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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Mord und Totschlag am idyllischen Gardasee

Salute - Das letzte Gebet
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Wie immer steht mir jetzt der Sinn nach Pizza, Pasta und den süßen Köstlichkeiten von Manuel Leone, wenn ich mit der Lektüre eines Gardasee-Krimi von Friedrich Kalpenstein fertig bin. Der Autor transportiert ...

Wie immer steht mir jetzt der Sinn nach Pizza, Pasta und den süßen Köstlichkeiten von Manuel Leone, wenn ich mit der Lektüre eines Gardasee-Krimi von Friedrich Kalpenstein fertig bin. Der Autor transportiert ganz viel Bella-Italia-Gefühl und ich fühle mich schon richtig heimisch in Bardolino. Tatsächlich habe ich erst die Osterfeiertage in Bardolino verbracht, zeitlich hat es uns allerdings nicht gereicht, das Café MONACO von Paul Zeitler zu besuchen. Dadurch haben wir auch den Commissario Lanza nicht getroffen, aber der war wahrscheinlich sowieso auf Verbrecherjagd.

In „Das letzte Gebet“ wird ein junger Mann ausgerechnet in einer Kirche ermordet. Wer hat das Haus Gottes beschmutzt mit so einer Freveltat und warum musste der Mann sterben?

Wie immer werde ich in die Irre geführt und jage falschen Spuren nach. Dazwischen betraure ich den Tod von Sofia Barone, der Vermieterin von Zeitlers Café und amüsiere mich über seinen Versuch, einen Krawattenknoten zu binden, irgendwie sind Krawatten heutzutage ziemlich out.

Die Nemesis von Commissario Lanza ist ein bayerischer Ex-Kommissar, der ein Café am Gardasee betreibt, nur mäßig italienisch spricht und sich immer wieder in seine Ermittlungen einmischt, Zeitler und Lanza sind einfach nur grandios zusammen.

Mein Ausflug nach Bardolino ist mir mal wieder 5 Sterne wert und ich freue mich jetzt schon auf weitere Morde am Gardasee, auch wenn das jetzt irgendwie seltsam klingt 😉.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Britischer Humor at it´s best

A Serial Killer’s Guide to Marriage
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Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Gewalt keine Lösung ist. Aber bei manchen Menschen würde ich mir schon wünschen, dass Hazel und Fox sich um sie kümmern würden 😉 Wohin kann ich meine Liste schicken? ...

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Gewalt keine Lösung ist. Aber bei manchen Menschen würde ich mir schon wünschen, dass Hazel und Fox sich um sie kümmern würden 😉 Wohin kann ich meine Liste schicken? 🤣

Hazel und Fox haben sich gesucht und gefunden, ein Killer-Pärchen, wie es im Buche steht. Beide sind leidenschaftlich und engagiert und sehr gut mit dem Messer. Sie töten nur Menschen, die Böses getan und ihrer Meinung nach den Tod verdient haben. Aber die Geburt ihrer Tochter verändert alles.

Ich habe mich von der ersten Seite an schlapp gelacht. Was für eine wahnwitzig komische Geschichte. Wie es Hazel immer wieder in den Fingern juckt und sie stattdessen zu einem langweiligen Leben als Vorstadt-Vorzeigeehefrau und Mutter mutiert, naja, fast. Denn so ganz klappt das dann doch nicht.

Mein spezieller Liebling ist Helga. Die gute Seele des Hauses kümmert sich um Töchterchen Bibi, unterstützt im Haushalt und ist einfach unentbehrlich. Jeder sollte eine Helga haben. Mit herrlich trockenem Humor ist sie für Hazel auch mental eine Stütze.

Und ich wage es kaum auszusprechen, dass ich einen Serienmörder für den perfekten Ehemann und Vater halte, aber das ist Fox. Auch Fox hütet seine Geheimnisse und wie Hazel und Fox umeinander herumtanzen, das ist allererste Sahne.

Wer keine Angst vor schwarzem Humor hat, dem kann ich „A Serial Killer´s Guide to Marriage“ wärmstens ans Herz legen. Lachen ist ohnehin die beste Medizin.

Und dank meiner 5-Sterne-Bewertung müssten jetzt eigentlich „Regenbogen am Himmel erstrahlen, flauschige Häschen vor Freude in die Luft hüpfen und die Autorin begeistert jubeln“, so steht es zumindest in ihrer Danksagung 🤣

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Eine romantische Weihnachtsgeschichte aus Bayern

Der Weihnachtssee
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Die Weihnachtsromane von Angelika Schwarzhuber haben etwas magisches. Wie eine warme Decke, ein leckeres Getränk oder eine selten gegönnte Süßigkeit, zaubern sie ein Lächeln auf mein Gesicht und wärmen ...

Die Weihnachtsromane von Angelika Schwarzhuber haben etwas magisches. Wie eine warme Decke, ein leckeres Getränk oder eine selten gegönnte Süßigkeit, zaubern sie ein Lächeln auf mein Gesicht und wärmen mich von innen. Dabei ist es kurz vor Weihnachten im Bayerischen Wald überhaupt nicht warm. Jana bleibt bei einem Schneesturm sogar mit ihrem Auto stecken und kann sich nur in ein abgelegenes Haus im Wald retten. Bewohner des Hauses ist ein alter Schulfreund und sein Neffe, aber diese Drei bleiben nicht lange allein, denn weitere Personen stranden bei ihnen, darunter auch der Ex-Verlobte von Jana.

Am Weihnachtssee werden Wünsche wahr und es stellt sich heraus, dass diese Gruppe viele Wünsche hat. So jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber zum Glück hat die Autorin für Jeden etwas Gutes geplant.

