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Veröffentlicht am 13.10.2025

Pinguine!

The Penguin Paradox
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Ich liebe Pinguine und als Kind wollte ich immer Tierärztin werden. Das superschön gestaltete Cover von "The Penguin Paradox" hatte mich auch sofort in den Bann gezogen. Ich habe mich so sehr ...

Ich liebe Pinguine und als Kind wollte ich immer Tierärztin werden. Das superschön gestaltete Cover von "The Penguin Paradox" hatte mich auch sofort in den Bann gezogen. Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut.
Es geht in "The Penguin Paradox" um die Tierärztin Emerie, die an einer Forschungsreise in die Antarktis teilnehmen darf. Das alleine ist ja schon unglaublich spannend! Dann schreibt Emerie auch noch ihre Doktorarbeit über Pinguine. Pinguine sind einfach so süße Tiere! Während des Schreibens ihrer Doktorarbeit wird sie allerdings vom Leiter des Teams auf der Polarstation, Beckett, ein wenig abgelenkt.
Ich fand die Idee mit der Polarstation und den Pinguinen einfach nur zuckersüß. Die Liebesgeschichte an sich ist zwar nicht die innovativste, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Ich hatte meinen Spaß mit den Pinguinen. Von mir gibt es also eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Emotional

Der Absturz
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„Der Absturz“ ist ein Roman, der mich emotional sehr berührt und lange nachdenklich zurückgelassen hat. Die Geschichte von Louis’ Bruder – einem sensiblen Träumer, der an der Realität scheitert ...

„Der Absturz“ ist ein Roman, der mich emotional sehr berührt und lange nachdenklich zurückgelassen hat. Die Geschichte von Louis’ Bruder – einem sensiblen Träumer, der an der Realität scheitert – ist tiefgründig, ehrlich und stellenweise schmerzhaft schön erzählt. Man spürt in jeder Zeile die Sehnsucht nach einem besseren Leben, nach Anerkennung und Liebe, die sich jedoch nie ganz erfüllen will.

Besonders beeindruckt hat mich, wie schonungslos und gleichzeitig zart der Autor das Porträt eines Mannes zeichnet, der zwischen Hoffnung und Selbstzerstörung gefangen ist. Die Szenen zwischen den Brüdern wirken authentisch und voller unausgesprochener Gefühle – sie sind das Herzstück des Buches.

An manchen Stellen hätte ich mir jedoch etwas mehr Tiefe oder längere Passagen gewünscht. Einige Entwicklungen kommen recht abrupt, wodurch die emotionale Wucht nicht immer vollständig zur Geltung kommt. Trotzdem bleibt „Der Absturz“ ein intensives, kluges und bewegendes Leseerlebnis, das noch lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Wieder ganz anders

Katabasis
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Rebecca F. Kuang schafft es irgendwie jedes Mal wieder, ihre Leser mit etwas völlig Neuem zu überraschen. So auch dieses Mal mit "Katabasis". Wer "Yellowface" mochte, wird "Katabasis" noch lange nicht ...

Rebecca F. Kuang schafft es irgendwie jedes Mal wieder, ihre Leser mit etwas völlig Neuem zu überraschen. So auch dieses Mal mit "Katabasis". Wer "Yellowface" mochte, wird "Katabasis" noch lange nicht mögen, aber das macht die Autorin für mich so besonders.
In "Katabasis" geht es um Alice Law, die endlich ihren Doktortitel erlangen möchte im Feld der Analytischen Magie. ihr Doktorvater ist Professor Jacob Grimes, der weiß Gott kein sympathischer Mensch ist. Bei ihm ist Alice aber Doktorandin. Blöd nur, dass Grimes bei einem von Alice verursachten Unfall stirbt. Also bleibt Alice nichts anderes übrig, als in die Unterwelt abzutauchen und Professor Grimes zurück zu holen. Ihr Feind Peter Murdoch hat jedoch summerweise dieselbe Idee. In der Hölle wollen die beiden nun seine Seele retten.
Die Hölle als Schauplatz war wirklich sehr interessant, die Charaktere haben mir jedoch nicht so gut gefallen. Ich konnte irgendwie keinem der Protagonisten gegenüber Sympathie verspüren, was sicherlich zum Teil auch gewollt ist, aber das hat mir den Lesefluss etwas gestört.
"Katabasis" hat eine sehr spannende Thematik, die mich jedoch nicht immer voll packen konnte.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

interessante Charaktere

Wohin du auch gehst
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„Wohin du auch gehst“ ist kein Roman, der mit großen Knalleffekten aufwartet – und doch hat er mich auf seine stille, eindringliche Art beeindruckt. Schon weil ich vorher wenig über den Kongo ...

