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Veröffentlicht am 01.11.2025

Nett für Zwischendurch

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Cover

Dieses Cover ist wirklich wunderschön! Ich liebe die eher seichten Farben, aber noch mehr liebe ich das Gesamtbild an sich. Trotz all meiner Liebe zu diesem Cover habe ich allerdings dennoch das ...

Cover

Dieses Cover ist wirklich wunderschön! Ich liebe die eher seichten Farben, aber noch mehr liebe ich das Gesamtbild an sich. Trotz all meiner Liebe zu diesem Cover habe ich allerdings dennoch das Gefühl, dass etwas fehlt, auch wenn ich nicht sagen kann was.



Meine Meinung

Während ich vor einiger Zeit mal wieder in der Buchhandlung meines Vertrauens stöbern war, ist mir dieses wunderschöne Buch ins Auge gesprungen. Neben dem Cover konnte mich glücklicherweise auch der Inhalt überzeugen, obwohl ich von dieser Autorin zwar schon Bücher gekauft, aber nicht gelesen habe.

Wir erleben „Goldcrest Manor - Velvet Meadows“ in unregelmäßigem Wechsel zwischen unseren beiden Protagonisten Kenzie und Julian. Wie der Klapptext und auch der Prolog verdeutlichen haben beide eine gemeinsame, vertrauensvolle Vergangenheit, die jäh zerstört wird, als Kenzie an Epilepsie erkrankt.

Kenzie lernen wir als erstes genauer kennen, wobei ich lange gebraucht habe, um richtig mit ihr warm zu werden. Ich hätte mir einen deutlicheren Fokus auf ihrer Krankheit gewünscht, denn neben kurzen Informationsschnipseln und zwei Anfällen – die wir beide nicht unbedingt aus ihrer Sicht sehen – erfahren wir enttäuschend wenig. Dies betrifft auch wie man selbst am besten mit einer Person dieser Krankheit umgeht, was Julian durchaus vorbildlich zeigt, aber für mich war es nicht greifbar genug.

Julian ist ein Perfektionist und Pferdeliebhaber durch und durch, doch meine Sympathie für ihn hat seine Grenzen. Grundsätzlich kann ich ihn und seine Handlungen verstehen, doch der Grund, warum seine und Kenzies Freundschaft von einen Tag auf den anderen zerbrochen ist, war mir zu lasch. Auch das erste Wiedersehen der beiden sprach nicht für ihn, wenngleich ich seinen Freund Archie super gerne mochte. In meinen Augen lief es für ihn ein wenig zu glatt, ich hätte mir eine bessere und schönere Entschuldigung vorstellen können und insgesamt scheint er ein wenig zu perfekt zu sein – was gerade dadurch, dass seine wenigen Zweifel erst gegen Ende des Buches etwas beleuchtet werden umso mehr auffällt.

Beide zusammen ergeben durchaus eine schöne und warmherzige Kombination. Für mich persönlich kam der Aspekt des Geschlechtsverkehrs zu schnell und zu viel. Natürlich ist es eigentlich ein gutes Zeichen, wenn zwei Erwachsene in der Lage sind zu kommunizieren und ihre Probleme aus der Welt zu schaffen, doch ich hätte gerne gesehen, dass die körperliche Anziehung nicht ganz so deutlich gezeigt wird, und die Emotionen dafür facettenreicher ausgearbeitet worden wären.

Der Schreibstil als solcher ist wunderbar flüssig und verständlich, neben den verträumten Beschreibungen des Settings glänz der Schreibstil durch eine schöne Leichtigkeit durchbrochen von einigen wichtigen Themen. Sosehr ich das Setting geliebt habe, so sehr habe ich auch darauf gewartet die Charaktere ebenfalls so lieben zu können. Doch weder die Protagonisten noch die Nebencharaktere können mich vollständig von sich überzeugen.

Würde ich zukünftig erneut ein Buch dieser Autorin lesen? Vermutlich schon. Zwar bin ich nicht vollkommen begeistert, doch schlecht fand ich es definitiv auch nicht. Allerdings werde ich diese Reihe wohl nicht weiterverfolgen, da mich die Geschichten zu den anderen Charakteren bisher gar nicht interessieren.



