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Veröffentlicht am 29.12.2025

Feminismus, Romantasy & Mental Health

A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2)
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Hallo ihr Lieben ❤

ich glaube nicht, dass ich schonmal so begeistert von einem Buch war, dass andere in meinem Umkreis so gar nicht mochten. So war es mit dem ersten Band dieser Dilogie, weshalb ich nun ...

Hallo ihr Lieben ❤

ich glaube nicht, dass ich schonmal so begeistert von einem Buch war, dass andere in meinem Umkreis so gar nicht mochten. So war es mit dem ersten Band dieser Dilogie, weshalb ich nun die Einzige bin, die auch unbedingt den zweiten Band lesen wollte. Und zwar unbedingt, denn ich fand dieses Buch so erfrischend anders, dass ich mir den zweiten Band niemals entgehen lassen hätte.

Zur Info: Dies ist der zweite Band einer Dilogie. Lest also unbedingt vorher Band 1:)

Schreibstil:

Ava Reid schreibt wunderschön. Sehr verdichtet, ruhig und erzähltechnisch so konstruiert, dass die Grenzen zwischen fiktiver Realität und Fiktion verschwimmen. Das macht die Geschichte nicht nur besonders mystisch, sondern auch zu einem wahren literarischen Erlebnis. All das führt aber auch dazu, dass recht langsam erzählt wird. Die Figuren machen viel mit sich selbst und ihren Gedanken aus. Handlungen sind Ergebnisse von Prozessen, nicht die tragenden Elemente der Geschichte. Ich persönlich war so fasziniert von dem ganzen Setting, den Figuren, der Handlung und dem Schreibstil, dass es für mich so perfekt war. Ich könnte mir aber vorstellen, dass andere genau mit dieser geringen Geschwindigkeit ihre Probleme haben.



Die Geschichte: Magisch, Traum vs. Realität & die Angst davor, sich selbst zu verlieren



Erzählt wird aus zwei Perspektiven, immer am Kapitelanfang angeführt mit einem Zitat aus einem der Bücher der fiktiven Welt. Wer Band 1 gelesen hat, wird wissen, wie sehr es mich gefreut hat, dass man endlich auch in Prestons Kopf blicken kann. Und tatsächlich ist auch er dieses Mal die Hauptfigur. Er ist der Entdecker, während Effy zwar auch noch Effy so ist, wie ich sie kennengelernt habe, sie gleichzeitig aber noch verarbeiten muss, was in Band 1 passiert ist. Einerseits hätte ich es natürlich gerne gehabt, dass sie stark ist und das einfach so wegsteckt. Aber andererseits war es genau so total passend. Denn was Effy erlebt hat, ist nicht alltäglich. Und trotz allem trägt sie auch hier ihren Teil zu der Geschichte bei.

Preston – Feind Llyrs?, Träumer & Gutmensch mit starken Emotionen

Ich habe etwas gebraucht, um mich in Preston einzufinden. Dass er sehr auf seine Forschung und die Belegung von Thesen konzentriert ist, das wusste ich ja schon aus Band 1. Jetzt aber kamen auch seine ganzen Gefühle dazu und die waren ganz schön im Widerstreit. Zum einen hat er wahnsinnig damit zu kämpfen, dass er aus Argant kommt. Nicht nur nach außen hin, sondern auch ihn ihm selbst. Wie fühlt man sich, wenn man als der Feind angesehen wird? Wenn alles, was man tut, direkt darauf geschoben wird? Wenn das eigene Land, die eigene Familie verteufelt wird? So wie Effy in Band 1 für die Frauen kämpfte, und es immer noch tut (für sich und für andere), so geht es in diesem Band mehr darum, Nationalstolz und Herkunft, Identität und Feindseligkeiten gegenüber zu stellen. Preston ist dafür perfekt, denn er ist nicht nur eine zwiegespaltene Person innerhalb seiner Mitstudent:innen, sondern forscht gleichzeitig an dem, was Llyr als Nation stolz macht. Und dabei kommen natürlich nicht die Ergebnisse raus, die ihn besser dastehen lassen.

Effy – labil, kämpft für die Frauen & dagegen, krank zu sein

Effy hat in diesem Band eine sehr spezielle Rolle, denn sie ist quasi Prestons Muse. Bei ihr fühlt er sich sicher, sie ist die einzige Konstante in seinem Leben und die Person, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und genauso ist Preston auch Effys Antrieb und Sicherheit. Nur fällt es ihnen beiden schwer, sich das einzugestehen, bzw. dem anderen einzugestehen. Denn wer kann schon sagen, was Magie möglich machen könnte? Was ist Sicherheit überhaupt? Und wenn es mir selbst schlecht geht, wie kann ich dem anderen dies dann aufbürden, wo alles doch gerade so schwer ist?

