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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ein wundervolles und wichtiges Bilderbuch!

Mamas graue Wolke
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Jona liebt es, sich lustige Quatsch-Sachen auszudenken und normalerweise lacht Mama über die Ideen ihres Kindes, nennt es liebevoll „mein kleiner Clown“. Aber auf einmal ist alles anders. Mama ist jetzt ...

Jona liebt es, sich lustige Quatsch-Sachen auszudenken und normalerweise lacht Mama über die Ideen ihres Kindes, nennt es liebevoll „mein kleiner Clown“. Aber auf einmal ist alles anders. Mama ist jetzt plötzlich ständig traurig und weint fast jeden Tag. Jona vermisst seine fröhliche Mama und versteht einfach nicht, was mit ihr los ist. Keine Trostkuscheln scheint zu helfen, sogar als Mama flüstert, dass sie ihren kleinen Clown ganz doll lieb hat, laufen Tränen über ihre Wangen. Papa erklärt, dass Mama Besuch von einer grauen Wolke hat, die sie traurig und müde macht und so schwer und dunkel ist, dass sie nicht mehr weiterziehen kann. Zum Glück gibt es aber Wirbelwindmacher, die dabei helfen können, die Sorgenwolken zu vertreiben. Als Jona eines Tages Leo im Kindergarten von Mamas grauen Wolken erzählt, verrät dieser, dass auch sein Papa schon Besuch von grauen Wolken bekommen hat. Gemeinsam nutzen sie ihre Superkraft, REDEN darüber, und pusten die Wolken davon. Mit der Zeit geht es Mama immer besser und schließlich kann sie wieder lächeln und lachen wie früher.

Ein Bilderbuch über Depressionen? Davon gibt es definitiv viel zu wenige und das, wo die Zahl der Betroffenen immer weiter steigt. Es ist wichtig, offen und ehrlich über diese Erkrankung zu reden – und Kinder sollten dabei nicht außen vor bleiben. Denn die Kleinen spüren natürlich, wenn es ihren Eltern oder Verwandten nicht gut geht und geben sich oft selbst die Schuld daran. Zum Glück hat der Carlsen Verlag vor kurzem das hier vorliegende Bilderbuch herausgebracht, welches dieses komplexe Thema ganz großartig behandelt.

Mit viel Liebe und Verständnis erzählt Lisa Wonka de Salazar davon, wie es für ein Kind ist, wenn ein Elternteil unter Depressionen leidet. Aus dem Anhang geht hervor, dass die Autorin selbst mit einer depressiven Mutter aufgewachsen ist und daher genau weiß, wovon sie schreibt. Das merkt man beim Lesen auch. Die Geschichte wirkt unheimlich ehrlich und lebensnah. Man blickt in die kindlichen Gefühle und Überlegungen, spürt die Sorgen und Unsicherheiten des Kindes und fühlt mit der ganzen Familie mit. Die Stimmung wird dabei aber zu keiner Zeit bedrückend, ganz im Gegenteil, sie ist stets voller Hoffnung und Wärme. Mit den grauen Wolken, den Wirbelwindprofis und der Superkraft Reden hat Lisa Wonka de Salazar einen wunderbaren Weg gefunden, dieses schwierige Thema für die kleinen Zuhörer*innen verständlich und greifbar zu machen. Betroffene Kinder werden aus diesem Buch viel Trost und Kraft schöpfen. Denn es zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind. Behutsam nimmt es ihnen ihre Ängste und ermutigt sie dazu, ihre Superkraft zu nutzen und darüber zu reden.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die Illustrationen von Lisa Rammensee, die das Erzählte perfekt in Szene setzen. Ihre Zeichnungen enthalten eine genau richtige Balance zwischen Schwere und Leichtigkeit. So wird die graue Wolke (Mamas Depression) nicht als ein gruseliges Monster dargestellt, sondern als etwas Trauriges, das am liebsten gar nicht da sein möchte. Gleichzeitig gibt es auf den Seiten aber auch lauter fröhliche und lustige Details zu entdecken wie Mamas süße Glubschaugen-Pantoffeln oder der kunterbunt-eingerichtete Kindergarten. Warme Farben sorgen für eine herbstlich-heimelige Wohlfühlatmosphäre, die divers gezeichneten Charaktere machen es leicht sich in die Geschichte hineinzufühlen. Vor allem das Kind, das sowohl Junge oder Mädchen sein könnte, bietet ein großes Identifikationspotenzial.

