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Pan_Dona

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

From Lukov with Love

From Lukov with Love - Wenn Liebe das Eis zum Schmelzen bringt
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Ich habe From Lukov with Love gelesen mit dem Gefühl, zugleich unterhalten und herausgefordert worden zu sein. Die Hauptfigur Jasmine Santos ist eine ambitionierte Eiskunstläuferin, deren Karriere ins ...


Ich habe From Lukov with Love gelesen mit dem Gefühl, zugleich unterhalten und herausgefordert worden zu sein. Die Hauptfigur Jasmine Santos ist eine ambitionierte Eiskunstläuferin, deren Karriere ins Wanken geraten ist und die sich weigert aufzugeben. Als ihr angeboten wird, für ein Jahr mit Ivan Lukov, einem bekannten Läufer, das Paar zu bilden, beginnt eine Reise voller Erwartungen, innerer Kämpfe und mehr Nähe, als ihr lieb ist.

Die langsame Annäherung zwischen Jasmine und Ivan ist das Herzstück des Buches. Ihre Beziehung entwickelt sich nicht übers Knie gebrochen, sondern Schritt für Schritt. Erst steht Arbeit, Training, Unsicherheit und verletzter Stolz im Vordergrund. Erst später gedeihen Verständnis, Respekt und Gefühle. Diese Geduld beim Aufbau der Beziehung hat mir sehr gefallen, weil sie realistisch wirkt und ich mich gut in Jasmine hineinversetzen konnte.

Das Setting mit Wettkämpfen, Trainingsstunden und der Druck, Leistung zu bringen, ist detailliert und glaubwürdig. Man spürt, wie viel Einsatz, Schmerz und Frustration hinter einer Sportkarriere stecken. Auch die familiären und persönlichen Konflikte von Jasmine geben dem Ganzen Tiefe und verhindern, dass die Geschichte nur süß oder oberflächlich wirkt.

Die Gesichte zieht sich an manchen Stellen. Vor allem der Mittelteil hat Abschnitte, in denen wenig vorankommt und ich öfter das Gefühl hatte, Szenen wiederholen sich. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass Ivan’s Perspektive klarer wird, mehr seiner Gedanken und Gefühle sichtbar sind, manchmal bleibt er hinter Jasmine zurück, was Sinn macht, aber mich als Leser mehr interessiert hätte.

Fazit:
Eine schöne, gefühlvolle Sport-Romance mit Ecken und Kanten.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Emotional

If only I had told her
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Dieses Buch hat mich berührt, auch wenn es für mich nicht in allen Punkten perfekt war. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was einen tiefen Einblick in die Gefühle der Figuren ...

Dieses Buch hat mich berührt, auch wenn es für mich nicht in allen Punkten perfekt war. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was einen tiefen Einblick in die Gefühle der Figuren ermöglicht. Besonders Jacks Trauer und die Art, wie er mit dem Verlust umgeht, haben mich stark bewegt.

Autumn war für mich eine Figur, die ich gern begleitet habe. Ihre Gedanken und Zweifel, ihre Unsicherheit und ihr Versuch, weiterzumachen, wirkten sehr authentisch. Auch Finn bringt eine zusätzliche Tiefe, doch seine Sicht hätte für meinen Geschmack noch mehr Raum verdient. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass gerade seine Perspektive zu schnell weitergeht.

Die Sprache ist schlicht, aber sehr wirkungsvoll. Sie fängt die Trauer, das Nichtgesagte und das, was unausgesprochen bleibt, intensiv ein. Genau dadurch wird die Geschichte so eindringlich. Gleichzeitig gab es Passagen, die sich etwas gezogen haben und die Dynamik verloren haben.

Fazit:
Ein bewegender Roman über Liebe, Verlust und das, was unausgesprochen bleibt. Vier Sterne, weil mich die Gefühle überzeugt haben, ich mir aber an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Stolz und Vorurteil

Stolz und Vorurteil
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Es ist nicht so, dass Stolz und Vorurteil mich gelangweilt hätte. Jane Austen schreibt mit feiner Beobachtungsgabe. Elizabeth Bennet ist eine starke Figur, witzig, scharfsinnig und für ihre Zeit ungewöhnlich ...

Es ist nicht so, dass Stolz und Vorurteil mich gelangweilt hätte. Jane Austen schreibt mit feiner Beobachtungsgabe. Elizabeth Bennet ist eine starke Figur, witzig, scharfsinnig und für ihre Zeit ungewöhnlich unabhängig. Mr. Darcy entwickelt sich beeindruckend von Stolz zu Einsicht. Ich schätze, warum das Buch so viele liebt: Es zeigt gesellschaftliche Zwänge, Liebe und Selbstreflexion in einer eleganten Weise.

Trotzdem fällt es im Vergleich zu moderneren Liebesgeschichten etwas ab. Manche Dialoge sind langatmig, besonders wenn viel über Besitz, Rang oder Familienstand gesprochen wird. Es wird viel erklärt, teilweise auf Kosten des Erzähltempos. Auch Elizabeths starke Position wirkt frech und bewundernswert, aber gerade das kann manchmal distanziert oder gar idealisiert wirken.

Die Nebenfiguren sind unterhaltsam und oftmals wichtig für das Bild von Gesellschaftsstandards: Mrs. Bennet, Mr. Collins, Lady Catherine alle tragen ihren Teil bei. Doch nicht jede Figur bekommt genug Tiefe. Manchmal wünschte ich, Austen hätte mehr Raum gegeben für eigene Gedanken oder vergangene Erlebnisse etwa von Bingley oder Jane, um sie lebendiger zu machen.