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Veröffentlicht am 28.10.2025

Alle lügen, doch wer hat Luke umgebracht?

The Final Wife
5

Zum Buch: In einem abgelegenen Cottage in den Cotswolds wird die Polizei zu einem Todesfall gerufen. Der berühmte Schönheitschirurg Luke Whitney liegt erstochen im Flur. Daneben kniet Anna, seine Frau, ...

Zum Buch: In einem abgelegenen Cottage in den Cotswolds wird die Polizei zu einem Todesfall gerufen. Der berühmte Schönheitschirurg Luke Whitney liegt erstochen im Flur. Daneben kniet Anna, seine Frau, die auch den Notruf gewählt hat und gesteht den Mord. Doch was Detective Rebecca Dance sofort auffällt: der Tatort wirkt inszeniert und sie glaubt Anna nicht. Doch ihr läuft die Zeit davon, den wahren Täter ausfindig zu machen…

Meine Meinung: Ja, hier merkt der Leser sofort, dass hier etwas nicht stimmig ist! Aber was, das bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis! Der gutaussehende Luke ist nämlich ein ganz schönes Kaliber, was seine Frauengeschichten angeht. Da gibt es seine Ex-Frau Rose, die sich zwar immer nach Lukes Wünschen gerichtet hat und ihn letzten Endes dann doch an die junge Anna verloren hat. Auch sie merkt schnell, dass Luke bei Frauen die Füße nicht stillhalten kann. Doch sie ist schlauer als Rose und schafft es, Luke zu halten. Bis ihr ein eigenes Verhältnis fast zum Verhängnis wird…

Die Autorin schafft es tatsächlich, in dem vermeintlich klaren Fall, den Leser bis zum Ende im Unklaren zu lassen. Denn wie sagt Anna so schön: „Und wie man weiß, gibt es immer drei Seiten. Seine, meine und die Wahrheit.“ (S. 21) Man weiß, dass irgendwie alle lügen und doch kommt man nicht dahinter!

Zum Ende hin wird es ein wenig undurchsichtig und man muss aufmerksam lesen, damit man keine Kleinigkeit verpasst, sonst versteht man es nicht. Genau deswegen ziehe ich einen Stern ab. Denn ich finde, das Ende hätte man etwas eleganter auflösen können. Aber sonst fand ich das Buch sehr spannend und man wird als Leser wirklich auf die Folter gespannt!

Mein Fazit: Ein Thriller, bei dem bis zum Ende nicht klar ist, was da eigentlich wirklich geschehen ist! Toller Plot, nur das Ende ist etwas wirr. Aber ich vergebe hier gerne 4 Sterne und empfehle den Thriller weiter!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 24.10.2025

Gnadenlose Hölle auf Erden...

Unter Wölfen
0

Zum Buch: Die junge hübsche Rumänin Alina gerät mit gerade mal 18 Jahren in die Fänge eines Menschenhändlerrings in Österreich. Sie nennen sich die Wölfe. Eines lernt Alina, die jetzt Mina heißt, ganz ...

Zum Buch: Die junge hübsche Rumänin Alina gerät mit gerade mal 18 Jahren in die Fänge eines Menschenhändlerrings in Österreich. Sie nennen sich die Wölfe. Eines lernt Alina, die jetzt Mina heißt, ganz schnell: wenn sie überleben will, muss sie einer von den Wölfen werden. Der Weg dorthin war so schwer, wie er nur sein kann. Sie kann sich zwar die Gunst von einem der Anführer ergattern, muss dafür aber wortwörtlich über Leichen gehen. Bis sie eines Tages die Chance bekommt, auszusteigen. Dafür muss sie die Wölfe verraten. Damit hat sie kein Problem, doch da fängt ihr Weg erst an. Denn Alina hat nur eines im Kopf: Rache…

Meine Meinung: Das Buch geht wirklich unter die Haut! Denn die Autorin beschreibt die Hölle bei den Wölfen. Eigentlich müsste dieses Buch schon unter dem Genre „Horror“ geführt werden, denn die Frauen dort erleben wirklich die Hölle auf Erden. Doch dann wird aus Mina „Nica“ und der Plot kippt. Nica heißt übersetzt „die Siegreiche“ und genau das wird sie am Ende sein. Doch auch der Weg ist steinig und sie muss erst einmal lernen, in der modernen Welt zurechtzukommen. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und der eröffnet sich ihr ziemlich bald. Ab da gibt es kein Halten mehr. Die Geschichte steuert gnadenlos auf ein Ende zu, das für mich wirklich stimmig ist.

