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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Ein Buch über Streit und Versöhnung - theoretisch jedenfalls

Die Streitsaurier
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Auf dieses Buch haben sich der kleine Leser und ich sehr gefreut, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Der kleine Leser war total begeistert, dass es in diesem Buch um Dinosaurier geht bzw. dass die ...

Auf dieses Buch haben sich der kleine Leser und ich sehr gefreut, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Der kleine Leser war total begeistert, dass es in diesem Buch um Dinosaurier geht bzw. dass die Hauptcharaktere des Buches Dinosaurier sind. Mich hat besonders das Thema des Buches angesprochen: eine humorvolle Geschichte über das Streiten und Versöhnen. Leider konnte uns das Buch nicht beide zufrieden stellen.
Ich möchte aber mit den positiven Aspekten des Buches beginnen, bevor ich meine Kritik äußere. Wie vom Baumhaus Verlag nicht anders erwartet, ist das Buch wieder äußerst hochwertig verarbeitet. Die Illustrationen von Gloria Jasionowski sind bunt, humorvoll und manchmal ein klein wenig kurios. Das Miracelrex, ja er wird im Buch wirklich mit das und nicht der bezeichnet, und der Superosaurus schauen lustig aus und haben dem kleinen Leser sehr gut gefallen. Manche der Illustrationen haben ihn aber auch ein wenig ratlos zurückgelassen, da immer irgendwas aus dem Wasser heraussteht und für ihn nicht ganz klar war, was das darstellen soll.
Der Text ist kindgerecht verfasst und stellenweise auch sehr unterhaltsam. Manche Absätze sind in Urviehchisch verfasst, einer urzeitlichen Dinosauriersprache. An sich eine witzige Idee, allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit dem Vorlesen, denn das urviechisch wollte mir nicht so einfach von der Zunge rollen. Auch beim kleinen Leser kam dies nicht so besonders gut an, ich denke, dies ist eher für ältere Kinder interessant.
Wie bereits anfangs angekündigt, muss ich leider ein wenig Kritik üben und diese betrifft den Inhalt des Buches. Mir ist bewusst, dass ich einen relativ hohen Maßstab für Kinderbücher ansetze, aber mir persönlich ist eben wichtig, dass die Bücher einen gewissen Lehrauftrag erfüllen. Insbesondere dann, wenn dies vom Verlag so angekündigt wird und es für mich der Hauptgrund war, mich für dieses Buch zu entscheiden. Leider kommen die Themen Streiten und Versöhnen in diesem Buch ein wenig zu kurz. Der Streit von Miracelrex und Superosaurus war für uns als solcher anfangs nicht zu erkennen. Ja, die beiden messen sich aneinander, dies war für uns aber eher ein gegenseitiges Necken und kein Streiten. Auch die Versöhnung am Ende kam so überraschend, dass sie nicht wirklich als solche erkennbar war.
Dazu kommen dann noch der eine oder andere logische Fehler, der mich in Erklärungsnot gebracht hat. Da ich manche Dinge selbst nicht verstehen konnte, konnte ich diese dann eben auch nicht logisch erklären oder begründen, warum das jetzt so passt.
Empfehlen kann ich dieses Buch für kleinere oder größere Dinofans, die auf der Suche nach einer humorvollen Geschichte sind. Wer auf der Suche nach einer guten und spaßigen Möglichkeit ist, den Kindern Streiten und Versöhnen näher zu bringen, sollte meiner Meinung nach zu einem anderen Buch greifen, wie zum Beispiel Ruppi Rüpelfisch, ebenfalls aus dem Baumhaus Verlag.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Itadakimasu

Oishii!
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Schon lange habe ich mir bei einer Rezension so schwergetan wie bei diesem Buch. Dies liegt aber nicht daran, dass das Buch so unglaublich schlecht ist, sondern, dass ich mir unsicher bin, wie ich das ...

