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Veröffentlicht am 27.10.2025

Tierfreundliche Gartengestaltung

Tierisch viel los!
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Meine Meinung
Einer der offensichtlichsten Vorteile eines Balkons oder eines Gartens ist definitiv der tierische Besuch, der im Idealfall angelockt wird. So sehr wie man sich dabei auch anstrengt, Optimierungspotenzial ...

Meine Meinung
Einer der offensichtlichsten Vorteile eines Balkons oder eines Gartens ist definitiv der tierische Besuch, der im Idealfall angelockt wird. So sehr wie man sich dabei auch anstrengt, Optimierungspotenzial dürften die meisten Gärten aber trotzdem noch haben, weshalb ich die Idee dieses Buches sehr ansprechend fand.

Die Gestaltung des Buches fand ich dabei optisch sehr nett gemacht, da die Mischung aus Fotos, Illustrationen und Infotexten in meinen Augen ansprechend und trotz der durchaus vorhandenen Menge an Informationen nicht überfordernd war.

Die Aufteilung in grundlegende Informationen, Kapitel zu den einzelnen Tierarten und ihren Lebensräumen sowie die tatsächlichen Anleitungen zum nachmachen war sehr übersichtlich gestaltet, sodass man bereits am Inhaltsverzeichnis einen gewissen roten Faden nachvollziehen konnte. Je nach eigenem Wissensstand, der persönlichen Motivation und den Möglichkeiten zur Umsetzung kann man sich so auch genau die Projekte aussuchen, die zu den eigenen Lebensumständen und Gegebenheiten passen.

Die unterschiedlichen Ideen zur tierfreundlicheren Gartengestaltung waren dabei auf jeden Fall bunt gemischt, sodass sich sicherlich für jeden Garten, Balkon und persönliche Bedürfnisse etwas finden lässt. Was die Aussagen zu Kosten, Material- und Zeitaufwand betrifft, würde ich zwar nicht bei allen Anleitungen zustimmen, wer aber über einen entsprechend ausgerüsteten Handwerkskeller verfügt, wird es sicherlich ein wenig leichter haben, auch die etwas arbeitsintensiveren Ideen umzusetzen.


Fazit
Dieses Buch bietet auf jeden Fall eine gute Inspiration für alle, die ihrem Garten oder Balkon einen tierfreundlichen Glow Up verpassen wollen. Die Auswahl an Projekten erlaubt dabei eine ganz individuelle Herangehensweise, die ohne erhobenen Zeigefinger für mehr Naturnähe sorgt.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 26.10.2025

Hochspannung trotz verwirrender Erzählebenen

Survivor
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Worum geht’s?
Nachdem die Weltbevölkerung durch ein tödliches Virus stark dezimiert wurde, gibt es nur noch wenige Orte, an denen man ein halbwegs sicheres Leben führen kann. Einer davon ist das mysteriöse ...

Worum geht’s?
Nachdem die Weltbevölkerung durch ein tödliches Virus stark dezimiert wurde, gibt es nur noch wenige Orte, an denen man ein halbwegs sicheres Leben führen kann. Einer davon ist das mysteriöse Resort, das in völliger Abgeschiedenheit auf einem Berg nicht nur den Witterungsbedingungen, sondern auch dem an jeder Ecke lauernden Tod trotzt – und wer einmal drin ist, sollte es auch tunlichst nicht mehr verlassen.


Meine Meinung
Horror ist ja eigentlich so gar nicht mein Genre, was mich bei diesem Buch allerdings trotzdem nicht davon abgehalten hat, zumindest einmal in die Geschichte hineinschnuppern zu wollen. Beim Lesen bin ich dann tatsächlich einfach kleben geblieben, womit ich definitiv nicht gerechnet hatte.

Was ich am Setting sehr interessant fand, waren nicht nur die verschiedenen Closed-Room-Situationen, sondern auch die wechselnden Perspektiven, die den Handlungsbogen durchgehend dynamisch gehalten haben. Wirklich spezifisch verortet wurden zwar weder Setting noch Worldbuilding, zur Stimmung hat das meiner Meinung nach aber irgendwie trotzdem ziemlich gut gepasst.

