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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Leider nichts für mich

Der Junge, der das Universum verschlang
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Zum Inhalt wurde an dieser Stelle schon genug gesagt, deshalb möchte ich hier nur meine Eindrücke schildern. Ich muss zugeben, dass ich zunächst mit einer Geschichte ähnlich wie „Oma lässt grüßen und sagt ...

Zum Inhalt wurde an dieser Stelle schon genug gesagt, deshalb möchte ich hier nur meine Eindrücke schildern. Ich muss zugeben, dass ich zunächst mit einer Geschichte ähnlich wie „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid“ von Fredrik Bachmann gerechnet habe – die grausame Realität, betrachtet durch die Augen eines Kindes, geschickt kombiniert mit einem Hauch von Magie … Diese Erwartung konnte Trent Dalton aber leider nicht erfüllen, der ganzen Geschichte fehlt es irgendwie am Zauber, stattdessen wird versucht, diesen auf den autistischen Bruder des Hauptprotangonisten zu laden, was aber nur mäßig gelingt. Auch bin ich mir nicht sicher, ob es sich hier um einen Roman für Jugendliche oder für Erwachsene handelt. Irgendwie lässt er sich keiner dieser Rubriken zuordnen und schaffte es auch nicht, mich in seinen Bann zu ziehen, sodass es mir im Laufe der ersten zwei Drittel sehr schwerfiel, mich auf die Geschichte einzulassen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Lässt zu wünschen übrig

Top Floor
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Die Autorin hat mit ihrem Roman ein eher ungewöhnliches Format gewählt, denn anstatt eine in sich abgeschlossene Handlung zu präsentieren, öffnet sie vielmehr – ähnlich wie in einer Fernsehserie – ein ...

Die Autorin hat mit ihrem Roman ein eher ungewöhnliches Format gewählt, denn anstatt eine in sich abgeschlossene Handlung zu präsentieren, öffnet sie vielmehr – ähnlich wie in einer Fernsehserie – ein Fenster ins Leben von fünf Frauen und ihr Streben nach dem sogenannten „Top Floor“, das heißt die Suche nach dem Sinn in ihrem Leben. Was für die eine Liebe, Ehe, Kinder und Familie, ist für die andere beruflicher Erfolg und Perfektion. Ich bin sicher, jede Leserin findet sich in der ein oder anderen Protagonistin wieder. Im Hintergrund sind sie alle, so unterschiedlich sie auch sein mögen, auf die ein oder andere Art miteinander verbunden.

Was mich gestört hat, waren die englischen Phrasen mitten im Text und vor allem das schlechte Lektorat, denn das Buch strotzt geradezu vor Rechtschreib-, Grammatik-, Zeichensetzungs- und inhaltlichen Fehlern und enthält nicht nur dieses eine winzige Faselfehlerchen, ohne das kaum ein Buch auskommt. Vor allem die Preisklasse des Buchs finde ich angesichts dieser Qualität recht überzogen.

Was die Altersgruppe der Zielleser betrifft, so täuscht die Covergestaltung, die eher auf Jugendliche schließen lässt. In meinen Augen spricht der Roman aber wohl doch eher Leserinnen um die 30 an.

Ich gebe dem Roman 3 von 5 Sternen, denn nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, v. a. was Namen und Personen betrifft, liest es sich doch ganz locker, nur wird der Leser durch die nicht abgeschlossenen Handlungsstränge irgendwie im Regen stehen gelassen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Schonungslos und berührend

Atlas unserer spektakulären Körper
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Maddie Mortimer, deren Mama selbst an Krebs erkrankt und verstorben ist, nimmt den Leser auf schonungslose Weise mit in das Leben von Lia – Lia als junges Mädchen, Lia als Ehefrau und Mutter und Lias Körper, ...