Die Autorin beschreibt hier in dem Buch eine Welt, die niemand von uns wirklich je kennenlernen will. Wirklich grausig zu lesen, wenn Frauen einfach wie Ware behandelt werden. Und doch ist das sicherlich oft grausame Realität. Das macht den Roman von Jana Martin aktuell wie eh und je.

Der Schreibstil ist eindringlich und man kommt sofort gut in die Geschichte hinein. Manchmal habe ich mich über die Bockigkeit von Nica aufgeregt, aber irgendwie kann man sie ja auch verstehen. Auf jeden Fall lässt einen das Buch mit einem ganz schlechten Geschmack im Mund und bösen Bildern im Kopf zurück. Ich würde sogar sagen, dass das Buch nicht geeignet ist für Leser mit schwachen Nerven. Wer das aushält, wird mit einer spannenden Geschichte belohnt!

Mein Fazit: Nichts für Zartbesaitete! Denn der Teil bei den „Wölfen“ ist wirklich grausam und auch genauso beschrieben. Aber es gibt auch immer die, die dagegen kämpfen und manchmal siegt auch das Gute! Ein toll geschriebener Thriller, der unter die Haut geht!

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Tolles Setting, was eine düstere Atmosphäre hervorbringt!

Nachtwald
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Zum Buch: Lizzy wird gerade aus einer Entzugsanstalt entlassen, als sie ihre Familie wiedertrifft. Ihre Mutter hat gerade George geheiratet und er lädt die ganze Familie auf sein Anwesen Butler Hall ein. ...

Zum Buch: Lizzy wird gerade aus einer Entzugsanstalt entlassen, als sie ihre Familie wiedertrifft. Ihre Mutter hat gerade George geheiratet und er lädt die ganze Familie auf sein Anwesen Butler Hall ein. Es liegt sehr abgelegen mitten im Wald und ist nur zu Fuß zu erreichen. Und doch taucht gleich am ersten Abend ein Gast dort auf, mit dem niemand gerechnet hat. Lizzy muss sich eingestehen, dass sie nicht einmal ihrer eigenen Familie bedingungslos trauen kann…

Meine Meinung: Die Autorin kann hier natürlich mit der Atmosphäre punkten. Man ist eigentlich beim Lesen direkt mittendrin in dem dunklen Wald, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint! Ich konnte fast die Tannennadeln und das nasse Laub riechen…

Zusätzlich entsteht natürlich eine beklemmende Situation, wenn niemand einfach so gehen kann, wie es ihm beliebt. Und hier treffen völlig fremde Menschen aufeinander. Denn Lizzy hat während ihres Absturzes auch ihre Familie so gekränkt und verletzt, dass alle misstrauisch sind. Und George, seine Tochter Freya und ihren frischgebackenen Ehemann Hudson kennt Lizzy auch noch nicht. Die ganze Situation wirkt bizarr. Aber jeder macht irgendwie gute Miene zum bösen Spiel, bis die Stimmung dann vollends kippt…

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen! Von der Atmosphäre mochte ich dieses Buch noch lieber als den Vorgänger. Das mag aber auch an der Hauptprotagonistin liegen, die hier für mich die einzig sympathische und ehrliche Person war, wenn auch ziemlich verkorkst.

Mein Fazit: Hier stimmte für mich die Atmosphäre, das Setting und die schrägen Charaktere, was das Buch für mich wirklich sehr spannend gemacht hat! Von mir gibt es 4 Sterne und eine Weiterempfehlung an meine Bücherfreunde!

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Die Kraft der Natur lässt sich auch bei Mordermittlungen nicht aushebeln...

Mord auf den Färöern - Der Kommissar und die Robbenfrau
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Zum Buch: Normalerweise geht es recht ruhig zu auf den Färöer Inseln. Doch plötzlich geschehen grauenhafte Morde. Eine Leiche wird verstümmelt aufgefunden, während dann nur ein Kopf gefunden wird. Damit ...