Auch das hohe Erzähltempo hat definitiv zum Stil der Geschichte gepasst, wobei mir die Orientierung dadurch nicht immer ganz leicht gefallen ist. Die Verknüpfung der Handlungsbögen und Erzählperspektiven habe ich allerdings erst relativ spät überhaupt durchschaut, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht gelangweilt habe.

Durch die teils sehr grafischen Gewaltdarstellungen gab es für meinen Geschmack zeitweise zwar immer mal wieder etwas zu viel Blut, als typische Horror-Geschichte würde ich das Buch allerdings trotzdem nicht bezeichnen. Für Genre-Fans dürfte das Gesamtbild verhältnismäßig harmlos wirken, mir persönlich hat das Maß an Gewalt, das in gewisser Weise zu einer Apokalypse dazugehören dürfte aber definitiv ausgereicht.


Fazit
Dieses Buch konnte mich auf jeden Fall überraschen, was mir insbesondere für dieses Genre wirklich gut gefallen hat. Die mehr oder weniger aktuellen Bezüge und das hohe Erzähltempo haben die Geschichte daher zu einem spannenden Lesevergnügen für mich gemacht, das mich definitiv begeistern konnte.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Eine actionreiche Fortsetzung

Eisfalle
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Worum geht’s?
Eigentlich sollten John Kaunak und sein Team lediglich eine verirrte Forschungsexpedition auf dem Weg zur ehemaligen US-Station Camp Century aufspüren und wieder nach Hause bringen. Kaum ...

Worum geht’s?
Eigentlich sollten John Kaunak und sein Team lediglich eine verirrte Forschungsexpedition auf dem Weg zur ehemaligen US-Station Camp Century aufspüren und wieder nach Hause bringen. Kaum auf dem grönländischen Innlandeis angekommen gerät das Team jedoch ins Visier unbekannter Gegner – und muss schnell feststellen, dass Camp Century alles andere als verlassen ist und die geheimnisvollen Besetzer alles dafür tun, um ihre Identität geheim zu halten.


Meine Meinung
Als ich den ersten Teil dieser Reihe gelesen habe, war mir tatsächlich gar nicht bewusst, dass ich die Figuren noch gar nicht endgültig wieder verlassen muss. Dementsprechend überrascht war ich, als ich über Teil zwei gestolpert bin und mich direkt wieder in das eisige Setting Grönlands versetzen konnte.

Band zwei war dabei im Vergleich zu Band eins in meinen Augen noch mal eine deutliche Steigerung in den Punkten Spannung und Erzähltempo, ohne dabei zu sehr über das Ziel hinaus zu schießen. Die Grundidee war dafür natürlich schon prädestiniert, positiv überrascht hat mich die Umsetzung aber trotzdem. Besonders gelungen fand ich dabei, dass die Figuren nicht plötzlich zu Helden mit unfassbaren Fähigkeiten und noch viel unfassbarerem Glück geworden sind, sondern durch Taktik und Teamwork aus den meisten brenzligen Situationen herausgekommen sind. Für mich wurde die Geschichte so nicht komplett unglaubwürdig, was bei Geschichten dieser Machart leider recht schnell passieren kann und daher immer als eine meiner Sorgen beim Lesen mitschwingt.

Über Protagonist John erfährt man in diesem Buch leider immer noch nicht besonders viel, denn bei dieser actiongeladenen Handlung blieb definitiv kein Raum, um die Hintergrundgeschichten der einzelnen Figuren wirklich auszuarbeiten. Da das Ende allerdings durchaus auf eine weitere Fortsetzung der Reihe hindeutet, hege ich definitiv die Hoffnung, sowohl John, als auch seine neuen Teammitglieder näher kennenzulernen und sie so ein bisschen besser verstehen zu können.

Auch der Handlungsbogen lässt auf einen spannenden dritten Teil der Reihe hoffen, da es durchaus Erzählstränge gibt, die noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Ob das Niveau der vorhandenen Action dabei gleich bleiben kann, ohne zu aufgesetzt zu wirken, wage ich bisher noch zu bezweifeln, wobei auch die Vorstellung eines etwas ruhigeren Bandes durchaus seine Vorteile haben kann. Insbesondere für die weitere Ausarbeitung der Figuren wäre das sicherlich ein förderlicher Ansatz, weshalb ich jetzt schon gespannt auf die Veröffentlichung von Teil drei warte.