Fazit

Ein netter Liebesroman für Zwischendurch, für mehr reicht es in meinen Augen leider nicht aus. Schade, dass Kenzies Krankheit so wenig zur Sprache kam und Julian mir nicht wirklich sympathisch wurde, aber zum Glück können dafür das Setting und der Schreibstil überzeugen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2025

Team Wes? Irgendjemand?

Beyond Shattered Moons
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Cover

Passend zum ersten Band dieser Dilogie ist auch dieses Cover eine echte Augenweide. Ich liebe die Farben und die dargestellte Mondphase.



Meine Meinung

Nachdem ich vor einigen Monaten den ...

Cover

Passend zum ersten Band dieser Dilogie ist auch dieses Cover eine echte Augenweide. Ich liebe die Farben und die dargestellte Mondphase.



Meine Meinung

Nachdem ich vor einigen Monaten den ersten Band dieser Reihe gelesen und geliebt habe, stand natürlich fest, dass es mit diesem zweiten Band für mich weitergeht. Ich war wahnsinnig gespannt, wie die Geschichte fortgeführt wird, doch so hoch meine Erwartungen auch gewesen sein mögen, so wenig kann dieser Teil in meinen Augen mit dem ersten Teil mithalten.

Zunächst gab es eine Handvoll Dinge, die mich persönlich gestört haben. Vielleicht ist es euch damit ähnlich ergangen, vielleicht ist es euch gar nicht aufgefallen. Aber von allen Dingen, die ich nicht mochte, fand ich es super schade, dass die Autorin sich dazu entschieden hat, Wes – den Protagonisten aus dem ersten Band – einfach auf ein imaginäres Abstellgleis zu stellen. Gerade nach dem Cliffhänger des vorangegangenen Buches, nach allem, was Maddie und Wes gemeinsam durchgemacht haben, nach den Höhen und Tiefen, bekommen wir hier davon so gut wie gar nichts zu spüren. Mir persönlich tat Wes einfach nur leid. Nach dem Druck seines Vaters, seinem Unfall, der Amnesie, hatte ich ehrlich gesagt erwartet, dass sich jemand mal bei ihm entschuldigt. Nach seinem Erwachen wollten alle etwas von ihm, gerade Maddie, die unbedingt wollte, dass er sich an sie erinnert und nicht, dass er sich an sich selbst erinnert. Für Wes war sie in meinen Augen eine furchtbar schlechte Freundin, die ihre eigenen Bedürfnisse über die aller anderen gestellt hat – was nicht per se falsch ist, keine Sorge, doch hätte ich mir für ihn schlichtweg mehr gewünscht. Auch von Adams Seite, so nebenbei erwähnt. Oder vom Vater der beiden. Wie kann man ein Kind so offensichtlich vergöttern, während man das andere zugrunde richtet?

Inhaltlich gab es genug Stellen, die mich zu Tränen gerührt haben, welche mich berührt und vergessen haben lassen, dass ich nur ein Buch lese. Ironischerweise standen diese Szenen nicht unbedingt der Beziehung zwischen Madelyn und Adam gegenüber, sondern eher Adam und seiner Familie, oder Maddie und ihrem Großvater. Madelyn und Adam ergeben eine wundervolle, gefühlvolle Kombination, die das Potenzial hatte, mich vollumfänglich zu begeistern. Wenn nicht das riesengroße „Aber“ ebenfalls mit im Raum sitzen würde. Die Negativität, die alles was mit Wes zu tun hat, weitet sich für mich auch auf Madelyn und Adam aus. Zunächst einmal frage ich mich wie tief Maddies Gefühle für Wes tatsächlich waren, wenn sie ihn so schnell aus ihrem Leben gestrichen hat. Auch die Tatsache, dass Adam mehrfach betont, dass er eigentlich gar nicht wegen Wes in London geblieben ist – der übrigens einige Tage im Koma lag! – sondern wegen Madelyn, hat mir für Wes das Herz gebrochen. Ehrlich gesagt fand ich Maddies und Adams Gefühle extrem selbstbezogen. Und irgendwo auch sehr egoistisch.

Ich kann mich daran erinnern, dass ich den Schreibstil von Anna Savas im ersten Band total gerne mochte. Prinzipiell hat sich daran auch nichts geändert, wenn mir nicht aufgefallen wäre, wie oft sich die Autorin wiederholt.

