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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2025

Jeder ist gut so, wie er ist.

Ted, der bärenstarke Drache
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Der kreative und freundliche Drache Ted liebt es zu Zeichnen, leckere Kuchen zu backen und bunte Kostüme zu schneidern, doch wünscht er sich diese Leidenschaften mit Freunden teilen zu können. Doch egal, ...

Der kreative und freundliche Drache Ted liebt es zu Zeichnen, leckere Kuchen zu backen und bunte Kostüme zu schneidern, doch wünscht er sich diese Leidenschaften mit Freunden teilen zu können. Doch egal, wie freundlich er zu den anderen Tieren ist oder wie viele liebevolle handgefertigte Geschenke er ihnen macht, die anderen Tiere haben viel zu viel Angst vor ihm, schließlich ist er ja ein Drache. Als er das Plakat für die Alljährliche Bären-Picknick-Party sieht möchte er endlich mal irgendwo dazugehören und verkleidet sich als Bär. Doch ob das wohl gut geht?

Das Buch um den großherzigen Drachen ist zunächst einmal ganz schön traurig. Als Leser*innen kann man den kreativen Drachen nur mögen und fühlt mit ihm mit. Ab der Mitte des Buches und dem Moment, wo er auf die Bärenparty geht gibt es aber glücklicherweise auch lustigere Szenen und eine schöne Wendung!

Das Buch wurde von der Autorin selbst illustriert, was sehr gelungen ist. Die Bunten, niedlichen Illustrationen treffen genau unseren Geschmack und sind wunderbar detailreich. So sitzt der Bär zu Beginn neben einem Buch mit dem Titel „wie man Freunde findet“ oder hat die Schnittzeichnungen für sein Bärenkostüm an der Wand hängen. Insgesamt sehr liebevoll.

Insgesamt ist es ein Buch, dass Kinder stärkt und aufzeigt, dass man gut so ist, wie man ist und sich nicht für andere verändern muss und man außerdem nie alleine mit seinen Gefühlen ist.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein unheimlich wichtiges Buch!

Robin kennt sich aus
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Kennt ihr schon die Bücher von Cornelia Lindner und Verena Tschemernjak rund um Toni und Robin? Falls nicht solltet ihr das dringend ändern. Nach „Erbsenklein und Melonengroß“ haben sich die beiden für ...

Kennt ihr schon die Bücher von Cornelia Lindner und Verena Tschemernjak rund um Toni und Robin? Falls nicht solltet ihr das dringend ändern. Nach „Erbsenklein und Melonengroß“ haben sich die beiden für „Robin kennt sich aus“ mit Mareike Brede eine weitere Expertin ins Boot geholt und sich diesmal dem Thema Periode gewidmet und dieses eingebettet in eine tolle Geschichte bereits für 4-jährige aufbereitet.

Das Buch beginnt damit, wie Robin ins Bad Platzt als Mama grade dabei ist ihre Menstruationstasse zu entleeren und zunächst einmal davon ausgeht, dass sie sich verletzt hat, wie es bei den meisten Kindern in dieser Situation der Fall ist. Nach und nach erklären Robins Eltern dann, was es mit der Menstruation auf sich hat, warum Menschen mit Uterus menstruieren und was der Uterus mit Babies zu tun hat. Anhand von anatomischen Darstellungen erfahren wir, wie Uterus und Eierstöcke aufgebaut sind, lernen, wie der Menstruationszyklus abläuft und welchen Einfluss dieser auf die Gefühle hat.

Ich finde es wirklich toll, dass Robin kein Geschlecht zugeordnet wird, sodass sich alle Kinder wiederfinden können. Zudem ist das Buch inklusiv formuliert und illustriert, denn es werden vielfältige Menschen abgebildet und es wird nur von Menschen mit Uterus gesprochen . Ansonsten ist „Robin kennt sich aus“ wirklich sehr genial und super kindgerecht, so wird der Zyklus mit den Jahreszeiten verglichen oder der Uterus als kuscheliges Nest für ein Baby beschrieben, das regelmäßig vorbereitet wird.

