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Veröffentlicht am 14.11.2025

Tiefgründigkeit versteckt hinter Langatmigkeit

Was wir wissen können
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Die Bewertung dieses Buches fällt mir sehr schwer und ich denke seit Wochen darüber nach. Insgesamt habe ich mich dazu entschieden, dem Buch 3 Sterne zu geben, doch das ist eine Durchschnittswertung, die ...

Die Bewertung dieses Buches fällt mir sehr schwer und ich denke seit Wochen darüber nach. Insgesamt habe ich mich dazu entschieden, dem Buch 3 Sterne zu geben, doch das ist eine Durchschnittswertung, die diesem Buch insgesamt auch kaum gerecht wird.

Bevor ich näher auf den Inhalt eingehe, erkläre ich deshalb, wie ich diese 3 Sterne ergeben. Es sind der Durchschnitt aus:

1 Stern für das unglaublich langweilige Leseerlebnis, das ich bei diesem Buch über weite Strecken hatte. Da werden ewig lang im ersten Teil ein viktorianisch anmutendes Abendessen mit unzähligen Charakteren und über das ganze Buch verteilt diverse Sexeskapaden einer Protagonistin, die zur weiteren Handlung nach meiner Ansicht nur wenig beitragen, geschildert. Ich lese viel und habe mich schon lange nicht mehr dermaßen durch ein Buch gequält und gelangweilt. Ohne begleitende Leserunde hätte ich die Lektüre sicherlich abgebrochen.

Allerdings bin ich schon auch froh, sie nicht abgebrochen zu haben, denn ich vergebe außerdem:

5 Sterne für die Tiefgründigkeit, die in diesem Buch versteckt ist. An der Oberfläche ist oben beschriebene Langatmigkeit, die zu diesem in weiten Teilen mühsamen Leseerlebnis führen kann, das ich beschrieben habe. Doch dahinter gibt es so viel mehr an versteckten Ebenen und Botschaften, die clever konstruiert sind, auch nach Wochen noch zum tiefgehenderen Nachdenken anregen und wegen denen man das Buch durchaus noch öfter lesen könnte, um noch mehr davon zu entdecken (wenn es denn nicht an der Oberfläche so langweilig wäre - ihr merkt meine Ambivalenz):

Da ist zum einen das Titelthema "Was wir wissen können". Wir befinden uns in der ersten Erzählebene des Buches im Jahr 2119 in einer dystopischen Zukunft, die durch viele kleine Details liebevoll beschrieben wird: der Klimawandel ist weit fortgeschritten, zusätzlich gab es im 21. Jahrhundert noch einige schreckliche Kriege, sodass es nur mehr etwa halb so viele Menschen gibt wie jetzt. Kontinentaleuropa ist von Russland besetzt, die USA sind keine Demokratie mehr, Großbritannien ist noch einigermaßen frei, aber überflutet. Die gute Botschaft: Universitäten und Wissenschaftler gibt es nach wie vor, auch in den Geisteswissenschaften, auch wenn diese weniger Ansehen genießen als die Naturwissenschaften und deren Wissenschaftler etwa nur jeden zweiten Tag die KI nützen dürfen, und sich auch mit eher untalentierten und unambitionierten Studierenden rumplagen müssen.

Vor diesem Hintergrund sucht der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe gemeinsam mit seiner Frau Rose nach einem verschollenen Gedicht, dem "Sonettenkranz für Vivien", das der berühmte Dichter Francis Blundy, der zu unserer jetzigen Zeit lebte und wirkte, für seine geliebte Frau Vivien verfasst und bei einem legendären Abendessen vorgetragen haben soll. Leider ist dieses Gedicht verschollen, es finden sich nur Referenzen darauf. Dabei könnte es uns vielleicht beim Verständnis der damaligen Zeit und bei dem, was man vielleicht damals schon hätte ahnen oder wissen können (über den Klimawandel? Über die Zukunft?) helfen? Und was können wir überhaupt über die Vergangenheit wissen, anhand der bruchstückhaften Quellen, die wir finden und interpretieren können? Was war wirklich und was scheint nur so und war möglicherweise ganz anders? Und welchen Quellen und Erzählerinnen und Erzählern können wir überhaupt wie sehr vertrauen?

Das ist, neben der interessanten dystopischen Zukunft, ein wiederum sehr spannendes Hintergrundthema, das sich nach und nach immer stärker zeigt, je weiter man mit der Lektüre dieses Buches kommt, die langatmigen Schilderungen des Abendessens durchsteht, und sich auf das Buch einlässt. Das letzte Drittel des Buches ist dann auch noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive geschildert, die noch einmal ein neues Licht auf die Vergangenheit wirft und damit sehr zum Nachdenken anregt.

Insgesamt ist es ein tiefgründiges und interessantes Buch, das aber den Leserinnen und Lesern aufgrund der Langatmigkeit einiges abverlangt. Dennoch kann ich genau diese dem Autor nicht zum Vorwurf machen, denn vielleicht wollte er uns dabei spiegeln, wie es Geisteswissenschaftlern und Geisteswissenschaftlerinnen gehen kann, die sich durch einen Haufen scheinbar banales und uninteressant wirkendes Quellenmaterial wühlen müssen, um dann hoffentlich ein paar Erkenntnisperlen zu finden.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Solide Unterhaltung mit Fantasy-Elementen

Unbeugsam wie die See
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Besonders angesprochen hat mich bei diesem Buch das schöne Cover und dass ich insbesondere über den Vorgängerband der Autorin, "Die Unbändigen" schon viel Gutes gehört hatte.

Dieses Buch erzählt in wechselnden ...

Besonders angesprochen hat mich bei diesem Buch das schöne Cover und dass ich insbesondere über den Vorgängerband der Autorin, "Die Unbändigen" schon viel Gutes gehört hatte.

Dieses Buch erzählt in wechselnden Erzählsträngen Ausschnitte aus dem Leben von zwei Schwesterpaaren zu verschiedenen Zeiten. Da gibt es die Zwillinge Mary und Eliza, die um 1800 aus Großbritannien nach Australien verschifft und dabei getrennt werden. Dann Lucy im Jahr 2019, deren Schwester Jess verschwunden ist. Jess wiederum lernen wir in der Vergangenheit kennen und erfahren mehr über ihre Geschichte.

Das Buch hat märchenhafte, mystische bis fantastische Elemente, da werden etwa Frauen plötzlich zu Meerjungfrauen. Das muss man mögen in so einem Buch. Ansonsten ist es solide Unterhaltung. Ich wurde mit den Figuren nicht sonderlich warm und habe auch die Sprache nicht sehr besonders gefunden, vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich sonst viele Bücher lese, die eher zur höherwertigen Literatur zählen, was dieses Buch nicht leisten können muss.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Viele Themen kurz persönlich angeschnitten

30 Erkenntnisse, die dein Leben besser machen
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In unterhaltsamem, nahbarem Stil erzählt der Business-Philosoph und Speaker Jörg Hawlitzeck in diesem Buch von seinen Erkenntnissen. Insgesamt findet sich eine bunte Mischung aus Themen aus Psychologie, ...

In unterhaltsamem, nahbarem Stil erzählt der Business-Philosoph und Speaker Jörg Hawlitzeck in diesem Buch von seinen Erkenntnissen. Insgesamt findet sich eine bunte Mischung aus Themen aus Psychologie, Philosophie und Spiritualität: es geht etwa um die Illusion der Wirklichkeit, um realistischen Optimismus, um die Macht der Einstellung, den Wert der Bildung, spirituelle Heimatlosigkeit, Solidarität, Ethik, moralisches Handeln und Willensfreiheit.

Die Kapitel sind kurz gehalten, erzählt wird in anekdotischem Stil unter Bezugnahme auf persönliche Erfahrungen, Bekannte aus dem eigenen Leben des Autors und philosophische Weisheiten. Mir persönlich, die ich schon viele anspruchsvollere Bücher zu all diesen Themen gelesen habe, war einiges in diesem Buch zu oberflächlich. Auch hatte ich den Eindruck, der Autor würde seine persönliche Haltung und Einstellung als universell ansehen und als solche vermitteln wollen. An manchen Stellen habe ich mich mehr belehrt als inspiriert gefühlt. Das ist aber wohl alles eine Frage der persönlichen Einstellung und Vorerfahrung. Insbesondere für Menschen, die sich mit den behandelten Themen noch nicht viel beschäftigt haben, bietet das Buch sicher einiges an interessanter Inspiration.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Bitterböse und inhaltlich hart an der Grenze des guten Geschmacks

Das Pen!smuseum - Mit Texten von Jovana Reisinger, Sophia Süßmilch und Illustrationen von Andrea Z. Scharf
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Eine Rezension für dieses Buch zu verfassen fällt mir schwer. Wie habe ich die frühen Werke von Mareike Fallwickl, einer der Herausgeberinnen dieses Buches, doch geliebt! Was für ein seltenes Sprachtalent, ...

