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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Female Rage kann so schön sein

Standing Ovations
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Ein Buch wie eine Abrechnung mit männlichem Fehlverhalten, wie es sicher von viele Frauen im realen Leben oder in den Sozialen Medien erfahren haben. Bissig, wütend, laut. Ganz ehrlich, schreibt mehr solche ...

Ein Buch wie eine Abrechnung mit männlichem Fehlverhalten, wie es sicher von viele Frauen im realen Leben oder in den Sozialen Medien erfahren haben. Bissig, wütend, laut. Ganz ehrlich, schreibt mehr solche Bücher, ich feier das sehr.

Die Story ist eigentlich gar nicht mal weltbewegend, fast schon banal und an sich super knapp gehalten. Was ich aber grandios ausgearbeitet fand, das waren die Wellen, die fiktive Debatte, die Verselbstständigung dieses Themas und dass sich der Leser zusammen mit den Figuren damit auseinandersetzt.

Es war furchtbar leicht Alex zu hassen, zu verachten und als Täter zu sehen. Gleichzeitig wird ja aber auch die Debatte um seine Opferrolle in dieser Misere losgetreten, was einen spannenden Kontrast bildet. Das Buch regt auf jeden Fall zum Reflektieren und Diskutieren an, denn kennt nicht jeder von uns einen Alex? Und ist man vielleicht sogar manchmal selbst Alex?

Ich fands unterhaltsam, kritisch, interessant und auf böse Art genial.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Es wird wieder gebaut

Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
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… wenn auch dieses Mal deutlich weniger. ich bin ja großer Fan der historischen Romane von Ken Follett und Stonehenge fand ich in diesem Zusammenhang einen coolen und interessanten Aufhänger. bIn aber ...

… wenn auch dieses Mal deutlich weniger. ich bin ja großer Fan der historischen Romane von Ken Follett und Stonehenge fand ich in diesem Zusammenhang einen coolen und interessanten Aufhänger. bIn aber ehrlich, hätte mir niemand gesagt, dass es in diesem Buch um die berühmte Steinformation geht, es wär mir nicht aufgefallen. Ja, es dient als Schauplatz des Buches, rückt aber selbst derart in den Hintergrund, dass es fast schon kaum eine Rolle spielt.

Ich Vergleich zu anderen Romanen des Autors hatte dieses Buch für mich ein paar Längen. Und obwohl die Handlung rund um Seft vielversprechend begann, dauert es wahnsinnig lange bis Entdeckergeist und Schöpferische Tätigkeiten, die ich bei Ken Follett immer begeistert verfolge und die für mich zentrales Element seiner Bücher sind, überhaupt begannen und selbst dann nur so als Nebenrauschen. Das Handwerk steht dieses Mal deutlich weniger im Vordergrund, als man es gewohnt ist.

Die Handlung wird wieder hauptsächlich durch die Figuren getrieben und beschäftigt sich viel mit den Dynamiken zwischen und innerhalb der drei wichtigsten Völker, die das Land rund um Stonehenge bewohnen. Das ewige hin und her zwischen den Bauern und den Hirten und die Waldbewohner, die wie ein Kollateralschaden zwischen die Fronten geraten, die Zwistigkeiten und Konflikte waren irgendwann ganz schön ermüdend und anstrengend zu verfolgen. Hier gab es gefühlt auch einiges an Wiederholungen innerhalb der Verhaltensmuster und Probleme, sodass man das ganze kompakter hätte fassen können.

Den Schreibstil fand ich gewohnt flüssig und rund, wieder sehr bildhaft und die Figuren durchaus nahbar und sympathisch. Es ist nicht mein liebstes Buch von Ken Follett, aber auch bei weitem nicht das schlechteste. Für mich solides Mittelfeld und trotz der Länge im Mittelteil durchaus wieder unterhaltsam und lesenswert

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Perfider Podcast

Todesstimme
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Den ersten Teil der Tara-Kronberg-Reihe habe ich mit gemischten Gefühlen verfolgt und auch wenn ich den Fall selbst dieses Mal total grandios fand, habe ich immer noch zwiespältige Empfindungen den Figuren ...

Den ersten Teil der Tara-Kronberg-Reihe habe ich mit gemischten Gefühlen verfolgt und auch wenn ich den Fall selbst dieses Mal total grandios fand, habe ich immer noch zwiespältige Empfindungen den Figuren selbst gegenüber. Trotzdem war dieser zweite Band für mich deutlich stärker als der erste und macht Lust auf mehr von dieser unglaublich coolen Kriminalhauptkommissarin.

Der Podcast war ja mal ein absoluter Stimmungsmacher: gefährlich, düster, tödlich. Die abgedruckten Interviews waren super unheimlich, haben aber maßgeblich zur Atmosphäre beigetragen. Auch die Ermittlungen in diesem Fall und wo sie Tara hinführen, waren einfach stark und spannend zu verfolgen. Das Thema ist creepy und super gruslig, aber genau dadurch so unfassbar fesselnd.