Fazit: „Mamas graue Wolke“ ist ein warmherziges Bilderbuch ab 3 Jahren über das schwierige Thema Depressionen in der Familie. Ein mutmachender und wertvoller Begleiter, der in keiner Familie mit grauem Wolkenbesuch fehlen sollte. Einfühlsam und authentisch aus Kindersicht erzählt und wundervoll illustriert. Ein wirklich ganz tolles und wichtiges Kinderbuch, das ich jedem nur ans Herz legen kann! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuch über eine ganz besondere Freundschaft.

Ach du liebes Möhrchen
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Herr Hase mag es gerne ruhig und gemütlich und genießt es, allein zu sein. Ein gutes Buch, eine Tasse Tee und seine geliebten Pflanzen – das ist alles, was er braucht. Im Winter kann es aber manchmal doch ...

Herr Hase mag es gerne ruhig und gemütlich und genießt es, allein zu sein. Ein gutes Buch, eine Tasse Tee und seine geliebten Pflanzen – das ist alles, was er braucht. Im Winter kann es aber manchmal doch ziemlich einsam werden, so ganz ohne Gesellschaft. Er freut sich daher auf den Frühling, wenn er endlich wieder mit der Gartenarbeit loslegen und sein Lieblingsgemüse pflanzen kann: Möhren. Voller Eifer sät er 240 Samen und kümmert sich jeden Tag liebevoll um sie. Eines Morgens entdeckt er, dass ein Samenkorn besonders schnell gewachsen ist. Er beginnt an der Pflanze zu ziehen – und sieht sich auf einmal einer großen, sprechenden Karotte gegenüber. Das Möhrchen begrüßt ihn fröhlich und möchte unbedingt mit Herrn Hase befreundet sein. Dieser aber hält gar nichts von dieser Idee, er will einfach nur seine Ruhe haben! Das Möhrchen aber lässt sich nicht abwimmeln und stellt das Leben von Herrn Hase ganz schön auf den Kopf. Herr Hase ist verzweifelt und möchte seinen ungebetenen Gast schnellstmöglich wieder loswerden. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr erwärmt er sich für diese kleine freche Karotte. Es ist der Beginn einer ganz besonderen und wunderschönen Freundschaft...

Letztes Jahr habe ich die spanische Illustratorin Mariajo Ilustrajo für mich entdeckt und mich sofort in ihren Zeichenstil verliebt. Nachdem sie mir bereits drei Schätzchen für meine Bilderbuchsammlung beschert hat, war ich voller Vorfreude auf ihr neues Werk „Ach du liebes Möhrchen!“ (übersetzt von Claudia Koch). Schon das Cover und der Titel haben mein Herz im Sturm erobert und hach, was soll ich sagen, die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach!

Mariajo Ilustrajo hat uns ein weiteres entzückendes Bilderbuch gezaubert, in welches man sich einfach Verlieben muss. Mit viel Witz und Herz erzählt sie von der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Herrn Hase und einer sprechenden Karotte. Mit den beiden hat die Künstlerin ein hinreißend ungleiches Gespann geschaffen – und zwar nicht nur äußerlich. Während Herr Hase ein Gewohnheitstier ist und seine Einsamkeit und Ruhe schätzt, ist das Möhrchen fröhlich, neugierig und aufgeweckt und möchte unbedingt eine Freundin sein. Dieses quirlige Gemüse ist eine wahre Frohnatur und lässt sich zu keiner Zeit von Herrn Hases Widerwillen entmutigen, was für einige lustige Momente sorgt. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch sehr herzerwärmend. Es ist einfach wundervoll mitzuerleben wie Herr Hase immer mehr aus seiner Komfortzone heraustritt und schließlich erkennt, wie viel schöner es ist, gemeinsam durchs Leben zu gehen. Die Geschichte zeigt uns somit, dass das Leben voller Überraschungen steckt. Dass auch die unwahrscheinlichsten Freundschaften möglich sind und es nichts Wertvolleres gibt, als gute Freunde, mit denen jeder Tag ein Abenteuer wird. Eins ist sicher: Nach diesem Buch wird garantiert jeder Knollengemüse mit ganz anderen Augen sehen.

Genauso originell wie die Geschichte ist auch die Gestaltung des Buches. Neben verschiedenen Schriftarten und kleinen Comic-Elementen sind es natürlich vor allem die farbenfrohen Illustrationen, die begeistern. Mit ihrem gewohnten Mix aus Aquarell, Bunt- und Zeichenstift hat Mariajo Ilustrajo mal wieder die wunderbarsten Bilder geschaffen. Jede Seite sprüht nur so vor süßen und witzigen Details wie ein Beatles-Schallplattencover in Häschen-Version oder ein Buch in der Bibliothek, welches jedem Mariajo Ilustrajo-Fan sehr bekannt vorkommen dürfte. Nicht nur für Kinder ist dieses Buch ein großer Spaß, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran und möchte es am liebsten immer wieder durchblättern.

