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Veröffentlicht am 10.05.2020

Kein Feuer, das nicht brennt

Kein Feuer, das nicht brennt
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Ein Reisereporter, der seit den 80er-Jahren Ostberlin nicht mehr verlassen hat, das ist ein Mann namens W. – zwar schreibt er immer noch seine Reisereportagen, aber W. war nie selbst vor Ort. Als er auffliegt, ...

Ein Reisereporter, der seit den 80er-Jahren Ostberlin nicht mehr verlassen hat, das ist ein Mann namens W. – zwar schreibt er immer noch seine Reisereportagen, aber W. war nie selbst vor Ort. Als er auffliegt, startet er in die Reise seines Lebens.

Der Klappentext hört sich nach einer tollen Geschichte an. Doch diese stellt sich für mich als furchtbar langweilig heraus. Es fehlt ein roter Faden, die Gedanken des Herrn W. schweifen ab ins Sinnfreie bis Sinnlose. Ein öder Schreibstil zieht das Lesen in die Länge.

Alle Geschehnisse und Figuren bleiben oberflächlich, und es lässt sich zu keinem Charakter eine Bindung irgendwelcher Art aufbauen. Irgendwann nervt die Geschichte nur noch, und ich habe mich durch die letzte Hälfte des Buches nur noch „durchgelesen“, in der winzigen Hoffnung, dass sich doch noch etwas entwickelt.

Ironie und Witz habe ich in diesem Roman vergeblich gesucht. Aber, dank diesem Buch weiß ich jetzt, wie viele Seiten man mit Kaminfeuer aus dem Fernseher füllen kann. Wer die Geschichte kennt, weiß genau, was ich damit meine. Der Autor versucht, an einigen Stellen philosophisch zu wirken, scheitert jedoch völlig.

Statt eines humorvollen Buches gab es in meinen Augen nur den Versuch, eines hinzubekommen. Für mich ist „Kein Feuer, das nicht brennt“ ein Flop.

Veröffentlicht am 22.03.2020

Für immer Scheiße aussehen – Die hässlichsten ausgestopften Tiere der Welt

Für immer scheiße aussehen
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Ich schreibe es frei raus: Von diesem „Bilder“-Buch wurde ich enttäuscht. Die Fotos sind oft pixelig und/oder unscharf. Die Sprüche bei den einzelnen Fotos langweilig und einfallslos. Es gibt zwar das ...

Ich schreibe es frei raus: Von diesem „Bilder“-Buch wurde ich enttäuscht. Die Fotos sind oft pixelig und/oder unscharf. Die Sprüche bei den einzelnen Fotos langweilig und einfallslos. Es gibt zwar das ein oder andere skurrile Motiv, aber die Qualität ist insgesamt miserabel.

Was hier als „die hässlichsten ausgestopften Tiere der Welt“ präsentiert wird, sind oft Fotos von alten Präparaten, und diese werden mit den Jahren oft unansehnlich. Hat also nichts mit dem besonderen Aussehen eines toten Tieres zu tun. Einzig, was bei einer Präparation schiefgehen kann, ist auf wenigen Fotos zu sehen.

Innerhalb weniger Minuten ist man mit diesem Buch fertig. Es lohnt sich nicht, diese schlechte Qualität erneut durchzuschauen, man ärgert sich nur. Hier habe ich besseres erwartet. Warum ich vor dem Kauf nicht schon einen Blick hineingeworfen habe? Ich wollte mich zu Hause ganz auf die Bilder einlassen. So wurde ich enttäuscht, und insgesamt ist dies hier ein Flop für mich.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Tyrannosapiens

Tyrannosapiens
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Ein von sich selbst als höchstes Wesen überzeugter Mann, im Buch „der Unfehlbare“ genannt, wird von seiner überaus geliebten Ehefrau verlassen. Schuld daran trägt natürlich die Gesellschaft, denn die setzt ...

Ein von sich selbst als höchstes Wesen überzeugter Mann, im Buch „der Unfehlbare“ genannt, wird von seiner überaus geliebten Ehefrau verlassen. Schuld daran trägt natürlich die Gesellschaft, denn die setzt den heutigen Frauen ja so manchen Floh ins Ohr. Der Unfehlbare will seine Frau zurückhaben und beginnt seinen Rachefeldzug.

Es klingt nach einer witzigen Geschichte, die ich mir für einen vergnüglichen Lesetag heruntergeladen habe. Allerdings entwickelt diese sich von seltsam über skurril bis zum größten Nonsens, den ich in diesem Jahr gelesen habe. Humor, wie ich ihn erwartet habe, gab es nicht. Einige Stellen kamen dem zwar nahe, konnten das Buch aber auch nicht retten. Der Autor bemüht sich um eine aktuelle Gesellschaftssatire, scheitert meiner Meinung nach damit jedoch total.

Man merkt schon, dass sich Lex Cartman ausführlich mit der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation beschäftigt hat, allerdings gelingt es ihm nicht, diese zu transportieren oder umzusetzen.

Die Hauptfigur „der Unfehlbare“ ist gut ausgearbeitet und verkommt trotzdem im Laufe des Buches zu einer nervigen, eintönigen Figur, die immer gleichbleibend ohne Entwicklung ist. Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi, und Lesefreude, wie ich sie von einem humorvollen Roman erwarte, kommt leider keine auf.

Diese Geschichte bietet viel Potential, welches der Autor leider nicht genutzt hat. Es sollten viele verschiedene Menschentypen humorvoll und überspitzt dargestellt werden, diesen Versuch merkt man beim Lesen. Das war es aber auch schon. Ich wollte einen vergnüglichen Lesetag verbringen und bin nach Ende des Buches einfach nur genervt. Für mich ist dieses Buch ein Flop.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Die letzten Tage des Condor

Die letzten Tage des Condor
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Der Condor ist zurück. Nach Jahren in einem Irrenhaus der CIA lebt er nun unter ständiger Beobachtung in Washington. Dann wird ein Agent in Condors Wohnzimmer tot aufgefunden. Irgendjemand möchte Condor ...

Der Condor ist zurück. Nach Jahren in einem Irrenhaus der CIA lebt er nun unter ständiger Beobachtung in Washington. Dann wird ein Agent in Condors Wohnzimmer tot aufgefunden. Irgendjemand möchte Condor etwas anhängen. Er flieht vor seinen Verfolgern.

„Die letzten Tage des Condor“ ist definitiv das schlechteste Buch, welches ich in diesem Jahr gelesen habe. Es gibt keinen roten Faden, und die Geschichte ist so verworren, dass ich bis zum Ende nicht hineingefunden habe.

Die mitten im Text stattfindenden Perspektiven-Wechsel zwischen „Dritter Person“, Condor sowie Faye bringen Unruhe in die Geschichte. Zumal man als Leser auch noch Condors und Fayes Gedanken vorgesetzt bekommt, so dass man manche Stellen mehrfach lesen muss, um in der Geschichte weiterzukommen.

Der Roman zieht sich während des Lesens wie Kaugummi. Eigentlich soll es sich bei diesem Buch um einen „Spionage-Thriller“ handeln. Bestätigen kann ich es nicht, da kein „Thrill“ aufgekommen ist. Für mich persönlich ist dieses Buch ein absoluter Flop.

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