Für mich ist die Reihe und insbesondere dieser neue Band ein absolutes Muss im Kinderbuchregal! „Robin kennt sich aus“ liefert Eltern und Bezugspersonen ein wundervolles Werkzeug, um das Thema Periode einfühlsam mit Kindern zu thematisieren und zu enttabuisieren!

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Ein wundervolles Gute-Nacht-Buch

Wir zwei - Geschichten zum Einkuscheln
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Die beiden ungleichen aber unzertrennlichen Freunde Hase und Igel sind ja bereits aus so manchem Buch bekannt, nun erhalten sie endlich ein Gutenachtgeschichten-Buch, in dem 10 Geschichten über die beiden ...

Die beiden ungleichen aber unzertrennlichen Freunde Hase und Igel sind ja bereits aus so manchem Buch bekannt, nun erhalten sie endlich ein Gutenachtgeschichten-Buch, in dem 10 Geschichten über die beiden Freunde und ihren Freundeskreis erzählt werden, die ganz unterschiedliche Botschaften vermitteln.

Die Zeichnungen von Joëlle Tourlonias und die Farbgebung des Buches sind wunderbar atmosphärisch und üben direkt eine beruhigende Wirkung aus, was perfekt für ein Gutenachtgeschichten-Buch ist. Sie zeigen in der Regel weniger die Szenen, sondern eher allgemein die beteiligten Tiere, sodass der Fokus auf dem gesprochenen Wort verbleibt und die Zuhörer*innen nicht durch zu viele Details abgelenkt werden.

Michael Engler bereichert das Buch mit seinen wunderschönen Umschreibungen und Wörtern (so bspw. Kleine Wolken waren wie lila Schäfchen an den Himmel getupft ) und die gelungene Themenwahl bei den Geschichten.
Es wurden typische Themen gewählt, die jüngere Kinder beschäftigen und sehr liebevoll und kindgerecht dargestellt, egal ob es nun das Vermissen einer Bezugsperson, das Eindringen einer neuen Person in den Freundeskreis oder ein Freund in Not ist. Hier finde ich es sehr schön, dass so stark auf die Gefühle eingegangen wird, die Hase und Igel in diesen Situationen haben und ohne belehrend zu sein aufgezeigt wird, wie man diese inneren Konflikte offen lösen könnte. Der größte Fokus im Buch liegt auf Freundschaft und Hilfsbereitschaft, zwei Werte, die hier ganz besonders gut vermittelt werden. Nebenbei erfahren wir auch einiges über die Lebensweise der Tiere und den Jahreszeitenwechsel, sodass Kinder unterbewusst auch noch etwas lernen können.

Auch die Kapitellänge ist super passend, sodass das Buch als kurze Gutgenachtgeschichten vorgelesen werden kann, oder sofern längeres Vorlesen gewünscht ist, einfach mehrere Geschichten nacheinander gelesen werden können.

Durch das Zusammenspiel vom Text mit den wunderschönen Illustrationen ist das Buch einfach total stimmungsvoll! Beim Lesen kommt eine echte Wohlfühlatmosphäre auf, die perfekt für eine eingekuschelte Vorlesezeit ist, gleichzeitig bietet das Buch aber auch Gesprächsanlässe und sogar zwei Anregungen für weiterführende Aktivitäten, was uns sehr gut gefallen hat.

Ein wundervolles Gute Nacht Buch!

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Herzzerreißend!

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Seit Monaten folgt ein mittelmäßiges Buch auf das nächste und ich habe immer mehr die Lust aufs Lesen verloren.
Ich brauchte daher dringend mal wieder ein Highlight und hier ist es!

Nach ihrer NA-Dilogie ...

Seit Monaten folgt ein mittelmäßiges Buch auf das nächste und ich habe immer mehr die Lust aufs Lesen verloren.
Ich brauchte daher dringend mal wieder ein Highlight und hier ist es!

Nach ihrer NA-Dilogie hat Basma nun ein Jugendbuch geschrieben, dass sich mit einem unheimlich emotionalen Thema befasst: dem Missbrauch von Kindern für die Influencer-Karrieren ihrer Eltern und den daraus resultierenden psychischen und sozialen Folgen sowie den Gefahren, die dies mit sich bringt.