Ich glaube schon, dass ich den dritten Band dieser Reihe auch noch lesen werde, denn wie ihr es euch wahrscheinlich schon gedacht habt, interessiert mich Wes‘ Geschichte sehr. Dieses Buch kann durchaus durch seine tolle emotionale Bandbreite, die lebendigen Charaktere und seine fesselnde Art überzeugen, doch wie wir wissen, hat eine Medaille immer zwei Seiten.




Fazit

Ich glaube, wenn Was in meinen Augen nicht so unfair behandelt worden wäre, hätte ich dieses Buch richtig genießen können. So mag ich viele Teile davon, aber vieles hat mich ebenso frustriert.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2025

Joar

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Cover

Schöne, leuchtende Farben kombiniert mit einer passenden Verbindung zum Inhalt. Mir gefällts.



Meine Meinung

Ich habe über die letzten Jahre immer mal wieder Bücher von Ali Hazelwood gelesen ...

Cover

Schöne, leuchtende Farben kombiniert mit einer passenden Verbindung zum Inhalt. Mir gefällts.



Meine Meinung

Ich habe über die letzten Jahre immer mal wieder Bücher von Ali Hazelwood gelesen und mitunter geliebt, wobei dieses Buch meiner Meinung nach zu ihren eher schlechteren Werken zählt. Es handelt sich keineswegs um ein schlechtes Buch und es gab genügend Seiten, die ich genossen habe, doch insgesamt hat mich die Geschichte nicht gänzlich abholen können.

Wie wir es aus dem ein oder anderen Buch dieser Autorin bereits kennen, erleben wir diese Geschichte ausschließlich aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Maya – welche wir bereits in „Not in Love – Die trügerische Abwesenheit von Liebe“ als Schwester des männlichen Hauptcharakters kennenlernen. Was wiederrum dazu führt, dass wir hier eine Menge bekannter Gesichter wiedersehen, nicht nur die Familie Killgore, sondern ebenso unseren männlichen Love Interest sowie zwei Cameo-Auftritte anderer Menschen aus Ali Hazelwoods Universum. Maya war nicht immer mein Fall. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich persönlich mit ihrer Art der Wutausbrüche, aber ebenso mit ihrem durchwachsenen Jugendlichem-Verhalten nicht wirklich anfreunden konnte – auch wenn sogar mir klar ist, dass nicht jede Persönlichkeit Friede-Freude-Eierkuchen ist. Auf der anderen Seite kann ich freiheraus zugeben, dass ich Mayas offene, humorvolle und mit ganzen Herzen liebende Art überaus genossen habe. Ist es ihr Umgang mit Elis Hund, mit anderen Nebencharakteren, sie ist freundlich, offen und immer wieder für einen witzigen Spruch zu haben.

Connor einzuschätzen viel mir lange Zeit sehr schwer. Er ist grundsolide, ein Kümmerer, immer für seine Freunde und Bekannte da, doch er ist ebenso engstirnig, verbohrt und ich kann verstehen, dass es da draußen Menschen gibt, die ihn nicht mögen könnten. Und irgendwo habe ich von ihm mehr erwartet. Die ganzen Dialoge mit Maya waren toll und luftig leicht, aber mir persönlich war der Kontrast zwischen dem gegenwärtigem und dem vergangenen Conner noch immer zu groß. Sein Verhaltensmuster hätte mich in den Wahnsinn getrieben und, dass Maya am Ende frustriert und erschöpft von seinen Eskapaden war, das kann ich hingegen ganz wunderbar verstehen.

Zum Glück kann ich eine Sache immer wieder mit Fug und Recht behaupten: Ali Hazelwoods Schreibstil überzeugt mich immer wieder! Dieser ist weiterhin herrlich sarkastisch, liebevoll und wunderbar flüssig. Die Dialoge der Charaktere sind voller Lebendigkeit und Dynamik und ich für meinen Teil möchte auch so einen wundervollen Freundeskreis haben, wie unsere Protagonisten.

Würde ich trotz meiner durchwachsenen Meinung weitere Bücher der Autorin lesen bzw. ihre Bücher empfehlen? Ja und nochmals ja. Besonders gefällt mir immer wieder, wie unterschiedlich die Persönlichkeiten ihrer Geschichten sind. Niemand ist gleich, alle haben eher ungewöhnliche Verhaltensweisen und sind trotzdem absolut liebenswert.