Effy gerät dadurch in eine Gedankenspirale, die gar nicht einfach zu verstehen ist als Leserin. Erst war ich verwirrt, weshalb sie sich so hängen ließ. Aber mehr und mehr kam dann die Erkenntnis und es machte Sinn. Spannend fand ich, dass Effy sich hier sehr ängstlich zeigt und definitiv zu kämpfen hat, sie aber dennoch wieder in den Kampf für die Rechte der Frauen tritt und liest und nachforscht und ganz unbewusst zu Prestons Erkenntnissen beiträgt. Sie arbeiten zusammen, ohne es zu wissen.

Fantasy – wenn Träume sich in die Realität mischen, Lethargie zu Obsession wird & einem alles über den Kopf wächst

Das Haupthandlungselement dieses Bandes sind Träume. Oder sagen wir besser mal ein Traum. Denn Preston ist nicht nur Hauptfigur, er ist dieses Mal auch der, der mit dem klassischen „Was ist Fiktion, was Realität?“ zu kämpfen hat. Wie schon in Band 1 schafft es die Autorin, dies fließend ineinander übergehen zu lassen. Man weiß zwischendurch nicht mehr, was was ist. Gibt es in dieser fiktiven Welt überhaupt Magie oder ist alles nur ein Traum? Oder gar erschwindelt? Auch Preston setzt sich genau damit auseinander und mehr und mehr kam dadurch viel Spannung in die Story. Ich wollte wissen, wohin es führt, wie sehr er sich davon einnehmen lassen wird und ob er Effy währenddessen überhaupt wahrnimmt.

Literaturwissenschaft – die Wissenschaft, die Effy und Preston verbindet & Fantasy mit Realität verschmelzen lässt

Gekoppelt sind die fantastischen Handlungselemente stets an die literaturwissenschaftliche Forschung. Ich war ja von Anfang an davon begeistert, dass beide Figuren Literaturwissenschaftler:innen sind und stets einen Text zur Hand haben, den sie hinterfragen. Und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise. So ist das Versmaß, der Druck, die Herausgeberschaft, das eigentlich Geschriebene und die Intention dahinter Grund zur Forschung, aber auch die Hintergründe der Entstehung. Sowohl Preston als auch Effy arbeiten jeweils an ihren eigenen Texten und wir Leser:innen werden Stück für Stück mit Textschnipseln gefüttert, die sich in das große Ganze einfügen und uns der Wahrheit immer näher führen. Ich fand das wieder brillant gemacht und war begeistert davon, wie professionell die Autorin diese Quellen formuliert hat und welche Gedankengänge die beiden Figuren dazu durchmachen. Es war, als lese man eine lebendig gewordene Quellenanalyse, die einen nicht nur in die Köpfe der Forscher, sondern auch in die untersuchte Welt selbst zieht und genau das ist es, was dieses Buch so besonders macht.

Anfang, Ende & das Dazwischen

Der Anfang der Geschichte war für mich ein klein wenig mühselig, weil ich mich erstmal wieder einfinden musste und es sich ein wenig zog, weil bei Effy so wenig, bei Preston so viel geschah, sie aber ja beide abwechselnd erzählen. Erst, als dann das Fantastische einzog und die Forschungen zu einem Katz und Maus-Spiel wurden, zusätzlich noch zu einer Jagd nach der Wahrheit, die einigen Nebenfiguren nicht besonders zugesagt hat, wurde es spannender und die Geschichte begann so richtig zu fließen. Das Ende war nochmal richtig gut, weil nicht nur die das Thema dieses Buches einen Abschluss fand, sondern auch vieles, was aus dem ersten Buch noch nicht gänzlich geklärt geblieben war und auch Effys und Prestons Beziehung zueinander hat ein zufriedenstellendes Ende genommen.

Fazit:

Ich habe es geliebt, wieder in Effys und Prestons Welt abzutauchen, zwischen Fiktion und Realität zu schweben und in diese literaturwissenschaftlich verdichtete Handlung einzusteigen. Am Anfang war es mir alles noch etwas zu lang gezogen, aber dann konnte die Geschichte mich richtig packen und ich finde es super, wie es letztlich geendet ist. Ein gelungener Abschluss der Dilogie, besonders, da wir jetzt auch Preston gehört haben.