Fazit
Mich konnte diese Geschichte auf jeden Fall gut unterhalten und mit einem gelungenen Spannungsbogen in Atem halten. Ich bin daher schon sehr gespannt auf die Fortsetzung der Reihe und darauf, ob John endlich die Chance erhält, als Figur ein wenig greifbarer zu werden.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2025

Interessanter Einblick in den Pflegealltag

Das Herz kennt keine Demenz
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Meine Meinung
Auch wenn ich damit überhaupt nicht gerechnet habe, gehöre ich definitiv genau zu der Zielgruppe, die Jim Ayag mit diesem Buch ansprechen wollte. Bereits in seinem beruflichen Werdegang habe ...

Meine Meinung
Auch wenn ich damit überhaupt nicht gerechnet habe, gehöre ich definitiv genau zu der Zielgruppe, die Jim Ayag mit diesem Buch ansprechen wollte. Bereits in seinem beruflichen Werdegang habe ich mich insoweit wiedergefunden, dass auch ich mich für absolut ungeeignet für jegliche Pflegeberufe halte und mich daher direkt angesprochen gefühlt habe.

Die Einblicke in den Alltag eines Altenheimes fand ich ziemlich spannend, da man als Außenstehender normalerweise keine Vorstellung davon hat, was dort eigentlich so alles zu den Arbeitsabläufen gehört. Einen kompletten Blick hinter die Kulissen erlaubt das zwar trotzdem nicht, aber wenn man wie ich keinerlei Berührungspunkte mit der Thematik hat, ist auch schon dieser kleine Einblick sehr aufschlussreich.

Beeindruckend fand ich beim Lesen definitiv auch, mit wie viel Freude und Wertschätzung der Autor über seinen Beruf und die Menschen, mit denen er arbeitet, berichtet. Nicht nur einen Beruf, sondern die eigene Passion zu finden setzt auf jeden Fall ein sehr positives Zeichen und erzielt damit auch genau die Wirkung, die der Autor mit seinem Social Media Auftritt und auch mit diesem Buch verfolgt. Dass sich dadurch zeitnah etwas an den akuten Missständen im Pflegebereich ändert, halte ich zwar ebenfalls für unwahrscheinlich, als positiver und wertschätzender Einblick in dieses Berufsfeld finde ich das Buch aber auf jeden Fall sehr gelungen.


Fazit
Natürlich ändert ein Buch allein noch nichts an den Missständen, unter denen das System Pflege zu leiden hat, mit dieser Umsetzung sehe ich aber definitiv einen kleinen Lichtblick und positive Anregungen für zukünftige Generationen. Der angenehme Erzählstil macht es darüber hinaus auch für absolute Laien einfach, sich mit der Thematik zu beschäftigen, ohne dabei in einer Ecke aus Unverständnis und Desinteresse zu landen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.06.2025

Phänologisches Gärtnern für alle

Die Slow Gardening-Revolution
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Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, ...

Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, da es nun mal einen ganz ordentlicher Unterschied ist, ob ich eine Zimmerpflanze am Leben erhalte, oder einen lebendigen Garten bewirtschafte.

Gut gefallen hat mir daher auf jeden Fall die übersichtliche Gestaltung und die klare Struktur, wodurch ich mich sehr zielsicher durch die einzelnen Jahreszeiten blättern konnte und mich gut orientiert gefühlt habe.

Die Informationen selbst reichen von Pflanztipps über kleine Rezepte und Anregungen bis hin zu Info-Kästchen zu verschiedenen Tierarten und sind auf jeden Fall breit gefächert. Die Informationsdichte war daher meiner Meinung nach ziemlich hoch, was auf einen Schlag vielleicht etwas überwältigend erscheinen mag, ich persönlich würde das Buch allerdings auch eher immer wieder, dann aber mit dem passenden Abschnitt zur entsprechenden Jahreszeit zu Rate ziehen, anstatt direkt eine Komplettlektüre daraus machen zu wollen.


Fazit
Wenn man, wie ich, noch nie vom phänologischen Gärtnern gehört hat, bietet dieses Buch auf jeden Fall den passenden Einstieg in die Thematik. Die ansprechende und übersichtliche Gestaltung macht es dabei leicht, sich zu orientieren und lädt gleichzeitig dazu ein, unabhängig von der zur Verfügung stehenden Fläche direkt selbst loszulegen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.