magisches Virus die unsterblichen Götter befallen wird und diese auszulöschen droht. Zu deren Rettung soll sie das Blut der sieben göttlichen Söhne beschaffen und einer dieser Söhne ist ihr Ex-Freund Kashmere. Mit seiner Hilfe muss sie das Blut der anderen Söhne finden, doch der Graben ist tief zwischen ihnen und die Vergangenheit holt Velvet schon bald wieder ein.

Velvet ist eine strake Protagonistin, die durch und durch weiß was sie will. Sie kennt ihre Emotionen und weiß auch damit umzugehen. Sie wirkt auf Anhieb sympathisch und ihre Stärke, aber auch Verletzlichkeit und ihre Wut machen sie sehr authentisch und lebendig. Gerade auch die alte Liebe zu Kash reist immer wieder Wunden auf, die nie richtig heilen konnten.

Die Autorin hat in diesen ersten Band sich Zeit gelassen, die Welt und die Charaktere zu beschreiben, aber auch die Spannung kam nie zu kurz. Es gibt zwar durchgehend eine düstere Atmosphäre, aber gerade auch die humorvollen Dialoge haben die Handlung sehr aufgelockert. Die Dynamik zwischen Velvet und Kash hat gestimmt und auch die romantischen Elemente in diesem Buch konnten mich überzeugen. Dennoch freue ich mich schon auf den finalen Band dieser Dilogie, um zu erfahren wie es weitergeht.

Die 512 Seiten hatten insgesamt einen guten Lesefluss, auch wenn es hier und da etwas ruhiger wurde und wir die Charaktere so näher kennenlernen durften. Gerade auch die Nebencharaktere wurden interessant und liebenswert gestaltet, sodass man auch zu ihnen schnell einen Zugang finden konnte.

Insgesamt fand ich dies eine guten Einstiegsband, mit ein wenig Luft nach oben, der mich aber neugierig auf den zweiten Band gemacht hat.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

ein neues Götter-Amulett

Der Fluch der sieben Monde 1
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„Ein Königreich in Gefahr“ ist der erste Band der „Der Fluch der sieben Monde“- Serie von der Autorin Luzia Dworschak.

Das heilige Amulett von König Kel ist verschwunden, dabei liegt der König im Sterben ...

„Ein Königreich in Gefahr“ ist der erste Band der „Der Fluch der sieben Monde“- Serie von der Autorin Luzia Dworschak.

Das heilige Amulett von König Kel ist verschwunden, dabei liegt der König im Sterben und nur dies könnte ihn heilen und das Königreich Mylor vor dem Untergang bewahren. Seine Tochter Luminda wurde durch ihre reine Seele auserkoren ein neues Amulett mithilfe der Schamanin Xanoek zu erschaffen. Doch dafür muss Luminda mit dem Krieger Dijandor einzelne magische Elemente im ganzen Reich finden, die das Amulett bilden. Während ihrer Reise entdeckt Luminda ein Leben außerhalb der Palastmauern und stellt ihr bekanntes Leben und ihren Glauben in Frage. Immer wieder muss sie sich in gefährliche und brenzliche Situationen begeben und auch ihr innerstes wird immer wieder geprüft werden.

Die Autorin hat eine sehr aufwendige Welt gestaltetet mit vielen unterschiedlichen Regionen, die individuelle Flora und Fauna haben und unterschiedliche Wesen zugesprochen werden. Dabei gibt es Fischwesen, Elfen, Schattenelfen und noch mehr magischer Wesen und interessante Stämme, die sehr interessant sind. Jeder Reisepunkt offenbart eine neue der Kultur und Luminda, als Königtochter kann ungeschönt, aber in völliger Freiheit, ihr eigenes Bild von dem Land machen. Sie ist sehr behütet aufgewachsen mit vielen Vorurteilen und Halbwahrheiten. Doch Luminda schafft es immer wieder unvoreingenommen an die Situationen zu gehen und lernt so sich selbst auch besser kennen. Man merkt ihren Wandel von einer verschüchterten und ängstlichen jungen Frau, zu einer Frau, die zu ihren Gedanken und Wort steht. Sie traut sich immer mehr zu und mithilfe von Dijandor kann sie einiges neues erleben, was ihr in hinter den Palastmauern ewig verwehrt geblieben wäre. Dijandor selbst hat auch ein Geheimnis, dass nicht bekannt werden darf und doch finden er und Luminda zusammen. Man merkt, dass es eine Anziehung gibt und Luminda auch Trost in seinen Armen findet, doch durch die Aufgabe, die Luminda zu erfüllen hat, kann und darf diese Beziehung nicht tiefer gehen.

Besonders der Wechsel zurück ins Schloss hat mich sehr überrascht und Luminda wurde anders empfangen, als man es denke könnte. Doch dies hat wunderbar zu einer Wendung geführt, die neugierig auf den zweiten Band macht. Ein toller erster Band, der mich immer wieder überraschen konnte.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Spicy Auftaktband einer neuen Romantasy-Serie

Blood and Steel
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„Blood and Steel“ ist der erste Band von der „Die Legenden von Thezmarr“-Reihe der Autorin Helen Scheuerer.

Wir lernen Althea kennen, die in einer Welt lebt, in der Frauen keine Waffen tragen dürfen. ...

„Blood and Steel“ ist der erste Band von der „Die Legenden von Thezmarr“-Reihe der Autorin Helen Scheuerer.

Wir lernen Althea kennen, die in einer Welt lebt, in der Frauen keine Waffen tragen dürfen. Durch eine Prophezeiung weiß Alteha allerdings, dass sie in drei Jahren sterben wird und so hat davor noch einiges vor. Den Regeln zum Trotz will sie sie legendäre Kriegerin werden und ihrem Todestag trotzen.

Das Privileg überhaupt ausgebildet zu werden muss sie erst erhalten und auch den Schwertmeister Wilder Hawthorne überzeugen. Auf sie wartet ein hartes Training und sie entkommt immer wieder nur knapp den Tod. Sie fragt sich dabei immer wieder auf welche Zukunft kann sie überhaupt glauben, gerade dann wenn ihre Gefühle für Wilder immer weiter steigen.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, trotz immer stärker werdenden Anziehung der beiden. Aber die Autorin hat den Lesern erst einmal Zeit gegeben, dass sich die Charaktere kennenlernen und einiges an Platz in der Handlung für das Wordbuilding aufgespart. Das mittelalterliche Setting hat mir gut gefallen und auch das sich Althea den gegebenen Regeln widersetzt.

Der Schreibstil ist flüssig und es gibt viele tolle Beschreibungen, die das Eintauchen in die Welt sehr leicht machen. Zudem gibt es einen sehr guten Lesefluss und ich habe das Buch an einem Stück lesen können. Die 561 Seiten erscheinen erst einmal lang, aber umso mehr Zeit blieb die Welt und die Charaktere besser kennenzulernen. Dabei wurde das brutale und schonungslose Training zur Kriegerin wirklich gut dargestellt und man konnte sich alles sehr gut vorstellen. Alteha hat es definitiv nicht leicht und muss sich einige Schikanen gefallen lassen.

Mir hat dieser erste Band wirklich gut gefallen, wobei es teilweile etwas längere Passagen gab, die mir zu langweilig waren.
Zum Ende hatte ich noch einige Fragen, die unbeantwortet blieben, aber zum Glück gibt es keinen direkten fiesen Cliffhanger. Die E-Book Variante des zweiten Bandes „Vows and Ruins“ erscheint bereits am 1.10.25 während die Print Ausgabe erst am 03.11.25 erscheint.

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