Fazit: „Ach du liebes Möhrchen!“ ist eine humorvolle und herzliche Geschichte ab 4 Jahren über die Magie der Freundschaft und darüber, dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und Freundschaften wachsen zu lassen. Ein zauberhaftes Bilderbuch mit herrlichen Illustrationen zum Schmunzeln und immer wieder Angucken. Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Ein großartiger Abschlussband!

Ruby Fairygale (Band 8) - Das Buch der vergessenen Wunder
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch von einem ruhigen Jahreswechsel kann keine Rede sein. Der fiese Nachtelf Nocturno hat die Herrscherkrone an sich gerissen und ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. ...

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch von einem ruhigen Jahreswechsel kann keine Rede sein. Der fiese Nachtelf Nocturno hat die Herrscherkrone an sich gerissen und ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Niemand in der magischen Welt scheint sich ihm zu widersetzen, Todesfeen und Ghule treiben ihr Unwesen, sämtliches Licht ist aus dem magischen Wald verschwunden. Für Ruby steht natürlich sofort fest, dass sie ihren Freunden aus der Feenwelt helfen muss. Keine leichte Aufgabe, wie sich schnell zeigt. Man kann nur noch über die Zugänge unter Wasser ins Reich der Fabelwesen gelangen, da Nocturno alle magische Portale an Land zerstört hat. Zum Glück ist Ruby nicht auf sich alleine gestellt. Gemeinsam mit ihren Freunden und ihrer Familie setzt sie alles daran, dem dunklen Nachtelfen das Handwerk zu legen. Eine abenteuerliche Rettungsmission beginnt...

Hierbei handelt es sich um den achten und letzten Teil der „Ruby Fairygale“ – Reihe. Vorkenntnisse sind durchaus erforderlich, am besten wäre es natürlich, die Bände chronologisch zu lesen.
Für mich ist „Ruby Fairygale“ schon längst eine richtige Herzensreihe. Dem Finale habe ich daher voller Vorfreude, zugleich aber auch ziemlich wehmütig entgegenblickt. Kira Gembri macht uns den Abschied aber definitiv leichter. Sie hat noch einmal alle Register gezogen und schenkt uns zum Abschluss den dicksten Band der Reihe. Fast 400 Seiten erwarten einen hinter diesem wunderschönen Cover und jede einzelne davon ist ein Genuss.

Bereits die ersten Zeilen verströmen die vertraute Wohlfühlatmosphäre, die die Ruby-Fairygale-Geschichten auszeichnen, und ziehen einen direkt in den Bann. Mit der kleinen irischen Insel Patch Island hat Kira Gembri einfach einen wundervollen Schauplatz geschaffen, an dem man sie wie zu Hause fühlt. Zu aller Freude dürfen wir in diesem Band auf sämtliche liebgewonnene Charaktere aus den vorherigen Bänden treffen, die das Lesen wie gewohnt zu einem echten Vergnügen machen. Ob der alte Miesepeter Fergus, die immer nur in Reimen sprechenden Kobolde, das kleine Seeungeheuer Blobby mit seinem süßen Geblubber, ob Mensch oder Fabelwesen – gute Laune ist mit dieser bunten Truppe garantiert. Es macht einfach wieder großen Spaß, Ich-Erzählerin Ruby und ihre Liebsten zu begleiten und mitzuerleben, wie sie alle fest zusammenhalten, um die magische Welt und ihre Heimat zu retten. Man fiebert und bangt mit ihnen mit und kann das Buch bisweilen nicht mehr aus der Hand legen, weil es so fesselnd und spannend ist.
Das Ende lässt einen rundum zufrieden zurück und die zahlreichen bezaubernden schwarz-weiß Zeichnungen, die uns die Verena Körting mal wieder gezaubert hat, runden das Leseerlebnis wie gewohnt perfekt ab.

Fazit: Ein letztes Mal entführt uns Kira Gembri nach Patch Island und beschert uns ein packendes und absolut würdiges Finale voller Spannung, Magie und wunderbarer Wohlfühlvibes. Ich habe auch diesen Band mit größter Begeisterung gelesen und ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Ich werde Patch Island und seine herrlich liebenswert-schrulligen Bewohner*innen sehr vermissen. Ob Jung oder Alt – ich kann diese Kinderbuchreihe ab 10 Jahren jedem wirklich nur ans Herz legen. „Ruby Fairygale – Das Buch der vergessenen Wunder“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Ein wundervolles Bilderbuch mit beeindruckenden Illustrationen!

