Dicht wie Dune, emotional wie Maas
Prinzessin der Unterwelt
Ich hab selten ein Buch gelesen, in dem Nebenfiguren so liebevoll und konsequent gezeichnet sind. Jeder Dialog sitzt. Was mich gepackt hat, ist dieser ständige Subtext, dass in jedem Moment eine Entscheidung ...
Ich hab selten ein Buch gelesen, in dem Nebenfiguren so liebevoll und konsequent gezeichnet sind. Jeder Dialog sitzt. Was mich gepackt hat, ist dieser ständige Subtext, dass in jedem Moment eine Entscheidung lauert, die alles kippen kann. Das ist genial gemacht.
Die Magie in der Welt ist die kulturelle Grundlage. Sie formt Architektur, Gesellschaft, die Machtverhältnisse, ja die ganzen Welten. Man liest nicht nur, man fühlt, riecht, sieht. Die Detailverliebtheit der Welt, von den Luftstädten bis zur Unterwelt, ist magisch. Und gleichzeitig ist da immer dieser drohende Schatten, diese Ahnung, dass alles zerbrechen könnte. Ich habe mitgefiebert, gelitten, geliebt. Chessiere ist der faszinierendste Bösewicht seit Jahrhunderten.
Ich bin fasziniert von der Tiefe. Von der Aufrichtigkeit, mit der Kittys Zerrissenheit geschrieben ist. Von der Art, wie Sprache Atmosphäre schafft. Und ja, auch von Greyson, den ich lange nicht verstanden habe, bis ich das Kapitel gelesen habe, wo sie auf Midgard sind. Aber das verrate ich nicht, das müsstet ihr schon selber herausfinden. Danach war alles anders.
Ein Buch, das zeigt, was Romantasy sein kann. Absoluter Slowburn.