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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2025

Fernbeziehung

Say You’ll Remember Me
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Eigentlich passt diese Geschichte ganz und gar nicht in mein Lese-Beuteschema. Aber der Klappentext und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht und ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen.
Samantha ...


Eigentlich passt diese Geschichte ganz und gar nicht in mein Lese-Beuteschema. Aber der Klappentext und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht und ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen.
Samantha und Xavier lernen sich in seiner Tierarztpraxis kennen. Diese erste Begegnung verläuft nicht besonders glücklich und trotzdem ist das gegenseitige Interesse geweckt. Bei ihrem späteren ersten Date verlieben sie sich sofort ineinander. Allerdings befindet sich Samantha bereits im Aufbruch zu ihrer Familie, um ihre Schwester bei der Betreuung ihrer an Demenz erkrankten Mutter behilflich zu sein. Eine Rückkehr aus dem 3000 km entfernten Kalifornien ist nicht geplant. Und so versuchen Samantha und Xavier über diese Entfernung hinweg ihre Beziehung aufrecht zu erhalten. Kann das gelingen?
Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. Aber hier geht für mich doch alles viel zu glatt. Und auch die schwierige Pflege einer dementen Person ist im wahren Leben nicht so einfach zu bewerkstelligen.
Fazit:
Eine nette Story mit vielen sympathischen Personen. Trotzdem habe ich festgestellt, dass dieses Genre nach wie vor nichts für mich ist. Aber mit Sicherheit gibt es ein Publikum, das an an Wohlfühlgeschichten dieser Art interessiert ist.
Drei Sterne von mir für die Idee.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Das Geheimnis der roten Jacke

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Inhalt:
Gwen, eine Journalistin, erfährt durch Zufall von der Arbeit der SOE-Frauen und erhält den Auftrag, ein Buch darüber zu schreiben.
In zwei Zeitebenen erfahren die Leser/innen was sich 1942 zugetragen ...

Inhalt:
Gwen, eine Journalistin, erfährt durch Zufall von der Arbeit der SOE-Frauen und erhält den Auftrag, ein Buch darüber zu schreiben.
In zwei Zeitebenen erfahren die Leser/innen was sich 1942 zugetragen hat und welche Ungereimtheiten sich fünfzig Jahre später aufklären.
Mein Eindruck:
Bisher hatte ich noch nie von den mutigen Frauen gehört, die in Frankreich als Agentinnen und Kontaktpersonen im Widerstand arbeiteten und einen wichtigen Beitrag gegen die deutschen Besatzer in Frankreich leisteten. Ihre lebensgefährlichen Einsätze wurden in den Jahren nach dem Krieg so gut wie gar nicht gewürdigt, die Ehrungen erhielten in der Regel Männer.
Elisabeth Sandmann versucht mit diesem Buch diesen Frauen eine Stimme zu geben und ein Denkmal zu setzen. Die damaligen Aufgaben der SOE-Agentinnen sind gut recherchiert und geben eindrucksvoll wieder, was diese Frauen geleistet haben.
Leider ist der Buchanfang sehr langatmig und man braucht etwas Geduld bis ein gewisser Spannungsbogen aufkommt.
Elisabeth Sandmann hat dieses Thema sehr gut recherchiert. Aber für einen Roman ist die Erzählung etwas zu nüchtern geraten, was leider zu Lasten der Spannung geht. Schade. Empfehlen kann ich das Buch vor allem denjenigen, die sich für möglichst realistisch geschilderte Agententätigkeiten interessieren und vielleicht bereit sind, das Buch ein zweites Mal zu lesen, um die vielen verschiedenen Personen richtig einordnen zu können.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Tagebuch einer Liebe

Spät am Tag
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Johanne lernt Mikael kennen, als sie in sein Haus als Mieterin einzieht. Sie verlieben sich ineinander und auch seine Tochter Maren akzeptiert Johanne. Alles wäre gut, wenn nicht Mikaels Ex-Frau immer ...

