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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2025

Der Untertitel ist Programm

Weich fällt der Schnee
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Auf den ersten Blick hört es sich viel an, wenn ich sage in diesem Buch finden wir 16 Geschichten. Aber manche sind wirklich kurz, mit drei bis vier Seiten, andere etwas länger. Aber allesamt sind sie ...

Auf den ersten Blick hört es sich viel an, wenn ich sage in diesem Buch finden wir 16 Geschichten. Aber manche sind wirklich kurz, mit drei bis vier Seiten, andere etwas länger. Aber allesamt sind sie Kurzgeschichten mit kriminellem Hintergrund. Es wird kein Mord detailliert geschildert, manchmal ein Verbrechen nur angedeutet. Doch immer werden Grenzen überschritten.
In „Weich fällt der Schnee“ finden wir die meisten Schauplätze in Island. Zwei oder drei auch in London.
Mir gefallen diese kurzen Sequenzen aus dem Leben der verschiedenen Figuren sehr gut. Der Stil von Ragnar Jonasson ist leicht zu lesen. Die Geschichten soweit abgeschlossen, dass der Leser eine Vorstellung vom Geschehen bekommt.
Inhaltsverzeichnis und Veröffentlichungs- und Übersetzungsnachweis runden das Buch ab.
Die Geschichte, die ich am schwersten verdauen konnte war ‚Keine Panik‘ obwohl hier kein Mord begangen oder gestanden wird.
Ich kann das Buch für alle Softkrimifans empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Entzückende Liebesgeschichte, stimmig, frisch und leicht

Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady Beatrice
1

Die Hauptfigur der Beatrice ist eine starke und überaus sympathische Frau. Durch ihre Narben entstellt, glaubt sie an ein Schicksal als alte Jungfer. Doch sie verliert nicht den Lebensmut, sondern sucht ...

Die Hauptfigur der Beatrice ist eine starke und überaus sympathische Frau. Durch ihre Narben entstellt, glaubt sie an ein Schicksal als alte Jungfer. Doch sie verliert nicht den Lebensmut, sondern sucht sich ihren Weg. Diese Stärke scheint Francis zu spüren. Er sieht die Frau im Inneren. Beide nähern sich langsam aber stetig an.
Es gefällt mir, wie der Umgang der beiden miteinander beschrieben wird. Wie sich Beatrice ihr Leben eingerichtet hat und dabei offen geblieben ist. Warum Francis mir reifer vorkam, als er hätte sein müssen, zeigt sich auch im Laufe der Geschichte.
So kann ich zu „Mayfair Ladys: Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ sagen, dass ich die Geschichte gerne gelesen habe, dass der Schreibstil von Freda MacBride sehr flüssig und leicht zu lesen ist. Es fehlt auch nicht an humorvollen, aber auch gefühlvollen Szenen. Soweit ich das beurteilen kann, sind auch die Handlungen der Protagonisten für die damalige Zeit stimmig und nachvollziehbar.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung. Ich freue mich auf weitere Bände.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Viel Information über Schattenseite des Antiquitätengeschäfts

Mord an Backbord
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Für mich ist „Mord an Backbord“ der erste Band der Reihe. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, beziehungsweise wichtige Informationen aus dem Vorband erwähnt werden, hatte ich zumindest hier kein ...

Für mich ist „Mord an Backbord“ der erste Band der Reihe. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, beziehungsweise wichtige Informationen aus dem Vorband erwähnt werden, hatte ich zumindest hier kein Problem den Überblick zu behalten. Anders sah es bei den vielen verschiedenen Personen aus. Da muss man sich schon konzentrieren. Dazu kommt ein überaus komplexer Fall mit Verwirrungen und Wendungen. Definitiv kein Cosy Krimi, den man so schnell mal zwischendurch lesen kann.
Ich, für meinen Teil, habe es genossen, Freya und Carole zu begleiten. Von der Reise habe ich aufgrund der Konzentration auf den Fall allerdings nicht viel mitbekommen. Doch es ist ja auch ein Krimi.
Carole ist eine Figur, die mit ihrer Leuchtkraft und ihrem Humor viel von der nüchternen Freya aufwiegt. Durch Carole wird das Buch lockerer. Ansonsten hätte es sich für mich sehr, sehr steif angefühlt.
Irgendwie hat mir C.L. Miller für einen leichten Krimi etwas zu viele Wendungen eingebaut. Der Fall ist verständlich und nachvollziehbar, wenn man mit dem Kopf voll bei der Sache ist. Dennoch ist es ein interessanter Ausflug in die Welt der Antiquitätenhändler und ihren dunklen Machenschaften.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Hilfe zur Selbsthilfe in Märchenform

