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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2025

Maras Fälle werden immer emotionaler und spannender

Dunkler Sog
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Mara Billinsky soll den Tod des Heimbewohners Dr. Mertesheimer aufklären. Der wurde im luxuriösen Seniorenstift erst gefoltert und dann mit Colchicin vergiftet. Ein qualvoller, langsamer Tod. Trotzdem ...

Mara Billinsky soll den Tod des Heimbewohners Dr. Mertesheimer aufklären. Der wurde im luxuriösen Seniorenstift erst gefoltert und dann mit Colchicin vergiftet. Ein qualvoller, langsamer Tod. Trotzdem Mara noch immer unter dem Tod ihres Freundes und dem Weggang ihres Partners, Jan Rosen, in eine andere Abteilung zu knabbern hat, stellt sie sich dieser Aufgabe. Auch wenn das heißt, dass sie nun diesen neuen, jungen Kollegen, Tobias Cronberg, an ihrer Seite ertragen muss. Es beginnt eine Ermittlung, die sie weit in die Vergangenheit und ein kleines Dorf im Schwarzwald in dem die Mythen und Sagen noch immer lebendig scheinen.
Ich fand den 10 Band wieder sehr spannend. Sicher auch, weil mir die Krähe, Hauptfigur Mara Billinski, so unwahrscheinlich gut gefällt. Nicht weil sie so offen zugewandt auf die Menschen zugeht, eher das Gegenteil ist der Fall. Es ist mehr ihre Beharrlichkeit, ihr Widerspruchsgeist die mich für sie einnehmen.
Es zeigt sich wieder, dass Mara um ihre Eigenheiten und ihre abweisende Art weiß, aber sich einfach nicht in der Lage sieht freundlicher mit den Menschen umzugehen. Ein Umstand, der ihr diesmal reichlich Gewissensbisse einbringt und zu Selbstzweifeln führt. Der Fall selbst, bei dem es nicht bei einer Leiche bleibt, ist spannend aufgebaut und zwang mich immer weiterzulesen. Die Verwicklungen sind nicht vorhersehbar und so bleibt es spannend bis zum Schluss. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

gelungene Fortsetzung, die ich uneingeschränkt empfehle

Die Sättigung
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Karneval in Dresden, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Doch nun gilt der Faschingsprinz des Karnevalvereins Elbmasken vom Zwinger als verschwunden.
Sogar Arne Stiller hat sich von seiner Lebenspartnerin, ...

Karneval in Dresden, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Doch nun gilt der Faschingsprinz des Karnevalvereins Elbmasken vom Zwinger als verschwunden.
Sogar Arne Stiller hat sich von seiner Lebenspartnerin, der Rechtsmedizinerin Martina Schweitzer, zur Teilnahme an einer Veranstaltung überreden lassen. Als die Leiche des Imbissbesitzers Simon Pawelke gefunden wird, machen sich beide zum Tatort auf. Vor seinen Tod wurde Pawelke bestialisch gefoltert. In der Wohnung des Toten findet Arne einen Zettel, eine kryptische Botschaft mit ungelenker Hand geschrieben. Es soll nicht Arnes letzte Nachricht vom Killer sein, denn das Morden geht weiter…
Ich fand diesen neuen Arne-Stiller-Fall wieder einmal unwahrscheinlich spannend. Gut, bei der Beschreibung der brutalen Foltermethoden des Killers muss man schon hart im Nehmen sein, aber gleichzeitig wurde bei mir dadurch die Fantasie angeregt, warum der Täter so unterschiedlich bei den Morden vorgeht. Immer neue grauenvolle Foltermethoden. Auch wenn es nach außen hin nicht ersichtlich ist, muss es eine Verbindung zwischen den Opfern geben. Nur welche ist nicht zu erkennen. Das bringt Spannung in die Geschichte. Nicht nur das, auch das Ende war so überhaupt nicht vorhersehbar gewesen. Zum Schluss sagt Arne einen Satz, den ich sehr zutreffend fand: „In dieser Geschichte gibt es nur Verlierer.“
Bis dahin musste Arne aber wieder sein ganzes Können als Kryptologe aufbieten, um die verschlüsselten Botschaften des Täters zu knacken. Mich hat dieser neue Fall sehr spannend unterhalten, so dass ich 5 Lese-Sterne gebe und eine klare Leseempfehlung ausspreche.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

aufschlagen, abtauchen, Zeit vergessen

Zeit des Neubeginns
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Als ich gleich am Anfang las, dass alle Hansens sich wegen der Eröffnung von Georgs Testament in der Hansen-Villa einfanden, dachte ich: jetzt kommt es gleich zum Eklat. Doch wie sein ganzes Leben lang ...