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest

- Weil Fantasy hier literarisch gedacht wird

- Weil Identität, Herkunft und Ausgrenzung vielschichtig verhandelt werden

- Weil du Band 1 mochtest und dich nicht vor verschwimmenden Grenzen fürchtest

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2025

Animalischer Spice

Rabid
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
Team Werwolf oder Vampir? Ich bin Team Vampir, aber vielleicht habe ich den Werwölfen bisher auch noch nicht richtig eine Chance gegeben. Oder bin leicht beeinflusst worden, denn wie oft spielen Werwölfe nur die Nebenrollen? Oft, wenn ihr mich fragt.
Zeit also, ein Buch zu lesen, dass sich nur mit Wölfen beschäftigt. Wenn auch mit Gestaltswandler:innen, keinen Werwölfen. Oder noch präziser: Totem-Geistwandler:innen.

Zur Info: Dies ist ein Einzelband.

Schreibstil:
Hier haben sich zwei Autor:innen zusammengetan. Das merkt man am Schreibstil aber nicht. Der ist schön fließend und beschreibend, gleichzeitig lebendig und fesselnd. Gerade die Passagen, in denen Seneca eins mit ihrer Wölfin sind, fand ich super geschrieben. Die Gefühle kamen gut rüber, ebenso wie das Animalische, das natürlich in erster Linie den Wölfen, aber auch den Figuren inneliegt.

Die Geschichte: Selbstfindung, Rudelkriege und tief vergrabende Missstände

Erzählt wird einzig aus der Perspektive von Seneca, die am Anfang des Buches um ihre Mutter trauert, die gleichzeitig ihr einziger Schutz in ihrem Rudel war. Jetzt steht sie vor der Herausforderung, sich selbst zu beschützen und ihren Wolf in Empfang zu nehmen. So passiert es, wenn die Totem-Geistwandler:innen ihren Wolfsgeist in sich aufnehmen und sich dann in ihn verwandeln können. Wichtig bei alldem: Der Geist des Wolfes und der Geist des Menschens exisiteren parallel. Sie können miteinander kommunizieren, der Mensch ist aber nicht Wolf.
Das fand ich schonmal ganz spannend, weil es sich von dem unterscheidet, was ich kenne und weil es das Animalische, das Unberechenbare und (Achtung wichtig) Unbezähmbare sehr deutlich macht.

Seneca – möchte über sich selbst bestimmen, ist ungezähmt & hat ein Trauma

Anfangs hatte ich aufgrund ihrer distanzierten Art ein paar Probleme mit Seneca. Auch später noch wirkt sie öfters hysterisch und äußerst misstrauisch. Zunächst ist das anstrengend, denn natürlich könnte die Handlung ansonsten viel weniger dramatisch voranschreiten. Nach und nach wird aber immer mehr erklärt und ich konnte sie besser verstehen. Was ich gut an all dem fand: Seneca ist eine starke Figur, die selbstbestimmt leben möchte. Etwas, was man absolut nachvollziehen kann und dann auch schnell eine Verbundenheit schafft.
Zu ihrem Auftreten passt, dass sie ausspricht, was ihr auf dem Herzen liegt, bzw. was ihr wichtig ist. Das rettet so manche Situation und bringt zudem Tiefe.

Tyran – Gefährte, Alphawolf, hart, aber fair & kämpft gegen Missstände

Tyran ist natürlich im ersten Moment geheimnisvoll und scheint brutal. Umso besser Seneca ihn kennenlernt, desto mehr beweist er aber, das viel mehr in ihm steckt und das er eigentlich ganz anders ist, als das, was man außerhalb seiner Welt über ihn erzählt. Perfekte Figur also, um sich mit Seneca über Vorurteile zu fetzen, ihr gegenüber zu treten, wenn sie ungezähmt ist und GANZ WICHTIG, um sie zu erden. Denn in all dem ist Tyran unheimlich kontrolliert und kann Seneca damit die Stütze sein, die sie braucht, um ihren inneren Kampf zu bestreiten und mit den Geschehnissen in ihrem Hier und Jetzt klarzukommen.



