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Veröffentlicht am 18.10.2025

Sehr präsente "Romanze" sorgt für nicht ganz glaubwürdige Figuren und eher wenig Plot

These Ancient Flames 1: Awake
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Ich habe dieses Buch wirklich mögen wollen, aber leider hat's einfach nicht geklappt. Über NetGalley habe ich das Hörbuch erhalten, fand es super zu lesen, und war am Anfang tatsächlich auch richtig an ...

Ich habe dieses Buch wirklich mögen wollen, aber leider hat's einfach nicht geklappt. Über NetGalley habe ich das Hörbuch erhalten, fand es super zu lesen, und war am Anfang tatsächlich auch richtig an der Story interessiert, aber dann rutschte es aus irgendeinem Grund eher in "die beiden Hauptfiguren können nicht mehr an was anderes als einander denken" ab, und leider hat die Geschichte mich an der Stelle komplett verloren.
Mei ist die weibliche Hauptfigur und theoretisch eine extrem gute (ausgebildete) Leibwächterin Ende 20, verhält sich aber beim ersten heißen Typen, als könnte sie nicht anders, als den ständig anzuschmachten, obwohl sie es besser wissen sollte.
Raven ist der männliche Hauptcharakter und eigentlich ein düsterer Prinz mit ganz vielen Geheimnissen und geplanten Intrigen und allem, aber aus irgendeinem Grund kann er seine Gedanken und Finger einfach nicht bei sich behalten, sobald er Mei zum ersten Mal gesehen hat.
Warum? Weil sie heiß sind. Ist ja klar, wegen was sonst sollte man seine Jahre an Vergangenheit und Training einfach über Bord werfen?
Was viel aggressiver klingt, als ich es eigentlich will, ich bin nur leider richtig enttäuscht, weil ich sehen kann wie gut das Buch hätte sein können, mit einem Drachenrätsel und Intrigen und Verrat und dem ganzen emotionalen Ballast, aber irgendwie stand dann die ganze Zeit eine Beziehung im Vordergrund, die emotional in meinen Augen so gar nicht hergegeben hat sondern nur auf körperlicher Anziehung beruhte.
War's gut geschrieben? Sicher (auch wenn ich echt nicht so viele Klamottenbeschreibungen gebraucht hätte, die in meinen Augen nichts zum Charakter beigetragen haben). War's gut gesprochen? Zweifellos. Hatte die Geschichte Potenzial? Absolut. Aber stand aus irgendeinem Grund in egal welcher Situation gefühlt immer Sex im Vordergrund, weshalb ich spätestens ab der Hälfte eigentlich nur noch genervt war ... nun ja.

Die Welt an sich war aber durchaus interessant, auch wenn ich teils verwirrt war von der einerseits sehr High Fantasy anmutenden Art zu sprechen und der Tatsache, dass es gleichzeitig ein Urban Fantasy Buch ist. Die Plottwists fand ich leider auch alle recht vorhersehbar bzw. irgendwie "typisch", weshalb mich da nichts überrascht hat (auch wenn ein Twist eingebaut wurde, den ich zwar durchaus vermutet hatte, der mir aber tatsächlich mal ganz neu vorkam, hat mir also gut gefallen), die Figuren an sich hatten alle gute Ideen, kamen mir aber in vielen Situationen eher vor, als würde es sich um den Versuch handeln, eine Art von Charakter zu erschaffen ohne über dessen typische Handlungen hinaus zu denken, und insgesamt halte ich es für ein okayes Buch, wenn man Fantasy mit hohem Spice/Lust-Level, das fast immer der Fokus ist, mag, für mich war's leider entgegen meiner Erwartungen wirklich gar nichts.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Leider sehr enttäuschendes Ende

Eona - Drachentochter
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Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, ...

Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, dachte ich mir: warum nicht?
Jetzt darf sich das alte Buch über ein neues Zuhause bei anderen Leuten freuen, weil bei mir wird es auf jeden Fall nicht bleiben. Es ist nicht zwingend, dass das Buch schlecht ist, es hat sogar einige echt gute Elemente, die mir super gefallen haben, es ist nur die Mischung aus "Hauptfigur soll schlau sein aber bemerkt die offensichtlichsten Dinge nicht" und "erwachsener Antagonist möchte an Macht kommen und hält sexuelle Gewalt an einer zwölfjährigen für die Lösung" ähm ... let's maybe not? Natürlich ist er ein Bösewicht, und Bösewichte treffen böse Entscheidungen, aber ich muss sagen, ich bin glaube ich einfach über die Zeit hinweg, in der ich sowas noch als akzeptable Bösewicht-Motivation gesehen habe, und bin inzwischen eindeutig mehr auf der Seite von "Oh mein Gott, warum, sie ist zwölf!" wäre sie erwachsen gewesen, könnte ich zumindest irgendwie damit leben, dann wäre es "nur" 'ne Bösewicht-Sache, aber sie ist ein Kind! Irgendwo muss doch 'ne Grenze sein!
Wie auch immer. Darüber hätte ich tatsächlich noch irgendwie hinwegsehen können, bzw. wären es vermutlich drei Sterne geworden, weil egal wie offensichtlich ich die Lösung für Eonas Probleme auch finde, oder wie sehr ich nie wieder vom Bösewicht hätte lesen wollen, ich glaube, dass das Buch für die richtige Zielgruppe tatsächlich okay gewesen wäre.
Und dann kam die Wunderheilung und die Tatsache, dass Eona am Ende "nicht mehr kaputt" ist, weil sie ihre Behinderung verliert ... nein Danke.
Das Buch hatte zwei richtig gute Sachen in meinen Augen und das war einmal die (natürlich nicht so benannte, aber dennoch vorhandene) trans Frau, die mich richtig positiv überrascht hat, und die ich als Figur echt cool fand, und einmal Eonas verletztes Bein, weil es Protagonisten mit Einschränkungen leider noch immer viel zu selten in Büchern gibt. Leider kann die großartige Lady Dela als Nebencharakter für mich nicht aufwiegen, wie enttäuscht ich über die Wunderheilung am Ende war, und entsprechend gibt es von mir keine drei Sterne mehr. Bestimmt ist das Buch trotzdem super für die Entsprechende Zielgruppe, für mich ging es ab dem Punkt nur eben leider von einem "nicht für mich" zu einem "okay, jetzt bin ich maßlos enttäuscht" über.
Vielleicht liegt es an der gekürzten Version, dass manches nicht ausgearbeitet genug war, aber da die Tatsachen wohl kaum dazuerfunden wurden, wenn es sie vorher nicht gab, macht es für mich nicht so richtig einen Unterschied.

Veröffentlicht am 13.07.2025

Ich wünschte, ich hätte gewusst, worauf ich mich einlasse (und es wäre Tatsächlich gezielt so geschrieben gewesen)

Die Mitte der Welt
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Anders als meine Bewertung von 2 Sternen vermuten lässt, handelt es sich um ein gutes Buch. Nur leider eins, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird. Ich bin in dieses Buch hineingegangen mit ...

Anders als meine Bewertung von 2 Sternen vermuten lässt, handelt es sich um ein gutes Buch. Nur leider eins, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird. Ich bin in dieses Buch hineingegangen mit dem Gedanken an eine Liebesgeschichte, eine ungewöhnliche Familie, und ja, vielleicht ein bisschen Drama, aber im Endeffekt trotzdem eine schöne Geschichte. Was ich stattdessen bekommen habe, war eine Geschichte über Trauma und Missbrauch, und dem Umgang/Aufwachsen in schwierigen Umständen. Mit der Schwierigkeit, dass es der Hauptfigur (weil er noch jung ist) nicht klar ist, und scheinbar auch niemand anderem bewusst ist, was eigentlich los ist. Und leider hatte ich das Gefühl, dass es nicht absichtlich passiert ist. Insofern fand ich das Buch also einerseits tatsächlich echt gut, andererseits fand ich es gut als das Buch, das es eigentlich nicht sein sollte, und das Buch, das es sein sollte, habe ich beim Lesen nicht gefunden.