Eine Rezension für dieses Buch zu verfassen fällt mir schwer. Wie habe ich die frühen Werke von Mareike Fallwickl, einer der Herausgeberinnen dieses Buches, doch geliebt! Was für ein seltenes Sprachtalent, was für eine Erzählkunst! Das schimmert auch in diesem Werk speziell in ihren Kapiteln durch, doch auch die Kapitel der anderen Autorinnen sind überwiegend sprachlich und handwerklich solide bis herausragend geschrieben und geschickt konstruiert. Allein, was das Sprachliche und Handwerkliche angeht, ist es auf jeden Fall ein gutes Buch. Und es ist originell mit seinem Ansatz, viele der Themen, denen Frauen - oft für viele Männer als Thema unsichtbar - tagtäglich ausgesetzt sind, zu beschreiben, neu zu interpretieren, zu spiegeln. Erzählt werden viele kleine Geschichten, geschrieben von den beiden Herausgeberinnen und einigen weiteren Gastautorinnen, die nach und nach ein großes Ganzes ergeben.

Es geht um Themen wie Mental Load, Femizide und überhaupt Gewalt gegen Frauen, sexuelle Belästigung bis zu Vergewaltigung, Unsichtbarkeit und ungerechte Verteilung von Care-Arbeit, den schwierigen Zugang zu Abtreibungen und vieles mehr. All diese Themen werden von selbstermächtigten, "starken" bis oft knallharten Frauen neu interpretiert: da leiht eine Frau polnischen ungewollt Schwangeren ihre Identität und Krankenversicherungskarte, um ihnen in Kooperation mit einer befreundeten Gynäkologin, die medizinische Gründe dafür erfindet, Schwangerschaftsabbrüche auf Kosten der österreichischen Sozialversicherung zu ermöglichen. Die Gynäkologin wiederum, selbst hochschwanger und von ihrem Mann enttäuscht und betrogen, sucht sich auf Dating-Apps einen heißen, deutlich jüngeren Lover, der auf schwangere Frauen steht, und sieht das als selbstermächtigte Sexualität an. Eine der anderen Frauen aus der Runde fotografiert das Geschlechtsteil ihres schlafenden Mannes ohne dessen Wissen viele Male und stellt die Bilder in einem Pen!smuseum aus, zu dem Männer keinen Zutritt haben (hier und in anderen Referenzen geht es auch um eine Umdrehung des Missbrauchs Gisèle Pelicots). Eine Animationstänzerin verletzt einen Mann, der sie aus dieser Lage retten will, obwohl sie nicht gerettet werden will und sich als selbstbestimmte Sexarbeiterin sieht, am Auge, und betont höhnisch, dass er das wohl nicht anzeigen und ihm eh keiner glauben würde. In einem Altenheim wird ein alter Mann, der Krankenpflegerinnen sexuell belästigt hat, von einer Gruppe älterer Frauen dafür ermordet. Eine junge Frau verachtet innerlich Männer, benützt sie für One-Night-Stands und versalzt ihnen heimlich den Kaffee, die Genugtuung genießend, dass sie das meist gar nicht bewusst merken. Und vieles mehr.

Ich verstehe die Idee hinter diesem Buch und dass es aufrütteln soll, indem es die Perspektive einmal umkehrt. Es liest sich auch durchaus leicht und auf eine gewisse Weise humorvoll - wenn man mit dieser Art von sehr schwarzem Humor etwas anfangen kann.

Doch bin ich mir nicht sicher, ob Bücher wie diese wirklich in der Gesellschaft irgendetwas Gutes bewirken oder nur weiter aufhetzen und polarisieren. Ganz ehrlich wünsche ich mir, dass dieses Buch - wie es auch wahrscheinlich sein wird - nicht von vielen Männern gelesen werden wird. Denn ich fürchte, es würde weniger zu Verständnis als zu noch mehr Ablehnung legitimer feministischer Anliegen führen, denn es trieft schon an so einigen Stellen dermaßen unverblümt von Männerhass. Dass man damit Männer wirklich erreicht und zum Nachdenken bringt, bezweifle ich, stattdessen wird es wohl eher ihre Ängste vor der dunklen Seite des Feminismus nähren.

Das Buch wirkt auf mich so, als hätte man die allerdunkelsten Seiten der, durchaus in der Gesellschaft vorhandenen und verbreiteten Misogynie, genommen und umgedreht. Doch bringt uns das als Gesellschaft wirklich weiter? Öffnet es wirklich den Blick für die Themen der Frauen oder führt es, dermaßen auf die Spitze getrieben, nicht eher zu noch mehr Ablehnung? Selbst ich als Frau sehe dieses Buch sehr bedenklich, wie muss es erst Männern damit gehen?