Zum Buch: Normalerweise geht es recht ruhig zu auf den Färöer Inseln. Doch plötzlich geschehen grauenhafte Morde. Eine Leiche wird verstümmelt aufgefunden, während dann nur ein Kopf gefunden wird. Damit ist die Färöer Polizei mit Kommissar Revur überfordert und sie bekommen Amtshilfe aus Kopenhagen. Amalie Vinther ist anfangs überhaupt nicht erbaut von der Idee, den Inselbewohnern zu helfen, doch im Laufe der Zeit findet sie Gefallen an den Färöern! Zusammen bilden sie ein starkes Team und das müssen sie auch, denn dann verschwindet eine Polizistin…

Meine Meinung: Man merkt sofort, dass die Autorin einen persönlichen Bezug zu den Färöern hat. Ich war auch schon dort und habe viele Details im Buch wiedererkannt! Liebevoll beschreibt sie die Menschen vor Ort und diese einzigartige Natur. Die sehr schön ist, aber auch rau sein kann. Das müssen die Ermittler immer mit einplanen. Man kann nun einmal bei starkem Sturm nicht mit dem Helikopter einfach zur südlichen Insel fliegen und die Fährschiffe können auch manchmal einfach nicht fahren.

Diese erschwerten Bedingungen zusammen mit den Leichenfunden macht die Geschichte unheimlich spannend. Die Ermittler lernt man sehr gut kennen und weiß nach einigen Kapiteln, wie sie ticken. Das Glossar am Anfang des Buches erleichtert dem Leser das Zurechtfinden mit den Namen, aber auch mit färöischen Ausdrucken, die zwischendurch immer mal wieder eingestreut werden.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, die Kapitel sind nicht zu lang und gut durchstrukturiert. Dennoch gab es im Mittelteil einige Längen. Aber es lohnt sich, dranzubleiben, denn es wird richtig spannend am Ende!

Mein Fazit: Dieses Buch hat meine Vorliebe für die Färöer Inseln noch bestärkt und mein Sehnsuchtsgefühl wieder geweckt! Wer einmal dort eintauchen möchte, dem lege ich diesen Krimi auf jeden Fall ans Herz! Diese Natur ist einfach nur atemberaubend und die Autorin hat mir mit ihrem Buch wieder Bilder in mein Gehirn gesendet!

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein Eintauchen in wirre Gedanken...

Traumatisiert
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Zum Buch: Es geht weiter mit Ira! Sie wohnt mittlerweile mit ihrem Vater Arto zusammen und die beiden vertrauen sich gegenseitig nicht. Er denkt immer, dass Ira sich das Leben nehmen will und Ira durchsucht ...

Zum Buch: Es geht weiter mit Ira! Sie wohnt mittlerweile mit ihrem Vater Arto zusammen und die beiden vertrauen sich gegenseitig nicht. Er denkt immer, dass Ira sich das Leben nehmen will und Ira durchsucht sein Zimmer nach versteckten Alkoholflaschen. Ein schwieriges Zusammenleben. Doch dann bekommen sie die Chance, beide bei der Zeitung „Helsinkier Nachrichten“ anzufangen. Da bekommt Ira die Idee, den Todesursachen nachzugehen, die nur als Name kurz in den Nachrichten auftauchen. Und sticht damit in ein Wespennest…

Meine Meinung: Gleich vorweg: das ist der zweite Teil der Reihe um Ira und wenn man den ersten nicht gelesen hat, versteht man die Hintergründe nicht. Auch so sind die Zusammenhänge oft nicht ganz klar und manches stiftet arge Verwirrung beim Lesen. Dennoch muss man, wenn man Iras Geschichte kennt, weiterlesen, um herauszufinden, was auch Ira herausfindet… Und das ist wirklich unglaublich!

Laut Klappentext soll es hier ja hauptsächlich um die kurz vor der Rente stehenden Kriminalkommissarin Kerttu Leppänen gehen, doch ich finde, sie bekleidet hier eine zwar einnehmende, doch Nebenrolle. Was das Lesen hier auch nicht einfacher macht, sind die wirren Zeitsprünge, die leider nicht gekennzeichnet sind. Trotzdem hat mir auch das Buch wieder gefallen, weil einfach eine irre Idee dahintersteckt!

Mein Fazit: Ein spannender Psychothriller, wenn man sich nicht abschrecken lässt, auch mal in wirre Gedanken einzutauchen! Aber bitte unbedingt den ersten Teil lesen, er hieß „Therapiert“!

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