Der Weihnachtssee ist ein so positives Buch, dass man sich damit einfach wohlfühlen muss und für ein paar Stunden die negativen Schlagzeilen der internationalen Presse vergisst. Was wäre unsere Welt für ein zauberhafter Ort, wenn die Autorin ihn gestalten könnte.

Ich habe mit den armen Eingeschneiten mitgelitten und gelacht, mein besonderer Liebling ist Georgios, jeder sollte einen Koch in seinem Freundeskreis haben.

Eine romantische Weihnachtsgeschichte mit ganz viel Liebe und Harmonie, die ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Endlich eine neue Reihe von Erfolgsautorin Lia Scott

Der Wind von Yorkshire
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Ungewohnt schmal lacht mich „Der Wind von Yorkshire“ an, bin ich von der Autorin doch meistens 500 Seiten starke Schmöker gewohnt. Warum das so ist, erfahre ich spätestens am Schluss, der endet nämlich ...

Ungewohnt schmal lacht mich „Der Wind von Yorkshire“ an, bin ich von der Autorin doch meistens 500 Seiten starke Schmöker gewohnt. Warum das so ist, erfahre ich spätestens am Schluss, der endet nämlich mit einem fiesen Cliffhanger, weshalb ich auch schon sehnsüchtig auf den zweiten Teil warte, der bereits im Dezember erscheinen soll. Dieses Mal also ein Fortsetzungsroman, der sich um Wolle und Spinnereien dreht.

Während die ländlichen Craven Dales heute aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Schönheit ein beliebtes Ziel für Touristen sind, war es für die Landbevölkerung 1868 eine karge Landschaft mit wenig Arbeitsmöglichkeiten, weshalb viele nach Bradford gingen, um in einer der vielen Spinnereien zu arbeiten. Erschreckend ist, wie wenig damals für den Schutz der Arbeiter getan wurde. Zum Wohle der Unternehmer wurde an allem gespart, Heizung, Licht, Pausen, Gesundheitsschutz und selbstverständlich wurden auch Überstunden nicht bezahlt. Wie gut geht es doch uns dagegen heutzutage.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie Barlow. Der verwitwete Vater von drei Töchtern eckt in der Gemeinde an. Er lässt seinen Kindern eine gute Ausbildung zukommen, in einer Region, in der die meisten Bewohner weder lesen noch schreiben können. Die drei Mädels sind sehr unterschiedlich und ich bin schon gespannt darauf, sie bei ihren weiteren Lebenswegen zu begleiten.

Ich liebe es, in die Vergangenheit einzutauchen und bin schockiert über die damaligen Ungerechtigkeiten. Schon der Diebstahl eines Brotleibs konnte mit 7 Jahren Gefängnis und damit die Verschickung in eine englische Kolonie bestraft werden. Es sind die Details, die mich immer wieder begeistern und die Geschichte so lebendig machen. Die wunderschöne Dahlia, die so leben möchte, wie man es von ihr erwartet, die pragmatische June, die anpackt und die Familie zusammenhält und die abenteuerlustige Fern, die bereits in frühen Jahren Geschäftssinn beweist, die Schicksale der drei jungen Frauen und ihrer Wegbegleiter berühren und machen mich nachdenklich.

Mir gefällt, wie die Autorin es immer wieder schafft, Stimmungen einzufangen, die Vergangenheit lebendig zu machen und mich in ihre Geschichten einzusaugen. Wer hätte gedacht, dass ich mich mal für die Geschichte von Wolle und Kammgarn begeistern kann?

Daumen hoch und Vorfreude auf die kommenden Bände dieser neuen Reihe, die ich sehr empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Wie ein Griechenlandurlaub

DER SCHWARZE OKTOPUS
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Die Autorin nimmt mich mit auf Paros, ihre Lieblingsinsel und auch die ihrer Protagonistin Christina. Die Polizistin musste in Band 1, „Der letzte Ouzo“ weg aus Athen und hat Paros zunächst nur als Übergangsstation ...

Die Autorin nimmt mich mit auf Paros, ihre Lieblingsinsel und auch die ihrer Protagonistin Christina. Die Polizistin musste in Band 1, „Der letzte Ouzo“ weg aus Athen und hat Paros zunächst nur als Übergangsstation empfunden, inzwischen aber Freunde gefunden und möchte nicht mehr weg von der Insel. Das verstehe ich sehr gut, denn inzwischen habe ich ebenfalls Paros lieben gelernt, wenn bisher auch nur aus den Büchern von Hannah von Feilitzsch.

Fast meine ich das Iah der Esel zu hören, schmecke die Köstlichkeiten der griechischen Küche und genieße die landschaftliche Schönheit, so detailliert sind die Schilderungen von Christinas Leben. Aber auch auf Paros hat das Verbrechen Einzug gehalten. Sehr spannend fand ich, dass der Mord zu Beginn aus Sicht des Mörders geschrieben wurde, auch wenn ich seinen Namen zu dem Zeitpunkt noch nicht kenne, weiß ich doch mehr als die Polizei.

War es ein Mord aus Eifersucht? Oder was hat der schwarze Oktopus mit dem Allem zu tun?

Viele Verdächtige tauchen auf und Christina hat mal wieder alle Hände voll zu tun, das Leben einer Polizistin ist für die Angehörigen nur schwer zu ertragen. Gegen Ende nimmt die Spannung immer mehr zu und ich musste unbedingt noch das Ende lesen, bevor ich endlich einschlafen konnte.

Mir hat es wieder viel Spaß gemacht in Griechenland zu ermitteln. Ich freue mich schon darauf, wenn es weitergeht in dieser Reihe und auf ein Wiedersehen mit den Eseln und der ganzen Truppe vom Polizeirevier auf Paros.

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