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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2025

Bisschen unheimlich

Don't Let The Forest In
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Mich hat hier einfach total das Cover gecatcht. Das hat einfach direkt nen tollen, stimmungsvollen Vibe, der richtig neugierig auf die Geschichte dahinter macht. Es dauert ein bisschen, bis die Geschichte ...

Mich hat hier einfach total das Cover gecatcht. Das hat einfach direkt nen tollen, stimmungsvollen Vibe, der richtig neugierig auf die Geschichte dahinter macht. Es dauert ein bisschen, bis die Geschichte ihren Vibe entfacht und die angeteaserte Düsternis zum Tragen kommt. Also ich fand, man musste erst ein bisschen hin Geduld reininvestieren um zu erfahren, wohin die Reise mit dieser Geschichte gehen soll. Dranbleiben lohnt sich aber total. Andrews Geschichten fand ich grandios und Thomas Zeichnungen waren die Sahnekirsche, diese kleinen Einschübe und Add Ons geben der Geschichte richtig viel von ihrer Stimmung

Ich mag die Entgleisung, das Abschweifen von der Rationalität und sich Verlieren in Trug und Düsternis. Die Magie rund um Andrews Geschichten und Thomas Bilder war zwar abstrakt, aber auch ästhestisch, fast schon betörend auf ihre verstörende Art. Die Bilder, die hier geschaffen werden sind sehr plastisch, was sehr zur Atmosphäre innerhalb der Geschichte beiträgt und für mich den gesamten Gruselfaktor ausmachte. Es ist aber nicht gruslig im klassischen Sinne und es gibt eigentlich auch keine Schreck- oder Schocker-Momente. Das läuft alles unterschwelliger ab.

Was ich sehr nahbar erzählt fand, das waren die zarten Gefühle, die sich zwischen den beiden Protagonisten entfalten. Die Unsicherheit, die Aufregung und der Drang mutig zu sein. Das fand ich dem Alter angemessen und sehr authentisch. Man wünscht sich direkt, dass es in dieser verqueren Situation ein Happy End geben kann. Gleichzeitig nimmt es der Geschichte nicht den Raum, sondern fügt sich da flüssig ein.

Die Enthüllung zum Ende war für mich ein absoluter Mindblow, da hatte die Geschichte mich dann so richtig. Hab die letzten Seiten auch tatsächlich zweimal lesen müssen, weil ich mir nicht sicher war, wie das Ende zu verstehen ist. Aber da kam der Gothic Novel Vibe auf jeden Fall voll rüber. Ob das Buch jetzt wirklich süchtig macht, weiß ich nicht. Bei mir ist der finale Funke nicht übergesprungen. Aber ich fands cool gemacht und habs gern gelesen,

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Fands so großartig geplottet

Lügennebel
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Ich mag die Reihe rund um die Are-Morde generell richtig gern weil die Fälle super unterschiedlich, aber immer spannend geplottet und vor allem atmosphärisch packend sind. Ich hab das Gefühl, dass die ...

Ich mag die Reihe rund um die Are-Morde generell richtig gern weil die Fälle super unterschiedlich, aber immer spannend geplottet und vor allem atmosphärisch packend sind. Ich hab das Gefühl, dass die Reihe mit jedem Buch ein kleines bisschen besser und ausgewogener wird, denn dieser band ist bisher mein liebster. Der Fall was unfassbar catchy, das Setting und die Kulisse allein schon richtig stimmungsvoll und das Gesamtbild einfach super rund.

Die Prämisse der Freundesgruppe und des Partywochenendes war fast schon klischeehaft, aber es passieren an allen Ecken und Enden kleine Entgleisungen, Momente, die das fragile Gefüge zu zersprengen drohen und die Dynamik ins Schwanken bringen. Das war einfach richtig gut gemacht, sodass ich vor allem mit Olivia absolut mitgefiebert habe. Generell bleibt die Zeichnung der Figuren eher oberflächlich, es braucht hier aber auch keine Tiefe um die Ereignisse zu beleuchten. Tiefe kommt hier durch das Ermittlerteam rund um Hanna rein, was für mich auch der Grund ist, warum man die Bücher, obwohl die Fälle in sich geschlossen sind, in der richtigen Reihenfolge lesen sollte. Denn hier hat sich seit Band 1 super viel getan und das Team wird immer nahbarer, immer plastischer.

Ich bin super lange im Dunkeln getappt wer der Täter sein könnte, weil sich jeder auf irgendeine Art verdächtig macht. Die Auflösung fand ich deshalb sehr gelungen und für mein Empfinden auch sehr passend. Dieses Buch hatte für mich echtes Pageturner-Potential, weil einfach stetig etwas passiert und es neue Erkenntnisse gibt. das macht auch die Ermittlung irgendwie authentischer- der Täter fällt nicht einfach vom Himmel.

Ich hatte einfach ne richtig gute Zeit mit dem Buch.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

ein Buch voller Reibung

Beste Zeiten
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Coming-of-Age ist seit jeher eines meiner liebsten Roman-Themen und dieses Studentenleben mit dem Ausziehen und sich selbst finden ist ein nahbares, nachvollziehbares Thema, mit dem man sich gut identifizieren ...