Maddie Mortimer, deren Mama selbst an Krebs erkrankt und verstorben ist, nimmt den Leser auf schonungslose Weise mit in das Leben von Lia – Lia als junges Mädchen, Lia als Ehefrau und Mutter und Lias Körper, in dem eine bedrohliche und tückische Krankheit lauert. Der Roman erzählt, genauso verwirrend, wie eine solche Diagnose und das Leben mit einer derart heimtückischen Krankheit sind, in verschiedenen Erzählsträngen von Vergangenheit und Gegenwart, Innen und Außen einer Frau, die einst hoffte, den Krebs besiegt zu haben, nun aber alles hinter sich lassen muss, was sie und ihr Leben ausmacht.

Durchaus keine leichte Kost, und wer hier einen seichten Schmöker erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich aber auf diesen Roman einlässt und auf all die Wirrungen, die sich in der Protagonistin abspielen, der erlebt ein poetisches Werk fernab des Mainstreams.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Leider nicht ganz mein Fall

Labyrinth der Lust - Das Geheimnis einer zügellosen Liebe | Erotischer Roman
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Wer auf derbere Spielarten und vor allem einen direkten, ordinären Ausdruckston steht, für den ist dieser Roman genau das Richtige ...

Anwaltsgehilfin Elvira zieht es nach der Trennung von ihrem Freund ...

Wer auf derbere Spielarten und vor allem einen direkten, ordinären Ausdruckston steht, für den ist dieser Roman genau das Richtige ...

Anwaltsgehilfin Elvira zieht es nach der Trennung von ihrem Freund raus aus Chicago und hinein in die Provinz – nach Washbone Cross. Da es dort natürlich kein sonderlich großes Angebot an abendlicher Unterhaltung gibt, will sie über ein Freundschafts-Portal neue Freunde finden. Prompt lernt sie die hübsche Danielle kennen und fühlt sich seltsam zu der jungen Frau hingezogen. Elvira hadert mit sich ... sie ist doch nicht lesbisch, oder etwa doch? Bei ihren späteren Chats geht es zunehmend heiß her und alle Hemmungen sind vergessen ... Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und den/die Leser(in) im weiteren Verlauf unter anderem mit auf eine Luxusyacht in Florida, wo Elvira mit dem Thema Unterwürfigkeit und zum ersten Mal schließlich auch mit einer Frau in Berührung kommt.

Die rohe Sprache und vor allem das Ende der Geschichte sind wohl eher nichts für Freunde romantischer Liebesgeschichten, wer es aber gerne etwas gröber mag, der kommt hier ganz bestimmt auf seine Kosten. Für meinen Geschmack war die übertrieben bildhafte Sprache schon bald zu viel des Guten und, wie bereits gesagt, das Ende nicht ganz mein Fall ...

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Roman mit kleinen Schwachstellen

Twelve Secrets -
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An sich eine spannende Geschichte, allerdings sorgen die zahlreichen Personen, ihre „Geheimnisse“, die Zeitsprünge und die am Ende jedes Kapitels fast schon zwanghaften Cliffhanger mit der Zeit für Frust ...

An sich eine spannende Geschichte, allerdings sorgen die zahlreichen Personen, ihre „Geheimnisse“, die Zeitsprünge und die am Ende jedes Kapitels fast schon zwanghaften Cliffhanger mit der Zeit für Frust und Verwirrung und haben mir zumindest sogar die Enthüllung des Täters verdorben.

Und noch etwas anderes hat mich gestört: Es gibt wohl kaum ein Buch, in dem nicht der ein oder andere kleiner Faselfehler zu finden ist. Hier aber scheint das Lektorat versagt zu haben, denn neben verschiedenen Grammatikfehlern wechselt sich z. B. auch durchweg selbst die Schreibweise von Corrine/Corinne teils im Abstand weniger Sätze beliebig ab.

Im Nachwort allerdings zeigt sich der Autor so sympathisch, dass man alle Schwachstellen in Roman und Lektorat verzeiht.

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