Als ich gleich am Anfang las, dass alle Hansens sich wegen der Eröffnung von Georgs Testament in der Hansen-Villa einfanden, dachte ich: jetzt kommt es gleich zum Eklat. Doch wie sein ganzes Leben lang hat Georg auch hier bei der Verteilung seines Vermögens Weitsicht gezeigt, auch wenn er nicht alles voraussehen konnte. Selbst Martha, die für Zoff in der Familie Hansen bekannt ist, kam mir nach der Verlesung recht zahnlos vor. Wobei sie ja auch keinen rechtlichen Anspruch an Georgs Erbe hat. Es hat mich gerührt, dass jeder der Erben no ach einen persönlichen Brief von Georg vom Notar überreicht wurde. Wie in seinem bisherigen Leben versucht er damit ein letztes Mal Ratschläge für die Zukunft zu erteilen. Doch dieser Band zeigt auch wieder die Entwicklungen und Probleme der anderen Familienmitglieder, ob nun in München, in Wien oder in Amerika. Gerade das finde ich an diesen Bänden so interessant und spannend.
Eduard Ahrendsen ist mit seinen zwielichtigen Geschäften in Berlin nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Nur leider scheint er daraus nichts gelernt zu haben. Ich finde es beängstigend, wie er sich wieder auf illegale Geschäfte und eine Zusammenarbeit mit Nolte einlässt.
Zunehmend wird im Buch auch deutlich, dass sich die Naziideologie und damit auch die Fremdenfeindlichkeit immer mehr ausbreiten. Was mag das für Amala und das neu eröffnete Hansen für Auswirkungen haben? Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

ihre Krimis werden immer spannender

Das erkaufte Glück
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Anfangs wunderte ich mich, dass Lea Nielsen, ehemals erfolgreiche Ermittlerin beim LKA Hannover, sich auf die Stelle in Wittmund, Ostfriesland, bewirbt. Beruflich ein klarer Abstieg. Jedoch gibt es zwei ...

Anfangs wunderte ich mich, dass Lea Nielsen, ehemals erfolgreiche Ermittlerin beim LKA Hannover, sich auf die Stelle in Wittmund, Ostfriesland, bewirbt. Beruflich ein klarer Abstieg. Jedoch gibt es zwei ABER. Erstens ist ihr Vater an Demenz erkrankt und braucht zunehmend mehr Hilfe und zweitens hat es der Vermisstenfall um Maya van Berg es in sich, so dass eine so erfahrene Ermittlerin gerade recht kommt. Beides unter einen Hut zu bekommen stellt sich für Lea als Herausforderung dar.
Mir ist es wieder leichtgefallen in den Krimi abzutauchen. Die Autorin versteht es die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten so lebensecht und damit glaubhaft zu vermitteln, dass man nach kurzer Zeit mit ihnen und der Geschichte verschmilzt. Dabei ist der Fall nicht so einfach, wie Leas Chef, HK Robert Petersen, anfangs denkt. Denn die vermisste junge Frau meldet sich nach einigen Tagen selbst bei der Polizei und gibt an bei einem Freund untergekommen zu sein. Doch wer hat das Erpresserschreiben mit der horrenden Lösegeldsumme geschrieben und ist mit dem Geld verschwunden? Ja, es ist spannend mitzuerleben, wie die Soko Maya die Zusammenhänge aufdeckt. Von mir gibt’s daher auch wohlverdiente 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Uneingeschränkte Leseempfehlung

Im Kopf des Bösen – Der Happy Face Killer
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Die Autoren machen es dem Leser leicht, auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, einzusteigen. Schließlich sind es immer abgeschlossene Fälle, die Sophie und Leonhard gemeinsam lösen. Auch ...

Die Autoren machen es dem Leser leicht, auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, einzusteigen. Schließlich sind es immer abgeschlossene Fälle, die Sophie und Leonhard gemeinsam lösen. Auch wenn ich die ersten beiden Bände von Im Kopf des Bösen gelesen habe, fand ich es als Auffrischung sinnvoll Sophies Eigenheiten nochmal vor Augen geführt zu bekommen. Einfach zu nehmen, so ganz ohne Emotionen zu zeigen und körperliche Nähe nicht zuzulassen, ist Sophie sicher nicht. Aber in mir verdichtet sich immer mehr die Hoffnung und der Wunsch, dass Leonhard und Sophie ein Paar werden. Als Team beim Profiling klappt das jedenfalls immer besser. Da reichen kleine Gesten bereits zur Verständigung aus.
Am Anfang konnte ich die Kapitel in denen es um Axel Sauer, den Journalisten des Westerboten, ging nicht einordnen, fand seine Gedanken bezüglich seiner beruflichen Ziele nicht sehr interessant, was sich dann jedoch massiv geändert hat. Wer ahnt denn am Anfang bereits welch große Rolle, positiv wie negativ, er in den weiteren Ermittlungen einnimmt. Während Sophie und Leonhard die Bremer Kollegen mit ihren Erfahrungen bei der Suche nach dem Täter zur Seite stehen, hat mich Sophie, so schräg sie auch wieder im Umgang ist, mit ihrer Fähigkeit Zusammenhänge zu sehen, Verhalten zu bewerten und mit ihrer schnellen Auffassungsgabe wie auch ihr brillantes Gedächtnis wieder voll überzeugt.
Ich fand es von den Autoren sehr gut beschrieben und entwickelt, wie der Serienkiller sich selbst sieht, wie er seine Taten bewertet und sich dabei selbst etwas vormacht. Jedoch ist er in diesem 3. Band der Reihe nicht der einzige Schuldige, was die Lösung des Falls nicht unbedingt leichter macht, mir aber zusätzliche Spannung gebracht hat. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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