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Veröffentlicht am 27.10.2025

Verwirrende Geschichte

HEN NA IE - Das seltsame Haus
5

An "HEN NA IE - Das seltsame Haus" von Uketsu hatte ich recht hohe Erwartungen, da ich schon "Seltsame Bilder" gelesen habe und begeistert war. Das Buch kam mir neu und erfrischend anders vor. Hier wurden ...

An "HEN NA IE - Das seltsame Haus" von Uketsu hatte ich recht hohe Erwartungen, da ich schon "Seltsame Bilder" gelesen habe und begeistert war. Das Buch kam mir neu und erfrischend anders vor. Hier wurden meine Erwartungen allerdings etwas enttäuscht.
Vor einem Hauskauf wird ein Grundriss auffällig, er enthält einen Raum ohne Zugang, und so spekulieren Bekannte des Kaufinteressenten über die Ursachen und Sinn und Zweck des Raumes. Der betreffende Grundriss wird mehrfach abgebildet, so dass man sich beim Lesen selbst ein Bild und eine Meinung bilden kann. Sehr schnell werden die Spekulationen aber konkret und schließen Mord und Beteiligung eines Kindes ein.
Es kommt dann auch noch ein zweites, anders gebautes Haus, mit ins Spiel, an dessen Grundriss wir miträtseln dürfen.
Das Buch ist geheimnisvoll und spannend, der Schreibstil eher distanziert, beschreibend und kühl.
Mir gefällt dieses eintauchen in die alte Kultur und Rituale in Japan, wobei hier nicht alles verständlich und nachvollziehbar bleibt.
Viele Dinge werden logisch aufgeklärt, andere bleiben offen und laden auch nach der Beendigung des Buches zum nachdenken ein.
Mir persönlich blieb alles zu blass, fehlten die Emotionen, ich hätte gerne eine ausführlichere Erklärung gehabt.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Viel verschenktes Potential

Das Dreizehnte Kind
0

"Das Dreizehnte Kind" von Erin A. Craig ist nicht mein erstes Buch der Autorin und vielleicht hatte ich deshalb auch etwas falsche Erwartungen daran.
Von der Gestaltung ist das Buch wunderschön und erwartet ...

"Das Dreizehnte Kind" von Erin A. Craig ist nicht mein erstes Buch der Autorin und vielleicht hatte ich deshalb auch etwas falsche Erwartungen daran.
Von der Gestaltung ist das Buch wunderschön und erwartet habe ich hier eine leicht düstere Fantasy-Geschichte, die Voraussetzungen dafür sind gegeben.
Hazel ist das dreizehnte Kind in einer recht armen Familie, zu ihrer Geburt möchten gleich drei Götter ihre Paten werden, letztendlich wird es der Endgültige, der Gott des Todes persönlich. Von ihrer Familie wird Hazel mit Nichtbeachtung gestraft, bis sie der Gott zu ihrem dreizehnten Geburtstag zu sich holt und wieder alleine lässt.
Hazel schafft es trotzdem zu einer mitfühlenden und ehrlichen Persönlichkeit zu werden, mithilfe einer Gabe wird sie eine begnadete Heilerin.
Es gibt einige Fantasy-Anteile, in der Zwischenwelt und mit den Göttern, die mir gut gefallen, aber die Geschichte wird dann sehr schnell vorhersehbar. Es bahnt sich eine Liebesgeschichte an, die sehr in den Vordergrund tritt und Hazel trifft auch einige Entscheidungen, die für mich nicht nachvollziehbar sind.
Irgendwann hat die Handlung mich dann verloren, es fehlt die Spannung und der Mittelteil ist zu lang geraten.
Die Geschichte hat sehr viel Potential, mit den Göttern, dem Tod persönlich und der Gabe des Heilens, allerdings verliert sie sehr viel davon an eine Romanze und blasse Charaktere.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Zwei Wege

Sunny
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"Sunny" von Karin Kalisa ist ein Roman, der seine Wirkung erst nach und nach entfaltet. Hier muss man erstmal in der Geschichte ankommen und sehen, wie sie sich zusammen findet.
Jon wird von seiner Schule ...