Coming-of-Age ist seit jeher eines meiner liebsten Roman-Themen und dieses Studentenleben mit dem Ausziehen und sich selbst finden ist ein nahbares, nachvollziehbares Thema, mit dem man sich gut identifizieren kann. Jenny Mustard hat hier wieder eine sehr eigenwillige Protagonistin geschaffen, kein 0815 Charakter, in vielen Punkten fast schon ins extreme überspitzt in dem was sie tut.

Ich glaube genau dadurch ist es mir so schwer gefallen Zugang zu Sickan zu finden und mit ihr mitzufühlen: vieles fühlt sich gewollt und gestellt an- Sickan die eine Rolle verkörpert und Punkte auf der To-Do-Liste des Lebens abhakt. Gleichzeitig kommen dadurch die Erlebnisse und Episoden sehr kraftvoll rüber

Die Freundschaft zwischen Sickan und Hanna ist schwierig, fast schon anstrengend zu verfolgen. Ich weiß gar nicht genau, was mich daran eigentlich gestört hat, aber für mich hat sich das stellenweise unnatürlich und geradezu negativ nuanciert angefühlt.

Dies ist kein bequemes Buch, aber eins, das irgendwie hängen bleibt. Das Leseerlebnis war teilweise fast schon fordernd, aber gleichzeitig auch wirklich interessant zu verfolgen. Bin unschlüssig, ob ich das Buch auf die klassische Weise mochte, aber es hatte was.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Heilsam

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Das Buch hat mich ein bisschen an „P.S. Ich liebe dich“ erinnert, da der Grundplot sehr ähnlich ist. die Idee mit den zwölft Büchern fand ich richtig schön und die monatlichen Buchempfehlungen zu verschiedenen ...

Das Buch hat mich ein bisschen an „P.S. Ich liebe dich“ erinnert, da der Grundplot sehr ähnlich ist. die Idee mit den zwölft Büchern fand ich richtig schön und die monatlichen Buchempfehlungen zu verschiedenen Themen waren ein cooles Add On.

Diese fragmentierte Erzählweise, dass man pro Monat nur die jeweiligen Schlaglichter aus dem Leben von Tilly mitbekommen ist einfach nicht so 100% meins. Klar, niemand interessiert sich für den ereignislosen Alltag, aber ich finds immer super schwer Zugang zu den Figuren zu bekommen, wenn man sie nur zu besonderen Anlässen und in Ausnahmesituationen erlebt.

Was mir aber richtig gut gefallen hat, das war alles rund um Elfies Buchhandlung. Die Atmosphäre im Laden, die Mitarbeiter und Alfie selbst, dem sein Job und dieser Laden im Speziellen so viel bedeuten. Hier wird auch auf sehr nahbare Weise auf die Schwierigkeiten des lokalen Einzelhandels aufmerksam gemacht, was ich sehr geschickt platziert fand.

Generell mochte ich, wie sich Tilly ein neues, positives Umfeld schafft, weitermacht, sich weiter entwickelt und sich selbst eine zweite Chance nach ihrem Verlust gibt. Dabei entstehen ein paar wunderbare Begegnungen und Momente.

Die Geschichte ist versöhnlich, heilsam und getrieben von innerer Entwicklung. Es ist eine anrührende Geschichte über die Kraft und den Trost von Büchern. Außerdem zeigt es ganz wunderbar, dass man nicht allein mit seinen Problemen fertig werden muss und dass es da draußen Menschen gibt, die einen verstehen und lieben. Super schöne Botschaft und ein richtig tolles Buch.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Vielversprechend

Heart of Night and Fire
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Nisha J. Tuli schreibt einfach großartige Fantasy. Ich habe bereits die letzte Reihe der Autorin geliebt und mir gefällt auch dieser Reihenauftakt wieder ausgesprochen gut. Der Start ins Buch war eher ...

Nisha J. Tuli schreibt einfach großartige Fantasy. Ich habe bereits die letzte Reihe der Autorin geliebt und mir gefällt auch dieser Reihenauftakt wieder ausgesprochen gut. Der Start ins Buch war eher gemäßigt und voller offener Fragen und Geheimnisse. Aber zumindest soviel: dieses Buch lässt den Leser nicht hängen und vis zum Ende bekommt man auf die drängendsten Fragen Antworten, was ich sehr zu schätzen weiß.

Das Magiekonzept orientiert sich an den Elementen, ist aber komplex und teilweise auch düster angehaucht. Die ominösen Seuche, die das Land bedroht gibt der Geschichte einen atmosphärisch dunklen Touch, der super catchy ist. Super catchy ist auch der dunkle mysteriöse Fremde, dem Protagonistin Zerya in einem ihren Träumen begegnet. Ich finde zwar ihren romantisch verklärten Blick auf Begegnungen mit Männern anfangs etwas fragwürdig, aber sie fängt sich. Hier wird auf jeden Fall Spannung aufgebaut.

Die Entwicklung, die Zerya in diesem Band durchläuft, gefällt mir schon richtig gut. Vom isolierten, unsicheren Mädchen wird sie zu einer starken Kämpferin, die für sich selbst einsteht, kein Blatt vor den Mund nimmt und ehrliche Bindungen aufbaut. Der Freundschafts-Aspekt kommt hier auch toll raus.

Das Buch hat sich toll lesen lassen. Beim Worldbuilding wurde noch ein bisschen gegeizt, aber ich denke das kommt mit dem nächsten Band.

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