Leserunde zu "Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand" von Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz

Band 1 der neuen Ostsee-Krimireihe
Cover-Bild Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Nina Ohlandt (Autor), Jan F. Wielpütz (Autor)

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand

Band 1 der neuen Ostsee-Krimireihe vom Bestseller-Duo. Ostsee-Krimi

Mit einem solch heiklen Fall hat Kommissarin Hannah Bülow nicht gerechnet, als sie in ihre Heimat Ostersande zurückkehrt. Frisch verwitwet will sie an der Wismarer Bucht ihr Leben neu ordnen und für ihren Vater sorgen. Ihr Dienst in der Polizeiwache, wo ihre alte Freundin Constanze Chefin ist, beginnt betulich. Dann wird der Psychiater einer nahen Klinik erschlagen am Strand aufgefunden. Bei ihm eine kryptische Notiz, die den Missbrauch einer Patientin nahelegt. Ein Rachemord? Die Ermittlungen führen Hannah und Constanze zurück in den Sommer 1993, als sie an einem Bootsunglück beteiligt waren. War es womöglich keine gute Idee, nach Ostersande zurückzukehren? Die Geister der Vergangenheit ruhen nie.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 11.08.2025 - 31.08.2025
  2. Lesen 15.09.2025 - 05.10.2025
  3. Rezensieren 06.10.2025 - 19.10.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Küsten-Krimi weibliche Ermittler Hannah Bülow Küste Meer Küstenkrimi Ostseekrimi Regionalkrimi Mordsee Wismar Eva Almstädt Pia Korittki Reihe Küstenmorde Krimis

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 15.10.2025

Spannender und ereignisreicher Regionalkrimi

3

Mit dem Roman „Der Tote am Sandstrand“ beginnt eine neue Ostsee-Krimireihe, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Wenn auch Krimis auf keinen Fall zu meinem bevorzugten Genre zählen, wurde ich durch ...

Mit dem Roman „Der Tote am Sandstrand“ beginnt eine neue Ostsee-Krimireihe, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Wenn auch Krimis auf keinen Fall zu meinem bevorzugten Genre zählen, wurde ich durch den Handlungsort, Ostersande an der Wissmarer Bucht, sofort an einige Urlaubsreisen an Ost- oder Nordsee erinnert, was letztendlich mitentscheidend für meine Leseentscheidung war.

Und ich wurde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil. Denn in diesem Krimi werden sehr viele unterschiedliche Aspekte angesprochen und zu einem harmonischen Gesamtergebnis verknüpft.

Hauptcharaktere ist Hannah Bülow, die erst vor kurzem ihren Ehemann auf tragische Weise verloren hat, alle Brücken hinter sich abbricht und in ihren Heimatort zurückkehrt und eine freie Stelle in der dortigen Polizeiwache übernimmt. Schon bald gilt es einen mysteriösen Todesfall aufzuklären, dem wenig später ein weiterer folgt, wobei es sich um Mitglieder des ehemaligen Freundeskreises um Hannah und ihre jetzige Vorgesetzte und Freundin aus Kindertagen, Constanze, handelt. Im Laufe der Ermittlungen ergeben sich zunehmend Hinweise auf ein tragisches Ereignis der ehemaligen Freundesclique, bei dem eine gemeinsame Freundin den Tod fand.

Neben der Schilderung einer spannenden und wechselvollen polizeilichen Ermittlungstätigkeit werden auch viele Einblicke in die persönlichen Entwicklungen und Verhältnisse der das Romangeschehen tragenden Charaktere ermöglicht. Denn der Jahrzehnte zurückliegende tragische Bootsunfall hat individuelle Spuren hinterlassen. Eine sorgfältige und detailreiche Charakterisierung der Protagonisten sorgt dafür, dass ich mich leicht mit ihnen, ihren Gedanken und auch Entscheidungen identifizieren konnte. So unterschiedlich ihre persönlichen Verhältnisse auch waren, werden sie doch lebensecht und wirklichkeitsnah dargestellt.

Hinzu kommt auch immer wieder die Berücksichtigung eines aktiven und stark frequentierten Urlaubsortes. Und dies auch im Hinblick darauf, dass eine zügige und doch auch zurückhaltende Polizeiarbeit gefordert wird.

Für mich ein wirklich überaus gelungener, spannender und überzeugender Regionalkrimi, von dem ich sehr gerne weitere Bände lesen würde.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

zurück in die Vergangenheit...

3

...so kommt sich Hannah vor, als sie nach einem Schicksalsschlag u.a. dem "Ruf" ihrer alten Freundin und künftigen Chefin Constanze folgt und in die Heimat nach Ostersande zurückkehrt. Da könnte sie auch ...

