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Veröffentlicht am 01.03.2026

3,5 Sterne - Spannender Reihenauftakt für Kinder, die viel Action mögen

Im Zeichen der Kobra
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Das Alte Ägypten übt eine ganz besondere Faszination aus. Pyramiden, Geheimgänge, Mumien, Schätze, alte Götter - daraus lassen sich tolle Geschichten spinnen. Auch "Im Zeichen der Kobra. Der Raub der Totenmaske" ...

Das Alte Ägypten übt eine ganz besondere Faszination aus. Pyramiden, Geheimgänge, Mumien, Schätze, alte Götter - daraus lassen sich tolle Geschichten spinnen. Auch "Im Zeichen der Kobra. Der Raub der Totenmaske" von Fabian Lenk enthält viele dieser Elemente.
Die Geschwister Yana, Yamon und Anouk begleiten ihren Onkel, Professor Klawitter, zu einer Ausgrabung im Tal der Könige. Dabei entdecken sie eine Grabkammer mit einer geheimnisvollen Formel, die ihnen besondere magische Kräfte verleiht. Die drei Geschwister können sich von nun an in Tiere verwandeln. Kurze Zeit später beobachten sie einen Raub im Ägyptischen Museum in Kairo. Natürlich wollen die drei helfen, die Diebe zu stellen. Doch dabei geraten sie selbst in große Gefahr.
Besonders der Beginn der Geschichte hat meinem Sohn und mir richtig gut gefallen. Die Beschreibung der Ausgrabungsstätte, die vielen gut recherchierten Informationen zum Alten Ägypten und dann das kleine magische Element - all das hat uns schnell in seinen Bann gezogen.
Leider hat uns der Fortgang der Geschichte dann nicht mehr ganz so begeistert. Es gab einige starke Momente, vor allem, wenn sich Yana in einen Vogel verwandelt. In anderen Momenten lag der Fokus mehr auf den Karatekampfkünsten der großen Schwester Anouk. Diese haben uns leider nicht ganz so gut gefallen. Wir hätten uns gewünscht, dass auch hier stärker die tierischen Fähigkeiten eingesetzt würden oder die drei mit pfiffigen Ideen eine Lösung finden.
So lag für uns der Fokus am Ende der Geschichte zu sehr auf Kampfaction und Verfolgungsjagden und zu wenig auf dem magischen Element und dem Alten Ägypten. Dafür haben uns aber die Perspektivwechsel hin zum Schurken der Geschichte sehr gut gefallen. Hier gibt es einige amüsante Augenblicke und Einblicke in die Gedankenwelt eines Bösewichts. Doch am Ende hatten wir das Gefühl, den Schurken fast ein bisschen besser zu kennen als die drei Hauptfiguren, was für uns ein wenig schade war.
Trotz kleiner Schwächen ist "Im Zeichen der Kobra" ein spannendes Abenteuer, das besonders zu Beginn mit dem Thema Altes Ägypten überzeugt. Für uns gibt das 3,5 Sterne. Die Altersempfehlung des Verlags ab etwa 11 Jahren ist wegen der Kampfszenen und der Bedrohung durch Waffen durchaus passend. Gerade ältere Kinder, die gerne Actionszenen mögen, werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Für Einhorn-Fans ein Glitzerfest - bei uns hat’s nicht gefunkelt - 3,5*

Fibi und ihr Einhorn (Bd. 9) - Wer bowlt, gewinnt - Comics für Kinder
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Ich kannte die "Fibi und ihr Einhorn"-Comics bereits aus der Grundschulbücherei meiner Kinder, wo sie bei einigen Kindern sehr beliebt sind. Deshalb war ich gespannt, selbst einmal ein Buch aus der Reihe ...

