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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2025

Perfekt für alle, die sich nach einem guten Gefühl, einem Hauch Magie und einer zarten Liebesgeschichte sehnen!

Happy – Wo du mich findest
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Die Sprecherin ist sehr angenehm und führt einen mit einer warmen, ruhigen Stimme durch die Geschichte. Die neue Erzählung von Dagmar Bach fühlt sich an wie ein Abend, an dem die Sonne langsam hinter dem ...

Die Sprecherin ist sehr angenehm und führt einen mit einer warmen, ruhigen Stimme durch die Geschichte. Die neue Erzählung von Dagmar Bach fühlt sich an wie ein Abend, an dem die Sonne langsam hinter dem See verschwindet: still, weich und voller kleiner Wunder. Anouk versucht, das Strandhaus ihrer Eltern zu retten – ihren Lieblingsort in Junos-Bay. Das allein macht schon neugierig. Und dann tauchen auch noch merkwürdige Karten auf, die ihr sagen, sie solle bald die wahre Liebe finden.

Zum Glück ist Noah wieder da, ihr Freund seit Kindheitstagen. Dieses Jahr wirkt er ein wenig verändert, vielleicht weil er mit seiner Serie plötzlich so bekannt geworden ist. Trotzdem ist er im Herzen derselbe geblieben – offen, herzlich und jemand, dem man sofort vertrauen kann. Darum passt er auch perfekt zu Anouks Plan, das Rätsel der Karten zu lösen. Doch bald merken die beiden, dass es gar nicht so einfach ist, nur zu spielen, man sei verliebt… besonders dann nicht, wenn echte Gefühle dazwischenfunken.

Die Geschichte lebt von der tiefen Verbundenheit der beiden, von leisen Momenten am Strand und vom Mut, zu sich selber zu stehen. Dagmar Bach erzählt mit viel Herz, einem feinen Schmunzeln und ganz ohne Eile. Man hört fast die Wellen rauschen und spürt die alte Nähe, die Anouk und Noah immer noch verbindet.

Die fünf Karten bringen Schwung und ein wenig Zauber in die Handlung, doch am stärksten glänzt das Hörbuch in den ruhigen Szenen, in denen die beiden einander wieder neu entdecken. Wer gerne Geschichten hört, in denen Freundschaft langsam zu Liebe wird, findet hier etwas, das direkt ans Herz geht.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Frauenpower

Bernadette Swifts Gespür für Bücher
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Der Roman spielt im New York der 1960er-Jahre und beschreibt den beruflichen Werdegang der jungen Lektorin Bernadette Swift. Ihre Zielsetzung, als erste Frau eine Führungsposition in einem Verlag zu erreichen, ...

Der Roman spielt im New York der 1960er-Jahre und beschreibt den beruflichen Werdegang der jungen Lektorin Bernadette Swift. Ihre Zielsetzung, als erste Frau eine Führungsposition in einem Verlag zu erreichen, steht im Mittelpunkt der Handlung. Die Autorin zeigt klar die strukturellen Benachteiligungen auf, denen Frauen in dieser Zeit ausgesetzt waren, und setzt diese in einen nachvollziehbaren erzählerischen Rahmen.

Besonders hervorzuheben ist der Buchclub, dem Bernadette beitritt. Er fungiert als Netzwerk und Unterstützungsraum und verdeutlicht die Bedeutung weiblicher Solidarität in einem hierarchisch geprägten Arbeitsumfeld. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, beruflichen Herausforderungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden insgesamt realistisch dargestellt.

Eine dezente romantische Komponente ergänzt den Handlungsverlauf, ohne den beruflichen Fokus der Protagonistin zu überlagern. Stilistisch ist der Roman leicht zugänglich, gut strukturiert und historisch glaubwürdig.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Der 2. Fall für Tara Kronberg

Todesstimme
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Mit „Todesstimme“ legt Elias Haller erneut einen fesselnden Psychothriller vor, der Gänsehaut und Nervenkitzel garantiert. Nach dem ersten Fall um Sonderermittlerin Tara Kronberg beweist Haller einmal ...

Mit „Todesstimme“ legt Elias Haller erneut einen fesselnden Psychothriller vor, der Gänsehaut und Nervenkitzel garantiert. Nach dem ersten Fall um Sonderermittlerin Tara Kronberg beweist Haller einmal mehr sein Talent, tief in die Abgründe der menschlichen Psyche zu blicken und dort Geschichten zu finden, die gleichzeitig verstören und berühren.

