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Veröffentlicht am 05.05.2026

Für Diversity ziemlich nicht-divers

Warum Diversity uns alle angeht
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Thematisch absolut ein Thema, das mich interessiert, aber leider glaube ich, dass ich um dieses Buch zu mögen Balian Buschbaum besser hätte kennen sollen, da es so viel um persönliches Leben und Biographie ...

Thematisch absolut ein Thema, das mich interessiert, aber leider glaube ich, dass ich um dieses Buch zu mögen Balian Buschbaum besser hätte kennen sollen, da es so viel um persönliches Leben und Biographie geht, dass das als Fan ganz sicher super interessant ist, für mich war es aber eher langweilig bis hin zu abschreckend, wie hier über bestimmte Themen nachgedacht wird.
Also ich bin beim Titel von einer Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität ausgegangen, und vielleicht auch viel zum Thema, wie man Diversity vielleicht im Alltag besser thematisieren könnte oder ähnliches, stattdessen war es viel persönliches (absolut verständlich und durchaus relevant, denke ich), das aber leider sehr stereotyp war. Also viel Richtung "Mädchenspielzeug wie Puppen" und "Männer mögen Fußball" und es wird zwar ein zwei Mal erwähnt, dass es ausnahmen gibt/nicht immer so abläuft, aber für jemanden, der in seinem Buch schreibt, dass es schön wäre, wenn es irgendwann keine Türen/Schubladen mehr gäbe und nur noch die Leute an sich zählen würde, finde ich, dass er selbst sehr extrem einen Fokus auf diese Schubladen legt.
Ich verstehe auch irgendwie, dass es schwer ist, Geschlechter irgendwie gegeneinander abzugrenzen, wenn es um transgeschlechtliche Menschen geht, mir fällt es persönlich auch sehr schwer, transgeschlechtlichkeit zu erklären außer einem "das ist eben so", aber auf stereotype zurückzufallen und zu erklären, dass man schon immer wusste, dass man ein Mann ist, weil man ja nie mit Puppen gespielt hat, Kleider hasste, und man Fußball und Sport mag? Fand ich jetzt nicht so großartig.
Ich arbeite selbst mit Kindern, und so viele Jungen tragen manchmal Kleider, sei's als Verkleidung oder weil sie einfach Lust drauf hatten, und in dem Buch hatte ich das Gefühl, dass das dann gleich mit "trans" gleichgesetzt gewesen wäre. Dabei ist es auch relevant, zu verstehen, dass nicht alle Leute in Geschlechterklischees feststecken.
Insgesamt war es vielleicht kein schlechtes Buch (und mir ist auch aufgefallen, dass er in der Vertonung gegendert hat, was im Buch selbst nicht passiert ist, entsprechend scheint er sich ja seitdem auch ein wenig mehr Gedanken gemacht zu haben), aber wäre ich Fan von ihm hätte ich mit der Biographie was anfangen können, so fand ich den Fokus auf vielen Geschlechterklischees leider eher frustrierend als irgendetwas anderes.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Leider eher verwirrend.

Stolz und Vorurteil – die Graphic Novel nach Jane Austen
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So schön ich die Bilder auch finde, und so sehr ich auch merke, dass die Person, die es geschrieben hat, das Originalwerk kennt und die Informationen daraus versteht, so verwirrt war ich leider auch von ...

So schön ich die Bilder auch finde, und so sehr ich auch merke, dass die Person, die es geschrieben hat, das Originalwerk kennt und die Informationen daraus versteht, so verwirrt war ich leider auch von der Graphic Novel.
Die Bilder waren nicht immer eindeutig, Emotionen nicht richtig zuordbar, teils fiel es mir schwer, Figuren überhaupt auseinander zu halten, und sehr viele Dinge aus de Original wurden einfach durch eine Art Collage wie in Zeitraffer dargestellt. Was einerseits eine richtig schöne Idee ist, andererseits ist es dadurch teils noch schwerer, dem Geschehen zu folgen, da so viele Seiten Buch auf so wenige Bilder reduziert wird. Hätte ich das Original nicht gelesen, wäre ich wohl vollständig verloren gewesen, aber auch so kam ich teilweise nicht ganz mit der Handlung mit.
Ich hätte vermutlich Buch und Graphic Novel gleichzeitig oder direkt hintereinander lesen müssen, um vollständig durchzublicken, und selbst dann wären die bildlich dargestellten Emotionen der Figuren noch immer verwirrend gewesen. Gerade die Kombination aus Wut/Trauer + eher glücklich wirkendes Lächeln haben mich ganz oft zweifelnd zurückgelassen.
Insgesamt also zwar ein schöner Stil, aber als alleinstehende Geschichte fand ich es leider wenig ansprechend und hätte es für mich auch nicht funktioniert.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Sehr präsente "Romanze" sorgt für nicht ganz glaubwürdige Figuren und eher wenig Plot