Ich kannte die "Fibi und ihr Einhorn"-Comics bereits aus der Grundschulbücherei meiner Kinder, wo sie bei einigen Kindern sehr beliebt sind. Deshalb war ich gespannt, selbst einmal ein Buch aus der Reihe zu lesen. Bei mir war es Band 9: "Fibi und ihr Einhorn - Wer bowlt, gewinnt".
In diesem Band reihen sich kurze Episoden aus dem Leben von Fibi und ihrem Einhorn Maiglöckchen Samtnüster aneinander. Die einzelnen Geschichten hängen oft nur lose zusammen, was mich persönlich zunächst überrascht hat. Dabei hätte ich mir hier kurze grafische Abgrenzungen oder abtrennende Überschriften gewünscht.
Auch eine kurze Vorstellung der Charaktere hätte den Einstieg für Neulinge erleichtert. Dennoch versteht man schnell, wie Fibi und ihr Einhorn ticken und was sie bewegt. Die einzelnen Episoden kommen direkt aus Fibis Leben. So sieht man sie oft auf Maiglöckchen reitend und in ein Gespräch mit ihr vertieft, aber auch in der Schule, beim Bowling oder im Einhorn-Sommercamp.
Einige fand ich ganz amüsant, andere haben sogar etwas zum Nachdenken angeregt. Meine eigenen Kinder konnten allerdings eher wenig mit den Geschichten anfangen. Ich verstehe aber, warum manche Kinder aus unserer Schulbücherei die Reihe so gerne lesen. Fibi und Maiglöckchen sind sehr interessante Charaktere, die einerseits Stereotypen bedienen, diese aber gleichzeitig immer wieder aufbrechen.
Die zeichnerische Gestaltung der Figuren gefällt mir gut, jedoch hätte ich mir insbesondere für die oft einfarbigen Hintergründe mehr Details gewünscht. So wirken viele Bilder ähnlich, und die Umgebung schafft kaum Stimmung - außer wenn Maiglöckchen für ein bisschen Glitzer sorgt.
Interessant fand ich die sprachliche Gestaltung des Comics, denn die ist meist recht einfach gehalten und leicht zu lesen. Zwischendurch gibt es aber auch anspruchsvolle Wörter wie kataklystisch oder Stereotyp. Diese werden zwar am Ende des Buches erklärt. Eleganter wäre allerdings eine Erklärung direkt auf der jeweiligen Seite.
Empfehlen würde ich die Comic-Reihe vor allem Kindern, die sich für Einhörner interessieren. Allen anderen könnte das Einhorn-Thema schnell zu viel werden, auch wenn nebenbei wichtige Themen wie Mobbing oder das Gefühl, anders zu sein, angesprochen werden. Bei uns ist der Funke leider nicht ganz übergesprungen, aber es wird sicher viele Kinder geben, die "Fibi und ihr Einhorn" lieben werden.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Originelle, magische Ideen - Plot für uns ein wenig zu glatt - 3,5 Sterne

Olympia Magica 1: Kommst du ins Team?
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Die Ideen zu "Olympia Magica: Kommst du ins Team" von Anne Bodinka sind wirklich originell: Magische Sportarten, eine Akademie für alle Talentierten und Wettkämpfe, in denen die Schülerinnen und Schüler ...

Die Ideen zu "Olympia Magica: Kommst du ins Team" von Anne Bodinka sind wirklich originell: Magische Sportarten, eine Akademie für alle Talentierten und Wettkämpfe, in denen die Schülerinnen und Schüler zeigen können, was sie im Laufe eines Jahres gelernt haben.
Die Hauptfigur Linna landet eher durch Zufall an dieser Akademie und weiß zunächst gar nicht, ob sie wirklich eine Begabung für eine der magischen Disziplinen hat. Während Linna dann beim Training versucht, in Olympia Magica zurechtzukommen und ihr Talent zu finden, trifft sie bald auf die Gegenspieler dieser Geschichte: zwei hochnäsige Mitschüler, die einen geheimen, finsteren Plan aushecken. Natürlich muss Linna versuchen, alles darüber herauszufinden und die Wahrheit ans Licht bringen.
Der Handlungsverlauf ist - um ehrlich zu sein - nicht besonders ausgefallen und hielt für uns wenige Überraschungen bereit. Die Geschichte verläuft sehr glatt und manche Probleme lösen sich für unseren Geschmack zu einfach, während andere unnötig verkompliziert wirken. Etwas mehr Komplexität und Raffinesse an den richtigen Stellen hätten dem Plot gutgetan.
Was uns allerdings ausgesprochen gut gefallen hat, ist das Setting mit Olympia Magica als Sportinternat, an dem viele verschiedene magische Sportarten trainiert werden. Diese kann man sich beim Lesen sehr gut vorstellen. Vor allem Linnas Begabungsbereich klingt sehr spannend und wird so anschaulich beschrieben, dass man sie gerne dabei begleitet.
Linna ist außerdem sehr sympathisch und verhält sich wie ein ganz normales Kind. Ihre Gefühlswelt mit Zweifeln und großer Willenskraft wird authentisch beschrieben, sodass man gut mit ihr mitfühlen kann. Die meisten anderen Figuren - bis auf Linnas zwei Freunde - bleiben hingegen relativ blass und hätten gerne stärker ausgearbeitet werden können.
Dass dies nicht geschehen ist, liegt vermutlich vor allem an der Kürze des Buches. So lässt es sich sehr schnell und leicht lesen; ein Jahr in Olympa Magica vergeht wie im Flug. Dabei fehlt dann leider aber auch die Zeit, so richtig tief in die Welt einzutauchen.
Dennoch ist "Olympia Magica" eine lesenswerte Geschichte für alle ab etwa 9 Jahren, die Magie und Sport mögen. Die Kürze und geringere Komplexität machen es besonders geeignet für junge Leserinnen und Leser, die selbstständig in eine spannende, magische Welt eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Mehr Hexengeschichte als Lovestory