Leseempfehlung nur unter Vorbehalt. Es ist jedenfalls eine anregende und diskussionswürdige Lektüre, aber sehr dunkel und hart an der Grenze des guten Geschmacks.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Hier geht es NICHT um die Arbeiterklasse

Working Class Girl
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Von diesem Buch habe ich mir anhand des Titels, der Beschreibung und der bisherigen begeisterten Rezensionen so einiges erwartet. An dieser Stelle gleich vorweg: ich kann das Buch nur mit großem Vorbehalt ...

Von diesem Buch habe ich mir anhand des Titels, der Beschreibung und der bisherigen begeisterten Rezensionen so einiges erwartet. An dieser Stelle gleich vorweg: ich kann das Buch nur mit großem Vorbehalt empfehlen und ich rate, sich vorher genau damit zu beschäftigen, worum es sich hier handelt. Es geht um die wahre Geschichte von Katriona O'Sullivan, einer Frau, die sich aus dem tiefsten Elend herausgekämpft hat, studiert hat und Psychologin geworden ist. Dafür hat sie meinen tiefsten Respekt und dafür gebe ich dem Buch auch drei Sterne.

Das Milieu, aus dem die Autorin kommt, ist NICHT ein typisches Arbeiterklassemilieu, sondern eines des tiefsten Elends. Hier ist der deutschsprachige Titel "Working class girl" - auf Englisch heißt das Buch einfach "poor" - ziemlich irreführend. Ihre Eltern sind beide schwer heroinabhängig, dealen mit Drogen, die Mutter prostituiert sich und die mindestens fünf Kinder, zum Teil im Abstand von weniger als einem Jahr geboren, werden völlig verwahrlost und allein gelassen. Die Autorin und Ich-Erzählerin erlebt die Hausgeburt ihrer jüngsten Schwester als Kind mit, davon wird noch jahrelang ein Blutfleck am Boden zeugen. Die Mutter ist auch bei der Geburt völlig auf Drogen und bekommt nichts mit, auch der Vater und weitere anwesende Erwachsene sind komplett zugedröhnt, es ist ein Wunder, dass das Baby die Geburt überhaupt überlebt. Der Blick der Autorin geht aber hauptsächlich auf die Verachtung der Sanitäter gegenüber diesen Menschen und den Zuständen, in denen sie leben. Das zieht sich überhaupt durch das Buch: sehr viel Kritik gegenüber herabwürdigenden Blicken und vermeintlich unzureichenden Hilfsangeboten von Seiten aller, die nicht in diesem völligen Elend leben und immer wieder in-Schutz-nehmen der verantwortungslosen Eltern und ihres Milieus. Die Autorin wird selbst als 7-jähriges Kind von einem Freund der Eltern in der eigenen Wohnung brutal vergewaltigt und für immer traumatisiert. Als sie das ihrer Mutter erzählt, meint die nur lapidar, auch sie sei von diesem Mann vergewaltigt worden.

Diese Beispiele zeigen hoffentlich: nein, in diesem Buch kann man nichts über die Arbeiterklasse und ihre Themen lernen, hier geht es nicht um die Arbeiterklasse (und ehrlich gesagt finde ich, diese, die aus vielen ehrlich hart arbeitenden Menschen besteht, wird durch so einen Titel eines Buches einer Drogenfamilie eher in den Dreck gezogen), sondern um eine Familie in den tiefsten Abgründen, in einem Sumpf aus Drogen, Gewalt und Vernachlässigung, der ausgiebig beschrieben wird. Zugleich sind für mich aber die beschriebenen Personen charakterlich sehr blass geblieben: sowohl die Ich-Erzählerin selbst als auch ihre Familie und weitere Figuren. Gelegentliche Lichtblicke gibt es zwischendurch, zum Beispiel, als der Ich-Erzählerin klar wird, dass auch ihr Englischlehrer aus ganz schwierigen Verhältnissen kommt und es offensichtlich möglich ist, sich aus diesen herauszuentwickeln. An diesen Stellen wird das Buch auch deutlich interessanter, wenn auch immer noch in Bezug auf die Reflexionstiefe weit unter dem Niveau, das es haben hätte können. Literarisch und sprachlich ist es insgesamt kein besonderes Werk und auch inhaltlich konnte ich nicht viel daraus lernen, dafür empfinde ich selbst die Ich-Erzählerin als nicht reflektiert genug.

Empfehlen kann ich es somit nur jenen, die gerne ausführlich über das Elend einer Familie mit zwei drogenabhängigen Eltern lernen möchten, vieles an dem Buch grenzt für mich schon an Elendsvoyeurismus und der Lerneffekt kann für Menschen, die sich grundsätzlich schon viel mit den Themen Sucht, Armut und Verwahrlosung beschäftigt haben, eher gering sein.

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