Schon lange habe ich mir bei einer Rezension so schwergetan wie bei diesem Buch. Dies liegt aber nicht daran, dass das Buch so unglaublich schlecht ist, sondern, dass ich mir unsicher bin, wie ich das Buch einordnen soll. Wobei ich mit diesem Problem scheinbar nicht die einzige bin, denn ich bereits auf die folgenden Genreeinordnungen im Zusammenhang mit diesem Buch gestoßen: "Geschenkbücher", "Kochbuch", und "Reisen".
Aber meine Zerrissenheit bezüglich der Bewertung des Buches kommt nicht nur durch die Vielfalt der Genre in die man das Buch einordnen kann, sondern auch daher, dass ich eine spezifische Erwartung hatte, als das Buch bei mir einziehen durfte.
Als großer Liebhaber der japanischen Esskultur wollte ich tiefer in die Welt der Izakayas eintauchen und die Möglichkeit haben, diese vielfältigen Gerichte zuhause nachzukochen. Leider wurden meine Erwartungen von Autor Stefan Braun nur bedingt erfüllt. Der Rezeptanteil dieses Buches ist nämlich eher gering einzuschätzen, vor allem wenn man sich ein Kochbuch erwartet. Zusätzlich sind sehr viele Rezepte enthalten, die mir bereits bekannt und in anderen Büchern enthalten sind. Letzteres kann ich dem Autor aber nicht vorwerfen, immerhin kann er nichts für mich gut gefülltes Kochbuchregal.
Die Rezepte sind übersichtlich und klar strukturiert dargestellt und mir persönlich gefällt auch sehr gut, dass der Autor die Namen der Gerichte in Japanisch aufführt. Nährstoffangaben sucht man in diesem Buch allerdings vergeblich. Andere Rezensionen des Buches bekritteln, dass viele der benötigten Zutaten nur schwer in Deutschland oder Österreich zu bekommen sind. Diese Kritik kann ich nur bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Natürlich werden in japanischen Rezepten typisch japanische Zutaten verwendet, die man eventuell außerhalb Japans nur schwer bekommt. Möglicherweise könnte man die eine oder andere Zutat durch ein europäisches Ersatzprodukt ersetzen, dadurch würde aber sowohl der Geschmack als auch die Authentizität leiden.
Der Hauptbestandteil des Buches sind Fotografien. Auch dies ist eigentlich wenig verwunderlich, wenn man sich die Biografie des Autors anschaut, was ich vor der Anschaffung des Buches nicht getan habe. Stefan Braun ist nämlich ein renommierter Fotograf, der sich auf kulinarische Fotographie spezialisiert hat. Seine Bilder sprechen eine eindeutige Sprache und geben meiner Meinung nach einen guten Eindruck in die vielfältige Welt der japanischen Kultur und insbesondere in die Izakayas. Ergänzt werden die Bilder mit kleinen Texten, in denen der Autor u.a. verschiedene Zutaten erklärt oder genauere Infos gibt.
Alles in allem ist dieses Buch wirklich eine bunte und authentische Mischung. Allerdings bin ich mir bezüglich der Zielgruppe des Buches nicht sicher. Kochbuchliebhaber werden aufgrund des geringen Rezeptanteils enttäuscht werden. Für Freunde von Bildbänden sind wiederum die Rezepte störend und eingefleischte Japanfans werden wohl eher wenig Neues lernen. Müsste ich diesem Buch einen Stempel aufdrücken würde ich es klassisch neudeutsch als "Coffee table book mit Rezeptfeature" nennen.
Trotz meiner sehr zwiegespaltenen Meinung möchte ich dieses Buch aber dennoch weiterempfehlen. Man sollte sich vor dem Kauf allerdings genau überlegen, was man sucht und ob dieses Buch wirklich das richtige für einen ist.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Ein Buch über das Nein-Sagen: Informativ, aber nicht immer unterhaltsam

Ups, ich darf auch Nein sagen
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„Nein“ zu sagen ist gar nicht so einfach, dass wissen Kinder, aber auch sehr viele Erwachsene tun sich mit dem Thema sehr schwer. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sie es als Kind nie gelernt haben. Daher ...

„Nein“ zu sagen ist gar nicht so einfach, dass wissen Kinder, aber auch sehr viele Erwachsene tun sich mit dem Thema sehr schwer. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sie es als Kind nie gelernt haben. Daher fand ich die Idee des Buches großartig und habe mich voller Freude an das Lesen bzw. eigentlich an das Vorlesen gemacht.
Ich habe dann allerdings recht schnell feststellen müssen, dass dies kein Buch ist, dass man einfach so vorlesen kann oder zumindest ich konnte es nicht. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es sich bei diesem Buch um eine Mischung aus Vorlesebuch und Erziehungsratgeber handelt. Manche Teile sind dann eben dafür gedacht, dass man sie mit dem Kind zusammenliest und manche Abschnitte sind „nur“ für die Eltern gedacht. Ich habe ein wenig gebraucht, um mich an dieses System zu gewöhnen. Ich habe mich dann dafür entschieden, dass ich das Buch zuerst einmal allein durchlese und danach erst mit dem Vorlesen beginne. Meiner Meinung nach ist dies das beste Vorgehen mit diesem Buch. Da man dann bereits auf die Themen vorbereitet ist und die einzelnen Geschichten mit dem Kind besser durchbesprechen kann.
Den Ratgeber Teil fand ich sehr interessant und informativ, wenn ich auch nicht in allen Punkten mit der Autorin konform gehe. Dies muss man aber auch nicht. Manche Dinge, die die Autorin Inke Hummel anspricht, waren für mich aber doch Augen öffnend. Ich habe auf jeden Fall sehr viel gelernt und versuche diese Dinge auch in den Alltag mit meinem kleinen Leser zu integrieren und ihm weiterzugeben.
Leider haben mich die Vorlesegeschichten nicht wirklich überzeugen und begeistern können. Meiner Meinung nach merkt man den Geschichten viel zu sehr den Erziehungsauftrag an. Dadurch wirkt alles zu konstruiert. An manchen Stellen waren die Geschichten auch sehr langatmig. Mir ist bewusst, wie wichtig und auch ernst das Thema „Nein sagen“ ist. Dennoch hatte ich mir einen größeren Unterhaltungswert der Geschichten erhofft. Mir ist bewusst, dass dies ein äußerst schwieriges Unterfangen ist. Das Problem, das ich hier sehe, ist, dass das Buch einfach nur ungern gelesen werden wird, da dem kleinen Leser die Geschichten nicht besonders gut gefallen haben. Dies ist aber sehr schade, da die Botschaft, die das Buch vermittelt wirklich wichtig und gut ist.
Auch wenn ich das Buch leider nur mittelmäßig bewerten kann, weil uns die Vorlesegeschichten nur bedingt gefallen haben, ist dies doch ein Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde. Meiner Meinung nach ist dies ein großartiges Buch für Kindergärten oder Volksschulen, wo die Kinder dann auch miteinander darüber diskutieren können.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Mit gemischten Gefühlen durch den Schnee