„Wohin du auch gehst“ ist kein Roman, der mit großen Knalleffekten aufwartet – und doch hat er mich auf seine stille, eindringliche Art beeindruckt. Schon weil ich vorher wenig über den Kongo wusste, war der Blick auf diese Welt spannend, aber mindestens genauso faszinierend fand ich die starken, emanzipierten Frauenfiguren, die diese Geschichte tragen.

Bijoux wird nach Unruhen in Kinshasa nach London geschickt – zu einer Tante, die streng gläubig ist und selbst ein Leben voller ungelöster Fragen mit sich trägt. Während Bijoux in der Fremde zum ersten Mal die Liebe entdeckt – zu einer Frau –, versucht sie, sich selbst zu finden, ohne zu wissen, dass auch ihre Tante eine schmerzhafte Vergangenheit und ein großes Geheimnis mit sich herumschleppt.

Der Roman lebt weniger von Handlung als von Atmosphäre, inneren Konflikten und den leisen Spannungen zwischen den Figuren. Manchmal hatte ich das Gefühl, er plätschert fast beiläufig dahin, aber gerade das passte gut: das Unaufgeregte, das Reflektierende, das dennoch immer neugierig macht, wie es weitergeht. Wer große Dramen oder Action sucht, ist hier falsch – aber wer sich für Identität, Migration, queeres Erwachsenwerden und Generationenfragen interessiert, findet hier ein feinsinniges, kluges Buch.

Der Diogenes Verlag hat auch hier wieder ein Händchen für besondere Geschichten bewiesen. Kein Pageturner, aber ein lesenswertes, bewegendes Buch. Vier verdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

spannend

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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"Loverboy" ist ein spannender Romantic Suspense Roman mit wunderschön gestaltetem Cover.

Als Vivian verschwindet, macht sich ihre Mitbewohnerin Lola wahnsinnige Sorgen. Sie kann doch nicht einfach ...

"Loverboy" ist ein spannender Romantic Suspense Roman mit wunderschön gestaltetem Cover.

Als Vivian verschwindet, macht sich ihre Mitbewohnerin Lola wahnsinnige Sorgen. Sie kann doch nicht einfach verschwunden sein? Sicherlich hat ihr Freund Pascal damit zu tun, von dem Vivian nahezu besessen zu sein scheint. Sie verändert sich in der Beziehung total und ist nicht mehr die Selbe. Dann taucht Elias, Vivians Halbbruder, aus dem Nichts auf und gemeinsam mit Lola macht er sich auf die Suche nach seiner Schwester. Die Polizei ist jedenfalls keine große Hilfe und nimmt Vivians Verschwinden nicht wirklich ernst. Und dann knistert es auch noch zwischen Lola und Elias, als sie gemeinsam zu ermitteln beginnen...

Das Loverboy-Phänomen ist kein einfaches Thema, was Antonia Wesseling in ihrem Roman aufgreift. Männer daten Frauen, nur damit sie später für sie Sexarbeit leisten. Man sollte sich auf jeden Fall vor dem Lesen die Triggerwarnungen zu Gemüte führen.

Spannung war in der Geschichte auf jeden Fall enthalten, die Romance konnte mich weniger überzeugen. Meiner Meinung nach gibt es zwischen Lola und Elias kaum Funken, die sprühen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Elias als Charakter für mich wenig greifbar und nahbar war. Ich hätte mir mehr Informationen über seine Vergangenheit gewünscht, einerseits über seine Zeit im Gefängnis, andererseits mehr über seine Beziehung zu Vivian als Halbschwester.

Trotzdem hat der Roman mich fesseln können. Deshalb kann ich ihn jedem empfehlen, der eine spannende Geschichte sucht, die mit ein wenig Lovestory ergänzt wird.

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