(Im folgenden Spoiler für ganz viele Dinge.)
So gibt es unendlich viele Kleinigkeiten, die einfach nie aufgegriffen oder behandelt werden, und deren Thematisierung ich beim Lesen echt vermisst habe. Dagegen sind die ganzen Klischees, die in dem Buch vorkommen, sogar eine Kleinigkeit, die mich gar nicht gestört hat, denn auf einem gewissen Level kam es mir wirklich so vor, als könnte die Geschichte so existieren, und nur weil etwas ein Klischee ist, heißt es nicht, dass es (zum Beispiel) Männer hassende Lesben nicht auch in echt gibt. (Heißt nicht dass ich's toll fand, aber passte in meinen Augen zur Tatsache, dass absolut niemand in dem Buch wirklich sympathisch war.)
Was mich anders als die Klischees aber sehr gestört hat (mich allerdings nicht stören würde, wenn es tatsächlich ein Buch über Trauma und Missbrauch wäre, entsprechend trotzdem eine Bewertung in der Mitte der Skala, weil dann fände ich das Buch tatsächlich in Ordnung, da ich sehe, was genau los ist, selbst wenn der Ich-Erzähler keine Ahnung hat), war: Die Tatsache, dass sich eine erwachsene Frau an einem Kind vergreift, um ihm zu zeigen, wie man "sich ein schönes Gefühl macht"; dass ein Freund der Familie einem (zwar inzwischen älteren, aber trotzdem immer noch) Kind sexuelle Erfahrungen näher bringt, indem er einen Prostituierten engagiert; generell dass die Erwachsenen alle viel zu invested in die sexuellen Erfahrungen eines Kindes waren, und das nicht auf einem Aufklärungs-Level (da hätte ich's akzeptiert); dass die beste Freundin des Hauptcharakters absolut alle Grenzen überschreitet und es aber immer als eine Eigenschaft dargestellt wird, die praktisch bewundernswert ist, weil sie die Menschen besser kennenlernen will; dass die Mutter ein Verhalten an den Tag legt, das vielleicht nicht körperlich misshandelnd ist, sehr wohl aber psychisch so einige Schäden hinterlässt; und noch ein paar andere Dinge. Ich fand die Dinge aus Sicht von Phil durchaus gut geschrieben, sodass ich es als Buch über eine schreckliche Kindheit absolut akzeptabel fände, aber weder Nachwort noch Klappentext noch irgendwas anderes gibt mir das Gefühl, dass das das Ziel daran war, und insofern kann ich es nicht gut finden, weil wenn es kein Buch über Trauma ist, dann hat davon so ziemlich nichts was im Buch zu suchen.
Und ein paar Dinge, die mich auch in einem Buch über Trauma gestört hätten: die ganzen merkwürdigen sexuell angehauchten Gespräche und Situationen mit der Familie. In einem Bett schlafen verstehe ich, kein Ding, gerade wenn man emotional gerade Nähe braucht (die es in der Familie eindeutig zu wenig gibt), aber das Geschwisterkind unter der Dusche beobachten? Eifersüchtig sein, wenn Leute Familienmitglieder küssen? What? Das fand ich sehr befremdlich, egal, was für ein Buch es denn wäre.
Weiterhin stolpert man gelegentlich über veraltete Sprache, aber das Buch ist alt, entsprechend will ich es mal nicht zu sehr ankreiden, auch wenn's nicht super war.
Und damit auch noch was positives: Das Ende hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Hauptsächlich, weil es mir das Gefühl gibt, dass Phil vielleicht den ganzen Trauma-Kreis doch zu durchbrechen schafft. Ich denke auch hier, dass es nicht das Ziel war, mir dieses Gefühl zu geben, aber ich habe tatsächlich Hoffnung für Phil.