Im Tal der Mammuts
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Nach einem langen anstrengenden Fußmarsch lässt sich eine Neandertalerfamilie in einer Höhle nieder. Während sich alle ausruhen, zieht es den kleinen Jungen hinaus nach draußen, in das große, weite Tal. ...

Nach einem langen anstrengenden Fußmarsch lässt sich eine Neandertalerfamilie in einer Höhle nieder. Während sich alle ausruhen, zieht es den kleinen Jungen hinaus nach draußen, in das große, weite Tal. Er zieht los, streift an großen Bäumen vorbei, entdeckt kleine Käfer und viele weitere Tiere wie eine Mammutherde und einen Bären, der leckere Beeren verspeist. Fröhlich kullert der Neandertalerjunge einen Abhang hinunter und landet schließlich am Ufer eines Flusses. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht er plötzlich einen anderen Jungen (einen Menschenjungen), der gar nicht so viel anders aussieht als er selbst. Staunend betrachten die beiden aneinander, bis der fremde Junge dem kleinen Neandertaler zuwinkt und mit seiner Gruppe verschwindet. Auch der Steinzeitjunge macht sich auf den Weg zu seiner Familie und denkt noch öfters an diese besondere Begegnung zurück.

Auf dieses Buch war ich richtig gespannt! Ich liebe den Zeichenstil von Chuck Groenik und Bücher rund um das Thema Steinzeit haben mich schon immer fasziniert. Den kleinen neugierigen Neandertalerjungen, der schon auf dem Cover so entdeckerfreudig dreinblickt, musste ich einfach kennenlernen und ich habe es nicht bereut.

Chuck Groenink hat uns mal wieder ein großartiges Bilderbuch gezaubert, welches Jung und Alt gleichermaßen in den Bann zieht. Mit wenigen Worten und traumhaften Bildern entführt uns der US-amerikanische Künstler in die prähistorische Zeit und gibt uns einen spannenden und berührenden Einblick in den Alltag eines kleinen Neandertalerjungen. Man hat direkt das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Man kann das weiche Gras und die warme Sonne auf der Haut regelrecht spüren, fühlt die innige familiäre Verbundenheit und das Erstaunen, als plötzlich ein anderer Junge vor uns steht, der auch Augen, Nase und Mund hat wie wir und trotzdem irgendwie anders aussieht. Kinder werden es lieben, den kleinen sympathischen Steinzeitjungen auf seinen abenteuerlichen Streifzügen zu begleiten. Die Altersempfehlung liegt bei ab 4 Jahren, die Geschichte ist aber durchaus auch schon für etwas jüngere Kinder geeignet. Die Texte (übersetzt von Ebi Nauman) sind sehr kurz und stichwortartig, nahezu poetisch – ein bisschen so, wie man sich die Sprache von damals vielleicht vorstellt.

Ein besonderes Highlight sind die farbigen Illustrationen von Chuck Groenink, die so ausdrucksstark sind, dass es eigentlich gar keine Worte braucht. Gekonnt spielt er mit verschiedenen Perspektiven und Licht und Schatten. Malerische Landschaften laden zum Staunen ein, warme Farben sorgen für eine einladend-magische Atmosphäre. Man könnte seine Bilder einfach stundenlang betrachten, um sich an den liebevollen Details zu erfreuen wie die Mutter, die ihr Baby stillt, die dreckigen Fußsohlen des Jungen oder die Vögel, die am Himmel ihre Kreise ziehen. Seite für Seite weckt dieses Buch die Faszination für die Natur und regt die jungen Zuhörer*innen vielleicht dazu an, mehr über die Zeit der Neandertalerjungen herauszufinden.

Im Anschluss an die Geschichte gibt es noch einen doppelseitigen informativen Anhang, der Erwachsene bestens für neugierige Kinderfragen wappnet und dieses Buch zu einem gelungenen Gesamtpaket macht.

Fazit: „Im Tal der Mammuts“ ist eine außergewöhnlich erzählte und wunderschön illustrierte Bilderbuchgeschichte über Familie, kindliche Entdeckerlust, unerwartete Begegnungen und die Schönheit der Natur. Ein wunderbares Steinzeitabenteuer ab 4 Jahren, das spielerisch Sachwissen vermittelt und das Herz erwärmt. Ich bin total begeistert von diesem Bilderbuch, mein Herz hat der kleine Neandertalerjunge im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Zauberhaft und zuckerwattensüß!