Johanne lernt Mikael kennen, als sie in sein Haus als Mieterin einzieht. Sie verlieben sich ineinander und auch seine Tochter Maren akzeptiert Johanne. Alles wäre gut, wenn nicht Mikaels Ex-Frau immer noch im Haus ein und ausgehen würde. Ihre "Besuche" sind immer wieder Anlass zu Streitgesprächen zwischen Johanne und Mikael und belasten ihre Beziehung.
Spät am Tag ist als Rückblick aus der Sicht von Johanne geschrieben. Mit 141 Seiten ein kurzer Roman, der nach dem Lesen viele Fragen offen lässt. Es hätte noch vieles geklärt und geschrieben werden können. Die mitwirkenden Figuren bleiben oberflächlich und manchmal hat man das Gefühl, den Faden verloren oder etwas überlesen zu haben. Eine ruhige Erzählung ohne besondere Höhen und Tiefen mit anschaulichen Beschreibungen über die Natur. Ein ganz und gar unaufgeregter Roman, der sich trotzdem als Entspannungsliteratur eignet.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Drei Frauen-Schicksale

Die Hummerfrauen
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Das Cover verrät, dass es auch um Hummer geht. Aber in erster Linie geht es um Frauenfreundschaften. Ann, Julie und Mina haben sich auf den Hummerfang spezialisiert, der eine anstrengende Tätigkeit ist ...


Das Cover verrät, dass es auch um Hummer geht. Aber in erster Linie geht es um Frauenfreundschaften. Ann, Julie und Mina haben sich auf den Hummerfang spezialisiert, der eine anstrengende Tätigkeit ist und ursprünglich den Männern vorbehalten war. Doch die drei Frauen beweisen, dass sie nicht nur körperlich stark sind und in ihrem Beruf genauso wie in ihrem Privatleben ihren "Mann" stehen können.
Der Einstieg in das Buch gestaltet sich etwas schwierig, insbesondere durch die vielen verschiedenen Personen, die der Leser zunächst nicht einordnen kann. Auch den Prolog habe ich erst verstanden, nachdem ich fast das gesamte Buch gelesen hatte. Es braucht also so seine Zeit bis man einen roten Faden erkennt. In den Rückblicken erfährt man vieles über das frühere Leben der Figuren und kann deren Verhalten besser einschätzen. Zusätzlich erhält man viele Informationen über Hummer und ihre Lebensweise. Besonders erstaunt und verwundert hat mich, dass hier ein Hummer als "Haustier" gehalten wird.
Ein Buch, das bei mir persönlich nicht besonders nachhallt, aber eine passable Urlaubslektüre darstellt.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Villa Aurelia

Der Sommer am Ende der Welt
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Titel und Cover suggerieren einen Urlaubsroman, der es allerdings nur teilweise ist.
Hanna ist Journalistin und reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum, um einen Artikel über Verschickungskinder ...


Titel und Cover suggerieren einen Urlaubsroman, der es allerdings nur teilweise ist.
Hanna ist Journalistin und reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum, um einen Artikel über Verschickungskinder zu schreiben. Hanna wurde durch die Erlebnisse ihrer Mutter als damaliges Verschickungskind auf das Schicksal dieser Kinder vorwiegend in den 60er Jahren aufmerksam. Sie quartieren sich in dem Hotel ein, in dem sich damals die "Kurklinik" befand. Die Hotelbetreiber erfahren bald von Hannas Vorhaben, einen Artikel über die unrühmliche Vergangenheit des Hotels zu veröffentlichen und sind darüber alles andere als glücklich. Und auch die Familie des Inselarztes, in den Hanna sich verliebt, scheint untrennbar mit der damaligen Kinderkurklinik verbunden zu sein.
Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich in diesem Roman ab, wobei für mich die Vergangenheit sehr in den Hintergrund gerückt wird. Durch die aktuellen Ereignisse auf der Insel wird meines Erachtens dem Schicksal der Verschickungskinder zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, geraten teilweise zur Nebensache. Das ist schade, denn die Traumata dieser Kinder klingen ihr ganzes Leben nach und haben mehr Beachtung verdient.
Insgesamt ein Buch, das versucht, eine Liebesgeschichte mit einer dunklen Vergangenheit zu verknüpfen.

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