Fazit

Zwar kenne ich bessere Bücher von Ali Hazelwood, aber empfehlen kann ich euch diesen Rom-Com dennoch aus tiefstem Herzen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2025

Etwas chaotisch und verwirrend, aber überzeugt trotzdem

The Stars are Dying
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Cover

Ich liebe es! Nicht nur passt es perfekt zu Titel und Inhalt, es sieht auch herrlich düster und mysteriös aus.



Meine Meinung

Nachdem mir im Laden bereits der zweite Teil dieser Trilogie ...

Cover

Ich liebe es! Nicht nur passt es perfekt zu Titel und Inhalt, es sieht auch herrlich düster und mysteriös aus.



Meine Meinung

Nachdem mir im Laden bereits der zweite Teil dieser Trilogie entgegengesprungen ist, dachte ich, dass es für mich an der Zeit ist mit diesem wundervollen Titel in den Tag zu starten. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht, weiß aber, dass die Meinungen zu diesem Buch weit auseinander gehen.

Wie ich es mir im Vorfeld bereits gedacht habe, erleben wir die komplette Geschichte nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Astraea, welche sich an den Großteil ihres Lebens nicht mehr erinnern kann. Was ihren Charakter betrifft bin ich persönlich zwiegespalten. Ich kann verstehen, dass sie es leid ist immer kämpfen zu müssen, dass es ihr das Herz gebrochen hat, einige ihrer engen Freunde sterben zu sehen, aber für mich kam – gerade gegen Ende des Buches – irgendwann der Punkt, an dem ich mir gewünscht hätte, dass sie endlich anfängt, richtig für sich selbst einzustehen. Sie ist eine vergleichsweise naive Protagonistin, die viele Dinge einfach nur nimmt, wie sie kommen, ohne wirklich selbst an der Lösungsfindung beteiligt zu sein. Doch nichtsdestotrotz ist Astraea eine freundliche und offene Person, die immer wieder gewillt ist, anderen zu helfen, friedlich zu sein oder neue Bande zu knüpfen.

Nyte, Astraeas geheimnisvoller und arroganter Schatten, konnte mich immer wieder faszinieren. Spannend fand ich, dass er irgendwie immer da war, aber eigentlich auch nicht. Seine Geschichte nimmt eine interessante – wenn auch leicht vorhersehbare Wendung, wenn man während des Lesens gut aufpasst. Aber auch sein Charakter scheint sich nicht ganz entscheiden zu können, wie sein Leben für ihn selbst weitergeht. Wenn ich das richtig verstanden habe – korrigiert mich, wenn ich falsch liege – möchte der Mann in ihm Astraea zu ihrer eigenen Sicherheit verlassen, während der andere Teil von ihm wesentlich unkonventionellere Dinge plant. Mir war manchmal nicht klar, welcher Teil, wann wie präsent ist. Es war hin und wieder sehr chaotisch, verwirrend und ich kann verstehen, dass dies den ein oder anderen Leser / die ein oder andere Leserin abgeschreckt hat.

Ich möchte euch nicht anlügen, aber ich habe inhaltlich weiß Gott nicht alles verstanden. Der Plot könnte meinetwegen ein wenig gradliniger und direkter sein, es mangelt ein wenig am roten Faden und insgesamt an händelbaren Erklärungen ohne, dass ich ein riesiges Fragezeichen im Kopf hatte.

Dennoch kann ich zugeben, dass ich die Geschichte zu weiten Teilen mitreißend und überaus faszinierend fand. Was ich jedoch nicht mochte, ist das angepriesene Spiel des Königs. Ich hatte den Verdacht, dass dieses Spiel in Richtung „Panem“ etc. gehen würde, doch dafür stand es einfach nicht genug im Fokus, die Prüfungen waren öde und zu schnell abgekanzelt. Es fehlte an Intrigen, Kämpfen unter den Teilnehmern und überhaupt der Eigenschaft mir als Leserin zu vermitteln, dass die Spiele ein wichtiges Element des Buches sind. Auch, dass die Teilnehmerinnen mehrere Wochen Zeit hatten und sich immer wieder zwischenzeitlich im Schloss erholen und faulenzen konnten, hat für mich irgendwie gar nicht gepasst.



Fazit

Ich werde wohl demnächst losziehen und mir den nächsten Teil dieser Reihe kaufen müssen, denn trotz des chaotischen Inhaltes kann ich sagen, dass ich „The stars are dying“ genossen habe.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Verdienter Hype? Jaein.