Wie die beiden zu Gefährten werden – und zusammen wachsen

Tyran ist also Senecas Anker. Das passte für mich auch sehr gut in die Story, da bei Seneca doch vieles in der Schwebe ist und sie vieles zu verarbeiten hat. Woran ich mich erst gewöhnen musste, war aber die Geschwindigkeit, mit der sie und Tyran zum absoluten Dream Team werden. Durch das Gefährtendasein ist es nicht Liebe auf den ersten Blick, aber Nähe auf den ersten Blick. Und dadurch vielleicht alles etwas sehr fix. Denn ab jetzt geschieht alles im Schnelldurchlauf. Ihre Konflikte müssen sie innerhalb weniger Minuten klären, sein „Ankerdasein“ funktioniert fast genauso schnell, weshalb sich Seneca auch unheimlich schnell entwickelt, und den Rest der Zeit verbringen sie zusammen im Bett. Ach und dazwischen verlieben sie sich natürlich noch ineinander.
Ja, ich habe die Gefühle gespürt und ich fand auch, dass sie die Konflikte gut miteinander gelöst bekommen haben, aber es war alles einen Tick zu schnell.

Dark Romance – eher soft, dafür sexy

Den Spice im Buch fand ich manchmal etwas fehl am Platz, weil er der Geschichte so viel andere Handlung nahm. Klar, die beiden dürfen gern scharf aufeinander sein und ich habe auch nichts gegen Spice, aber dazu kam dann einfach noch, dass die Szenen nicht wirklich gut geschrieben waren. Sie wirkten irgendwie inhaltslos. Es wurde alles nur so ungefähr beschrieben und ich konnte auch nicht wirklich Gefühle währenddessen wahrnehmen. Zudem wurde einiges einfach nur übersprungen und dann in Kurzversion geschildert. einerseits genau das, was ich eigentlich will, andererseits blieb aber auch das natürlich inhaltslos.
Den Dark Romance Anteil dieser Story konnte ich jetzt nicht so krass ausmachen. Zwar gibt es viel Gewalt – es sind immerhin Wölfe – , aber ansonsten fand ich es nur spicy, nicht dark. Aber das ist wahrscheinlich sehr subjektiv.

Hntergründe & Rudelleben

Mein größter und eigentlich einzig richtiger Kritikpunkt an dieser Geschichte ist, dass mir noch ein wenig Komplexität in diesem ganzen Rudelthema gefehlt hat. Es gibt zwar einen Verräter, einen Antagonist und eine ziemlich krasse Hintergrundgeschichte von Misshandlungen, aber irgendwie wird sie nur in Senecas Emotionen deutlich. Nicht, dass ich das nicht gut gemacht fand. Ich fand sogar, dass ihr Trauma und ihre Ängste sehr gut herausgearbeitet und spürbar gemacht wurden. Nein, vielmehr ist es so, dass ich von einem Romantasybuch noch mehr Komplexität erwartet hätte. Keine eine finale Schlacht und dann war es das. Auch hier lag in der Kürze die Würze.
Ich glaube, wenn man einfach akzeptiert, dass das Buch genau nach diesem Motto verfährt, dann wird man mit dieser Story sehr sehr glücklich. Wenn man länger braucht, um sich einzufühlen und mit den Protagonist:innen warm zu werden, dann stellt euch darauf ein, dass ihr ein paar Abstriche machen müsst:)

Mein absoluter Pluspunkt: hier geht’s darum, jeder Figur eine Stimme zu geben, feministisch zu sein und sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. Das fand ich eine starke Background-Story!

Fazit:
Eine Geschichte, die die animalischen Wölfe und ihr Rudelleben in den Vordergrund stellt. Besonders gelungen: die Hintergründe und Missstände, die auch dort herrschen können. Es ist schon fast feministisch geschrieben. Die Hauptprotagonistin ist stark und gleichzeitig verletzt. Es gibt Tiefe und Emotionen, jede Menge Spice und einen Love Interest, der Herzen schmelzen lässt. An die Fantasyelemente muss man sich vielleicht ein wenig gewöhnen, da der Schreibstil sie in besonderer Weise aufnimmt, aber mir hats gefallen und ich kann das Buch allen empfehlen, die sich nicht daran stören, dass hier alles etwas schneller passiert.

4 von 5 Sterne von mir.

3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest

Weil die Wolfsdarstellung erfrischend anders ist
Weil die Geschichte starke, feministische Themen transportiert
Weil Romantasy, Rudelpolitik und Spice miteinander verschmelzen

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 25.10.2025

Romance mit Actionelementen

Close Protection – Mein Herz in seiner Hand
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
kennt ihr die Serie „Bodyguard“? I mean, so ein heißer Kerl, der einen überallhin begleitet, immer zuhören muss, auch wenn er eigentlich nicht will und dann auch noch zufällig single und interessiert ist? Ich glaube, da können wir alle schlecht nein sagen. Kein Wunder also, dass ich es zu diesem Buch mit dem schönen Cover auch nicht konnte.