Von Zauberschnüren und Zuckerwatte
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Die kleine Winni und ihr Kuscheltier Wombat Ecki sind die allerbesten Freunde. Seit sie ihn gefunden hat (oder er sie), haben die beiden schon eine Menge zusammen erlebt. Vor allem die Abende sind immer ...

Die kleine Winni und ihr Kuscheltier Wombat Ecki sind die allerbesten Freunde. Seit sie ihn gefunden hat (oder er sie), haben die beiden schon eine Menge zusammen erlebt. Vor allem die Abende sind immer etwas ganz Besonderes, so süß wie Zuckerwatte. Denn dann wird es so richtig gemütlich im Kinderzimmer. Die Vorhänge werden zugezogen, das Nachtlicht wird eingeschaltet und dann kuscheln sich alle für eine Gute-Nacht-Geschichte ins Bett. Manchmal kommt Mama, manchmal Mami und manchmal auch beide. Doch wer nun denkt, dass Winni danach sofort einschläft, irrt sich gewaltig. Denn sobald das Licht ausgeht, fällt Winni jedes Mal noch etwas Oberdringlichwichtiges ein, was sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Zum Glück verstehen ihre Mamas das und geben ihrer Tochter die Zeit, die sie braucht, um ihre Wachhalte-Gedanken loszuwerden. Ob spannende Erlebnisse, lustige Ideen oder ernste Fragen – Mama, Mami und Ecki sind immer für Winni da, halten zusammen wie eine Zauberschnur und schaffen es gemeinsam, die Wachhalte-Gedanken zu vertreiben.

Ich liebe die Bilderbücher aus dem Jupitermond Verlag, vor allem „Wilma Wolkenkopf“ und „Das kleine Häwas“ haben mein Herz im Sturm erobert. Auf das neue Bilderbuch von Saskia Niechzial, welches sie erneut mit der Illustratorin Marielle Rusche geschaffen hat, habe ich mich daher sehr gefreut. Schon das Cover ist einfach zum Verlieben und hach, was soll ich sagen, die Geschichte dahinter ist ganz genauso.

In Zusammenarbeit mit dem nachhaltigen Modelabel HEJLENKI hat der Jupitermond Verlag hier ein weiteres echtes Schätzchen herausgebracht, das den besonderen Zauber der abendlichen Nähe und Geborgenheit auf eine wundervolle Weise einfängt. Viele kennen das bestimmt: Die Kinder liegen im Bett und sollen eigentlich schlafen, aber auf einmal fallen ihnen noch ganz viele Dinge ein, die unbedingt noch erledigt und erzählt werden müssen. Und dass ein Lieblingskuscheltier als treuer Einschlaf-Begleiter immer mit dabei sein muss, wird sicherlich auch den meisten bekannt vorkommen.

Die kleine Winni mit ihrem Wombat-Kuscheltier Ecki ist daher eine ideale Identifikationsfigur für die jungen Zuhörer*innen. Man muss diesen kleinen aufgeweckten Lockenkopf einfach gernhaben, genauso wie ihr Ecki, der uns die Geschichte erzählt, sowie ihre zwei tollen Mamas. Das vertraute Familienleben der Vier wird herzerwärmend schön beschrieben. So ein liebevolles Zuhause wünscht man wirklich jedem Kind. Winnis Mama und Mami sind immer für ihre Tochter da, hören ihr richtig zu, nehmen ihre Sorgen ernst und haben stets die herrlichsten Ideen im Gepäck – auch abends, wenn eigentlich schon Schlafenszeit ist. Besonders schön ist, wie natürlich Vielfalt hier gelebt wird und Kindern ganz nebenbei gezeigt wird, dass Familien mit zwei Müttern etwas völlig Normales sind.

Marielle Rusche hat die Geschichte mit ihren farbenfrohen Illustrationen zum Leben erweckt. Ihre Bildern sind wie gewohnt unheimlich niedlich gezeichnet, strahlen etwas Heimelig-Gemütliches aus und zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Sie setzen das Erzählte einfach perfekt in Szene, vor allem die Zauberschnüre, die die Verbindung zwischen Winni und ihren Mamas sichtbar machen, sind großartig und verleihen dem Buch etwas wunderbar Magisches.

Fazit: „Von Zauberschnüren und Zuckerwatte“ ist eine zuckerwattensüße Gutenachtgeschichte über die Magie der gemeinsamen Zeit, Liebe, Vertrauen und Geborgenheit. Ein warmherziges Bilderbuch ab 4 Jahren zum Wohlfühlen, Schmunzeln und Liebhaben. Ich kann das neue Buch von Saskia Niechzial und Marielle Rusche nur wärmstens empfehlen, mich konnte es vollkommen verzaubern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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