Die Handlung beginnt mit einer Reihe scheinbar unerklärlicher Selbstmorde, die schnell deutlich machen, dass mehr dahintersteckt. Als Tara Kronberg und ihr Team einem mysteriösen Podcast auf die Spur kommen, entfaltet sich ein düsteres Netz aus Manipulation, Abhängigkeit und psychischem Terror. Besonders gelungen ist die Art, wie Haller moderne Themen wie Medienmacht, psychische Verletzlichkeit und die Suche nach Halt in einer digitalen Welt miteinander verknüpft.

Der titelgebende „Kadaver“ ist ein erschreckend vielschichtiger Antagonist, kein klassisches Monster, sondern ein Mensch, der zwischen Verzweiflung und Grössenwahn pendelt. Diese moralische Ambivalenz macht die Geschichte besonders beklemmend.

Auch sprachlich überzeugt Haller mit klaren, präzisen Formulierungen und einem feinen Gespür für Atmosphäre. Die düsteren Schauplätze, die emotionale Zerrissenheit der Figuren und das unaufhaltsame Tempo sorgen dafür, dass man das Buch kaum pausieren möchte.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Von Hofetikette zu Kriminalakte: Sisis erster Fall

Sisi ermittelt – Die Diamanten der Kaiserin
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Sisi hat genug vom einengenden Leben am Wiener Hof, von den steifen Regeln, endlosen Bällen und festlichen Banketten. Die Einladung zu einer Jagd auf Schloss Windsor kommt ihr daher wie gelegen: Endlich ...

Sisi hat genug vom einengenden Leben am Wiener Hof, von den steifen Regeln, endlosen Bällen und festlichen Banketten. Die Einladung zu einer Jagd auf Schloss Windsor kommt ihr daher wie gelegen: Endlich etwas Freiheit, endlich ein Hauch von Abenteuer! Doch die ersehnte Abwechslung nimmt eine unerwartete Wendung, als Sisi bemerkt, dass ein Diamant aus ihrem Sternendiadem verschwunden ist. Ihre Neugier lässt sie nicht los, und schon steckt sie mitten in einer spannenden Untersuchung, die sie auf die Spur eines alten Geheimnisses führt – und schliesslich sogar mit einem Todesfall konfrontiert.

Mit viel Esprit und Feingefühl zeichnet Fritzi von Wahl das Bild einer klugen, selbstbewussten und charmanten Sisi, die durch ihren Witz und ihr Lächeln jeden für sich gewinnt. Die Geschichte verbindet historischen Charme mit einer Prise Krimispannung und humorvollen Momenten. Auch wenn sich die Handlung stellenweise etwas verliert, bleibt sie durchweg lebendig und fesselnd. Insgesamt ist es ein spritziger, unterhaltsamer historischer Krimi, der Lust auf weitere Ermittlungen der kaiserlichen Hobbydetektivin macht.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Was wäre wenn?

Im Leben nebenan 
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Anne Sauer spinnt zwei Lebenswege einer jungen Frau, die sich nach einer scheinbar zufälligen Abzweigung fragt. Toni/Antonia erwacht in einer anderen Welt: statt der gewohnten Beziehung und Wohnung findet ...

Anne Sauer spinnt zwei Lebenswege einer jungen Frau, die sich nach einer scheinbar zufälligen Abzweigung fragt. Toni/Antonia erwacht in einer anderen Welt: statt der gewohnten Beziehung und Wohnung findet sie sich in einer grosszügigen, perfekten Welt wieder und plötzlich ist da ein Kind auf dem Schoss und eine Vergangenheit, die deutlich früher auftaucht als erwartet.

Sauer erzählt mit Humor, Wärme und Leichtigkeit von dem Horror gewollter und ungewollter Mutterschaft, von der Sehnsucht nach Klarheit und der Frage, wie viel Zufall wirklich unser Leben bestimmt. Der Wechsel zwischen zwei Lebensentwürfen gelingt der Autorin geschickt: Man begleitet Antonia durch vertraute Orte in einem Dorf der Kindheit und erlebt zugleich den Reiz und die Furcht eines alternativen Selbst, das sich in einer kinderreichen, bürgerlichen Zukunft manifestiert.

Der Stil bleibt zugänglich, doch hinter der klaren Erzählung steckt eine feinfühlige Reflexion über Identität, Entscheidung und das, was passiert, wenn man eine einzige Weiche zu früh oder zu spät stellt. Die Perspektivwechsel ermöglichen eine klug dosierte Ironie gegenüber dem „perfekten“ Landleben und dem Ambivalenzgepäck von Mutterschaft.

Insgesamt überzeugt Im Leben nebenan als berührende, nachdenkliche und oft amüsante Gedankenspielerei über Lebenswege, die sich nie ganz fassen lassen. Ein gelungener Roman, der zeigt, wie ein einziger Entscheidungspunkt Fettflecken in unser Selbstbild legt und wie stark sich zwei Lebensentwürfe dennoch gegenseitig bestätigen oder hinterfragen.

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