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits ...

"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits Bücher von und mit Otto kennt, weiß bereits was ihn erwarten wird. Denn das Konzept ist im Großen und Ganzen immer das gleiche. Daher gleich mein Rat zu Beginn, wer bereits nicht so positive Erfahrungen mit Otto gemacht hat, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.
Unser erstes Abenteuer mit Otto war ein klein wenig durchwachsen. Die Geschichte selbst fanden wir zwar sehr schön und auch interessant, aber ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell abgehandelt wurde. Ich schob dies damals auf den Fakt, dass im dritten Teil gleich drei Länder bereist und damit beschrieben wurden. Daher habe ich mir von diesem Buch mehr erhofft. Leider haben sich meine Hoffnungen nicht wirklich erfüllt.
Mittlerweile bin ich mir relativ sicher, dass dies einfach ein Teil von Madlen Ottenschlägers Stil ist. Die Übergänge von einer Seite zur nächsten sind manchmal äußerst sprunghaft und man hat das Gefühl, dass man eine Seite überblättert hat. Inzwischen habe ich mich zwar an den Stil gewöhnt, so richtig begeistert davon bin ich aber nicht. Mir wäre oft lieber, wenn das eine oder andere Themen weggelassen, dafür der Rest ausführlicher beschrieben worden wäre.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle wieder die äußerst gelungenen Illustrationen von Stefanie Reich. Die Bilder sind stimmungsvoll und es kam bei uns definitiv Weihnachtsstimmung auf. Die gedeckten Farben passen wieder wunderbar ins Gesamtkonzept und das ganze Buch strahlt einen unvergleichlichen Retrocharme aus, so wie eben Otto selbst auch.
Madlen Ottenschläger hält sich in diesem Buch mit den Beschreibungen der Reiseroute sehr zurück. Dies finde ich sehr schade, denn wir hätten gerne mehr über Finnland erfahren und wo die Familie genau unterwegs ist. Dafür gibt sie den finnischen Traditionen und Bräuchen viel Raum. Und natürlich auch dem Thema Weihnachten. So darf natürlich ein Besuch im Dorf des Weihnachtsmannes nicht fehlen. Herausfordernd, aber auch sehr authentisch, fand ich, dass die Autorin an vielen Stellen finnische Begriffe verwendet.
Beim vorherigen Otto Buch hatten der kleine Leser und ich eine geteilte Meinung. Da mich die Sprunghaftigkeit in der Erzählung doch sehr störte griff ich nicht gerne zu dem Buch. Der kleine Leser hat es aber immer wieder aus dem Regal herausgeholt und wollte es vorgelesen bekommen. Was ich dann natürlich auch getan habe.
Dieses Mal sind wir aber beide nicht wirklich begeistert, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass bereits der Einstieg in das Buch ein wenig holprig ist. Eine sanfte Einführung wie im vorherigen Band sucht man hier nämlich vergeblich. Denn Otto, Mama Rike, Papa Jakob und Anton sind bereits auf dem Weg nach Finnland, wenn wir zu ihnen stoßen. Ich denke, dass dies alles dazu führt, dass das Buch eher ein trauriges Dasein im Bücherregal des kleinen Lesers fristen muss.
Als Fazit kann ich sagen, dass Freunde von Otto auch in diesem Band wieder voll auf ihre Kosten kommen werden, da sich das Duo Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich mehr oder weniger an das gewohnte Konzept haltet.
Wir waren zwar gerne ein zweites Mal mit Otto auf Reisen, musste dabei aber einige Abstriche in Kauf nehmen. Daher bezweifle ich, dass wir Otto noch auf weiteren Reisen begleiten werden.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Für Fans und Anfänger – Fortgeschrittene bitte weiterblättern

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Prinzipiell koche ich sehr gerne und nehme mir auch gerne ausreichend Zeit dafür. Leider lässt der Alltag und die damit einhergehenden Verpflichtungen dies nicht immer zu. In solchen Situationen bleiben ...