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Mich hat als erstes irgendwie das Cover angesprochen und die Kurzbeschreibung danach überzeugt das Buch lesen zu wollen.
Den Aufbau mit den Kurzgeschichten finde ich super gelöst. Hier treffen wir unterschiedliche ...

Mich hat als erstes irgendwie das Cover angesprochen und die Kurzbeschreibung danach überzeugt das Buch lesen zu wollen.
Den Aufbau mit den Kurzgeschichten finde ich super gelöst. Hier treffen wir unterschiedliche Personen die alle von Kogetsu eine kleine Süßigkeit kaufen und unterschiedliche Erfahrungen damit machen. Aber immer so, dass sie den Kern ihres Problems erkennen. Bei manchen Geschichten war mir vorab nicht klar, wie es hier zu einer Erkenntnis kommen könnte, und doch gelang es Hiyoko Kurisu überzeugende Wege zu finden.
„Der Laden in der Mondlichtgasse“ steht nicht allen Menschen zur Verfügung, doch die, die ihn finden, haben einerseits eine große innere Not und andererseits das Glück der Hilfe von Kogetsu.
Dieses japanische Märchen hat mich in den Bann gezogen. Es ist mysthisch und wirkt, als könnte es doch passieren. Es ist emotional und empathisch geschrieben. Kogetsu, der Fuchsgeist, begleitet nur zu Beginn und am Ende der jeweiligen Geschichte. Den Hauptteil muss die Figur allerdings selbst bestreiten. Und genau das gefällt mir. Hilfe zur Selbsthilfe in Märchenform.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Die detaillierte Mordmethode fand ich nachts in meinen Träumen wieder

Narbenkünstler #Thriller
4

Es war mein zweites Buch von Chris Dominik und wird für mich auch das letzte sein. Warum das so ist, mag für andere genau der Grund sein, weitere Bücher des Autors zu lesen.
Der „Narbenkünstler“ beginnt ...

Es war mein zweites Buch von Chris Dominik und wird für mich auch das letzte sein. Warum das so ist, mag für andere genau der Grund sein, weitere Bücher des Autors zu lesen.
Der „Narbenkünstler“ beginnt schon mit einem brutalen Einstieg, die detaillierte Beschreibung der Mordmethode und wie sie auf den Körper einwirkt, steigert dieses Empfinden im Laufe des Buches noch. Zumindest war es bei mir so. Für mich war es zu heftig, zu viel, zu brutal.
Was ich allerdings an positiven nicht unerwähnt lassen darf, ist die Raffinesse der Morde, die bildhafte Beschreibung des Leidens und Todes. Aber auch die Lösung birgt einiges an Überraschung. Kein einfaches Aufdecken, sondern Verschachtelungen und Verknüpfungen, die ich nicht erwartet hatte.
Gefallen hat mir auch Zoe. Wie sie immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, fand ich gut ausgearbeitet und ihre Reaktionen stimmig. Marc kämpft nach wie vor mit seinen Dämonen. Ich hoffe, er gewinnt den Kampf.
Wenn ich meine eigene Abneigung rausnehme, und nach dem ersten Buch hätte ich mir denken können, dass es ungefähr in dieser Art und Weise weitergeht, dann bleibt viel Positives, sodass ich mich für diese Bewertung entschieden habe. Mit diesem Buch werden harte Thrillerfans sicher glücklich sein.

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