...so kommt sich Hannah vor, als sie nach einem Schicksalsschlag u.a. dem "Ruf" ihrer alten Freundin und künftigen Chefin Constanze folgt und in die Heimat nach Ostersande zurückkehrt. Da könnte sie auch "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen" und wäre näher an ihrem Vater, der aus ihrer Sicht zunehmend vereinsamt.
Doch die gute Idee mutiert sehr schnell als Reise in die eigene Vergangenheit, in der die jugendliche Clique rund um Hannah und Constanze mit einem tödlichen Bootsunfall zu tun hatten, als plötzlich der Psychiater einer nahen Klinik am Strand getötet wird. Nach dem ersten Verdacht - möglicher Missbrauch? - wird bald klar, die Vergangenheit ruht vielleicht doch nicht, denn auch er war damals im Freundeskreis der beiden Frauen....

Sehr gut gefallen hat mir der Erzählstil des Autors. Seine Szenenbeschreibungen sind detailliert, aber nicht zu überladen und lassen mir als Leser noch genug Raum. Die Gefühle und Gedanken seiner Figuren werden gut beschrieben. Der doch eher düster wirkende Prolog erfährt zum Schluss seine Auflösung und für mich überraschend anders, als von mir erwartet. Neben der Krimihandlung, die an vielen Stellen Überraschungen und falsche Fährten bot, kommt auch die private Seite von Hannah, ihren Kollegen und zum Teil bei den Verdächtigen nicht zu kurz. Sehr gefreut hat mich, das für mich unerwartete, aber sehr stimmig wirkende Ende.

Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich daher auf weitere Fälle mit Kommissarin Hannah in der Hauptrolle!

Fazit: toller Auftakt zur neuen Ostsee-Krimireihe

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Veröffentlicht am 11.10.2025

spannend- man kann die Vergangenheit nicht einfach abschütteln

4

Hauptkommissarin Hannah Bülow zieht es zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Nach dem Tod ihres Mannes, mit erwachsenen Kindern aus dem Haus, kommt das Arbeitsangebot ihrer alten Freundin Constanze wie ...

Hauptkommissarin Hannah Bülow zieht es zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Nach dem Tod ihres Mannes, mit erwachsenen Kindern aus dem Haus, kommt das Arbeitsangebot ihrer alten Freundin Constanze wie gerufen, auch um ihren immer älter werdenden Vater im Blick zu behalten. Doch schon rasch verläuft der neue Job nicht so ruhig wie in den ersten Stunden vermutet- man findet eine Leiche am Strand, nahe einer Klinik. Dem nicht genug, ist es ihr Freund, und alte Liebe- Phillip. Eine kryptische Notiz in seiner Tasche wird gefunden und die Kriminalpolizei im nahen Wismar übernimmt die Ermittlungen. War es ein Unfall oder doch Mord? Hannah und Constanze sehen sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert unter anderem auch einen Bootsunfall, der sich im Jahr 1993 im Ort ereignet hat und ihre Leben nachhaltig verändert hat.

Dies ist das erste Buch einer neuen Serie um Hannah Bülow aus der Hand von Jan F. Wielpütz und nach Idee von Nina Ohlandt. Wie schon in Vorgängerwerken, der Autoren ist hier das Setting im hohen Norden und lebt natürlich durch diverse lokale Beschreibungen und Eigenheiten. Für mich war es jedoch nicht nur ein typischer Regionalkrimi, da man sich doch sehr schnell in rasanten kriminalistischen Fahrwassern mit vielen offenen Fragen befindet.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und transportiert gut ein Bild des eher kleinen Ortes Ostersande. Man spürt durch die Schilderungen richtiggehend die Fischbrötchen und die salzigen Meeresbrisen, also auch wundervoll atmosphärisch. Doch auch das Rätseln kommt nicht zu kurz, schnell ergeben sich viele offene Fragen, falsche Spuren, mögliche Täter. Man möchte nicht aufhören zu Lesen und freut sich, dass die Lösung trotz allem hin und her davor schlüssig ist.

Die Charaktere, speziell Hannah und ihren Vater fand ich sehr gelungen. Hannah kehrt mit Lebenserfahrungen und nach Schicksalsschlägen wieder zurück an den Ort ihrer Kindheit, der sich im Laufe der Zeit auch verändert hat. Auch die neue Beziehung zu ihrem alternden Vater wird authentisch geschildert.

Ich freue mich definitiv schon auf den nächsten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Begegnung mit der Vergangenheit

4

Nach dem Tod ihres Mannes zieht die Hauptkommissarin Hannah Bülow von Münster zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Ihre Freundin Constanze ist dort Leiterin der Ortswache und hat ihr eine Posten als ...