Alles rund im Taras Einheit selbst fand ich wieder ein bisschen anstrengend. Das Palaver um Gabriels Außendienstfähigkeit und seine Affäre mit Kim werden irgendwie ermüdend, das dürfte für mein Empfinden gerne gestrichen werden. Stattdessen tut sich mit diesem Band aber eine neue, deutlich interessantere Baustelle auf: der Inhalt von Gabriels geschlossener Schreibtischschublade. Das bietet auf jeden Fall Potential für eine spannende Entwicklung.

Mit Tara bin ich in diesem Band endlich richtig warm geworden. Es nervt mich tierisch, welche Steine ihr in den Weg gelegt werden, aber mein Gott, ist die cool und tough. Hab nen leichten Girl Crush und wäre gerne wie sie.

Ich hab auf jeden Fall Bock auf einen weiteren Fall, dieser hier ging runter wie Öl. Gerne mehr davon aus den den düsteren Abgründen der menschlichen Seele.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Gegensätze ziehen sich an

Ein Weihnachtswunder für uns
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Ich liebe die queeren, weihnachtlichen Romcoms von Lizzie Huxley-Jones sehr. Sie sind ein cosy Safe Space der weihnachtlichen Nächstenliebe, Toleranz und Herzlichkeit. Und wenn dieses Buch nicht Hallmark-Smalltown-Romance ...

Ich liebe die queeren, weihnachtlichen Romcoms von Lizzie Huxley-Jones sehr. Sie sind ein cosy Safe Space der weihnachtlichen Nächstenliebe, Toleranz und Herzlichkeit. Und wenn dieses Buch nicht Hallmark-Smalltown-Romance schreit, dann weiß ichs auch nicht. Auf jeden Fall perfekt geeignet um in Festtagsstimmung zu kommen.

Das Buch gibt die absoluten „Liebe braucht keine Ferien“ Vibes und ist genau das richtige für die kalte Jahreszeit, weil es so viel Wärme ausstrahlt. Ein bisschen traurig war ich, dass es kein echtes Wiedersehen mit den bekannten und geliebten Figuren des letzten Buches gab. Sie tauchen zwar am Rande auf, aber das Buch kreist völlig um Christopher. Der auch ein absoluter Schatz ist und da beschauliche, waliser Örtchen in dem er lebt ist einfach ganz zauberhaft. Es gibt ein paar absolut hinreißende Nebencharaktere, aber ganz ehrlich, die Autorin könnte Nash und Christopher auch einfach in einen Raum sperren und es wäre witzig, charmant und herzerwärmend.

Das Buch liest sich einfach super schön, ist ein bisschen chaotisch, voller weihnachtlichem Trubel und bezaubernden Momenten zum Schmunzeln, Schmachten und Augenverdrehen. Einfach eine super schöne Mischung, die den Fokus darauf legt, was an Weihnachten wirklich zählt. Ist es ein bisschen kitschig und klischeehaft? Absolut. Lieb ichs genau deswegen, weil ich genau weiß, was ich bekomme? Jap, ganz genau.

Ich hoffe die Autorin hört niemals auf derartige Bücher zu schreiben, die einem das Herz leicht werden lassen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Wie herzlich kann ein Buch sein?

Weihnachten im Mondscheincafé
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Ich fand ja schon die Idee des von Katzen geführten Café, in dem mittels Astronomie der Weg der Besucher beeinflusst wird, richtig schön. Dass dieses Buch nun in der Weihnachtszeit spielt, die eh nochmal ...

Ich fand ja schon die Idee des von Katzen geführten Café, in dem mittels Astronomie der Weg der Besucher beeinflusst wird, richtig schön. Dass dieses Buch nun in der Weihnachtszeit spielt, die eh nochmal emotionaler und besinnlicher ist, passt für mich einfach perfekt. Es ist für mich einfach schon die passende Grundstimmung für Magie und Übersinnlichkeit.

Ich habe den ersten Band nicht gelesen, was aber überhaupt kein Problem war. Das Buch ist in kleinere Kurzgeschichten unterteilt, wie man es schon von ähnlichen Werken japanischer Autoren kennt. Zu Anfang und auch zwischendrin gibt es einen kleineren Exkurs in Sachen Astrologie. Bin ehrlich, da war ich kurz raus, weil ich mich damit noch nie auseinandergesetzt habe und hab die entsprechenden Passagen ein bisschen quergelesen. Einfach weil ich damit nicht so wirklich etwas anfangen kann. Spielt aber für die Geschichten und Schicksale selbst auch keine Rolle.

Die Geschichten haben alle einen leicht melancholischen und nachdenklichen Ton. Mir hat die Idee, dass sich die Menschen ihrem tiefsten Wunsch bewusst werden, richtig gut gefallen. Die ruhige Art, mit der hier die Wesenszüge der Besucher aufgeschlüsselt werden und dadurch eine innere Reflexion herbeigeführt wird, hat mich total angesprochen.

Es sind Geschichten voller Wärme, von Familie und Liebe, vom Verzeihen und Zueinanderfinden, die perfekt in die weihnachtliche Stimmung passen und einen herzlichen Unterton besitzen, der mit nahe gegangen ist.

Ich habe die Lektüre einfach total genossen. Es ist kein Buch was einen aus den Socken haut, sondern feinfühlig, leise und nachdenklich. Finde ich einfach super schön geschrieben. Würde weitere Bücher aus diesem Kosmos definitiv auch lesen.

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