Rewitched
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Manchmal gibt es Bücher, bei denen ich etwas zwiegespalten zurückbleibe. In "Rewitched" von Lucy Jane Wood gab es viele schöne Momente, die ich sehr gerne gelesen habe und die Grundidee der Geschichte ...

Manchmal gibt es Bücher, bei denen ich etwas zwiegespalten zurückbleibe. In "Rewitched" von Lucy Jane Wood gab es viele schöne Momente, die ich sehr gerne gelesen habe und die Grundidee der Geschichte und das herbstliche Setting haben mir wirklich gut gefallen.
Belle führt ein relativ normales Leben. Sie lebt mit einer Katze und ihrer besten Freundin in einer WG, arbeitet in einem süßen Buchladen und hadert damit, ob sie nicht doch das Geschäft hätte übernehmen sollen, da ihr neuer Chef ein richtiges Ekelpaket ist. Dass sie auch eine Hexe ist, verdrängt sie die meiste Zeit und sie nutzt ihre Magie nur für Kleinigkeiten. Doch zu ihrem 30. Geburtstag soll sie sich überraschenderweise einer Hexenprüfung unterziehen. So dreht sich Belles Leben bald größtenteils um die Magie, da Belle diese, obwohl sie sie kaum nutzt, nicht verlieren möchte.
Die Ausgangssituation hat mir, wie gesagt, richtig gut gefallen. Vor allem der Buchladen und die kleinen Zaubereien, die Belle nutzt, um für Kunden die richtigen Bücher zu finden oder in der Kinderbuchabteilung für Ordnung zu sorgen, schaffen eine schöne Atmosphäre. Da der Verlag das Buch mit "Cosy Fantasy Romance" beworben hat, hoffte ich auch auf eine schöne Liebesgeschichte.
Die Romance hat mich in diesem Buch leider jedoch überhaupt nicht erreicht. Zu Beginn dachte ich noch, das könnte schön werden, weil der Typ ein bisschen mysteriös wirkte. Leider ist daraus für mich nichts geworden. Viele Momente zwischen Belle und dem Mann, an dem sie ein Interesse entwickelt, kamen bei mir einfach nicht romantisch rüber. Außerdem verbringen die beiden so wenig Zeit miteinander, dass sich da einfach kaum etwas entwickelt hat. In dieser Hinsicht war das Buch für mich leider enttäuschend.
Dass mich die Romance nicht erreicht hat, ist zwar schade, aber auch Fantasy-Bücher lese ich gerne. Deshalb habe ich versucht, mich beim Lesen mehr auf die Zaubereien und Hexerei zu fokussieren. Der Teil hat mir auch wesentlich besser gefallen. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches, wenn Belle sich auf die Hexenprüfung vorbereitet, gibt es viele schöne Momente und es kommt zum Schluss sogar etwas Spannung auf, mit der ich in einem Cosy Fantasy Roman gar nicht gerechnet habe.
Leider gab es aber auch einen Aspekt, der für mich einfach nicht logisch war. Da einige Figuren des Hexenzirkels ihre Lebensspanne durch das Ablegen des Kesseleids verlängern können, passte für mich die zeitliche Ebene der Geschichte einfach nicht mehr. Vielleicht habe ich etwas nicht richtig verstanden, aber ich bin einfach nicht drüber weggekommen.
Dafür gab es aber einige Charaktere, die mir wirklich sehr gefallen haben. Die Hauptfigur Belle hat ein paar Probleme: Ihr fehlt es teilweise an Selbstbewusstsein, und vor allem glaubt sie nicht an sich selbst. Allerdings macht sie in der Story eine ganz gute Entwicklung durch. Viel besser gefallen haben mir ein paar Nebencharaktere, wie die Mitbewohnerin, Belles Mutter, die Katze oder ein älterer Herr, der etwas später eine wichtige Rolle bekommt. Diese Figuren haben für mich die gemütlichen Momente ausgemacht und mir den Fantasy-Teil versüßt.
Da mich die Liebesgeschichte in "Rewitched" einfach nicht überzeugt hat, würde ich das Buch nicht als Romance empfehlen. Ja, es geht auch um Liebe, aber der Fokus liegt eindeutig auf der (hexischen) Entwicklung von Belle. Wer also auf eine tolle Lovestory hofft, könnte enttäuscht werden. Allen, die einfach Lust auf eine cosy Hexengeschichte haben, kann ich das Buch aber empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Interessante Zeitreise nach Paris für Kinder in der 2. Klasse

