Menschlichkeit im Schatten des Krieges
Frieden nicht in SichtDas Buch von Bernhard Schulz hat mich wirklich bewegt. Schon gleich am Anfang bin ich über ein Zitat gestolpert, das mich bis heute beschäftigt:
„Den Krieg zu beginnen ist nicht schwer, ihn aber zu verhindern, ...
Das Buch von Bernhard Schulz hat mich wirklich bewegt. Schon gleich am Anfang bin ich über ein Zitat gestolpert, das mich bis heute beschäftigt:
„Den Krieg zu beginnen ist nicht schwer, ihn aber zu verhindern, das erst wäre eine Leistung gewesen, deretwegen man einen Menschen hochheben dürfte.“
Dieser Satz trifft mitten ins Heute – und beschreibt genau die Nachdenklichkeit, die sich durch das ganze Buch zieht.
Schulz schreibt ruhig, ehrlich und sehr menschlich. Man merkt, dass er die Zeit selbst erlebt hat und versucht, sie zu verstehen, ohne sie zu beschönigen. Besonders interessant fand ich die kurzen Erzählungen und Feldpostbriefe – sie geben ganz persönliche Einblicke und zeigen, wie viel Hoffnung, Zweifel und Mitgefühl in den kleinen Momenten des Krieges stecken. Mir gefällt, dass Schulz nie „groß“ erzählen will, sondern sich auf die Menschen konzentriert.
Insgesamt ist Friede nicht in Sicht ein Buch, das man nicht einfach wieder zuklappt – es bleibt im Kopf, weil es uns daran erinnert, wie wichtig Frieden und Mitgefühl sind. Außerdem finde ich es sehr angenehm, dass man die Geschichten auch einzeln voneinander betrachten kann und so seine eigene Struktur im Buch finden kann.