Profilbild von lielo99

lielo99

Lesejury Star
offline

lielo99 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lielo99 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

Für mich eine der besten Autorinnen, die Spannung garantiert

Blutbuße
0

Wurde Charlotte Wretlind getötet, weil sie am Tag zuvor den jungen Mann am Empfang beleidigte? Oder steckt viel mehr dahinter als ein oberflächlicher Zwist? Klar ist, dass sie recht eingebildet war und ...

Wurde Charlotte Wretlind getötet, weil sie am Tag zuvor den jungen Mann am Empfang beleidigte? Oder steckt viel mehr dahinter als ein oberflächlicher Zwist? Klar ist, dass sie recht eingebildet war und meinte, mit ihrem Status überall die erste Geige zu spielen. Der Hoteldirektor erklärte den Ermittlern, dass Charlotte eine Woche bleiben wollte. Für den Nachmittag hatte sie eine Pressekonferenz einberufen. Dabei wollte sie ihr neues Projekt vorstellen. Den Abriss des alten Hotels auf Storlien und den Neubau eines Prachtbaus genau an dieser Stelle. Diese Immobilie sollte alles bisher dagewesene übertreffen. Es ging das Gerücht herum, dass sie selbst vor Bestechung nicht zurückschreckte.

Nicht nur das Geschehen, das im Zusammenhang mit dem bestialischen Mord an Charlotte Wretlind, ist Thema bei "Blutbuße" von Viveca Sten. Auch einen Blick zurück gibt es immer wieder. In das Jahr 1972 als eine Jugendliche ihre erste Anstellung in dem Hotel auf Storlien hatte. In welchem Zusammenhang die beiden Erzählstränge stehen, ist schnell klar. Jedoch gibt es einige Wendungen, die so nicht vorhersehbar sind. Was hat ihr Sohn mit dem Verbrechen an der Mutter zu tun. Welche Rolle spielt sein Patenonkel und hatte er vielleicht ein Verhältnis mit Charlotte?

Die Bücher von Viveca Sten lese ich gerne und auch dieses konnte mich begeistern. Wobei mir der Schluss dann doch zu langgezogen war. Hier hätten einige Seiten weniger der Spannung keinen Abbruch getan.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2025

James Bond lässt grüßen

Kälter
0

Während der „stummen“ Monate gibt es nur zwei Polizisten auf Amrum. Es passiert nichts, wenn die Gäste die Insel verlassen haben. Falls dann doch mal Verstärkung benötigt wird, sind die Kollegen vom Festland ...

Während der „stummen“ Monate gibt es nur zwei Polizisten auf Amrum. Es passiert nichts, wenn die Gäste die Insel verlassen haben. Falls dann doch mal Verstärkung benötigt wird, sind die Kollegen vom Festland rasch vor Ort. Das galt immer, bis ein Einheimischer ermordet wird. Niemand weiß warum aber Luzy und Jörgen ahnen bald, worum es geht. Sie ma„chen sich auf die Suche nach den Mördern und geraten in eine Falle. Nur Luzy weiß, er die Täter sind und warum sie die Insel gerade jetzt besuchten.

„Kälter“ ist ein Agententhriller, der seinen Namen verdient hat. Die Hauptperson Luzy wird immer wieder mit Gefahren konfrontiert, die kaum zu bewältigen sind. Für mich waren die Darstellungen rund um den Mauerfall gelungen. Versetzten sie mich doch in die Zeit um 1989 und ja, das freudige Gefühl konnte ich erneut wahrnehmen. Luzy ist eine Agentin, die für meine Begriffe zu rigoros agiert. Sie meistert sämtliche gefährlichen Situationen mit Bravour und todesmutig. Das war mir zuweilen dann doch zu viel „James Bond“.

Mein erstes Buch von Andreas Pflüger hat mich gut unterhalten. Spannend war es allemal und die historischen Fakten fand ich interessant.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2025

Ein Krimi, den man nicht immer bitterernst nehmen sollte

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
0

Angela und Achim sehnen sich nach ihrem Zuhause. Nein, es war keine gute Idee, dass sie die Einladung der Obamas annahmen, bei ihnen das Weihnachtsfest zu verleben. Viel zu heiß war es und nun ja, Barack ...

Angela und Achim sehnen sich nach ihrem Zuhause. Nein, es war keine gute Idee, dass sie die Einladung der Obamas annahmen, bei ihnen das Weihnachtsfest zu verleben. Viel zu heiß war es und nun ja, Barack und Michelle dann doch zu verliebt. Angela und Achim lieben sich zwar auch, aber das Körperliche nimmt bei ihnen keinen ersten Platz mehr ein. Kaum zuhause mussten sie schlucken. In ihrem Kamin steckte ein toter Weihnachtsmann. Der herbeigerufene Kommissar Hannemann und die Pathologin sind keine Hilfe. Die träumen von ihrem Liebesurlaub im Hotel und nehmen die Ermittlungen auf die leichte Schulter.

"Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum" war mein erstes Buch der Reihe. Schon das Cover ließ mich erahnen, dass ich keinen spannenden Thriller erwarten sollte. Und ich hatte recht. Es ist ein solider Krimi, der durch einige Aussagen über Frau Merkel und ihre politische Vergangenheit mäßig interessant ist. Es gibt einige Verdächtige und die Überführung des Täters habe ich so nicht erwartet. Was mir allerdings sehr gut gefiel, das war die perfekt vorgetragene Lesung durch Jana Spier. Schon dafür gebe ich vier Sterne. Ich habe ihre Darbietung genossen und bin mir sicher, dass nur sie die Bücher über „Miss Merkel“ so unterhaltsam rüberbringen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2025

Kein Buch für zwischendurch

Die Ausweichschule
0

Am 26. April 2002 geschah das Unglaubliche. Eine Schule in Erfurt gelangte zu einer traurigen Berühmtheit. Der Schüler R. Steinhäuser erschoss 16 Menschen und danach sich selbst. Was waren seine Motive ...

Am 26. April 2002 geschah das Unglaubliche. Eine Schule in Erfurt gelangte zu einer traurigen Berühmtheit. Der Schüler R. Steinhäuser erschoss 16 Menschen und danach sich selbst. Was waren seine Motive und hätte man diesen Amoklauf verhindern können? Heute, nach so vielen Jahren fragt kaum noch jemand danach. Dabei sind es betroffene Schüler, die den Tag im Gutenberg- Gymnasium erleben mussten. Viele von ihnen hatten Todesangst und leiden bis heute unter dem Trauma.

"Die Ausweichschule" ist ein Roman, der auf der Shortliste des #dbp25 steht. Der Autor schreibt über den Tag, den er als 11jähriger erlebte. Schon seit etlichen Jahren wohnt er in Frankfurt, also weit weg vom Ort des Geschehens. Warum er gerade jetzt ein Buch über das Attentat schreiben musste, das wird ihm erst während des Schreibprozesses klar. Was mir beim Lesen auffiel war, in welcher Weise sich um die Schüler gekümmert wurde. Es gab weit und breit nur eine Traumatherapeutin und die wurde nach Erfurt entsandt. Traurig, aber wahr. Mittlerweile gibt es in jedem Bundesland Fachleute, die eine Ausbildung durchliefen und sich bestens damit auskennen. Nein, auch sie werden das Erleben der Schüler nicht aus ihrem Gedächtnis streichen können. Aber sie helfen dabei, sich dem Schmerz zu stellen und damit zu leben.

Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Es gibt keinen roten Faden. Immer wieder schweift der Autor ab. Er wechselt spontan zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Zwischen Gesprächen mit der Freundin, der Mutter oder Menschen, die das Geschehen als Theaterstück aufführen möchten, geht es hin und her. Ich werde das Buch mit Sicherheit noch einmal lesen. Zu wertvoll sind mir die Erfahrungen des 11jährigen, der viel mehr wissen wollte, als die Frage nach dem „Warum“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2025

Konnte mich nicht so richtig überzeugen

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
0

Mimi kann es nicht fassen. Da denkt sie, dass sie im Paradies wohnt und dann das. Nur wenige Minuten entfernt lebt eine Erpresserin. Und Mimi war sich sicher, dass sie die Fehler der Vergangenheit erfolgreich ...

Mimi kann es nicht fassen. Da denkt sie, dass sie im Paradies wohnt und dann das. Nur wenige Minuten entfernt lebt eine Erpresserin. Und Mimi war sich sicher, dass sie die Fehler der Vergangenheit erfolgreich hinter sich bringen konnte. Jetzt ist sie 77 Jahre alt und lebte die letzten 23 Jahre zufrieden und ohne Sorgen auf der Insel Mackinac. Sollte das jetzt vorbei sein? Nein, das darf nicht sein. Wie soll sie auf diesen unsäglichen Erpresserbrief reagieren? Es ist nicht nur ein Brief, sondern eine Einladung zur Party mit etlichen Gästen.

Mimi ist eine taffe ältere Dame. Sie lebt ohne Geldsorgen alleine in einem großen Haus. Ihre einzige Familie ist ihre Enkelin Addie. Leider hatten die beiden eine heftige Auseinandersetzung und seitdem keinen Kontakt. Tja, nicht nur daran merken Außenstehende, dass sie verwandt sind. Ihre Sturheit wirkt sich oft nachteilig auf ein Zusammenleben aus. Mimi springt über ihren Schatten und kontaktiert ihre Enkelin. Beide folgen der Einladung und besuchen das Fest der Erpresserin. Leider wird diese schon nach wenigen Stunden ermordet. Und es bleibt an diesem Abend nicht bei einer Toten.

„Die Einladung“ konnte mich nur mäßig überzeugen. Zu viele Namen verwirrten und die Suche nach dem Täter oder der Täterin hätte nicht so ausgedehnt erfolgen müssen. Interessant fand ich das Verdeutlichen von Zusammenhängen. Wer war mit Jane, der Gastgeberin, verwandt? Wer gut oder nur flüchtig bekannt? Im Verlauf der Ermittlungen gibt es einige Überraschungen, die so nicht vorhersehbar waren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere