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Veröffentlicht am 19.10.2025

hinter den Kulissen - lebendiger Einblick in Preußens Geschichte

Sieben Jahre
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Es ist mit über 850 Seiten mit Sicherheit keine leichte Lektüre – im doppelten Sinne. Jedoch habe ich es nicht bereut zum Buch gegriffen zu haben. Tanja Kinkel hat es verstanden mich in das 18. Jahrhundert ...

Es ist mit über 850 Seiten mit Sicherheit keine leichte Lektüre – im doppelten Sinne. Jedoch habe ich es nicht bereut zum Buch gegriffen zu haben. Tanja Kinkel hat es verstanden mich in das 18. Jahrhundert Preußens zurückzuversetzen. Kleine Details, wie Kaffee versetzt mit Senfkörnern, zeichnen diesen Spiegel der Zeit zu Lebzeiten Friedrich II. von Preußen aus. Die Ränkespiele innerhalb der königlichen Familie fand ich sehr anschaulich beschrieben. Friedrich ist ein Meister darin seine Brüder und Schwestern mit scharfen Worten, mit Sinnbildern zwischen den Worten wie auch mit der seiner Position innewohnenden Macht als König, zu beherrschen und zu benutzen. Wie die Autorin dies im Buch herausgearbeitet hat und in eine lebendig wirkende Geschichte eingebettet hat, finde ich sehr gelungen. Dabei ist es mir bei den Dialogen nicht immer leichtgefallen die Zwischentöne herauszufiltern. Wie das Verhältnis zwischen Friedrich und seinem jüngeren Bruder Heinrich herausgearbeitet wurde, hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Es ist eine Hassliebe, gezeichnet von dem Bedürfnis zu herrschen und dem Widerstand wie auch dem Aufbegehren gegen diese Herrschaft. Auch wenn es Friedrich nie offen zugeben würde, sieht er in Heinrich sein jüngeres Ich im Aufbegehren gegenüber seinem dominanten Vater.
Das Buch zeichnet auch aus, dass Nebenfiguren hier gezielt und sehr lebendig zur Abrundung der Handlung einfließen. Wissen ist Macht, nicht nur unter den Regenten, sondern auch bei den Bediensteten. So gleicht auch Hannibals Leben anfangs dem eines Spielballs. Er lernt aber recht schnell, dass sein Wissen über die Herrschaft, mehr noch sein Schweigen darüber, durchaus zu seinem Vorteil zu nutzen. Mir ging es da wie Prinzessin Amalie, ich mochte diesen Kammermoor.
Insgesamt gebe ich 5 Lese-Sterne für diesen historisch fundierten und so anschaulich geschriebenen Roman über den 7jährigen Krieg, so dass ich ihn auch uneingeschränkt weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Rache oder Gier? Spannend gemacht

Mord an Weihnachten
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Staatsanwalt Broder Jacobsen hat ein gespaltenes Verhältnis zur Insel Föhr. Er ist dort aufgewachsen, seine Eltern betreiben dort noch heute ein Inselcafé. Aber Broder kämpft noch heute gegen die Erinnerungen ...

Staatsanwalt Broder Jacobsen hat ein gespaltenes Verhältnis zur Insel Föhr. Er ist dort aufgewachsen, seine Eltern betreiben dort noch heute ein Inselcafé. Aber Broder kämpft noch heute gegen die Erinnerungen an seinen kleinen Bruder, der dort vor 12 Jahren ums Leben gekommen ist. Gerade jetzt an Weihnachten, wo seine Abwesenheit noch mehr schmerzt. Nur seinen Eltern zu Liebe ist er gekommen, nur kurz, so denkt er. Aber dann kommt es auf dem Weihnachtsbasar zu einer Vergiftung, die auf Mord hinweisen….
Ich habe das Buch wieder verschlungen. Es war so spannend und wendungsreich, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Auf der einen Seite finde ich die Hauptfigur, Staatsanwalt Broda Jacobsen, sehr sympathisch, aber auch das Zusammenspiel zwischen Inselpolizei und dem Ermittler aus Flensburg haben mich überzeugt. Da gibt es kein Kompetenzgerangel oder persönliche Befindlichkeiten. Das hätte die Aufklärung der Morde, denn bei einem wird es nicht bleiben, noch schwieriger gemacht. Staatsanwaltschaft und Polizei mussten ihre Theorien zum möglichen Tatmotiv mit jedem weiteren Mord ohnehin oft genug hinterfragen. Immer wieder geriet ein anderer Dorfbewohner in ihren Focus. Das fand ich unheimlich spannend, so dass mich die Aufklärung der Morde am Ende total verblüfft hat. Ich kann diesen Krimi zu 100% weiterempfehlen und 5 Lese-Sterne sind wohlverdient.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

spannend und wendungsreich bis zum Schluss

Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe
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Über einen gemeinsamen Freund lernen sich Mark Kreutzer und die Investigativjournalistin Rachel Skalla kennen. Sie liegen auf einer Wellenlänge und nur so lässt es sich erklären, dass Rachel ihre aktuelle ...

Über einen gemeinsamen Freund lernen sich Mark Kreutzer und die Investigativjournalistin Rachel Skalla kennen. Sie liegen auf einer Wellenlänge und nur so lässt es sich erklären, dass Rachel ihre aktuelle Recherche über illegale Medikamententests ruhen lässt und ihm bei seiner Recherche zu helfen. Marks Vater sitzt seit 8 Jahren im Gefängnis. Des Mordes an einer Prostituierten für schuldig gesprochen. Während sich Marks Mutter und seine Schwester vom Vater abgewendet haben, glaubt Mark an dessen Unschuld. Nur müssen sie erst noch Beweise dafür finden.
Bei ihren Recherchen findet Rachel noch 7 weitere Fälle von Prostituiertenmorden in denen renommierte Männer verurteilt wurden. Über ganz Deutschland verteilt, aber es zeichnet sich ein Muster ab.
Obwohl der Leser/Hörer sowohl die Ermittler- als auch die Täterseite recht bald kennenlernt, der Täter also bekannt ist, bleibt es spannend. Einfach dadurch, dass der Autor vermeintliches Wissen um den Täter und seinen Motiven immer wieder den ausgestreckten Mittelfinger zeigt. Nichts ist so wie man zu wissen glaubt, was die Spannung auf hohen Level bis zum Schluss aufrecht hält. Dabei sind die Menschen, die die 8 Fehlurteile beweisen wollen, bunt durcheinandergemischt. Sie legen die von polizeilichen Dienstvorschriften eingeschränkten Handlungsspielräume mitunter etwas weiter aus und nutzen auch fremde Netzwerke. Ich fand das alles sehr lebendig, die Handlung durchaus glaubwürdig, wenn auch abschreckend und gebe 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Maras Fälle werden immer emotionaler und spannender

Dunkler Sog
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Mara Billinsky soll den Tod des Heimbewohners Dr. Mertesheimer aufklären. Der wurde im luxuriösen Seniorenstift erst gefoltert und dann mit Colchicin vergiftet. Ein qualvoller, langsamer Tod. Trotzdem ...

Mara Billinsky soll den Tod des Heimbewohners Dr. Mertesheimer aufklären. Der wurde im luxuriösen Seniorenstift erst gefoltert und dann mit Colchicin vergiftet. Ein qualvoller, langsamer Tod. Trotzdem Mara noch immer unter dem Tod ihres Freundes und dem Weggang ihres Partners, Jan Rosen, in eine andere Abteilung zu knabbern hat, stellt sie sich dieser Aufgabe. Auch wenn das heißt, dass sie nun diesen neuen, jungen Kollegen, Tobias Cronberg, an ihrer Seite ertragen muss. Es beginnt eine Ermittlung, die sie weit in die Vergangenheit und ein kleines Dorf im Schwarzwald in dem die Mythen und Sagen noch immer lebendig scheinen.
Ich fand den 10 Band wieder sehr spannend. Sicher auch, weil mir die Krähe, Hauptfigur Mara Billinski, so unwahrscheinlich gut gefällt. Nicht weil sie so offen zugewandt auf die Menschen zugeht, eher das Gegenteil ist der Fall. Es ist mehr ihre Beharrlichkeit, ihr Widerspruchsgeist die mich für sie einnehmen.
Es zeigt sich wieder, dass Mara um ihre Eigenheiten und ihre abweisende Art weiß, aber sich einfach nicht in der Lage sieht freundlicher mit den Menschen umzugehen. Ein Umstand, der ihr diesmal reichlich Gewissensbisse einbringt und zu Selbstzweifeln führt. Der Fall selbst, bei dem es nicht bei einer Leiche bleibt, ist spannend aufgebaut und zwang mich immer weiterzulesen. Die Verwicklungen sind nicht vorhersehbar und so bleibt es spannend bis zum Schluss. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

gelungene Fortsetzung, die ich uneingeschränkt empfehle

Die Sättigung
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Karneval in Dresden, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Doch nun gilt der Faschingsprinz des Karnevalvereins Elbmasken vom Zwinger als verschwunden.
Sogar Arne Stiller hat sich von seiner Lebenspartnerin, ...

Karneval in Dresden, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Doch nun gilt der Faschingsprinz des Karnevalvereins Elbmasken vom Zwinger als verschwunden.
Sogar Arne Stiller hat sich von seiner Lebenspartnerin, der Rechtsmedizinerin Martina Schweitzer, zur Teilnahme an einer Veranstaltung überreden lassen. Als die Leiche des Imbissbesitzers Simon Pawelke gefunden wird, machen sich beide zum Tatort auf. Vor seinen Tod wurde Pawelke bestialisch gefoltert. In der Wohnung des Toten findet Arne einen Zettel, eine kryptische Botschaft mit ungelenker Hand geschrieben. Es soll nicht Arnes letzte Nachricht vom Killer sein, denn das Morden geht weiter…
Ich fand diesen neuen Arne-Stiller-Fall wieder einmal unwahrscheinlich spannend. Gut, bei der Beschreibung der brutalen Foltermethoden des Killers muss man schon hart im Nehmen sein, aber gleichzeitig wurde bei mir dadurch die Fantasie angeregt, warum der Täter so unterschiedlich bei den Morden vorgeht. Immer neue grauenvolle Foltermethoden. Auch wenn es nach außen hin nicht ersichtlich ist, muss es eine Verbindung zwischen den Opfern geben. Nur welche ist nicht zu erkennen. Das bringt Spannung in die Geschichte. Nicht nur das, auch das Ende war so überhaupt nicht vorhersehbar gewesen. Zum Schluss sagt Arne einen Satz, den ich sehr zutreffend fand: „In dieser Geschichte gibt es nur Verlierer.“
Bis dahin musste Arne aber wieder sein ganzes Können als Kryptologe aufbieten, um die verschlüsselten Botschaften des Täters zu knacken. Mich hat dieser neue Fall sehr spannend unterhalten, so dass ich 5 Lese-Sterne gebe und eine klare Leseempfehlung ausspreche.

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