Der Schreibstil:
Ich kam super gut in das Buch rein, weil der Schreibstil super locker und einfach gehalten ist. Emotionen werden direkt übertragen, Situationen sind schnell greifbar und die Protagonist:innen schnell durchschaut. Das sorgte einerseits dafür, dass ich mich schnell fallen lassen konnte, andererseits bewegte es sich auch in sehr bekannten Zonen.
Gut fand ich zudem, dass aus zwei Perspektiven geschrieben wurde und der männliche Stil sich sogar von dem der weiblichen Protagonistin unterschied. Die direkte Ansprache machte es irgendwie noch nahbarer.

Zur Geschichte allgemein:
Die Story startet direkt mit dem Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren. Und auch die Spannung ist gleich da. Es ist quasi Liebe auf den ersten Blick. Dazu ein bisschen Rätselraten und den Ausblick auf Thrillelemente und schon war ich komplett dabei.

Daphne ist siebzehn (was mich zwischendurch vielleicht etwas gestört hat, weil sie viel erwachsener wirkte, bzw. erwachsenere Entscheidungen machen muss) und lebt in ihrer pinken Welt voller Geld. Trotzdem ist sie sehr sympathisch. Sie ist mitfühlend und sanft und kein bisschen überheblich – das zog sich durch die Handlung und gefiel mir sehr an ihr.
Milosh ist etwas älter und eigentlich ein gestandener Mann. Er war in bereits beim Militär und hat nun einen festen Job beim MI6. Ein Bodyguard, wie er im Buche steht. An ihm mochte ich, wie aufmerksam er ist (nicht nur hinsichtlich seines Jobs) und wie sehr er sich für Daphne und die Menschen um sie herum einsetzt. Allerdings muss man bei ihm auch sagen, dass er sehr einfach gestrickt ist innerhalb seines Charakters. Er erfüllt das volle Bodyguard-Klischee. Seine Vergangenheit hätte das vielleicht noch etwas komplexer machen können, allerdings blieb die nur sehr kurz angeschnitten und hatte nicht wirklich Auswirkungen auf seinen Charakter.

Auch Daphne entwickelt sich nicht wesentlich während der Geschichte. Zwar lernt sie einiges von Milosh und ihre Welt wird ziemlich umgekrempelt, aber sie bleibt das Mädchen, das gerne rosa trägt und in ihrer ziemlich privilegierten Welt am besten klarkommt. Da hätte ich mir zum Ende hin doch irgendwie gewünscht, dass sie sich nochmal anders beweise hätte müssen.

Am Lesefluss dagegen kann ich gar nichts bemängeln. Ich war von Anfang an gebannt. Da ist die Spannung zwischen Milosh und Daphne (okay, er hätte vielleicht noch etwas willensstärker sein können) und dann kommt noch einige Action dazu. Plötzlich geht es um ein geheimes Gift, Überfälle und Entführungen und noch mehr. Ich fand es wirklich spannend gemacht und fand es gut, dass die Handlung quasi nie eine Pause einlegte. Viele Szenen- und Ortswechsel, Figuren, die nicht sind, wie sie erst scheinen und ein Albtraum, der die ganze Story einrahmt. Auch, wenn die Erzählstränge nicht hochkomplex waren, so konnte mich der Handlungsverlauf doch sehr unterhalten.

Ein wenig mäkeln muss ich an den unprofessionell wirkenden Kampfszenen und vor allem an der stark beschriebenen Gewalt hinsichtlich der Befragungen. Das schien mir etwas übertrieben und war auch nicht zuträglich für die Handlung. Es gibt eine Szene im Buch, in der Daphne Milosh fragt, ob er sie zu einer Psychopatin machen will. Das fand ich gar nicht mal so lustig, weil es teilweise echt so wirkte. Also ein wenig weniger Gewaltverherrlichung wäre auch okay gewesen.

Interessant fand ich, dass man hier noch das Trope Fake Dating unterbringen wollte. Ja, die beiden spielen kurz ein Pärchen, aber eigentlich beschleunigt es nur die Handlung und ist nicht unbedingt handlungstragend. Wer das Buch also deshalb lesen will, braucht sich nicht ganz so starke Hoffnungen zu machen. Da finde ich das Bodyguard-Thema (das, das Thema übrigens automatisch mit aufnimmt) viel aussagekräftiger für die Story.