Nach dem Tod ihres Mannes zieht die Hauptkommissarin Hannah Bülow von Münster zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Ihre Freundin Constanze ist dort Leiterin der Ortswache und hat ihr eine Posten als Gruppenleiterin angeboten. Sie zieht erst einmal zu ihrem Vater, der gar nicht glücklich darüber ist, denn er hat ihr den Unfall vor vielen Jahren noch nicht verziehen. Gleich am ersten Tag trifft Hannah auch auf ihre Jugendliebe Phillip, der jetzt Psychologe an der heimischen Klinik ist. Der erste Tag verläuft recht eintönig, bis man eine männliche Leiche am Strand findet. Es ist Phillip und es könnte ein Unfall oder ein Mord sein. Die Kripo aus Rostock übernimmt den Fall und Constanze ermuntert Hannah sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Der Rostocker Kollegen ist das ganz recht, haben sie doch damit eine Einheimische Polizistin mit an Bord. Dieser ist für Hannah besonders, da sie doch immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
„Mörderische Brise – der Tote am Sandstrand“ ist eine neue Reihe, die Nina Ohlandt vor ihrem Tod noch konzipiert hat und nun von Jan F. Wielpütz fortgeschrieben wird. Es ist eine sehr interessant Hauptfigur, die hier im Mittelpunkt steht. Denn Hannah Bülow kehrt zurück in den Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ein großes Unglück immer noch als Schatten über ihr liegt. Sie hat damals durch einen Unfall eine Freundin verloren. Das Cover zeigt eine Szene, wohl vom Ostseestrand, dass ein wenig die Atmosphäre der Region, in der der Krimi spielt, widerspiegelt. Sehr behutsam wird beschrieben, wie sie sich in dem Ort wieder eingewöhnt, denn man kann das Gefühl nicht loswerden, das sie unter Beobachtung steht. Da wäre natürlich ihr Vater, der ihr den Unfall noch nicht verziehen hat und auch nicht möchte, dass seine Tochter sein Leben umkrempelt. Und dann natürlich Constanze, die sie mit einem Posten versorgt hat, aber auch vom Unfall gezeichnet ist. Der Autor beschreibt, wie sie sich langsam, aber sicher wieder einlebt auch unterstützt durch den Fall und die beiden Rostocker Kripobeamten. Die Spannung in dem Krimi steigt von Abschnitt zu Abschnitt und die Story hat auch noch einiges an Überraschungen parat, die dem Krimi auch guttun, Der Spannungsbogen wird sehr gut bis zum Ende entwickelt Die Sprache ist sehr bildhaft, so dass es mir als Leser gut gelingt mich in den Roman einzuschwingen.
Ich finde den ersten Band mit der neues Ermittlerin sehr gelungen. Es ist spannend und auch die regionalen Besonderheiten finden ihren Platz. Ich finde die Hauptfiguren gut eingeführt und erwarte weitere spannende Fälle. Der erste ist ja schon angekündigt.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Gelungener Auftaktband

4

Kommissarin Hannah Bülow kommt nach Ostersande zurück, um sich um ihren Vater zu kümmern. Ihre Freundin Constanze hat ihr einen Job in der hiesigen Polizeiwache gegeben. Doch es geht nicht so ruhig zu, ...

Kommissarin Hannah Bülow kommt nach Ostersande zurück, um sich um ihren Vater zu kümmern. Ihre Freundin Constanze hat ihr einen Job in der hiesigen Polizeiwache gegeben. Doch es geht nicht so ruhig zu, wie Hannah es erwartet hatte, denn am Strand wird ein Toter gefunden. Es handelt sich um Hannahs Jugendfreund Philip Langmar, der Psychiater in der nahen Klinik war. Eine Notiz, die bei ihm gefunden wurde, gibt Rätsel auf. Hannah unterstützt die Kripo Wismar bei den Ermittlungen zu diesem Fall und muss dabei auch in ihre Vergangenheit eintauchen, als sie in ein Bootsunglück involviert war. Dann verschwindet auch noch Philips Bruder spurlos.

Der Schreibstil lässt sich wieder angenehm flüssig lesen. Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band einer neuen Reihe des Autoren-Duos Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz. Die Atmosphäre des kleinen Ortes ist gut geschildert.

Auch die Personen sind authentisch und individuell dargestellt. Hannah trauert um ihren Mann als sie in ihren Heimatort zurückkehrt. Zu ihrem Vater hat sie ein schwieriges Verhältnis seit dem Bootsunglück von damals, dabei plagen sie selbst aber auch noch Gewissensbisse. Der Vater hat keine Lust darauf, dass Hannah ihn betüddeln will, und zeigt sich bockig. Ihm fehlt eine sinnvolle Beschäftigung. Aber auch an Hannahs Freundin Constanze, die damals ebenfalls dabei war, scheint die Vergangenheit nicht spurlos vorbeigegangen zu sein. Sie lässt Hannah mit den Kollegen von der Kripo Wismar ermitteln. Henning Grewe trägt seinen Teil zu den Ermittlungen bei, obwohl er privat ziemlich eingespannt ist. Daher ist er auch für Hannahs Hilfe dankbar. Seine junge Kollegin Mara Abedi Steyn bleibt daneben ein wenig blass.

Obwohl es einige Verdächtige gibt, gelingt es Hannah zusammen mit Grewe und Steyn den Fall zu lösen. Dabei hilft aber auch ein wenig Kommissar Zufall mit. Das Ende ist schlüssig, aber auch ein wenig überraschend.

Für Hannah als auch für ihren Vater zeigen sich am Schluss auch neue Zukunftsperspektiven.

Mir hat dieser spannende Krimi gut gefallen und ich freue mich schon auf einen Folgeband.

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