10 Millionen Menschen verfolgen täglich das Leben der 17-jährigen Sherry, deren Eltern ihr Leben schon seit ihrer Geburt online teilen und ihren gesamten Alltag danach ausrichten. Als sie dagegen aufbegehrt kommt sie in ein Programm für straffällige Jugendliche, in dem sie erstmals lernt, wer sie ohne Kameras ist und echte Freunde findet.

Das Buch ist herzzerreißend zu lesen, denn wir lesen abwechselnd Rückblicke aus Sherrys Leben, inklusive der dazugehörigen grausamen Kommentare unter den Videos, und erfahren, wie es ihr im Camp ergeht und welche Spuren ihre Kindheit hinterlassen hat. Das Buch ist zwar fiktiv, orientiert sich aber an realen Familyinfluencern. Zu sehen, was diese Eltern ihren Kindern antun und welcher Gefahr sie diese aussetzen tut weh und zeigt, wie wichtig es ist, Kinder aus den sozialen Medien herauszuhalten.

Wer Basma auf Instagram folgt, kennt ihren Humor. Diesen schafft sie trotz des ernsten Themas in ihre Charaktere einfließen zu lassen und dadurch authentische Figuren zu schreiben, die einem echt ans Herz wachsen. Mir hat es zudem Gefallen, dass neben dem Hauptthema kein krasses weiteres unnötiges Drama erzeugt wurde, denn es ist eindeutig heftig genug.

Ich empfehle dieses Buch daher allen Eltern, die immer noch ihre Kinder auf Social Media zeigen, damit sie endlich verstehen wie gefährlich das sein kann, aber auch allen Anderen, die dies bereits verstanden haben und ein herzzerreißendes, wunderbares Buch suchen!

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Ein wunderschönes Sachbilderbuch, das Lust auf MINT-Berufe macht!

Wir forschen!
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Karin Grabner und Hanna Riebenbauer haben mit „Wir Forschen“ ein Kindersachbuch geschaffen, das Lust auf Naturwissenschaften macht. In 14 Kurzvorstellungen lernen wir verschiedene Wissenschaftlerinnen ...

Karin Grabner und Hanna Riebenbauer haben mit „Wir Forschen“ ein Kindersachbuch geschaffen, das Lust auf Naturwissenschaften macht. In 14 Kurzvorstellungen lernen wir verschiedene Wissenschaftlerinnen und ihre Fachgebiete kennen. Die Vorstellungen sind in die fünf Obergebiete Biologie, Geologie, Chemie, Mathematik und Physik unterteilt. Jeweils auf einer Doppelseite wird das Berufsbild eingeführt, beschrieben, was die Person macht und einige Begriffe oder Werkzeuge erläutert, die mit dem Beruf zutun haben.

So lernen wir im Bereich Biologie den Molekularbiologen Bence kennen, der sich mit Zellen, Bakterien und Viren beschäftigt und lernen dabei direkt auch was ein Impfstoff eigentlich macht.
Beim Vulkanologen Paul lernen wir, wie uns Ziegen bei der Vorhersage von Vulkanausbrüchen helfen können und lernen bei Meteorologin Ai-Linh, wie die Atmosphäre aufgebaut ist. Hier ist nicht der Anspruch umfassendes Wissen zu vermitteln, sondern Interesse an den Themen zu wecken - und vielleicht findet das ein oder andere Kind so ja den späteren Traumberuf.

Besonders hervorheben möchte ich auch, dass bei den Forscher
innen auf Vielfalt in Hinblick auf Geschlecht, Hautfarbe, Körperform und Behinderung geachtet wurde und Kindern dadurch direkt gezeigt wird, dass Naturwissenschaften etwas für Alle sind!

Abgerundet wird das gelungene Buch durch ein Forschungsquiz und einen Forscherinnensteckbrief zum selber Ausfüllen.

Wir forschen weckt bei kleinen Entdecker*innen hoffentlich den Forscher
innengeist, stärkt die Kinder in ihrer Neugier und überzeugt durch liebevolle und durchdachte Illustrationen und kindgerechte Erklärungen von schwierigen Themen.

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