Die Zeit-Agenten 3. Jagd um den Eiffelturm
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Mit den "Zeit-Agenten" von S. J. King gibt es eine neue interessante Buchreihe zum Selberlesen für Kinder. Wir haben hier den dritten Band "Jagd um den Eiffelturm" gelesen und das Buch hat meinem 7-jährigen ...

Mit den "Zeit-Agenten" von S. J. King gibt es eine neue interessante Buchreihe zum Selberlesen für Kinder. Wir haben hier den dritten Band "Jagd um den Eiffelturm" gelesen und das Buch hat meinem 7-jährigen Sohn gut gefallen. Es ist unabhängig von den anderen Bänden lesbar und in sich abgeschlossen.
Die Zeit-Agenten sind eine Gruppe von acht ganz unterschiedlichen Kindern aus allen Teilen der Erde, die gemeinsam die Welt vor dem Zeitdieb Mora beschützen. Dieser stiehlt in verschiedenen Epochen Gegenstände, die von besonderem Wert für die Weltgeschichte sind und deren Verschwinden den Lauf der Zeit verändern könnten.
Dieser Band führt die beiden Agenten Hannah und Alex ins Paris von 1889. Besonders gut gefallen hat uns dabei, dass man viel über die Zeit und in diesem Fall die technischen Errungenschaften und den Bau des Eiffelturms lernen kann. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und im Anschluss an die Geschichte gibt es noch zusätzliche Fakten und ein kleines Quiz.
Die Story liest sich sehr leicht, hat einen guten Spannungsbogen und ist damit auch für jüngere Kinder (2. Klasse) zum Selberlesen geeignet. Leider bleibt die Geschichte dabei aber etwas oberflächlich. Die beiden Agenten Hannah und Alex lernt man kaum kennen und auch der Schurke Mora ist zwar böse, seine Motive oder sein Hintergrund werden leider nicht erklärt.
Außerdem haben wir uns die ganze Zeit gefragt, wie es zwei englischsprachige Kinder schaffen, sich in einem französischsprachigen Land zurechtzufinden. Dafür hätte es sicherlich eine kleine Erfindung geben können. Bei der Kleidung, die sich mit dem Zeitsprung automatisch verändert, ist dies zum Beispiel besser erklärt.
Außerdem passt an einer Stelle das Bild nicht zum Text, was mal vorkommen kann, aber leider hier doch sehr auffällig ist. Das ist schade, denn an sich sind die schwarz-weißen Illustrationen eine schöne Ergänzung zum Text und lockern jede Seite sehr gut auf, sodass die Textmenge überschaubar und für die Zielgruppe angemessen ist.
So ist es eine leicht zu lesende Geschichte für jüngere Kinder, die keine große Tiefe hat, dafür aber genug Spannung und interessante Fakten mit sich bringt, sodass das Lesen Spaß macht.

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