Prinzipiell koche ich sehr gerne und nehme mir auch gerne ausreichend Zeit dafür. Leider lässt der Alltag und die damit einhergehenden Verpflichtungen dies nicht immer zu. In solchen Situationen bleiben drei Möglichkeiten: Man greift zu fertig Produkten, man isst außer Haus bzw. lässt sich außer Haus Essen liefern oder man findet schnelle Rezepte. Da ich die letzte der drei Varianten bevorzuge und immer wieder auf der Suche nach schmackhaften und schnellen Rezepten bin, habe ich mich für dieses Kochbuch entschieden.
Der erste Eindruck des Buches war auch sehr positiv. Mir gefällt die klare Einteilung in die drei Kategorien morgens, mittags und abends. Auch das jedes Rezept mit einem ansprechenden Bild dargestellt ist vermittelt einen guten Eindruck. Doch beim genaueren Hinschauen und vor allem Nachkochen der Rezepte sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die meine Euphorie ein wenig gedämpft haben.
In dem Großteil der pikanten Frühstücksrezepte werden Eier verwendet. An sich habe ich kein Problem mit Eiern, versuche aber die Eiermenge pro Woche in Grenzen zu halten. Die meisten der vorgestellten Rezepte waren für mich jetzt auch keine besondere Offenbarung oder etwas völlig Neuartiges. Steffen Henssler fühlt sich sogar bemüßigt die Zubereitung von weichgekochten Eiern und Spiegeleier als Rezept aufzuführen. Die meisten Rezepte dieses Kapitels würde ich persönlich als mehr oder weniger bekannte Klassiker titulieren, an der einen oder anderen Stelle wurden sie von dem beliebten Fernsehkoch ein wenig aufgepeppt.
Für die Mittagsrezepte wechselt Steffen Henssler dann seine Lieblingszutat. Hier gibt es weniger Eier, dafür sehr viel Fleisch und Käse. An dieser Stelle muss ich aber auch dazu sagen, dass einige vegetarische Gerichte vorhanden sind und diese auch mit einem Veggie Symbol extra gekennzeichnet sind. Wobei ich denke, dass es für Vegetarier bessere Bücher gibt, die eine größere Auswahl an Rezepten bieten. Was ich persönlich schade finde, ist, dass sich meiner Meinung nach nur sehr wenige der Mittagsrezepte zum Mitnehmen und Aufwärmen eignen. Steffen Henssler schreibt im Mittagswissen zum Thema Kantinen-Food, das in Deutschland täglich rund 14 bis 18 Millionen Menschen in einer Kantine essen. Da hätte es sich meiner Meinung nach angeboten, wenn man mehr mitnehmtaugliche Rezepte als Alternative zum Kantinenessen in das Buch aufgenommen hätte.
Die Rezepte für das Abendessen unterscheiden sich, vor allem, was die Lieblingszutaten betrifft, nur geringfügig vom Mittag. Dafür sind die Rezepte ein wenig aufwändiger, die Zutaten ein wenig teurer und auch für die Bewirtung von Gästen geeignet.
Sehr gut gefällt mir, dass die Mengenangaben immer für zwei Personen sind. Weniger gut finde ich dafür, dass auf eine Nährstoffangabe verzichtet wurde. Die Zeitangaben in Kochbüchern sind meiner Erfahrung nach, eher sportliche Richtwerte und in den wenigstens Fällen wirklich zutreffend. Vor allem ungeübte Köche sollten etwas mehr Zeit einplanen.
Die Zutatenlisten der Rezepte haben bei mir an mancher Stelle für Verwunderung gesorgt. Denn bei den Spinatspätzle zum Beispiel fehlt unter der Zutatenliste zum Beispiel das Mehl. Dieses wird bei den "Außerdem" Zutaten aufgeführt und die Mengenangabe findet man erst, wenn man sich das Rezept komplett durchliest.
Im Vorwort schreibt Steffen Henssler "Es war wieder mal Zeit für ein neues Kochbuch".
Und ich finde, dass sagt bereits alles, was man über dieses Buch wissen muss, es geht ums Geld. Meiner Meinung nach richtet sich dieses Buch vor allem an Fans des Koches oder an Kochneulinge, die noch über keinen großen Fundus an Rezepten und Wissen verfügen.

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