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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Eine Geschichte aus Schmerz und Blut

Furye
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Alec ist erfolgreiche Musikmanagerin, stilsicher und smart, eine Selfmadefrau, die sogar das Cover der VOGUE Business geziert hat. Doch sie sehnt sich nach einer anderen Realität, danach, eine eigene Familie ...

Alec ist erfolgreiche Musikmanagerin, stilsicher und smart, eine Selfmadefrau, die sogar das Cover der VOGUE Business geziert hat. Doch sie sehnt sich nach einer anderen Realität, danach, eine eigene Familie zu haben. Sie selbst glaubt nichts mehr fühlen zu können. Ihr Vater ist vor kurzem gestorben, als Familie bleibt nur noch ihre Mutter. Das Leben verschlägt sie in ihre eigene Vergangenheit, als sie und ihre beiden Freundinnen sich als Furyen bezeichnet haben, geboren aus Schmerz und Blut.

Alec hat sich einen Alias-Namen gegeben, ihren wahren Namen möchte sie nicht preisgeben. Wie sie auch den Namen ihrer beiden Freundinnen nicht nennt, alle drei bezeichnet sie mit den Namen, die sie sich mit ihren damals siebzehn Jahren als Furyen gegeben haben. Sie in diese Vergangenheit zu begleiten, ist schmerzvoll, das deutet schon das Kapitel 0 an, mit dem das Buch startet. Man ahnt, dass die gesamte Geschichte tragisch sein wird, sind die Furien doch die Rachegöttinnen der griechischen Mythologie. Und so entführt die Lektüre in einen Sommer, der so viel versprach und so viel veränderte. Untergründig ahnt man bei der Lektüre, dass hier viel Schmerz in der Geschichte steckt, der sich aber nur nach und nach aufdeckt, in Alecs Eintauchen in ihre eigene Vergangenheit.

Dieser Roman ist nicht leicht zu lesen. Dennoch hat er mich schnell in seinen düsteren Bann gezogen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.10.2025

Schmerzhafte Spurensuche

Lilianas unvergänglicher Sommer
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Liliana Rivera Garza wurde ermordet. Der Täter ist bekannt, es ist ihr Ex-Partner, er wurde jedoch nicht verurteilt. 29 Jahre später macht sich ihre Schwester auf, um dem Mord auf die Spur zu kommen. Die ...

Liliana Rivera Garza wurde ermordet. Der Täter ist bekannt, es ist ihr Ex-Partner, er wurde jedoch nicht verurteilt. 29 Jahre später macht sich ihre Schwester auf, um dem Mord auf die Spur zu kommen. Die Suche nach Liliana gerät zu einem Andenken an die verstorbene Schwester.

Liliana wurde das Opfer eines Femizids. Ihre Schwester Cristina Rivera Garza bleibt zunächst zurück wie gelähmt, bis sie sich doch entschließt, sich auf die Spuren dieser Tat zu begeben. Sie holt damit das Andenken an ihre Schwester wieder zurück. Trotz all der Hürden der Bürokratie, denn nach all der Zeit ist die Akte ihrer Schwester nicht mehr auffindbar. Man spürt den Schmerz der Autorin, die Geschichte liest sich überhaupt nicht leicht und schon gar nicht nebenbei. Doch obwohl so manches sperrig in der Geschichte daherkommt, verströmt die Geschichte von Anfang an eine Faszination, die den Leser bei der Lektüre hält.

Das Buch erzählt schmerzvoll und doch auch kraftvoll eine Geschichte, die berührt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Tragische Geschichte

We Burn Daylight
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Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, dort will sich ihre Mutter der Glaubensgemeinde Lambs anschließen. Jaye kann mit Lamb lange nicht so viel anfangen, doch ihre Mutter ist ganz begeistert ...

Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, dort will sich ihre Mutter der Glaubensgemeinde Lambs anschließen. Jaye kann mit Lamb lange nicht so viel anfangen, doch ihre Mutter ist ganz begeistert von dem Charma, das der Anführer der Glaubensgemeinde ausstrahlt. Als Jaye Roy kennenlernt, den Sohn des Sheriffs, fühlt sie sich von Anfang an von ihm angezogen. Doch Lamb hat andere Pläne für Jaye. Dann schaltet sich auch noch die Regierung ein, die Situation spitzt sich gefährlich zu.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen findet statt auf dem Hintergrund der realen Tragödie 1993 von Waco, als die amerikanische Regierung einige grundlegende falsche Entscheidungen traf, was letztendlich viele Menschenleben kostete. Die wechselnde Perspektive der Erzählung gibt besondere Einblicke in eine scheinbar undurchsichtige, aber höchst explosive Situation. Durch die Verknüpfung zu den realen Geschehnissen von Waco wirkt das Buch sehr berührend, teilweise sehr beklemmend: Man weiß, wie es ausgegangen ist, und doch hofft man immer noch für die ahnungslosen Jünger und vor allem für die beiden jugendlichen Liebenden.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.10.2025

Tänze und Machtspiele

A Dance of Lies
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Vasalie, einst die erste Tänzerin am Hof von König Illian, sitzt bereits seit zwei Jahren im Kerker und erwartet nur noch ihren Tod, als sie überraschend frei gelassen wird – allerdings soll sie für den ...

Vasalie, einst die erste Tänzerin am Hof von König Illian, sitzt bereits seit zwei Jahren im Kerker und erwartet nur noch ihren Tod, als sie überraschend frei gelassen wird – allerdings soll sie für den König zur Spionin werden bei der Versammlung der Königreiche. Dabei muss sie Menschen auch Schaden zufügen. Überraschend erhält sie Hilfe von Illians Bruder Anton, der gleichzeitig auch Illians größter Widersacher ist. Wem kann Vasalie überhaupt vertrauen?

Die Autorin Brittney Arena versetzt die Handlung in ein Königreich, das mit mehreren anderen zusammen die Welt beherrscht. Der Frieden ist eher brüchig, bei der Versammlung der Königreiche weiß keiner so recht, wem man vertrauen kann. Das geht auch Vasalie so, die einerseits fest an Illians Vorgaben gebunden ist, gleichzeitig aber auch ihren eigenen Weg sucht, um aus seiner Abhängigkeit zu entkommen. Doch kann ihr das überhaupt gelingen? Dieses Dilemma kann man als Leser sehr gut nachvollziehen, wobei die Geschichte einige überraschende Wendungen bereit hält und zum Ende des Buches alles nochmal in einem ganz anderen Licht zeigt. Nicht immer wirkte Vasalie für mich so richtig überzeugend, doch ich ließ mich von der Geschichte leiten. Das letzte Kapitel macht endgültig Lust auf eine Fortsetzung.

Mich hat die Geschichte gut unterhalten können, ich bin schon ganz gespannt auf Vasalies weitere Abenteuer. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.10.2025

Wichtiges Thema, Umsetzung gewöhnungsbedürftig

Die Schrecken der anderen
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In einem zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Die Polizei bittet um die Mithilfe des Archivars Schibig, der am See auf Rosa trifft, die neben dem See in einem Wohnwagen lebt. Dann ist da noch der ...

In einem zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Die Polizei bittet um die Mithilfe des Archivars Schibig, der am See auf Rosa trifft, die neben dem See in einem Wohnwagen lebt. Dann ist da noch der schwerreiche Erbe Kern, der mit seiner hundertjährigen Mutter und seiner jungen Frau in einem Haus lebt, leider lässt der gewünschte Erbe noch auf sich warten. Was haben all diese Geschehnisse nur miteinander zu tun?

Diese Frage habe ich mir sehr lange gestellt, zu lange fehlten mir die Zusammenhänge, so dass ich mir schon überlegt hatte, die Lektüre abzubrechen. Nur sehr langsam zeigen sich die Zusammenhänge, und erst dann hat mich die Geschichte fesseln können. Das ist schade, denn die Aussage der Erzählung ist äußerst wichtig. Der Schreibstil ist äußerst gewöhnungsbedürftig und bleibt sehr lange eher sperrig. Letztendlich hat mich das Buch eher zwiespältig hinterlassen, muss man doch sehr lange viel Geduld mit dem Buch aufbringen.

Ich empfehle das Buch weiter wegen dem Thema, das hinter der Geschichte steht, und vergebe 4 von 5 Sternen.