These Ancient Flames 1: Awake
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Ich habe dieses Buch wirklich mögen wollen, aber leider hat's einfach nicht geklappt. Über NetGalley habe ich das Hörbuch erhalten, fand es super zu lesen, und war am Anfang tatsächlich auch richtig an ...

Ich habe dieses Buch wirklich mögen wollen, aber leider hat's einfach nicht geklappt. Über NetGalley habe ich das Hörbuch erhalten, fand es super zu lesen, und war am Anfang tatsächlich auch richtig an der Story interessiert, aber dann rutschte es aus irgendeinem Grund eher in "die beiden Hauptfiguren können nicht mehr an was anderes als einander denken" ab, und leider hat die Geschichte mich an der Stelle komplett verloren.
Mei ist die weibliche Hauptfigur und theoretisch eine extrem gute (ausgebildete) Leibwächterin Ende 20, verhält sich aber beim ersten heißen Typen, als könnte sie nicht anders, als den ständig anzuschmachten, obwohl sie es besser wissen sollte.
Raven ist der männliche Hauptcharakter und eigentlich ein düsterer Prinz mit ganz vielen Geheimnissen und geplanten Intrigen und allem, aber aus irgendeinem Grund kann er seine Gedanken und Finger einfach nicht bei sich behalten, sobald er Mei zum ersten Mal gesehen hat.
Warum? Weil sie heiß sind. Ist ja klar, wegen was sonst sollte man seine Jahre an Vergangenheit und Training einfach über Bord werfen?
Was viel aggressiver klingt, als ich es eigentlich will, ich bin nur leider richtig enttäuscht, weil ich sehen kann wie gut das Buch hätte sein können, mit einem Drachenrätsel und Intrigen und Verrat und dem ganzen emotionalen Ballast, aber irgendwie stand dann die ganze Zeit eine Beziehung im Vordergrund, die emotional in meinen Augen so gar nicht hergegeben hat sondern nur auf körperlicher Anziehung beruhte.
War's gut geschrieben? Sicher (auch wenn ich echt nicht so viele Klamottenbeschreibungen gebraucht hätte, die in meinen Augen nichts zum Charakter beigetragen haben). War's gut gesprochen? Zweifellos. Hatte die Geschichte Potenzial? Absolut. Aber stand aus irgendeinem Grund in egal welcher Situation gefühlt immer Sex im Vordergrund, weshalb ich spätestens ab der Hälfte eigentlich nur noch genervt war ... nun ja.

Die Welt an sich war aber durchaus interessant, auch wenn ich teils verwirrt war von der einerseits sehr High Fantasy anmutenden Art zu sprechen und der Tatsache, dass es gleichzeitig ein Urban Fantasy Buch ist. Die Plottwists fand ich leider auch alle recht vorhersehbar bzw. irgendwie "typisch", weshalb mich da nichts überrascht hat (auch wenn ein Twist eingebaut wurde, den ich zwar durchaus vermutet hatte, der mir aber tatsächlich mal ganz neu vorkam, hat mir also gut gefallen), die Figuren an sich hatten alle gute Ideen, kamen mir aber in vielen Situationen eher vor, als würde es sich um den Versuch handeln, eine Art von Charakter zu erschaffen ohne über dessen typische Handlungen hinaus zu denken, und insgesamt halte ich es für ein okayes Buch, wenn man Fantasy mit hohem Spice/Lust-Level, das fast immer der Fokus ist, mag, für mich war's leider entgegen meiner Erwartungen wirklich gar nichts.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Leider sehr enttäuschendes Ende

Eona - Drachentochter
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Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, ...

Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, dachte ich mir: warum nicht?
Jetzt darf sich das alte Buch über ein neues Zuhause bei anderen Leuten freuen, weil bei mir wird es auf jeden Fall nicht bleiben. Es ist nicht zwingend, dass das Buch schlecht ist, es hat sogar einige echt gute Elemente, die mir super gefallen haben, es ist nur die Mischung aus "Hauptfigur soll schlau sein aber bemerkt die offensichtlichsten Dinge nicht" und "erwachsener Antagonist möchte an Macht kommen und hält sexuelle Gewalt an einer zwölfjährigen für die Lösung" ähm ... let's maybe not? Natürlich ist er ein Bösewicht, und Bösewichte treffen böse Entscheidungen, aber ich muss sagen, ich bin glaube ich einfach über die Zeit hinweg, in der ich sowas noch als akzeptable Bösewicht-Motivation gesehen habe, und bin inzwischen eindeutig mehr auf der Seite von "Oh mein Gott, warum, sie ist zwölf!" wäre sie erwachsen gewesen, könnte ich zumindest irgendwie damit leben, dann wäre es "nur" 'ne Bösewicht-Sache, aber sie ist ein Kind! Irgendwo muss doch 'ne Grenze sein!
Wie auch immer. Darüber hätte ich tatsächlich noch irgendwie hinwegsehen können, bzw. wären es vermutlich drei Sterne geworden, weil egal wie offensichtlich ich die Lösung für Eonas Probleme auch finde, oder wie sehr ich nie wieder vom Bösewicht hätte lesen wollen, ich glaube, dass das Buch für die richtige Zielgruppe tatsächlich okay gewesen wäre.
Und dann kam die Wunderheilung und die Tatsache, dass Eona am Ende "nicht mehr kaputt" ist, weil sie ihre Behinderung verliert ... nein Danke.
Das Buch hatte zwei richtig gute Sachen in meinen Augen und das war einmal die (natürlich nicht so benannte, aber dennoch vorhandene) trans Frau, die mich richtig positiv überrascht hat, und die ich als Figur echt cool fand, und einmal Eonas verletztes Bein, weil es Protagonisten mit Einschränkungen leider noch immer viel zu selten in Büchern gibt. Leider kann die großartige Lady Dela als Nebencharakter für mich nicht aufwiegen, wie enttäuscht ich über die Wunderheilung am Ende war, und entsprechend gibt es von mir keine drei Sterne mehr. Bestimmt ist das Buch trotzdem super für die Entsprechende Zielgruppe, für mich ging es ab dem Punkt nur eben leider von einem "nicht für mich" zu einem "okay, jetzt bin ich maßlos enttäuscht" über.
Vielleicht liegt es an der gekürzten Version, dass manches nicht ausgearbeitet genug war, aber da die Tatsachen wohl kaum dazuerfunden wurden, wenn es sie vorher nicht gab, macht es für mich nicht so richtig einen Unterschied.

Veröffentlicht am 13.07.2025

Ich wünschte, ich hätte gewusst, worauf ich mich einlasse (und es wäre Tatsächlich gezielt so geschrieben gewesen)

Die Mitte der Welt
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Anders als meine Bewertung von 2 Sternen vermuten lässt, handelt es sich um ein gutes Buch. Nur leider eins, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird. Ich bin in dieses Buch hineingegangen mit ...

Anders als meine Bewertung von 2 Sternen vermuten lässt, handelt es sich um ein gutes Buch. Nur leider eins, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird. Ich bin in dieses Buch hineingegangen mit dem Gedanken an eine Liebesgeschichte, eine ungewöhnliche Familie, und ja, vielleicht ein bisschen Drama, aber im Endeffekt trotzdem eine schöne Geschichte. Was ich stattdessen bekommen habe, war eine Geschichte über Trauma und Missbrauch, und dem Umgang/Aufwachsen in schwierigen Umständen. Mit der Schwierigkeit, dass es der Hauptfigur (weil er noch jung ist) nicht klar ist, und scheinbar auch niemand anderem bewusst ist, was eigentlich los ist. Und leider hatte ich das Gefühl, dass es nicht absichtlich passiert ist. Insofern fand ich das Buch also einerseits tatsächlich echt gut, andererseits fand ich es gut als das Buch, das es eigentlich nicht sein sollte, und das Buch, das es sein sollte, habe ich beim Lesen nicht gefunden.