Fazit: Das Buch wäre in meinen Augen absolut seine 4 Sterne wert, wenn es anders beworben worden wäre, und ich das Gefühl hätte, dass zum Beispiel die Familiensituation tatsächlich thematisieren soll, wie grauenhaft das alles eigentlich ist, oder die merkwürdigen Erwachsenen-Kinder-Situationen tatsächlich mit der Intention geschrieben worden wären, ein sehr ungutes Gefühl beim Leser hervorzurufen. Da ich allerdings das Gefühl habe, dass es eher eine spannende Geschichte für Jugendliche sein sollte, die ihren Alltag mir ein paar lustigen und ein paar weniger lustigen Situationen zeigt, konnte mich das Buch in der Hinsicht leider gar nicht überzeugen, denn für Jugendliche fehlte mir zu 100% die Einordnung vieler Dinge, von denen ich überzeugt bin, dass es nicht so leicht ist, hinter Phils Perspektive zu schauen und zu sehen, was tatsächlich los ist, statt das, was Phil in Momenten sieht.

Veröffentlicht am 15.04.2025

Eher schwach

Willa of the Wood – Das Geheimnis der Wälder
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Ich hatte ehrlich meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Von der Geschichte her fand ich es durchaus interessant und wollte wissen, was passiert, von der Umsetzung her hatte ich eigentlich die ganze Zeit ...

Ich hatte ehrlich meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Von der Geschichte her fand ich es durchaus interessant und wollte wissen, was passiert, von der Umsetzung her hatte ich eigentlich die ganze Zeit zu kämpfen. Und die längste Zeit konnte ich nicht zuordnen, was genau mich eigentlich gestört hat, aber ich glaube, für mich las sich das Buch etwas zu sehr so, als gäbe es nichts um die Geschichte jetzt herum.
Also die Figuren hatten zwar irgendwie ein Leben und Vergangenheit und all das, was zu lebendigen Figuren hinzugehört, aber es fühlte sich ehrlich gesagt nicht so an. Alle Dinge kamen nur auf, wenn sie gerade für die Geschichte wichtig waren, und spielten sonst eigentlich gar keine Rolle; ich hatte nicht das Gefühl, dass das Verhalten von Figuren in ihrem Leben begründet lag sondern eher darin, wie die Geschichte es gerade braucht; die Unwissenheit der Figuren war manchmal etwas zu extrem, als dass ich mich noch im Buch hätte zurechtfinden können; und alles, was passierte, passierte irgendwie zum ersten Mal. Ich hatte nie das Gefühl, dass Willa wirklich vertraut mit Dingen war, sondern es waren immer Sachen, von denen sie schon mal gehört hatte, die aber vorher noch nie wichtig gewesen sind. Dadurch fühlte sich die Welt für mich leider nicht wie eine richtige Welt an, sondern eher leblos und wie eine Leinwand die zwar ganz hübsch war, mehr aber auch nicht.
Auch ist die Geschichte in meinen Augen zu düster für junge Kinder, für ältere Kinder aber zu plump geschrieben, und während ich durchaus die ein oder andere Sache ziemlich spannend fand, hatte ich doch gleichzeitig meine Probleme damit, wie Figuren miteinander umgegangen sind, und gerade wie schnell Willa bei einem wildfremden im Haus und sogar im selben Zimmer übernachtet ... ich weiß, dass da keinerlei merkwürdige Absichten dahinter steckten, aber es fühlt sich trotzdem nicht wie etwas an, das Kinder zwingend lesen sollten.
Auch bin ich absolut dafür, die Natur zu schützen, gleichzeitig war dieses Buch mir zu extrem in seinen Ansichten. Also nicht, dass ich sie nicht unterstützen würde, aber ich habe doch das Gefühl, dass es Abstufungen geben muss, und nicht jeder gefällte Baum ist gleich ein Weltuntergang. Was im Laufe der Zeit im Buch auch so erfahren wird, aber den Großteil der Zeit ist es eher als würde man sich eine Predigt nach der anderen anhören, und auch für ein Kinderbuch war es mir einfach zu direkt und gut/böse.
Wozu auch beigetragen hat, dass sich gefühlt ständig alles wiederholt hat. Zwar immer in anderen Worten, aber ich habe das Gefühl, auch mit 100 Seiten weniger könnte der Inhalt noch genauso bestehen bleiben, ohne dass was verloren geht.
Der Plot abseits von Willas Beziehungen zu anderen Lebewesen holt durchaus einiges für mich raus, ebenso wie das Cover und die paar guten Momente zwischendurch, der Rest war mir persönlich aber zu plump und zu weit abseits von dem, was angeblich die Zielgruppe sein sollte (gerade für Kinder war mir die Geschichte auch einfach zu deprimierend an vielen Stellen), sodass das Buch mich insgesamt nicht überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2025