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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Cover

Puh, dieses Cover möchte ich mögen, aber tue es nur bedingt. Der größte Störfaktor ist in meinen Augen die einfach Tatsache, dass mein Bild von Kingfisher nicht zum abgebildeten Mann passt. Er sieht ...

Cover

Puh, dieses Cover möchte ich mögen, aber tue es nur bedingt. Der größte Störfaktor ist in meinen Augen die einfach Tatsache, dass mein Bild von Kingfisher nicht zum abgebildeten Mann passt. Er sieht irgendwie zu sehr nach Milchbubi und zu wenig nach kampferprobten Kämpfer aus. Darüber hinaus mag ich allerdings die düsteren Farben und die kleinen Details ganz gerne.


Meine Meinung


Nachdem ich gerade erst ein anderes total gehyptes Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit habe, dachte ich mir, dass ich doch gleich die nächste Bekanntheit lesen könnte. Ich glaube, alle die sich in irgendeiner Form für Unterhaltungsliteratur interessieren, werden über kurz oder lang schon einmal über dieses Buch gestolpert sein. Dies ist allerdings auch der Grund, warum diese Geschichte so lange ungelesen bei mir herumstand.

Wie ich es selber bereits vermutet habe, erleben wir „Quicksilver“ ausschließlich aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Saeris – wenn wir von den drei Bonuskapiteln am Ende einmal absehen. Ich persönlich mochte die Saeris aus den ersten Kapiteln lieber als aus den späteren. Gerade zu Beginn ist Saeris eine bewundernswerte Kämpfernatur, eine Diebin mit Einfallsreichtum und immer mit dem Wissen im Hinterkopf, was jeder gelungene Raubzug ihrer Familie verschafft. Währenddessen habe ich ihre Eigeninitiative in ihrer Zeit im Winterpalast schmerzlich vermisst. Sie mutiert überraschend schnell zur Mitläuferin, ich habe immer wieder darauf gewartet, dass sie endlich auf eigene Faust loszieht, Geheimnisse aufdeckt oder an Orten auftaucht wo sie nichts zu suchen hat. Dennoch mochte ich sie eigentlich ganz gerne.

Kingfisher, oder kurz Fisher genannt, ist ein typischer Bookboyfriend. Unter seiner mürrischen und oftmals verletzend direkten Art verbirgt sich ein aufopferungsvoller und vielschichtiger Mann. Für mich persönlich gibt es viele Dinge, die ich an ihm geliebt habe. Dies betrifft seine Dialoge mit Saeris, seine Freundschaft zu Renfis und Layne, sowie die tiefe Liebe seiner verstorbenen Mutter gegenüber. Allerdings hatte ich gerade nach den Bonuskapiteln immer noch den Eindruck, dass es ihm – und auch dieser Geschichte – ein wenig an Dynamik fehlt. Ja, es gibt tolle Freundschaften und Loyalitäten, doch so richtig berührt worden bin ich nicht. Auch die Beziehung zwischen Saeris und Fisher kann mich zu vielen Teilen überzeugen, aber dieser letzte Sprung von „kann überzeugen“ zu „liebe ich abgöttisch“ fehlt.

Das Worldbuilding war facettenreich und vielschichtig, wenn auch ich nicht leugnen kann, dass es zudem eine ganze Menge bekannter Elemente gibt. Zum Glück fand ich die Thematik rund um das Quicksilver faszinierend und undurchschaubar zugleich, ähnliches gilt für Saeris Rolle als Alchimistin und zukünftig als etwas noch nie Dagewesenes.

Das Ende hatte durchaus die ein oder andere nette Überraschung parat, aber auch hier schlägt meine innere Waage in Richtung „war vorhersehbar“ aus. Dieses Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück, weil mir einige Elemente gefallen, andere nicht, manches ist neu, anderes einfach sehr altbacken und bekannt.

Momentan gehe ich davon aus, dass ich diese Reihe weiterverfolgen werde. Vielleicht können beide Protagonisten mich noch vom Hocker hauen, die Geschichte mich für sich einnehmen und mit ganz viel Glück fühle ich mich emotional dann auch vollständig involviert.


Fazit

Gerade bei so bekannten Büchern bleibt für mich immer fraglich, ob ich sie mag oder nicht. "Quicksilver" pendelt sich irgendwo im mittleren Bereich ein, es kann überzeugen und gleichzeitig auch nicht.


Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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