(Im folgenden Spoiler für ganz viele Dinge.)
So gibt es unendlich viele Kleinigkeiten, die einfach nie aufgegriffen oder behandelt werden, und deren Thematisierung ich beim Lesen echt vermisst habe. Dagegen sind die ganzen Klischees, die in dem Buch vorkommen, sogar eine Kleinigkeit, die mich gar nicht gestört hat, denn auf einem gewissen Level kam es mir wirklich so vor, als könnte die Geschichte so existieren, und nur weil etwas ein Klischee ist, heißt es nicht, dass es (zum Beispiel) Männer hassende Lesben nicht auch in echt gibt. (Heißt nicht dass ich's toll fand, aber passte in meinen Augen zur Tatsache, dass absolut niemand in dem Buch wirklich sympathisch war.)
Was mich anders als die Klischees aber sehr gestört hat (mich allerdings nicht stören würde, wenn es tatsächlich ein Buch über Trauma und Missbrauch wäre, entsprechend trotzdem eine Bewertung in der Mitte der Skala, weil dann fände ich das Buch tatsächlich in Ordnung, da ich sehe, was genau los ist, selbst wenn der Ich-Erzähler keine Ahnung hat), war: Die Tatsache, dass sich eine erwachsene Frau an einem Kind vergreift, um ihm zu zeigen, wie man "sich ein schönes Gefühl macht"; dass ein Freund der Familie einem (zwar inzwischen älteren, aber trotzdem immer noch) Kind sexuelle Erfahrungen näher bringt, indem er einen Prostituierten engagiert; generell dass die Erwachsenen alle viel zu invested in die sexuellen Erfahrungen eines Kindes waren, und das nicht auf einem Aufklärungs-Level (da hätte ich's akzeptiert); dass die beste Freundin des Hauptcharakters absolut alle Grenzen überschreitet und es aber immer als eine Eigenschaft dargestellt wird, die praktisch bewundernswert ist, weil sie die Menschen besser kennenlernen will; dass die Mutter ein Verhalten an den Tag legt, das vielleicht nicht körperlich misshandelnd ist, sehr wohl aber psychisch so einige Schäden hinterlässt; und noch ein paar andere Dinge. Ich fand die Dinge aus Sicht von Phil durchaus gut geschrieben, sodass ich es als Buch über eine schreckliche Kindheit absolut akzeptabel fände, aber weder Nachwort noch Klappentext noch irgendwas anderes gibt mir das Gefühl, dass das das Ziel daran war, und insofern kann ich es nicht gut finden, weil wenn es kein Buch über Trauma ist, dann hat davon so ziemlich nichts was im Buch zu suchen.
Und ein paar Dinge, die mich auch in einem Buch über Trauma gestört hätten: die ganzen merkwürdigen sexuell angehauchten Gespräche und Situationen mit der Familie. In einem Bett schlafen verstehe ich, kein Ding, gerade wenn man emotional gerade Nähe braucht (die es in der Familie eindeutig zu wenig gibt), aber das Geschwisterkind unter der Dusche beobachten? Eifersüchtig sein, wenn Leute Familienmitglieder küssen? What? Das fand ich sehr befremdlich, egal, was für ein Buch es denn wäre.
Weiterhin stolpert man gelegentlich über veraltete Sprache, aber das Buch ist alt, entsprechend will ich es mal nicht zu sehr ankreiden, auch wenn's nicht super war.
Und damit auch noch was positives: Das Ende hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Hauptsächlich, weil es mir das Gefühl gibt, dass Phil vielleicht den ganzen Trauma-Kreis doch zu durchbrechen schafft. Ich denke auch hier, dass es nicht das Ziel war, mir dieses Gefühl zu geben, aber ich habe tatsächlich Hoffnung für Phil.

Fazit: Das Buch wäre in meinen Augen absolut seine 4 Sterne wert, wenn es anders beworben worden wäre, und ich das Gefühl hätte, dass zum Beispiel die Familiensituation tatsächlich thematisieren soll, wie grauenhaft das alles eigentlich ist, oder die merkwürdigen Erwachsenen-Kinder-Situationen tatsächlich mit der Intention geschrieben worden wären, ein sehr ungutes Gefühl beim Leser hervorzurufen. Da ich allerdings das Gefühl habe, dass es eher eine spannende Geschichte für Jugendliche sein sollte, die ihren Alltag mir ein paar lustigen und ein paar weniger lustigen Situationen zeigt, konnte mich das Buch in der Hinsicht leider gar nicht überzeugen, denn für Jugendliche fehlte mir zu 100% die Einordnung vieler Dinge, von denen ich überzeugt bin, dass es nicht so leicht ist, hinter Phils Perspektive zu schauen und zu sehen, was tatsächlich los ist, statt das, was Phil in Momenten sieht.