Nichts für mich

Myko. Gedanken in der Nacht
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Ich bin durch Zufall an das Buch gekommen, und vom Klappentext her klang es unglaublich interessant, dadurch, dass dem Buch selbst aber nicht anzumerken ist, dass es zu einer anderen Geschichte dazugehört ...

Ich bin durch Zufall an das Buch gekommen, und vom Klappentext her klang es unglaublich interessant, dadurch, dass dem Buch selbst aber nicht anzumerken ist, dass es zu einer anderen Geschichte dazugehört und ich diese nicht kannte, hatte ich allerdings durchgehend das Gefühl, dass ein Teil der Geschichte fehlt. Hauptsächlich, weil in diesem Buch keine Geschichte existiert.
Vom Klappentext her klang es, als würde es eine "echte" Geschichte geben, was ich stattdessen bekommen habe war ein einzelner Gedankenstrang, der sich zwar immer wieder abwechselt, also es ist nicht durchgängig nur ein Thema, aber es wird deutlich, dass das Buch von der ersten bis zur letzten Seite ein einziges gedankliches Gespräch darstellt und mehr nicht. Von dem Umzug und den anderen Leuten und dem leben mit Myko ist in dem Buch wirklich so gut wie nichts zu sehen, abgesehen von kurzen Andeutungen und eben diesem einen Gedankenstrang. Und dieser ist voller ernster Themen wie suizidalen Gedanken, Drogenmissbrauch, selbstverletzendem Verhalten, ... (Triggerwarnung für's Buch an der Stelle).
Und wenn ich mit diesem Wissen den Klappentext lese, kann ich aus dem letzten Satz irgendwie so halb herauslesen, was im Buch dann tatsächlich zu finden ist, wenn man es aber nicht weiß, dann vermarktet der Klappentext das Buch an eine vollkommen falsche Zielgruppe, was in meinem Fall passiert ist. Bzw. wäre ich eventuell sogar so halb die Zielgruppe gewesen oder hätte mich darauf einlassen können, wenn der Klappentext keine falschen Erwartungen in mir erweckt hätte.
So war das Buch leider für mich vollkommen an meinen Interessen und Erwartungen vorbei, und entsprechend wenig begeistert bin ich auch vom Inhalt.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, was das Layout. Manchmal hat es zwar alles ein wenig komplizierter gemacht, was das Lesen betraf, aber die sich überlappenden Gedanken, Notizen und Zeichnungen waren ziemlich cool und interessant zu sehen, und die Mischung mit den rosa Seiten und alles auf einmal und durcheinander hat mir wirklich gut gefallen. Es ist in meinen Augen rein vom Aussehen und Aufbau her ein wirklich schönes Buch, auch wenn der Inhalt bei mir sehr zu wünschen übrig ließ.