Das Ende hat nochmal alles aufgefahren, was ging. Es gab eine überraschende Wendung, die Ereignisse spitzen sich an Gefährlichkeit zu und ein Epilog gab einen Ausblick in die Zukunft. Ich will nicht spoilern, aber mir war es irgendwie ein wenig zu rosarot.

Fazit:
Eine Geschichte, die definitiv viele Klischees bedient. Sie ist aber auch spannend, hat einen tollen Lesefluss und die beiden Hauptfiguren sind einfach süß zusammen. Ich finde, es ist ein gelungener, locker leichter Liebesroman mit Actionelementen, den man durchaus lesen kann. Wer allerdings komplexe Gefühle und starke Charakterentwicklungen sucht, der wird sie hier eher nicht finden.

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Cozy Rezeptsammlung

Cozy baking time
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

was tue ich super gerne und passt noch dazu perfekt zum Lesen? Backen bzw. Gebackenes! Et voilà und schon haben wir hier das erste Backbuch, das ich rezensieren darf:). Geschrieben von Theresa Haubs, die ihr auf Bookstagram unter dem Namen @bookslove128 finden könnt. Sie kommt nicht nur super sympathisch rüber, sondern zeigt dort auch immer wieder, wie sie Rezepte aus dem Buch backt. Und das Beste? Wenn ihr Fragen zu Rezepten habt oder irgendwas gerettet werden muss, dann könnt ihr sie nach eigenen Angaben gerne anschreiben. Also habt ihr quasi eine direkte Backbegleitung:)

Zum Schreibstil:

So, wie bookstagram ist, so ist auch dieses Buch. Der Schreibstil ist wie der Umgangston in unserer geliebten Bubble: herzlich, cozy und ganz ohne irgendwelchen Druck. Ich habe mich somit sehr wohl mit dem umgangssprachlichen und ehrlichen Ausdrücken gefühlt und hatte beim Backen stets das Gefühl, ich backe mit einer Freundin. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es einigen Leser:innen zu sehr Gen Z ist. Da würde ich hier einfach vorher checken, ob man zur Zielgruppe gehört.

Jetzt zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem persönlichen Vorwort, das ich sehr ansprechend fand, weil es die Autorin sehr greifbar macht und den Druck aus dem „Projekt Backen“ rausnimmt. Dazu passen einfache Tipps und Tricks zu Back-Hacks, Rezept-Upgrades und vegane Alternativen sowie ein paar Worte zur „Pannenhilfe“. Alles einfach tolle Tips, um sich sicher mit den Rezepten zu fühlen und einfache Fragen schon vorweg zu klären. So fühlen sich hier ungeübte Bäcker:innen meiner Meinung nach ganz gut aufgehoben.

Danach folgen zwei „Kapitel“ mit Rezepten. Einmal sowas wie All-time-favorites und dann noch eins mit eher weihnachtlichen Rezepten. Das passt mega, finde ich, denn beim Backen unterscheide ich irgendwie genau zwischen diesen beiden Kategorien. Schließlich backt man im Winter nicht nur weihnachtliche Kuchen, sondern auch jede Menge Kekse!

Ich konnte in der letzten Zeit nicht alles backen, aber einige Rezepte habe ich ausprobiert und sie haben super funktioniert:) Besonders der Cherry Picker kam beim Geburtstagstee super gut an. Das Coole an den Rezepten ist einfach, dass genau die drin stehen, die jede/r kennen sollte. Sowas wie Scones, Bananenbrot, Vanillekipferl, Zimtschnecken oder ein einfacher Zitronen- oder Apfelkuchen. Für die meisten Sachen hat man meist sogar die Zutaten zuhause und so kann ich mir gut vorstellen, dass es für Personen, die nicht übermäßig viel backen (und deshalb Special-Rezepte machen wollen) ein tolles Basisbuch mit den Rezepten ist, in dem alles zu finden ist.

Die Beschreibung der Rezepte ist gut nachvollziehbar und durch den lockeren Ton hatte man die Autorin quasi im Ohr. Dadurch fühlt es sich nicht so trocken an und ich glaube, so einige werden mehr Spaß am Backen haben. Probierts doch mal aus:)

Noch cooler wäre das Buch im Hinblick auf die Bewerbung zur Nähe zu Romance-Büchern nur noch gewesen, wenn auch die passenden Bücher zu jedem Rezept empfohlen werden würden. Allerdings verstehe ich, dass es dann mit einem gewissen Aktualitätsanspruch zu kämpfen hat.