"Sunny" von Karin Kalisa ist ein Roman, der seine Wirkung erst nach und nach entfaltet. Hier muss man erstmal in der Geschichte ankommen und sehen, wie sie sich zusammen findet.
Jon wird von seiner Schule entlassen, einfach so und ohne Abschluss. Das ist für ihn noch nicht mal das Schlimmste, sondern eher der Verlust des Kontakts zu seiner einzigen Freundin Sunny. So versucht er durch den Sommer zu kommen, mit Eltern, die sich sehr seltsam um ihn kümmern.
Benno ist aus Afrika zurück, wo er viele Jahre verbracht hat. Er muss eine Vergangenheit aufarbeiten, inclusive Ausweisung aus der DDR, Stasiakten und einem wütenden Bruder. Auch er vermisst eine Frau, Alemee aus Äthiopien, seine große Liebe.
Die beiden Frauen lernt man in der Geschichte nur in den Gedanken der Männer kennen und auch alles, was es über ihre Beziehungen zu wissen gibt. Hier bleibt vieles offen, einiges erklärt man sich selber.
Es sind im Grunde zwei Liebesgeschichten, ohne die Liebespaare. Die Geschichte ist sehr schön erzählt, die Autorin findet die richtigen Worte. Ich habe etwas gebraucht, um in die Geschichte zu finden, die Perspektive zu verstehen.
Das Ende war mir etwas zu aufgesetzt und unrealistisch, gelesen habe ich die Geschichte trotzdem sehr gerne.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Hexenwerk

Teufel, tanz mit mir!
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"Teufel, tanz mit mir!" von Simone Dark ist der vierte Teil einer Krimi-Reihe rund um die Bozner Ermittler Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina. Ich habe vorher noch keinen Teil gelesen und dieses ...

"Teufel, tanz mit mir!" von Simone Dark ist der vierte Teil einer Krimi-Reihe rund um die Bozner Ermittler Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina. Ich habe vorher noch keinen Teil gelesen und dieses ist auch nicht notwendig, es handelt sich um einen abgeschlossenen Fall.
In diesem Teil heiraten die beiden Ermittler und schon kurz nach ihrem Ja-Wort eilen sie noch in ihrer festlichen Kleidung an den Ort eines Verbrechens. In einer Burgruine wurde eine Leiche gefunden und es war kein natürlicher Tod.
Was ich an diesem Krimi mochte waren die ganzen alten Hexen-Sagen und Gebräuche, die gut geschildert und eingebunden wurden. Da gab es so einiges Geheimnisvolles.
Ich mochte auch sehr diese Landschaft dort, die gut geschildert und mir vor Augen geführt wurde.
Auch hat die Autorin einige Szenen mit Humor etwas aufgelockert, ihren Schreibstil mag ich.
Was ich nicht so mochte, für einen Krimi fehlte es mir oftmals einiges an Spannung und auch die Auflösung des Falles konnte mich nicht komplett überzeugen.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Hätte gerne mehr Tiefe gehabt

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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"Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" von James Alistair Henry ist ein Krimi in einer Alternativwelt. Gerade davon habe ich mir soviel versprochen und vielleicht waren meine Erwartungen daran ...

"Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" von James Alistair Henry ist ein Krimi in einer Alternativwelt. Gerade davon habe ich mir soviel versprochen und vielleicht waren meine Erwartungen daran auch einfach zu hoch.
Es spielt in einem modernen England, allerdings ohne die industrielle Revolution. Auf den britischen Inseln leben Kelten, Sachsen und Pikten und es gibt gerade wieder eine große und wichtige Konferenz, die sich mit der Bildung eines »United Kingdom« befasst. Zu diesem Zeitpunkt wird einer der Diplomaten aufgefunden, ermordet und an einen Baum genagelt.
Die Ermittlungen werden von zwei sehr verschiedenen Ermittlern geführt, einer keltisch und sehr unabhängig, die andere sächsisch mit der Polizeitruppe hinter sich. Diese beiden Ermittler waren für mich sehr interessant und ich hätte gerne viel mehr über sie erfahren, gerade über Drustan, den Kelten.
Wenn man sich erstmal eingelesen hat, in dieser fremden Welt angekommen ist, entfaltet sich wirklich ein sehr spannendes Szenario. Die Ermittlungen sind spannend und verzweigen sich in verschiedene Richtungen, die Auflösung weiß mich durchaus zu überraschen.
Der Kriminalfall ist sehr intelligent aufgebaut und gelöst, das hat mir richtig gut gefallen.
Weniger gut fand ich, dass mir gerade beim Worlbuilding und den Protagonisten noch Tiefe fehlte, da wäre ich gerne noch tiefer eingestiegen, vielleicht auch als Reihen-Auftakt. So kamen mir viele Aspekte zu kurz und ließen mich mit vielen Fragen zurück.

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