Asa Kolberts Geschichte - fesselnd und spannend!
AsaAsa ist aus dem Gefängnis raus, und nun ist es Zeit, an denen Rache zu nehmen, die ihr Leben verliehen, geprägt und zerstört haben.
Doch zurück zum Anfang. Noch vor Asas Geburt und der Geburt ihres Vaters, ...
Asa ist aus dem Gefängnis raus, und nun ist es Zeit, an denen Rache zu nehmen, die ihr Leben verliehen, geprägt und zerstört haben.
Doch zurück zum Anfang. Noch vor Asas Geburt und der Geburt ihres Vaters, nämlich bei ihrem Ururgroßvater nimmt Asa Kolberts Geschichte ihren Anfang.
Aus den Bedrohungen des Ersten Weltkrieges erwächst in den schlesischen Wäldern für den Patriarchen Marten Kolbert die Notwendigkeit, sich gegen Gefahren äußere Gefahren zu stählen. Dieser wunderliche Mann, der über die Natur und das Leben sinniert, ist es, der aus einem Dorf eine Gemeinschaft macht. Jeder einzelne muss durch Disziplin stärker werden, damit die Familie als Ganzes stärker wird. Die Familie formt eine Tradition, welche die Gemeinschaft übernimmt. Diese Tradition erfährt im Laufe der Zeit eine Transformation hin zu einem brachialen Ritus, der seine Mitglieder formt und an dem sie wachsen. Ein Ritus, der über die grenzen der Gemeinde hinaus bekannt ist und übernommen wird.
Auch Asa wird durch die Traditionen ihrer Familie geprägt, bis sie dahinterkommt, dass diese Tradition kalkuliert das Leben unschuldiger Menschen fordert. Sie lässt ihre Familie hinter sich und baut sich ein eigenes solides Leben auf. Sie blüht auf und scheint fähig, den Verlust ihrer Familie hinter sich zu lassen. Doch die Traditionen der Kolberts finden einen Weg, Asas Leben zu zerstören und sie komplett zu entwurzeln. Zeit, abzurechnen...
An „Asa“ von Zoran Drvenkar habe ich beim Lesen zwei Dinge besonders geschätzt. Zum einen gibt es unheimlich (willens-)starke weibliche Charaktere, aus denen die Protagonistin hervorgegagnen ist, die nochmal eins draufsetzt, weil sie ihren eigenen Weg geht. Zum anderen liebe ich die ausladenden Beschreibungen der Wälder, in denen ein großer Teil von Asas Familiengeschichte stattfindet. Die Darstellungen sind so opulent ausgedrückt, dass es mir das Gefühl vermittelte, beim Lesen im Bus Waldbaden in einem entlegenen Forst zu betreiben. Story, Setting, Suspense, hier hat für mich alles gepasst und mich auch mal nach diesem etwas dickeren Buch greifen lassen.