PS: Die Basic Bitch habe ich mit etwas Frischkäse, Kokosraspeln und Kuvertüre übrigens zu leckeren Cake-Pops verarbeitet.

Fazit:

Ein Backbuch geschrieben für die Bookstagramcommunity. Mit einem lockeren Umgangston und spürbaren cozy Vibes. Die Rezepte sind alle gut ausgewählt: einfach, im Alltag schnell umsetzbar und vor allem All-Time-Favorites, die man sonst immer erst zusammensuchen muss. Gerade Backanfänger:innen werden hier vielleicht ihre Liebe zum Backen entdecken:)

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

An einem Tag durchgelesen

Say You'll Remember Me
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

heute Morgen war plötzlich schon wieder Sonntag und ausnahmsweise hatte ich außer backen gar nichts auf dem Zettel. Perfekt also, um ein Eintagesbuch anzufangen. Die Kriterien: es musste leicht zu lesen und damit spannend sein, sollte eine gute Grundstimmung haben, damit es meinen Sonntag so richtig schön happy macht und natürlich durfte es nicht ganz so lang sein, sonst wären die Hundespaziergänge vielleicht nicht mehr drin gewesen. Die Qual der Wahl fiel auf „Say You’ll Remember Me“ von Abby Jiminez, die mich schon mehr als einmal mit ihren Büchern überzeugt hat.

Zur Info: Dies ist der vierte Band einer Reihe mit unabhängigen Geschichten. Es ist aber zu schön, die Easter Eggs zu entdecken:)

Schreibstil:

Ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin! Nicht nur, dass er flüssig und locker ist und mich jedes Mal sofort mitreißt, er ist auch voller Easter Eggs zu ihren anderen Büchern und vor allem, voller Humor! Auch hier musste ich mehr als einmal laut auflachen – etwas, was gar nicht so oft bei Romance-Büchern passiert. Und bei Abby Jiminez ist es quasi Standardprogramm. Ehrlich: ich liebe es, wie authentisch sie ihre Figuren rüberbringt, eine einzigartig gute Stimmung transportiert und dann zusätzlich noch gar nicht soo einfache Themen einbindet. Die Liebe ist hier auf jeder Seite spürbar, ganz egal, wie klein die Flamme zwischen den Protas am Anfang noch brennt.

Zur Geschichte allgemein:

Ich mag es total, wenn eine Geschichte sich ihren Tropes entzieht – und so ist es auch hier. Xavier ist normalerweise ein typischer Grumpy. Jemand, den man erst knacken muss, um sein wahres Inneres freizulegen. Samantha dazu passend die Sunshine, die immer einen schlauen Witz auf den Lippen hat, besonders für den Senf, für dessen Hersteller sie arbeitet;) Die beiden werfen das Trope Grumpy x Sunshine aber ganz schnell um, denn Xavier braucht, sagen wir mal, 5 Sekunden (ich glaube, eigentlich sind es weniger), um sich in Sam zu vergucken. Und bei Sam ist es genauso. Grumpy hin oder her, zusammen sind sie einfach nur Xavier und Sam und nehmen sich genauso wie sie sind. Es wird also nicht auf dem Trope rumgehackt, sondern die beiden bekommen ihre eigene Geschichte, in der Xavier schnell auch für uns Leser:innen greifbar wird.

Das Besondere an dieser Story: die Realität macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Denn statt, dass alles perfekt ist und die Liebesgeschichte jetzt so richtig beginnen kann, zieht Sam weg. Und nicht aus irgendeinem nichtigen Grund, sondern weil ihre Mutter an Demenz erkrankt ist und sie bei ihr sein möchte. Heilungschance gleich null. Das bedeutet: Sam wird nicht zurückziehen.

Es beginnt eine Geschichte, die im Rahmen einer Fernbeziehung erzählt wird. Und erstaunlicherweise hat mich das gar nicht so abgeschreckt, wie sie es bei mir normalerweise tun würde. Denn eigentlich glaube ich nicht wirklich an Fernbeziehungen. Schon gar nicht über lange Zeiträume hinweg. Allerdings beweisen einige Stories ja immer mal wieder, dass es doch funktioniert und bei Xavier und Sam ist das Kind sowieso in den Brunnen gefallen.

Die einzigartige Verbindung, die die beiden zueinander haben, wird gleich beim ersten Treffen spürbar. So ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Verbindung immer stärker wird und für uns Leser:innen den Grund zum Weiterlesen liefert. Es ist einfach nur schön, zu lesen, wie die beiden sich zusammen an den kleinen Dingen und vor allem den kurzen Momenten zusammen erfreuen. Wie sie die Stärken des anderen hervorheben, sich gegenseitig stützen und dabei unheimlich viel Spaß miteinander haben. Ich schwebte auf Wolke 7 und dabei war es mir ganz egal, dass einige Szenen etwas kitschig waren oder dass die beiden doch in recht kurzer Zeit ziemlich viel miteinander durchstehen müssen. Normalerweise hätte man vielleicht mehr bedenken gehabt, sich mehr zurückgehalten. Aber die Frage am Ende ist ja: macht man das, weil die Gefühle zu schwach sind oder weil der Mut fehlt? Diesen beiden fehlt der Mut auf jeden Fall nicht:)

Neben der Lovestory füllt Abby Jiminez die Story aber noch mit einigen anderen Themen. Eines davon ist das Thema Demenz. Es geht um Pflege und Koordination einer Familie in einem Ausnahmezustand, der sich nicht so bald ändern wird. Es geht um Hindernisse und Schwierigkeiten, um Ängste und Selbstaufgabe, um die Frage, woraus ein Leben bestehen sollte. Wie weit Liebe reicht und was sie mit sich bringt. Liebe ich einen Menschen plötzlich nicht mehr, weil er mich vergisst? Liebe ich ihn weniger, weil ich mich nach Nähe sehne? Ist er ein anderer Mensch, weil plötzlich alles vergessen scheint, was ihn ausmacht? Vor solchen Fragen steht Samantha zusammen mit ihrer Familie und es ist wirklich toll beschrieben, wie sie sich in diesem Felde entwickelt, ebenso wie die Mitglieder ihrer Familie. Und dann ist da natürlich noch Xavier, der sie unterstützt und zeigt, dass ein Leben mit ihm zusammen genau das wäre, was sie sich wünschen würde.

Xavier hat aber auch seine Gründe, weshalb er nicht einfach umzieht. Natürlich. Bei ihm ist es ganz offen gesagt das Geld. Ich fand es hier tatsächlich ganz gut gemacht, dass die Kosten, die so eine Fernbeziehung mit sich bringt, immer offengelegt wurden. So wirkte es nicht ganz so nach tagträumen, dass die beiden sich nicht aufgeben, sondern nach der Realität, die eben ihre Schwierigkeiten mit sich bringt. Xavier hat gerade eine Praxis eröffnet und kann die nicht einfach so aufgeben und dann ist da noch seine Vergangenheit, die ihn ungewollt ziemlich beeinflusst. Letzteres hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr aufgearbeitet werden können, weil Xavier tatsächlich über große Teile des Buches nur wie eine Art Stütze für Samantha wirkt, denn hauptsächlich geht es um ihr Leben bzw. ihre familiäre Situation. Aber ich fand es gut, dass er tiefgreifende Gründe bekommen hat und das es bis zum Ende nicht ganz klar war, wie die beiden ihre Situation lösen würden.

Schön fand ich natürlich, dass man einiges aus den anderen Büchern wiedererkannte. Hier waren es tatsächlich hauptsächlich die Tiere, die Xavier an jeder Ecke zuzufliegen scheinen, aber auch Samanthas Mutter kannte man schon aus einem der Bücher. So fühlt man sich in dem Kosmos gleich wie Zuhause, ohne, dass die Stories so ganz eng miteinander verbunden sein müssen. Ich bin also gespannt, über wen wir als nächstes lesen werden. Denn einfach die Freunde oder Geschwister von Protagonist:innen sind es meist nicht. Obwohl ich Tristan schon ziemlich cool als Hauptprotagonisten finden würde:)

Fazit:
Mich hat dieses Buch wunderbar unterhalten. Ich konnte schwärmen und lachen und war trotzdem berührt von den tiefgründigeren Themen der Geschichte. Das Thema Fernbeziehung wird hier sehr gut ausgeführt, während das Trope Grumpy x Sunshine, sich schnell auflöst. Stattdessen gibt es andere Klischees und auch viel Drama, aber irgendwie liebe ich das auch an Abby Jiminez‘ Büchern: eine Welt, die einen komplett mitreißt und jede Seite zu etwas Aufregendem macht. Der Schreibstil war wieder genial. Ich liebe es, beim Lesen zu lachen und wer sich einmal mit dem Thema Demenz beschäftigt hat, wird hier auch schön und authentisch weiter daran geführt. Einzig Xavier hätte in meinen Augen noch etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen können. Aber letztlich spürt man hier vor allem eins: Liebe.

4 von 5 Sterne von mir.

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